MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Mit EM (effektiven Mikroorganismen) durchs Gartenjahr und als Helfer im Haushalt

EM steht für „Effektive Mikroorganismen“. Diese aufbauenden Mikroorganismen kommen sowohl in flüssiger Form als auch in Keramik gebunden zum Einsatz. Die Zusammensetzung von EM wurde auf Okinawa (Japan) vor etwa 30 Jahren entwickelt.

Vortrag von Elisabeth Saller,

passionierte Gärtnerin, EM-Urgestein

Am 06. April 2017

Gasthaus Maxlwirt, Velden /Viehweide

Beginn: 19:30Uhr

Eintritt frei

Bei der BN-Ortsgruppe Oberes Vilstal wurde neu gewählt

Die Vorsitzenden der BN-Ortsgruppe, Josef L. Gerbl (3. von rechts) und Barbara Nitzl (4. von rechts) mit der Vorsitzenden und des Schriftführers der Kreisgruppe Landshut, Kathy Mühlebach-Sturm (2. von rechts) und Michael Raum (rechts) sowie den Beisitzern.

Velden. Auf dem Programm der diesjährigen Jahresversammlung der Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. standen dieses Jahr turnusmäßig Neuwahlen.

Nach der Begrüßung der Mitglieder gab der Vorsitzende Josef Gerbl einen Rückblick über die Aktionen des vergangenen Jahres. Die breite Palette der Aktivitäten reichte vom Amphibien- und Artenschutz über Exkursionen, Filmvorführungen, Informationsständen, Unterschriftenaktionen, Unterstützung von Bürgerinitiativen bis hin zu Vorträgen rund um Umwelt- und Naturschutz.  Im Anschluss daran informierte Ernst Georg Eichner über die Amphibienschutzmaßnahmen des vergangenen Jahres. Neben dem alljährlichen Schutzzaun zwischen Ruprechtsberg und Untervilslern wurde auch im Eberspointer Forst ein 250 m langer Schutzzaun aufgestellt. Den Finanzbericht übernahm Barbara Nitzl. Bei der Wahl bestimmten die anwesenden Wahlberechtigten einstimmig Josef  Gerbl zum alten und neuen ersten Vorsitzenden und  Barbara Nitzl zu seiner Stellvertreterin in der Ortsgruppe Oberes Vilstal. Die neuen Beisitzern sind Helga und Bernd Willems, Ernst Georg Eichner sowie Lisa Steinberger. So geht die Vorstandschaft in die nächsten vier Jahre.

Nach den  Neuwahlen wurde an diesem Abend auch ein neues Mitglieder in den Reihen der Ortsgruppe aufgenommen. Danach gab der Vorsitzende noch einen Ausblick auf Veranstaltungen in den kommenden Wochen, wie die Demo „ Wir haben es satt - Agrarkonzern, weg von unserem Essen“ am 21.Januar 2017 in Berlin. Das Jahr 2017 fängt mit der traditionellen Winterwanderung am 8. Januar an. Auch eine Busfahrt Ende Juni ist wieder geplant. Auch sind wieder Vorträge, ein Filmabend und Pflanzungen vorgesehen. Eine Aussprache und Informationen zu verschiedenen Themen rundeten schließlich die Jahresversammlung ab.

BN-Ausflug zur Saatgutvermehrung einheimischer Wildblumen und Wildgräser

Begrüßung am Krimmerhof
Abgepackte Samenmischungen für den Großhandel
Das Samenarchiv
Führung durch die Anbaubeete
Salbeipflanzenvermehrung
Samensauger
Samenstände der Trollbllume - Herr Krimmer erklärt...
 

Velden 02.07.2016. Wildblumenwiesen  gehören in eine intakte Landschaft. Darin finden Insekten, wie auch Bienen und Wildbienen genügend Nahrung um ihre Nachkommen zu ernähren. Weidetiere fressen Wildkräuter gerne und bleiben mit ihnen gesünder. Auch die Menschen haben Jahrhunderte lang diese Kräuter für Küche und Gesundheit genutzt. Wildkräuter bergen einen Schatz der wertvollsten Inhaltstoffe für Mensch und Tier. Wenn aber Wiesen jedes Jahr zwei bis drei Mal „geerntet“ werden, können Wildblumen nicht versamen und auf Dauer geht die Artenvielfalt zurück. Ohne Samen keine Vermehrung. Dabei würde es schon reichen, alle paar Jahre die Wiese erst Ende Juli zu mähen.

Letzten Samstag unternahm die BN Ortsgruppe Oberes Vilstal eine Fahrt zum Saatgutbauern Johann Krimmer nach Pulling bei Freising. Um 14:00 begann dort unsere Führung. Herr Krimmer zeigte uns seine Felder, auf denen er zur Zeit ca. 200 verschiedene Wildkräuter und –gräser vermehrt und anbaut.  In seinem gesamten Repertoire stehen bis zu 400 verschiedene Arten. Diese Samen werden nach Auftrag von verschiedensten Institutionen, wie Kommunen oder Naturschutzverbände vermehrt. Damit werden z. B. nach Baumaßnahmen die vorher örtlich geernteten und bei Krimmer vermehrten Samen genutzt, um die natürliche Vielfalt wieder herzustellen. Für gesetzliche vorgeschriebene Ausgleichsflächen besteht hoher Bedarf an standortgerechtem Saatgut. Auch fast ausgestorbene Pflanzen werden auf seinem Hof vermehrt um gefährdete Bestände wieder großflächiger aussäen und damit schützen zu können. Herr Krimmer produziert dabei für den Großhandel, leider fand daher zum Leidwesen der Mitfahrer auf seinem Hof kein kleinteiliger Verkauf für Endkunden statt.

Nach der Besichtigung einiger kleinerer Anbaugebiete auf seinen Äckern führte er uns durch seine Gebäude in denen Pflanzen und Samen nach der Ernte weiterbearbeitet werden. Viele unterschiedliche Maschinen werden dafür genutzt, die er zum großen Teil selbst entworfen und gebaut hat. Es gibt z. B. einen „Samensauger“: Dieser wird für die Ernte von Samen genutzt wenn auf einem Feld schon einzelne Pflanzen samenreif sind während ein Großteil des Bestandes noch blüht. Mit diesem Gefährt werden mehrmals während der Reifeperiode die reifen Samen von oben „aufgesaugt“.

Ebenso interessant war die Weiterverarbeitung der gemähten Pflanzen. Diese werden in Containern noch einige Tage mit kühler Luft durchgeblasen um noch unreife Teile zur Nachreife zu bringen, anschließend wird der gesamte Container auf Warmluft umgestellt und mit 35 Grad schonend getrocknet um die Keimfähigkeit zu erhalten. Auch hier hat Herr Krimmer mit bewundernswertem Ideenreichtum agiert. Die Warmluft für die Trocknung kommt aus einem „doppelten Dachaufbau“ wo aus dem aufgeheizten Luftraum des Daches die Warmluft gewonnen wird. Auch sonst arbeitet der Betrieb sehr ökologisch. Praktisch alle Energie für die Verarbeitung wird mit Photovoltaik und Solarthermie gewonnen, die auf sämtlichen Dächern der Betriebsgebäude installiert ist.

Auch bei Drusch, Säuberung und Sortierung der Samen gibt es etliche interessante selbstgebaute Maschinen. Über Walzen, Siebe, Absaugung oder spindelartige Maschinen wird „Spreu vom Saatgut“ sowie „rund von eckig“ getrennt. Für jede Samengröße und -gewicht gibt es die passende Einstellung einer Maschine.

Am Ende führte uns der Samenbauer noch in sein „Mischzentrum“ wo aus den verschiedenen Säcken und unzähligen kleinen Containern passgenaue Samenmischungen für die beauftragten Standorte gemischt werden. Dabei geht es nicht nur um die Art des Samens sondern auch um den Standort von dem er gewonnen wurde. Zukäufe oder „ortsfremde“ Samen gibt es nicht, Samen von Krimmer sind heimisch und werden für heimische Standorte gemischt.

Nach der fast 3-stündigen sehr interessanten und aufschlussreichen Führung fuhren wir in die „Plantage“, einen Waldbiergarten im Norden Freisings. Hier wurden bei Getränken und Essen noch viele Eindrücke besprochen und Gartentipps und Wissen ausgetauscht.  Nach einer Stunde begann es zuerst leicht, dann aber heftig zu regnen und so fuhr man mit dem Bus wieder zurück nach Velden. Auch im nächsten Jahr wird die BN Ortsgruppe eine Fahrt zu einem interessanten Ziel durchführen.

Mein Garten – ein Bienenparadies

v. l. Josef L. Gerbl, Johannes Selmansberger
Johannes Selmansberger mit Nisthilfe
Die Zuhörer
Die Zuhörer
Wildbienenarten

Johannes Selmansberger referierte über Möglichkeiten den Bienen zu helfen

Velden: Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Oberes Vilstal e. V. veranstaltete  kürzlich in der Gaststätte Maxlwirt einen sehr gut besuchten Vortrag mit dem Titel „Mein Garten – ein Bienenparadies. Der Referent Johannes Selmansberger ist seit 30 Jahren aktiver Naturschützer und Imker. Zu Beginn seiner Ausführungen informierte er die Zuhörer, daß es neben Honigbienen auch die Wildbienen immer schwerer haben in unserer kahlen Kulturlandschaft genug Nahrung zu finden. So würden 80 Prozent aller Blüten von Bienen bestäubt, davon wieder 85 Prozent durch die Honigbiene. Auch die Bestäubung durch die Wildbienen sei sehr wichtig, da bei einer Kombination beider Bienenarten mit einem besseren Ertrag zu rechnen sei, berichtete der Referent.

Vom Frühjahr bis Herbst sorgen bei uns 561 Wildbienenarten für die Bestäubung unserer Blütenpflanzen. Mit Körperlängen von 2 bis 30 mm sind die emsigen Blütenbestäuber eng an ihre Nahrungspflanzen angepasst. Viele Blütenformen haben sich in Jahrmillionen den Mundwerkzeugen der verschiedenen Bienengattungen angepasst.

Wildbienen sind keine geflüchteten Honigbienen, sondern wildlebende Verwandte. Die Wildbienen, auch Einsiedlerbienen genannt, leben nicht wie die Honigbienen in großen Staaten, sondern alleine. Jedes Wildbienen-Weibchen trägt Nektar und Blütenstaub in ihr Nest ein, legt ein oder mehrere Eier drauf und verschließt es fest. Die Bienenlarve ernährt sich selbstständig von diesem Proviant und verlässt im nächsten Frühjahr die Brutzelle.

Aber ohne sichere Hohlräume können sie keine Kinderstuben einrichten. Früher dienten dazu abgestorbene Bäume, altes Holz von Schuppen mit Spalten und Löchern und sandige Ackerraine. Jetzt ist der Mensch aufgefordert den Wildbienen unter die Arme zu greifen z. B. mit dem Bau von Nisthilfen.

„Hier fängt aber das Dilemma schon an“ ermahnt Johannes Selmansberger. Vieles, was es da zu kaufen gibt hilft den Wildbienen nicht wirklich. Er zeigt Bilder von nicht brauchbaren „Bienenhotels“, wobei schon der Name falsch ist, „denn in einem Hotel übernachtet man und betreibt keine Brutpflege“, meinte der Referent nebenbei. Anschließend zeigte er den Interessierten verschieden Möglichkeiten wie man mit einfachen Mitteln Nisthilfen für Wildbienen erstellen kann. Er hatte verschiedene Exemplare dabei. In nackte Hohlziegel wird keine Wildbiene einziehen, besser ist es abgeschnittene Schilfhalme in die Löcher des Ziegels zu stecken. Man kann solche Halme aber auch in leere Dosen stecken, diese dann auf den Holzstoß legen oder an einen anderen ruhigen Platz. Wichtig dabei ist es, daß die Röhren auf einer Seite geschlossen sind.

Gut geeignet ist auch ein gut getrocknetes Hartholzstück. Eine Seite glatt abschleifen und verschiedene Bohrungen mit Durchmesser 3 bis 10 mm bohren, aber wegen der Rißbildung nicht in die Stirnseite des Holzstücks. Es gibt gut passende Nisthilfen zu kaufen z. B. einen Bienenstein zum Einbauen in Fassaden, Mauern oder Wildbienenwände.

Um aber das ganze Jahr über genug Nahrung für diese Bienen zu haben, sollten die verschiedensten Arten von Blütenpflanzen vorhanden sein. Da so manche Wildbienen im Frühjahr ab einer Temperatur von 5° C fliegen brauchen auch diese schon Blüten. Frühjahrsblüher wie z. B. Schneeglöckchen, Schlüsselblume, Krokus oder kleiner Winterling sind hier gut geeignet. Zu späterer Zeit sind auch verschiedene ungefüllte Rosenarten, Beerensträucher, Kräuter, Stauden, wie z. B. Lungenkraut,  Laubbäume wie Ahorn, Obstbäume, ( die meisten Blüten hat die Kirsche) oder die Linde. Auf bis zu 60 000 Blüten bringt es eine Linde und jede Blüte produziert jeden Tag wieder Nektar und Pollen.

Auch in einem noch so kleinen Garten ist eine Wildblumenwiese zu realisieren. „In
Deutschland gibt es 20 Millionen Gärten und wenn jeder nur einen Quadratmeter zur Wildblumenwiese umstellen würde hätten viele Bienen genug zu essen“, meinte Selmansberger.

Bei einem Ausflug einer Biene sammelt sie ca. 0.02 Gramm Nektar und Pollen. Um ein Glas Honig daraus herstellen zu können müsste eine Biene dreimal um die Welt fliegen.

Am Ende der Veranstaltung bot er Wildblumensamen zum Selbstkostenpreis an. Die Nachfrage der Zuhörer war so groß, daß der Vorrat nicht reichte.

Diese Samen kamen vom Wildblumensaatgutbauern Krimmer bei Freising. Genau dorthin führt die geplante Busfahrt der BN Ortsgruppe Oberes Vilstal e. V. am 25. Juni. Man sollte sich den Termin vormerken, wer dabei sein will.

Humus, wichtig für gesunde Ernährung und unser Klima

Bericht vom Filmabend des BN

Velden: Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Oberes Vilstal e. V. veranstaltete  am 16. Februar in der Gaststätte Maxlwirt einen gut besuchten Filmabend zum Thema: „Humus – die vergessene Klimachance“. Humus ist die Basis einer nachhaltigen Agrarkultur und eine gesunde Agrarkultur ist die Grundlage für eine nachhaltige (Wirtschafts-)Kultur. Dieser Film zeigte eindrucksvoll die Bedeutung eines ökologischen Humusaufbaus. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise zum Boden unter unseren Füßen. Jetzt denken die meisten Menschen nicht an Humus, sondern an Dreck, und das ist das Problem: wir mißachten den Boden unter unseren Füssen und haben ihn dabei schwer geschädigt. Was aber geschieht unter unseren Füßen? Weshalb können Böden so riesige CO2-Mengen „ein- und ausatmen“? Haben wir bisher den vielleicht wichtigsten Klimafaktor übersehen, das Leben in den Böden? Der Film weist damit auf ein gravierendes Problem hin: Zwischen Klima und Qualität der Böden gibt es einen direkten Zusammenhang. Die Intensivbewirtschaftung durch die industrialisierte Landwirtschaft hat lange Zeit den Humus vernachlässigt und geschädigt. Inzwischen bewegt sich viel in Richtung einer ökologische Landwirtschaft, die Kreislaufsysteme mit der Natur favorisiert und eine regionale Flächenbewirtschaftung in den Mittelpunkt stellt, die nicht globalisiert werden kann. Ökologische Landwirtschaft kann Humus aufbauen - mit Fruchtfolgen, Mischkulturen, Kompostierung, mit geringem Einsatz von leicht löslichen Mineraldüngern, mit minimaler Bodenbearbeitung.

Unsere Vorfahren waren uns da technologisch weit voraus. Das zeigen Berichte über die von Menschen gebauten Hügelbeete in Französisch Guayana, die berühmte Terra Preta im Amazonasgebiet oder vorgeschichtliche Humusfelder in der Nähe menschlicher Siedlungen in Deutschland.

Auch heute gibt es weltweit ländliche Wirtschaftsprojekte, die Alternativen entwickeln und einen anderen Umgang mit Humus erproben: Kompost als Produkt zur Verbesserung der bodenphysikalischen Eigenschaften z.B. oder das SEKEM-Projekt in Ägypten, in dem auf Wüstenboden eine 30-cm dicke Humusschicht aufgebaut wurde. In Brasilien gibt es große Gebiete, die nur mit Direktpflanzung bewirtschaftet werden. Alle Erntereste bleiben auf den Feldern liegen und verrotten dort.  Die Hinswendung von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau in Richtung Agroforstkultur und Permakultur in Südfrankreich ist nicht nur ein sinnvoller Ansatz, es sieht auch noch schön aus. Liegt hier der Keim für die Landwirtschaft der Zukunft? In der steirischen Ökoregion Kaindorf versucht man auf großen Ackerflächen, Böden durch speziellen Kompost zu verbessern. Diese Region, die durchaus mit unserer Landschaft zu vergleichen ist, zeigt Möglichkeiten auf, die auch bei uns zu verwirklichen wären. Wer genaueres dazu wissen will kann sich unter  http://www.oekoregion-kaindorf.at/ informieren. Die drei Gemeinden dieser Region gehen mit gutem Beispiel voran, den CO2 Ausstoss drastisch zu reduzieren und für das Klima und ihre Bürger eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

Was wir brauchen ist aber eine Wende im großen Maßstab - wegen des Klimas und v.a. auch wegen der Versorgung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln, die diese Bezeichnung verdienen. Am Ende des Filmes entstand noch eine kurze, intensive Diskussion zwischen anwesenden Landwirten und Bürgern.

Das Schlusswort hatte Josef Gerbl, Vorsitzender der BN Ortsgruppe Oberes Vilstal e. V., indem er betonte, daß der Film Denkanstöße geben soll, den derzeitigen Umgang mit dem Boden zu ändern, zum Wohle des Menschen und des Klimas.

Egal, ob konventionelle oder biologische Landwirtschaft, jeder kann dazu seinen Beitrag leisten.

Urkundenüberreichung

Velden. Ein Jubiläum führte kürzlich die Vorsitzenden der Ortsgruppe Oberes Vilstal im BUND Naturschutz in Bayern e.V., Josef Gerbl (rechts) und Barbara Nitzl (links) zur Höhenberger Biokiste im Gewerbering 5 in Velden. Seit  30 Jahren sind Jochen  (2. von links) und Ingrid Saacke (2. von rechts) Mitglied im BN.  Bei der Höhenberger Biokiste ist Jochen Saacke seit 2008 Geschäftsführer. Ab Mitte der  80er Jahre, lange bevor er nach Velden und zur Lebensgemeinschaft Höhenberg kam, leitete Saacke acht Jahren lang, die BN Jugendgruppe München. Nun ist er der Ortsgruppe Oberes Vilstal zugeordnet, die sich in etwa über das Gebiet der Gemeinden Baierbach, Neufraunhofen und Velden erstreckt. Die Vorsitzenden überreichten ihm und seiner Frau eine Urkunde des Landesverbandes und wünschten ihm und seinen Angehörigen weiterhin viel Tatkraft beim Einsatz für die Belange des Natur- und Umweltschutzes.

Aktion „Im Zeichen der Linde“ fortgesetzt

Die Aktiven der BN-Ortsgruppe Oberes Vilstal um die Vorsitzenden Josef Gerbl (mi.) und Barbara Nitzl nach der Pflanzung einer der beiden Linden in Burghab.

Ortsgruppe des Bund Naturschutz pflanzte zwei Linden 

Velden. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des BUND Naturschutz in Bayern e.V. hatte die Ortsgruppe Oberes Vilstal im Jahr 2013 die Pflanzaktion „Im Zeichen der Linde“ begonnen. Und auch dieses Jahr pflanzten die Aktiven kürzlich wieder zwei Exemplare dieser Baumart, die auch das Symbol des Vereins ist.In unseren Breiten kann eine Linde unter guten Bedingungen weit über 1.000 Jahre alt werden. Daraus leitet sich wohl auch die Bedeutung dieses Baumes in Sagen und Mythen ab. Aber auch für die nächste Umgebung und im Naturgeschehen spielt sie eine große Rolle. So macht sie ihr reichhaltiges Angebot an Pollen und Nektar zu einer beliebten Bienenweide. Schmackhafter Lindenblütenhonig, Schattenspender und Blickfang sind nur einige der nützlichen Attribute dieser Baumart.Die Verantwortlichen der Ortsgruppe Oberes Vilstal im BUND Naturschutz in Bayern, die Helferrinnen und Helfer bei der Pflanzaktion sowie die Besitzer hoffen, dass sich die jetzt gepflanzten Linden trotz aller Klimakapriolen gut entwickeln. Vielleicht kann man sich ja schon in einigen Jahren im Schatten der Bäume ausruhen und zukünftige Generationen können sich noch lange an den Linden in Burghab erfreuen. Auch weiterhin ist die BN-Ortsgruppe auf der Suche nach geeigneten Orten, um in Zukunft noch die eine oder andere Linde pflanzen zu können.

Jahreshauptversammlung der Bund Naturschutz Ortsgruppe Oberes Vilstal

Am Freitag, den 20.11. 2015 fand beim Gasthaus Dirrigl in Velden die jährliche Hauptversammlung des Bund Naturschutz Ortsgruppe Oberes Vilstal statt.

Der 1. Vorsitzende, Josef L. Gerbl, begrüßte alle Anwesenden und informierte mit einem Rückblick über die Aktionen seit der letzten Hauptversammlung. Das Jahr 2015 begann mit der alljährlichen Winterwanderung, die heuer ins Burgholz führte und mit einer Einkehr in den Biohof Aigner-Natterer endete. Im Frühjahr zeigte der Bund Naturschutz für die ganze Bevölkerung einen Film über die Energiewende. Auch mit Vorträgen informiert der Verein über Themen des Naturschutzes. Dies waren in diesem Jahr ein Vortrag über Funkbelastung durch Strahlung und über Bienen, die es in unserer ausgeräumten Landschaft schwer haben, noch ausreichend Nahrung zu finden. Der alljährlich aufgestellte Krötenschutzzaun bei Ruprechtsberg rettete dieses Jahr 835 Kröten vor dem Überfahren-werden.  Mitte April wurde eine außertourliche Rama Dama Sammlung durchgeführt, denn einigen  Mitgliedern war der viele Müll, der entlang der Straße vom Volksfestplatz bis zum Gewerbering lag, ein Dorn im Auge.

Mitglieder des Vereins waren auf verschiedenen, Demos in Berlin und München ( „Wir haben es satt“ und „TTIP“). Auch ein Ausflug mit einem Bus zum Mienbacher Waldgarten zum Thema Permakultur -  Landschaft, die man Essen kann, fand großen Zuspruch.

Die stellvertretende Vorsitzende und Kassier, Frau Barbara Nitzl, berichtete über die finanzielle Lage des Vereins. Es gingen neben Beiträge mehrere Spenden ein. So erlaubt der Kontostand auch heuer wieder einige Pflanzungen und die Kosten für einen weiteren Busausflug sind ebenfalls gesichert.

Nach einer kurzen Diskussionsrunde wurde gemeinsam Aktionen für das Jahr 2016 angeregt und geplant.

Das Jahr wird wieder mit der Winterwanderung beginnen, die heuer zum Wirt z’Biche gehen wird.

Nachdem 2015 das Jahr des Bodens war ist im Februar ist ein Film darüber geplant. Die Radltour wird in zu den 3 Quellen in die Gemeinde Wurmsham führen. Neben dem bisherigen Krötenschutzzaun bei Ruprechtsberg ist ein zweiter Zaun im Staatsforst Eberspoint geplant. Ein dortiger Anwohner hatte viele getötete Lurche und Frösche bemerkt und bei der Ortsgruppe wegen einem Zaun angefragt. Dieser Naturfreund wird sich danach auch um die tägliche Betreuung des Zauns kümmern. Im März ist wieder ein öffentlicher Vortrag zum Thema Bienen und Wildbienen geplant. Diesmal geht es darum, was jeder Garten- und Balkonbesitzer tun kann, um diese wichtigen Nützlingen vor dem Aussterben zu bewahren. Wie man immer mehr sieht, verkommen viele Hausgärten zu Steinwüsten. Hier finden diese kleinen Nutztiere keine Nahrung. Der Mensch will Obst und Honig haben, stellt aber für die kleinen Tierchen keinen Lebensraum in seinem Garten zur Verfügung. Hier wären für beide Seiten naturnahe Gärten wünschenswert. Mehr dazu, wie gesagt, im Frühjahr. Die Anwesenden diskutierten auch weitere Möglichkeiten, wie man evtl. Grünflächen in und um Velden bienenfreundlicher gestalten könnte. Passend zu diesem Thema plant der Verein im Juni wieder einen Busausflug. Es geht zu einem Bauern, der sein Hauptaugenmerk auf das Sammeln von Samen von Wildpflanzen legt und diese Mischungen interessierten Personen zum Kauf anbietet.

Anschließend klang beim geselligen Plausch zu verschiedenen Naturschutzthemen der Abend aus.

Permakultur - Eine Landschaft, die man essen kann

Interessierte Besucher bei der Führung durch den Waldgarten von Hannelore Zech (dritte von rechts, grüne Jacke) bei der Erklärung eines Extensivbeetes.

Velden. Keine Lust mehr auf konventionelles Gärtnern, weil die Schnecken den Salat und die Zucchini fressen und die Raupen den Kohl? Dann wird es Zeit für mehr Natürlichkeit. Der Garten ist total entgleist, alle Kräfte der Natur wenden sich scheinbar gegen die Bemühungen des Menschen. Und doch ist genug zum Essen da. Man kann lernen, wie man mit der Natur wirtschaftet, dabei gesünder lebt, den Boden schont, Nützlingsecken im Garten anlegt und auch wieder Freude am Kulturgemüse bekommt. Werden die Gemüsebeete nicht mehr gehackt  “ verunkrauten“ sie. Aber „Unkräuter“ gibt es nicht mehr, diese heißen jetzt „unerwünschte Beikräuter“. Doch genau diese bergen oft einen Schatz an wertvollen Inhaltstoffen für den Menschen, ein vielfaches mehr als hochgezüchtetes Kulturgemüse.  Ohne chemische Düngung und Pestizide und ohne den Boden auszulaugen.

Letzten Samstag unternahm die BN Ortsgruppe Oberes Vilstal eine Fahrt zum Mienbacher Waldgarten. Um 14:00 begann dort unsere Führung unter der Leitung von Hannelore Zech, der Eigentümerin des Permakulturgartens. Frau Zech stellte uns ihren Garten vor und zeigte uns wie man sich aus dem Garten ernähren kann und zwar mit allem was dort wächst. Die Gestaltung ihres Gartens durch Permakultur bringt nicht nur den Menschen viele Vorteile, sondern der ganzen Umwelt. Gemeint sind hier die Luft, die Wildtiere, das Bodenleben. „ Der Wurm ist der Ochs des armen Mannes“, mit diesem Zitat erläuterte sie die Anbaumethoden der Permakultur. Pflanzlicher Abfall, Kleintiermist und -streu und Schnittgut wird auf die Anbauflächen aufgetragen und zwar nicht nur an Beginn und Ende der Wachstumsphasen sondern während des ganzen Jahres. Viele verschiedene Pflanzen wachsen auf den Beeten und bilden dabei kleine Ökosysteme, die sich gegenseitig helfen. Die Bodenlebewesen wandeln die darauf liegende Biomasse laufend in Humus um, der für das Wachstum der Pflanzen von immenser Bedeutung ist. Der Boden liegt nicht offen, weitere „Unkräuter“ haben wenig Chancen zum Wachstum und Gießen wird meist überflüssig, da die Krume nicht austrocknen kann.

Wie schaut dann so ein Garten aus? Für konventionelle Gärtner eher wie „Wildnis“, für Naturliebhaber einfach herrlich.  „Eine Oase in der bayerischen Kulturlandschaft“, so bezeichnete Frau Zech ihren Garten. Er unterscheidet sich durch seinen bunten, durchgehenden Bewuchs wirklich deutlich von den leergeräumten Feldern rundum, auf denen immer nur eine Pflanze wachsen darf.  Werden dann noch Nützlingsbiotope wie Steinmauern  oder –haufen, Totholzhaufen, kleine Teiche und Insektenhotels eingebaut, erhält der Garten Struktur und der ökologische Wert steigt um ein Vielfaches. Nützlinge wie Eidechsen und viele Vögel finden Platz zum Leben und helfen dem Gärtner bei der Schädlingsbekämpfung. So entsteht eine Landschaft, die man essen kann. Natürlich kann man nicht die Landschaft essen, sondern was in ihr wächst. Und das sind nicht nur die üblichen Pflanzen wie Salat, Zucchini, Tomaten. Die Besucher erfuhren viel über essbare Kräuter, Gemüse und Beeren, die viele noch nicht kannten und die in früheren Zeiten ganz selbstverständlich zum Nahrungsangebot in Bauerngärten gehörten. Topinambur und Baumspinat sind dabei nur zwei Beispiele. Wenn die Schnecken so wie in diesem Jahr den gesamten Salat auffressen, kann man auf Salate und Gemüse ausweichen, die diesen Tieren nicht so gut schmecken.

Am Ende der 2 ½ stündigen Führung stärkte sich die Gruppe mit Kaffee und Kuchen und es wurde viel fachgesimpelt. Anschließend ging es mit dem Bus wieder zurück nach Velden. Nachdem diese Fahrt großen Anklang gefunden hatte, hat sich die BN Ortsgruppe entschlossen in Zukunft ähnliche Fahrten zu unternehmen.

Kröte und Frosch sicher über die Straße geholfen

Auf dem Weg zum Laichgewässer hat bei Amphibienpaaren (hier Grasfrösche mit stark unterschiedlicher Färbung) das Weibchen die tragende Rolle inne.

Velden. Weitgehend unscheinbar und von einigen Menschen gar als ekelerregend angesehen, führen Amphibien ein überwiegend zurückgezogenes Leben. Einmal im Jahr allerdings rücken sie oft wortwörtlich in den Mittelpunkt des Scheinwerferlichts. Dann nämlich, wenn sich Kröten, Frösche und Molche auf die beschwerliche, teilweise kilometerlange und gefahrvolle Reise von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern begeben. Dabei wandern sie häufig über die vielen Verkehrswege in unserer Landschaft. Dort droht ihnen der Tod durch Überfahren. Der Mensch mit seinen Autos nämlich stellt für die, nach der Winterstarre noch langsamen Amphibien die größte Gefahr dar. Um den einigen Tieren dieses Schicksal zu ersparen, stellt die Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. seit über 20 Jahren Schutzzäune im Gemeindebereich Velden auf. Bei Ruprechtsberg wurden dieses Jahr auf einer Zaunlänge von insgesamt rund 120 Metern wieder zahlreiche Eimer eingegraben. Der Zaun hindert die Tiere auf die Straße zu gelangen. So am Weiterkommen gehindert wandern sie an der Schutzvorrichtung entlang und fallen in die Eimer. Auch heuer kümmerten sich aktive Artenschützer um die gefangenen Tiere und kontrollierten mindestens einmal täglich die Eimer. Gefangene Amphibien wurden befreit, gezählt und sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Zusätzlich zur Anzahl wurden auch das Geschlecht der Tiere sowie Wetterbedingungen und Tagestemperatur zum Zeitpunkt der Leerung aufgenommen. Dieses Jahr konnten so 833 Kröten und Frösche sowie zwei Bergmolche in zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit sicher über die Straße gebracht werden. Nach der Maßnahme ist die Vorrichtung nun bis zum kommenden Frühjahr wieder im gemeindlichen Bauhof in Velden eingelagert. Für nächstes Jahr ist, bei Sicherstellung der Betreuung, eine zusätzliche Schutzvorrichtung bei Eberspoint geplant.

Mobilfunk und unsere Gesundheit

Herr Johannes Schmidt vom Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit (IBN) Rosenheim

Velden. Zu  Beginn des Vortrags stellte Herr Johannes Schmidt das Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit (IBN) Rosenheim vor. Er ist Mitarbeiter diese Instituts.  Diese wirtschaftlich und politisch unabhängige und neutrale Institut  berät zu allen Fragen rund um das baubiologische Bauen und Wohnen.

Hauptaugenmerk dieses Instituts sind die Wohnverhältnisse von Menschen. Viele Baustoffe und Materialien in unseren Häusern und Wohnungen sind schlichtweg schädlich für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.  Wie Herr Schmidt ausführte, sind  Dämmplatten z. B. aus Polystyrol  zuständig für immer mehr Schimmel in Häusern, die nachträglich damit gedämmt wurden oder Formaldehyd ausdünstete Spanplatten belasten die Gesundheit nur um zwei Punkte zu nennen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat diesen Stoff 2004 als krebserregend  eingestuft.

Dann kam er zum Hauptthema des Abends, nämlich zur Mobilfunk- und Elektrosmogbelastung.

Zuerst erklärte er, daß wir von  natürlichen Strahlungen wie terrestrischer und kosmischer umgeben sind und  welche normalen Schwingungen in unserem Körper herrschen.  Diese Schwingungen und Frequenzen werden nun in unserer technischen Welt von einem unnatürlichen Elektroklima durch Hausstrom, Büroausstattung, Sendemasten für Mobilfunk, Radio und Fernsehen, Radar, Hochspannungsleitungen, Trafohäuschen, Bahnstrom, Handys, W-LAN und sog. Hotspots überlagert.

Dies tut unserem Körper auf die Dauer nicht gut. Manche Personen merken es anfangs gar nicht andere reagieren hierauf sensibler. „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Diese permanente Dauerberieselung bringt die inneren Schwingungen unseres Körpers aus dem Takt.  Krankheitsbilder können hier Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Migräne sein, um nur einige zu nennen. Weitere können sie unter   http://www.mobilfunkstudien.org/ erfahren.

Was aber kann man dagegen tun? Da wir den technischen Fortschritt  nicht mehr zurückdrehen können,  hier kann man nichts mehr ändern. Das ist aber nicht so. Man soll die Risiken nicht verdrängen, sondern reduzieren.  Das Bett ist unser wichtigster Platz zu Hause. Hier soll der Körper zu Ruhe kommen und regenerieren. Hier sollte möglichst keine Elektrosmog vorhanden sein. Ein sog. Netzfreischalter tut  hier gute Dienste. DECT Telefone älterer Generation strahlen immer, auch wenn nicht telefoniert wird. Die neuesten Modelle strahlen  nur wenn man telefoniert. Besser ist allerdings ein kabelgebundenes Telefon,  und ein LAN Kabel anstatt W-LAN, hier gibt es keine Strahlung. Und ein Handy oder Smartphone hat im Schlafzimmer nichts verloren. Es gibt auch verschiedene Vorhänge, Folien und Farben, die Mobilfunkstrahlung abschirmen können. Herr Schmidt erzählt von einer Abiturklasse (23 Personen), die einen Versuch an sich selbst durchführten. Sie nahmen sich einen Tropfen Blut vom Ohrläppchen und von der Fingerkuppe, untersuchten das Blut unter dem Mikroskop und stellten eine normale (kugelige) Form der roten Blutkörperchen fest. Nach einem 90 Sekunde dauernden Handygespräch die gleiche Prozedur nochmal.

Die Blutkörperchen waren jetzt zusammengeklebt wie in einem Geldrollenpaket. Normalerweise stoßen sich die Blutkörperchen gegenseitig wie Pingpongbälle ab, sind mobil und aktiv. Wenn die jetzt plötzlich durch das Feld des Telefons wie magnetisch angezogen aneinanderkleben und diese Zusammenballung durch kleine Gefäße hindurch fließen muss, dann ist die Gefahr relativ hoch, dass es zu Verstopfungen kommt, also z.B. zu Thrombose, Infarkt oder Schlaganfall." Das würde auch erklären, das Vieltelefonierer oft von Kopfschmerzen und Schlafstörungen klagen.

Was können Kommunen machen? Erstens die Sorgen der Bürger ernst nehmen und zweitens, bei Mobilfunk Themen sollen sie sich ein Mobilfunk- Standortgutachten erstellen lassen. Herr Schmidt sagte dem Glasfaserkabel eine gute Zukunft voraus. Jede Gemeinde, die eine Straße aufreißt sollte ein Lehrrohr  für dieses zukünftige Kabel einlegen. wenn der Datentransfer noch mehr zulege sind die Verbindungen über die Luft überfordert. Beim Glasfaserkabel gibt es keine Strahlungsbelastung und es können sehr große Datenmengen übertragen werden.

Zum Abschluß kam es noch zu einer Diskussion, wo noch vertiefende Fragen durch Herrn Schmidt beantwortet wurden. Fazit war, die Technik ist da, aber die Grenzwerte der Technik sind in Deutschland zu hoch, in anderen Ländern sind sie erheblich niedriger und jeder kann zu Hause und beim Umgang mit den Geräten einiges tun, um die persönliche Belastung zu verringern. Ein interessanter  Informationsabend,  zu einem verdrängten, aber für unser aller Gesundheit wichtiges Thema.

Müllsammelaktion der BN Ortsgruppe Bund Naturschutz Velden

Am  Samstag den 11. April 2015 waren im Rahmen einer Müllsammelaktion von der Bund Naturschutz Ortsgruppe Oberes Vilstal in Velden acht Müllsammler unterwegs. Im Bereich Volksfestplatz bis zum Gewerbegebiet sammelten sie Abfälle rund um Volksfestplatz und Postweiher sowie in den Gräben und Seitenstreifen der Straße auf. Insgesamt 8 volle Müllsäcke ergab die Aktion.

Die Reaktionen der Helfer bewegten sich bei den „Fundstücken“ zwischen Ärger und Staunen. Der meiste Müll im Straßengraben wäre einfach zu vermeiden. Gefunden wurden z. B. viele leere Zigarettenschachteln und die Folien die beim Anbruch einer neuen Schachtel anfallen. Vermutlich kaufen viele Raucher in der Tankstelle eine neue Schachtel, aber anstatt die alte Schachtel und die kleinen Abfälle gleich dort in den Mülleimer zu entsorgen, werfen sie sie wohl bei der Weiterfahrt aus dem Auto. Außerdem fanden sich größere Mengen kleiner Schnapsflaschen, dabei befinden sich sowohl an der Tankstelle als auch im weiteren Verlauf an den beiden Ruhebänken Abfalleimer. So ein kleines Fläschchen passt gut in eine Jackentasche, bis man zu Fuß den nächsten Abfalleimer erreicht. Genau so einfach wären zu Hause die vielen kleinen Verpackungen von Schokoriegeln und anderen kleinen Snacks zu entsorgen, die in Mengen im Graben lagen. Verärgert waren die Naturschützer über mehrere gefundene „Hundebeutel“ samt Inhalt. Wer seinen Fifi in der Landschaft seinen Kot absetzen lässt und die Hinterlassenschaften samt Kotbeutel dort liegen lässt wäre besser beraten, alles im nächsten Abfalleimer zu entsorgen.

Eher lustig für die Sammler war der „Fund“ von Herrenunterwäsche in der Nähe der Ruhebänke. Die Spekulationen darüber, warum und wie dieses Teil dort entsorgt wurde sorgten eher für Gelächter bei der Brotzeit, die sich die Sammler nach getaner Arbeit in der Höhenberger Biokiste schmecken ließen

Verstummt das Summen der Bienen?

Johannes Selmansberger bei seinem Referat

Johannes Selmansberger referierte über die Ursachen des dramatischen Bienensterbens

Velden. Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Oberes Vilstal e. V. veranstaltete zusammen mit dem Bienenzuchtverein Velden kürzlich in der Gaststätte Maxlwirt einen sehr gut besuchten Vortrag mit dem Titel „Kann die Honigbiene überleben?“. Der Referent Johannes Selmansberger ist seit 30 Jahren aktiver Naturschützer und Imker. Zu Beginn seiner Ausführungen informierte er in einem historischen Rückblick über die Geschichte der Honigbiene, deren Nutzen für den Menschen sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen lasse. So würden 80 Prozent aller Blüten von Bienen bestäubt, davon 85 Prozent durch die Honigbiene. Aber auch die Bestäubung durch die Wildbienen sei sehr wichtig, da bei einer Kombination beider Bienenarten mit einem besseren Ertrag zu rechnen sei. Der weltweite monetäre Wert der Bestäubungsleistung durch Bienen belaufe sich derzeit auf 265 Milliarden US-Dollar, berichtete der Referent.

Ein Bienenvolk, fuhr Selmansberger fort, produziere im Jahr bis zu 300 Kilogramm Honig. Beim Honig handle es sich mit etwa 200 verschiedenen Inhaltsstoffen um ein sehr inhaltsreiches und gesundes Lebensmittel. In Deutschland ging die Zahl der Imker von 1991 bis 2012 um 10 Prozent auf 88500, die Zahl der Bienenvölker sogar um 40 Prozent auf 622000 zurück. Deutsche Imker produzierten derzeit etwa 20000 bis 25000 Tonnen Honig jährlich. Dabei handle es sich um etwa 20 Prozent des jährlichen Verzehrs in Deutschland. Der Rest werde importiert.  

Das komplexe und fein abgestimmte System der Bienenvölker, fuhr der engagierte Imker fort, werde aber zunehmend durch negative Einflüsse gestört. Dies habe zu einem massiven Bienensterben geführt. Ein großes Problem aus Sicht der Imker seien die großen Mengen der in der modernen Landwirtschaft eingesetzten chemischen Unkraut-, Schädlings- und Pilzbekämpfungsmittel, welche einen schädigenden Einfluss auf die Vitalität der Bienenvölker habe. Noch nie seien so viele Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt worden wie heute. Wenn Bienen Pollen in den Stock tragen, dann bringen sie fast immer auch Pestizide mit, so der Referent. Vor allem die immer häufiger verwendeten Neonikotinoide (Nervengifte), welche teilweise über 7000-mal giftiger seien als das längst verbotene DDT, hätten sehr negative Auswirkungen auf die Bienen, da sie selbst im kaum noch nachweisbaren Bereich tödlich für Bienen sein könnten. Die EU habe zuletzt drei dieser Giftstoffe für zwei Jahre verboten. Die betroffenen Chemiefirmen hätten aber bereits Klage gegen diese Verbote eingereicht. Auch der Wirkstoff Glyphosat, enthalten im weltweit am häufigsten eingesetzten Totalherbizid „Round up“, gelte inzwischen als sehr bedenklich. Rückstände könnten in Lebensmitteln und in menschlichen Harnproben nachgewiesen werden. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bienen seien nicht auszuschließen.

Neben der Agrochemie litten die Bienen zunehmend an einem Mangel beim Nahrungsangebot, verdeutlichte der Referent. Landschaften würden ausgeräumt, Feldraine umgepflügt oder todgespritzt, Blumenwiesen gebe es kaum noch. Die noch vorhandenen Wiesen kämen durch häufige Schnittnutzung und intensive Düngung nicht mehr zum Blühen. Selmansberger ging auch auf die Auswirkungen der Varroamilbe ein. Diese werde von den Agrochemiefirmen gerne als alleiniger Grund für das Bienensterben genannt. Die negativen Auswirkungen der Milbe seien unstrittig, so der Imker, da viele Bienenvölker aber insgesamt sehr geschwächt seien, führe heute oft schon ein deutlich geringerer Befall zum Tod eines Volkes als früher.  

Anschließend stellte Selmansberger nochmals die Frage, wie die Bienen zu retten seien. Hierzu sei auf jeden Fall eine Agrarwende notwendig, stellte der Referent klar. Die durch die zunehmend industrialisierte Landwirtschaft vernichteten Lebensräume müssten zumindest teilweise zurückgeführt, blühende Flächen geschaffen, der Einsatz von Pestiziden reduziert oder durch verstärkte Umstellung auf ökologischen Landbau eine vielfältige Ackerflur erreicht werden. Die Politik sei hier gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber auch Privatpersonen könnten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bienen leisten, betonte Selmansberger. Hausgärten sollten naturnah gestaltet werden. Blumen, blühende Sträucher und Obstbäume sollten selbstverständlich sein, um den Bienen Nahrung zu geben. Der Referent beschloss seinen Vortrag mit einem Zitat von Albert Einstein: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr…”. Bei der abschließenden Diskussion wurden dann noch Erfahrungen zwischen anwesenden Imkern, Landwirten und Kommunalpolitikern ausgetauscht. Alle anwesenden Zuhörer mit dem Namen Josef bekamen dann am Ende der Veranstaltung vom Vorsitzenden der Ortsgruppe ein Glas Honig zum Namenstag überreicht. Es wurden auch noch Stecklinge für Palmbäume überreicht, denn blühende Palmbäume dienen den Bienen schon sehr früh im Jahr als gute Nahrungsquelle.

Frösche und Kröten auf Wanderschaft

Velden. Der Frühling ist im Anmarsch, die Temperaturen werden wieder wärmer das ist ein Signal für die Amphibien, wie Lurche, Frösche und Kröten sich wieder zu ihren Laichgewässern zu begeben, um für Nachwuchs zu sorgen. Das war das Startsignal für die Amphibienschützer der BN Ortsgruppe Oberes Vilstal e. V. wieder, wie jedes Jahr, einen 150 Meter langen Amphibienschutzzaun zwischen Untervilslern und Ruprechtsberg auf zu bauen. Viele der aktiven, ehrenamtlichen Helfer, von Klein bis Groß, waren mit Freude dabei, sie bewaffneten sich mit Schaufeln und Spaten und voller Tatendrang wurde der Schutzzaun aufgestellt und Eimer eingegraben.

In den nächsten sechs bis sieben Wochen gilt es nach einem Arbeitsplan tagtäglich die Eimer zu kontrollieren und die in die Eimer gefallenen Tiere über die Straße zu ihrem Laichgewässer zu bringen.

Letztes Jahr (2014) konnte man so über 700 Tiere über die Straße zu ihren Laichplatz bringen. Wir hoffen auch heuer einer ähnlich großen Anzahl Tieren helfen zu können.

Mit solchen Aktionen können so manche Tiere vor dem Autoverkehr gerettet werden und der Fortbestand dieser gefährdeten Art ist weiterhin gesichert.

Weiherpflege durch BN Ortsgruppe Oberes Vilstal

von links, Bernd Willems, Vorsitzender Josef L. Gerbl, Ernst-Georg
Eichner
Bereits am 7. Juli fand ein Vorgespräch zu den geplanten Sicherungsmaßnahmen am Weiher mit (von rechts) Josef L. Gerbl, Barbara Nitzl (beide BN-OG Oberes Vilstal), Biberberater Johann Maier und Paul Riederer (BN-KG Landshut) statt

Letzte Woche berichtete die BN Kreisgruppe Landshut über ein Feuchtbiotop bei Baierbach, das die BN Ortsgruppe Oberes Vilstal betreut.

Vor ein paar Tagen haben Aktive der Ortsgruppe dort einen unterirdischen Gang geschlossen, der vor einigen Jahren von Bibern gegraben wurde. Durch diesen Gang unter der Wasseroberfläche verlor der Weiher zuviel Wasser. Regenfälle brachten keine Verbesserung, weil einfließendes Wasser sogleich wieder durch den Gang in den nahe gelegenen Bach ausfloss. Da im Weiher auch Fische leben, die gerne mehr Wasser zum Schwimmen hätten und der Wasserstand früher auch höher war, war es notwendig hier tätig zu werden. Diese Maßnahme ist jedoch eine Ausnahme, ansonsten wird dieses Feuchtgebiet naturbelassen und weitgehend ohne menschliche Eingriffe bleiben.

Mitte Juli fand eine Begehung mit Paul Riederer von der BN-Kreisgruppe Landshut, der Vorstandschaft der Ortsgruppe Oberes Vilstal und einem Biberfachmann aus Baierbach statt. Dabei wurde die Schließung des Abflusses vorgeschlagen.   Auch jetzt leben noch Biber beim „Bund-Naturschutz-Weiher“ zwischen Baierbach und Freyung. Es handelt sich aber vermutlich um einzelne Jungtiere. An den Bäumen im Uferbereich ist kaum frischer Verbiß zu sehen, auch eine sogenannte „Biberburg“ ist vorerst nicht dort zu finden.

Der Bund Naturschutz wird weiterhin die Entwicklung dieses Biotops beobachten.

Ministerin Aigner stellte sich dem BUND Naturschutz

Naturschützer der BN-Kreisgruppe Landshut aus Velden, Vilsbiburg, Geisenhausen und Landshut begrüßten am 14. Mai 2014 die bayerische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner in Baierbach bei Landshut und sprachen sie auf die Themen: B 15 neu, Freihandelsabkommen (TTIP), 3. Startbahn MUC und den Atomaustieg an.

Die Ministerin diskutierte mit den Naturschützer über diese Themen, konnte den Zuhörern jedoch keine zufrieden stellenden Anwoten geben.

Mit den Forderungen nach dem Stopp der B 15 neu an der A 92, nach einem sofortigen Stopp der TTIP- und CETA-Verhandlungen, dem Verzicht auf den Bau einer 3. Start- und Landebahn "Koa Dritte" am Münchener Flughafen sowie einem baldigen Ende der Atommüllproduktion wurde die Ministerin in das Festzelt begleitet.

Wandern wie im Frühjahr

Die Wandergruppe mit dem Vorsitzenden der Ortsgruppe Oberes Vilstal, Josef Gerbl (8. von rechts) und der Ortsgruppe Vilsbiburg, Stefan Englbrecht (4. von rechts)

Velden. Die traditionelle Winterwanderung der Ortsgruppe Oberes Vilstal im BUND Naturschutz in Bayern e.V. führte dieses Jahr von Velden aus in die Nachbargemeinde Wurmsham nach Pauluszell. Das Wetter zeigte sich von seiner freundlichen Seite und ließ eher einen Spaziergang im Frühling vermuten. So fanden sich über 20 interessierte Spaziergänger am Ausgangspunkt ein, darunter auch Teilnehmer des ausgefallenen Skilanglaufs der Ortsgruppe Vilsbiburg.

Über Grünzing führte der Rundweg zunächst an der Ausgleichsfläche für Hofzufahrten in der Gemeinde Wurmsham vorbei. An der Gestaltung der Wiesen entlang des Zellbaches beteiligten sich ab 2009 neben dem Amt für ländliche Entwicklung auch Vereine und Schule sowie die eigens gegründete Teilnehmergemeinschaft. In den vergangenen Jahren haben hier unter anderem zahlreiche Singvögel, Schmetterlinge und Blumen ein Refugium gefunden. Über Eggersdorfen marschierten die Teilnehmer dann auf dem neuen Geh- und Radweg nach Pauluszell, wo im Zellbachstüberl eine Kaffeepause eingelegt wurde. Auf dem Rückweg verweilte die Gruppe kurz in Niklashaag, um die weithin sichtbare schöne Kirche zu bewundern. Von dort ging es dann über Geratsfurt wieder zurück nach Velden.

Engagiert im Naturschutz

Neufraunhofen. Ein Jubiläum führte kürzlich die Vorsitzenden der Ortsgruppe Oberes Vilstal im BUND Naturschutz in Bayern e.V., Josef Gerbl (rechts) und Barbara Nitzl (links) auf den Biohof nach Kasthal. Denn seit nunmehr 25 Jahren ist die Familie Schmid Mitglied im BN und Josef Schmid (2. von links) war im November 1992 auch einer der vier Gründungsväter der Ortsgruppe, die sich in etwa über das Gebiet der Gemeinden Baierbach, Neufraunhofen und Velden erstreckt. Die Vorsitzenden überreichten ihm stellvertretend für die Familie eine Urkunde des Landesverbandes und wünschten ihm und seinen Angehörigen weiterhin viel Tatkraft beim Einsatz für die Belange des Natur- und Umweltschutzes.

Aktion Linde fortgesetzt

Linde Baierbach

Baierbach. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des BUND Naturschutz in Bayern e.V. in diesem Jahr hat die Ortsgruppe Oberes Vilstal eine weitere Linde, das Symbol des Vereins, gepflanzt. Auf dem Grund des alten Schulhauses in Baierbach stand für die letzte Pflanzaktion des Jahres Grund zur Verfügung. Die Aktiven der Ortsgruppe um den Vorsitzenden der Ortsgruppe, Josef Gerbl (links) stellten dort kürzlich zusammen mit dem Besitzer Josef Strobl (2.v.l.) einem gut drei Meter hohen Baum auf.

In unseren Breiten stellen die Linden bei den ältesten Bäumen die stärkste Gruppe. Bis weit über 1.000 Jahre kann so ein Baum unter guten Bedingungen werden. Daraus leitet sich dann auch seine Bedeutung in Sagen und Mythen ab. Die Linde hat aber auch ganz praktische Vorzüge, denn ihr reichhaltiges Angebot an Pollen und Nektar macht sie zu einer beliebten Bienenweide. Schmackhafter Lindenblütenhonig, Schattenspender und Blickfang sind so einige der nützlichen Attribute dieser Baumart.

Die Ortsgruppe ist daher weiterhin auf der Suche nach geeigneten Orten, um auch in Zukunft die eine oder andere Linde pflanzen zu können. 

Ein Lindenbaum zum Jubiläum

Linde beim Biomarkt

Velden. Mit dem Bezug der neuen Geschäftsräume im Veldener Gewerbering stellte die Höhenberger Biokiste der Ortsgruppe Oberes Vilstal im BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) einen Platz für die Pflanzung eines Baumes zur Verfügung. Die Aktiven der Ortsgruppe um den Vorsitzenden Josef Gerbl (links) stellten hier anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Vereins und des vierzigjährigen Jubiläums der Kreisgruppe Landshut kürzlich eine Linde auf. Sie ist das Symbol des BN, steht für Beständigkeit, wurde als Friedensbaum gepflanzt und eine Linde stand in früheren Zeiten häufig in der Ortsmitte.

Linde gepflanzt

Die Aktiven der BN-Ortsgruppe Oberes Vilstal haben einen Lindenbaum zum hundertjährigen Bestehen des Vereins gepflanzt.

Velden. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des BUND Naturschutz in Bayern e.V. hat die Ortsgruppe Oberes Vilstal eine Linde, das Symbol des Vereins, gepflanzt. Dazu hat die Marktgemeinde Velden nicht nur einen Platz bereit gestellt, sondern auch gleich noch Vorarbeiten geleistet. So war es für die Mitglieder der Ortsgruppe ein leichtes die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) kürzlich in den vorbereiteten Untergrund auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofes in Velden einzubringen. In unseren Breiten stellen die Linden bei den ältesten Bäumen die stärkste Gruppe. Bis zu 2.000 Jahre kann so ein Baum unter guten Bedingungen werden. Daraus leitet sich dann auch die Bedeutung in Sagen und Mythen ab. Die Linde hat aber auch ganz praktische Vorzüge, denn ihr reichhaltiges Angebot an Pollen und Nektar macht sie zu einer beliebten Bienenweide. Schmackhafter Lindenblütenhonig, Schattenspender und Blickfang sind so einige der nützlichen Attribute dieser Baumart. Die aktiven Naturschützer hoffen, dass sich diese Linde ähnlich gut wie die 1992 gepflanzte Gründungslinde der BN-Ortsgruppe entwickelt und sich zukünftige Generationen an diesem Baum erfreuen können. Außerdem ist die Ortsgruppe auch auf der Suche nach weiteren geeigneten Orten für die Pflanzung einer Linde oder anderen Gehölzen.  

Wanderung durch die winterliche Landschaft

Die Teilnehmer der Wanderung auf einer Wiese bei Erlach oder – Auf dem Rückweg kurz vor Velden

Velden. Auch im Jahr 2013 begann das Vereinsjahr der Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. mit einer Winterwanderung am 13.Januar 2013. Unter der neuen Führung gab es auch gleich eine Neuerung im Verlauf des Weges - dieses Jahr wurde eine Kaffeepause eingeplant. Über das Veldener Wasserwerk, Maiersdorf, Erlach und Schlegelsreit führte heuer der Weg nach Giglberg. Auf dem Weg waren Naturdenkmäler zu bestaunen und Pflanzungen, die die Ortsgruppe unterstützt hat zu sehen. Frische Spuren im Schnee wurden bestaunt und gemeinsam beraten, von „wem“ sie stammen. Im Hofcafe konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen stärken und wanderten dann über Winkl und Putzenberg zurück nach Velden. Seit nunmehr über 15 Jahren erkundet die BN-Ortsgruppe die unmittelbare Umgebung von Velden. Dabei hat die heimatliche Landschaft im Winter ihren besonderen Reiz. Auf der gut zweistündigen Wanderung gab es genügend Zeit zum Genießen der heimatlichen Natur und zum Gespräch über verschiedenste Themen.

Neue Ära bei der BN-Ortsgruppe eingeläutet

Die neuen Vorsitzenden der BN-Ortsgruppe, Josef Gerbl (2. von links) und Barbara Nitzl (links) mit der Vorsitzenden und der Schriftführerin der Kreisgruppe, Kathy Mühlebach-Sturm (3. von links) und Evi Seizl (rechts vorne) sowie den Beisitzern und den Neumitgliedern.

Velden. Auf dem Programm der Jahresversammlung der Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. standen dieses Jahr turnusmäßig Neuwahlen. Und nach ziemlich genau 20 Jahren brachte diese im Gasthaus Dirrigl eine Wachablösung an der Spitze der Ortsgruppe.

Nach der Begrüßung blickte der Vorsitzende der Ortsgruppe, Ernst Georg Eichner zunächst auf den Zeitraum seit der Gründung zurück. Die breite Palette der Aktivitäten reichte und reicht vom Amphibien- und Artenschutz über Exkursionen, Filmvorführungen, Informationsständen, Pflanzungen, Unterstützung von Volksentscheiden und Bürgerinitiativen bis hin zu Vorträgen rund um Umwelt- und Naturschutz. Anhand einiger Veranstaltungen zeigte er die Vielfalt der Tätigkeiten auf. Und auch Feiern gehört dazu. So spielte zum zehnjährigen Jubiläum die Hot Shot Bluesband in Velden und heuer wurde das 20. Jahr des Bestehens mit einem schönen Sommerfest im KuGAtz in Atzmannsdorf begangen. Im Anschluss an den Finanzbericht übernahmen dann Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe und Evi Seizl, Schriftführerin der Kreisgruppe als Wahlausschuss die Leitung der Versammlung. Bei der Wahl bestimmten die anwesenden Wahlberechtigten einstimmig zunächst Josef Gerbl zum neuen ersten Vorsitzenden und dann Barbara Nitzl zu seiner Stellvertreterin in den Ortsgruppe Oberes Vilstal. Und mit gleich vier Beisitzern, Helga und Bernd Willems, Carina Huber und Ernst Georg Eichner, wird die Vorstandschaft in den nächsten vier Jahren verstärkt,

Nach den gelungenen Neuwahlen konnte der neue erste Vorsitzende dann an diesem Abend auch drei neue Mitglieder in den Reihen der Ortsgruppe begrüßen. Danach gab Josef Gerbl noch einen Ausblick auf Veranstaltungen in den kommenden Wochen, wie die Kundgebung gegen Patente auf Leben am 30.11. in München und die geplanten Vorhaben im Jahr 2013, an deren Anfang am 13.01 die traditionelle Winterwanderung steht. Eine Aussprache und Informationen zu verschiedenen Themen rundeten schließlich den offiziellen Teil des Abends ab.

Praktischer Amphibienschutz BN-Ortsgruppe hilft Kröten und Föschen

Velden. Langsam werden die Tage länger und die Temperaturen steigen. Wie in jedem Frühjahr machen sich dann die Amphibien auf eine lange und gefährliche Reise durch unsere heimatliche Landschaft. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden befinden sich Kröte, Frosch und Molch auf ihrer alljährlichen Wanderung von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern, wo sich in wenigen Wochen bereits ihr Nachwuchs tummeln wird. Das ist die Zeit, in der diese Tiere in den Medien und vor allem auf unseren Strassen in den Mittelpunkt des Scheinwerferlichts rücken. Und auf ihren Wanderwegen haben sich besonders Bauwerke des Menschen als lebensbedrohlich herausgestellt. Da die Amphibien bereits bei Temperaturen von wenigen Grad über dem Gefrierpunkt unterwegs sind, droht Kröte und Frosch vor allem auf Straßen der Tod. Ihre Körpertemperatur passt sich den Außentemperaturen an und so endet der Weg der sich langsam fortbewegenden und sich auf dem etwas wärmeren Fahrbahnbelag ausruhenden Wanderer häufig mit dem Tod unter dem Autoreifen. Um dies zu verhindern, stellt die Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. seit über 15 Jahren Schutzzäune im Gemeindebereich auf. So wurde kürzlich mit Unterstützung junger Artenschützer wieder ein über 100 Meter langer Schutzzaun bei Ruprechtsberg aufgestellt, um die Tiere am Überqueren der Straße zu hindern und somit deren Leben zu retten. Treffen die Amphibien auf die Schutzvorrichtungen, wandern sie an diesen entlang und fallen in die am Zaun eingegrabenen Eimer. Um die gefangenen Tiere kümmern sich in den nächsten Wochen die aktiven Artenschützer, die mindestens einmal täglich die Zäune kontrollieren. Die Amphibien werden befreit, gezählt und sicher auf die andere Straßenseite gebracht.

Die fleißigen Helfer nach vollbrachter Arbeit mit den Ortsgruppenvorsitzenden Josef Gerbl (2. von rechts) und Ernst Georg Eichner (3. von rechts).
Die Aktiven der Ortsgruppe stellten den Amphibienschutzzaun an der Gemeindeverbindungstrasse Ruprechtsberg – Untervilslern auf.

Für die Einhaltung von Verträgen engagieren

Die Vertreter der BN-Ortsgruppe um die Vorsitzenden Josef Gerbl (1. von rechts) und Ernst Georg Eichner (3. von rechts) vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Mitglieder der BN-Ortsgruppe waren in Berlin

Velden. Eine kleine Gruppe von Aktiven um die Vorstandschaft der Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. war kürzlich bei der Großveranstaltung in Berlin. Zusammen mit etwa 100.000 anderen Kernkraftgegnern zeigten sie den Regierenden, dass viele Menschen in Deutschland nichts von einer Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke halten.

Vor allem das älteste deutsche Kernkraftwerk Isar 1, das gemäß Atomausstiegsvertrag bereits kommendes Jahr stillgelegt werden soll, bewegt die Menschen im Landkreis Landshut. Das zeigt unter anderem auch der starke Anstieg an Mitstreitern bei den Mahnwachen vor dem KKI. Um dies auch in der Hauptstadt zu zeigen, war die kleine Gruppe aus Velden und Neufraunhofen mit vielen anderen Menschen aus dem Landkreis dort.

Ein Vertrag wurde geschlossen, die Konsequenzen dürften damals allen Beteiligten klar gewesen sein. Warum also haben die Verantwortlichen nicht genügend getan und warum weigern sie sich weiterhin entsprechend hohe Anstrengungen zu unternehmen, um die Weichen auf die atomfreie Zukunft zu stellen? Technologien sind viele vorhanden. Arbeitsplätze sind in diesen mittlerweile, hauptsächlich von kleinen und mittleren Unternehmen, mehr als z.B. in der Autoindustrie geschaffen worden. Um sich für die Beibehaltung dieser zukunftsweisenden Entwicklung einzusetzen, gaben die Aktiven der Ortsgruppe nach einem Marsch um das Regierungsviertel ihre als radioaktiv gekennzeichneten Abfalldosen  vor dem Kanzleramt ab.

Die nächsten Möglichkeiten für eine atomfreie Zukunft Flagge zu zeigen bestehen am 01. Oktober in Landshut (16:00 Grieserwiese) und am 09. Oktober in München. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der BN-Kreisgruppe Landshut zu finden (www.landshut.bund-naturschutz.de) oder bei der Vorstandschaft der BN-Ortsgruppe zu erfragen.

Die Energiewende kommt

Beim Treffen der BN-Ortsgruppe wurden Möglichkeiten einer zukünftigen Energieversorgung vorgestellt und diskutiert.
Die Fotovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus in Velden - Kommunen kommt bei der zukünftigen Energieversorgung eine bedeutende Rolle zu.

BN-Ortsgruppe wirbt für den Stromwechsel

Velden. Die Energieträger der Zukunft werden überwiegend regenerative sein. Dies kam bei den Kurzfilmen, die die Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. am Montag im Rahmen der vom Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) e.V. vom 10. bis 18. April ausgerufenen bundesweiten Aktionswoche „Atomkraftwerke abschalten – Ökostromwechsel jetzt“ zeigte deutlich zum Ausdruck.
Für die Energieversorgung unseres Landes ist dies ein Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit und für den Standort Deutschland eine Möglichkeit seine Stellung im Bereich Technologie und Maschinenbau weiterhin zu festigen. Da sich allerdings die regenerativen Energieträger bei der Produktion anders verhalten als die fossilen, ist ein intelligentes Verknüpfen der Erzeugungsquellen und mittelfristig auch ein geändertes Verbraucherverhalten notwendig, betonte der stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende Josef Gerbl. Als Beispiel führte er an, dass die Waschmaschine noch vor zwanzig Jahren oft erst spät am Abend eingeschaltet wurde, um den günstigeren Nachtstromtarif zu nutzen. Zukünftig wird der Waschgang bevorzugt am Tag erfolgen, wenn die Fotovoltaikanlagen Strom produzieren. Auf dem Weg hin zur Energiewende sind auch die Kommunen als beispielgebende Investoren gefragt. Für sie gibt es bereits viele umgesetzte Modellprojekte. Mit Schönau (Energiewerke Schönau, EWS) führte Josef Gerbl ein sehr umfangreiches an. Und hier knüpfte er an die Möglichkeiten für den einzelnen Verbraucher an, Teil der Energiewende zu werden. Denn die EWS, wie auch beispielsweise Naturstrom oder Greenpeace Energy ermöglichen ihren Kunden, durch den Strombezug den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung voranzutreiben. Wie aber den geeigneten Energieversorger finden? Hier verwies Ortsgruppenvorsitzender Ernst Georg Eichner auf existierende Siegel wie Grüner Strom Label, TÜV oder Ok-Power. Die Empfehlungen von Vereinen und Verbänden wie Öko-Institut, Verein Grüner Strom Label e.V., TÜV Nord, WWF, BUND oder NABU helfen außerdem bei der Entscheidungsfindung. Und dann gibt es auch noch Testberichte und sogenannte Internet-Portale bei denen allerdings genau auf Testmethodik und Inhalte geachtet werden sollte. Denn nicht überall wo Öko drauf steht, sei bekanntlich Öko drin, so der Vorsitzende. Als einen kleinen Leitfaden zum Stromwechsel hat Josef Gerbl ein Faltblatt entwickelt, das in Kürze zunächst an Besitzer von Fotovoltaikanlagen im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Velden verteilt wird. Danach sollen es weitere Haushalte erhalten. Es kann aber bereits jetzt auch direkt bei der BN-Ortsgruppe angefordert werden.

Hilfe für Frosch und Kröte

Die fleißigen Helfer nach vollbrachter Arbeit mit Ortsgruppenvorsitzenden Ernst Georg Eichner

BN-Ortsgruppe stellte Amphibienschutzzaun auf

Man sieht sie kaum und hört sie nicht, doch wie in jedem Frühjahr sind sie plötzlich und zahlreich auf einer langen und gefährlichen Reise durch unsere heimatliche Landschaft. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden befinden sich Kröte, Frosch und Molch auf ihrer alljährlichen Wanderung von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern, wo sich in wenigen Wochen bereits ihr Nachwuchs tummeln wird.

Einmal im Jahr rücken sie so in den Medien und vor allem auf unseren Strassen in den Mittelpunkt des Scheinwerferlichts. Als besondere Bedrohung für die Amphibien haben sich nämlich auf den Wanderwegen Bauwerke des Menschen herausgestellt. Da die wechselwarmen Tiere nach dem Erwachen aus der Winterstarre auch bei Temperaturen von wenigen Grad über dem Gefrierpunkt unterwegs sind, droht Kröte und Frosch vor allem auf Straßen der Tod. Ihre Körpertemperatur passt sich den Außentemperaturen an und so endet der Weg der sich langsam fortbewegenden und sich auf dem etwas wärmeren Fahrbahnbelag ausruhenden Wanderer häufig tödlich unter den Autoreifen.
Um einigen Tieren dieses Schicksal zu ersparen, stellt die Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. seit 15 Jahren Schutzzäune im Gemeindebereich auf. Bei Ruprechtsberg wurden auch dieses Jahr mit Unterstützung junger Artenschützer auf einer Zaunlänge von über 100 Metern zahlreiche Eimer eingegraben um die Tiere am Überqueren der Straße zu hindern und somit deren Leben zu retten. Treffen die Amphibien auf die Schutzvorrichtungen wandern sie an diesen entlang und fallen in die Eimer. Um die gefangenen Tiere kümmern sich die aktiven Artenschützer, die mindestens einmal täglich die Zäune kontrollierten. Die Amphibien wurden befreit, gezählt und sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Zusätzlich zur Anzahl werden auch das Geschlecht der Tiere sowie Wetterbedingungen und Tagestemperatur zum Zeitpunkt der Leerung aufgenommen.

Bäume gepflanzt

Der stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz, Josef Gerbl (links) und die Initiatorin der Pflanzung, Christa Hütter beim Einsetzen einer Eberesche.

Velden. Am Esterberg in Velden sind in den vergangenen Jahren mehrere Bäume auf den öffentlichen Grünflächen zwischen den Parkbuchten kaputt gegangen und mussten entfernt werden. Die Ortsgruppe Oberes Vilstal im Bund Naturschutz in Bayern e.V. hatte daher schon vor einiger Zeit beschlossen, neue Bäume nachzupflanzen. Kürzlich wurde nun das Vorhaben umgesetzt und auf den ersten Flächen zwei Ebereschen eingesetzt. Die bereits etwa drei Meter großen Bäume wurden abschließend noch mit Pfosten gestützt und die Aktiven der Ortsgruppe hoffen, dass diesen Bäumen ein längeres Leben als den vorherigen beschieden sein wird.

Velden braucht keine B 15 neu

v.l.n.r. E.-G. Eichner, BN-Ortsgruppe Oberes Vilstal, St. Englbrecht, BN-Ortsgruppe Vilsbiburg, A. Weindl, 2. Sprecher der Veldener Bürgerinitiative "Stop B 15 n", R. Hausberger, 1. Sprecher der Veldener Bürgerinitiative "Stop B 15 n" und P. Riederer, stellv. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Landshut

Großes Interesse bei Veranstaltung gegen die geplante Autobahn

Velden: Dass der Widerstand gegen die B15 neu ungebrochen ist, zeigte am 30.11.2009 eine weitere Veranstaltung mit über 150 Teilnehmern, darunter auch einigen Gemeinderäten aus Velden, im Gasthaus Hacker in Eberspoint. Unter der Moderation von Paul Riederer, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut, wurden zunächst in einer Diskussionsrunde die wichtigsten Argumente gegen den Weiterbau der B 15-neu über die A 92 bei Essenbach hinaus diskutiert. Dabei wurde nochmals hervorgehoben, dass bei einem Weiterbau eine Vervielfachung des Verkehrsaufkommen zu erwarten sei, Ortsteile abgetrennt, wertvolle landwirtschaftliche und natürliche Flächen vernichtet und enorme Belastungen für Mensch und Umwelt durch Abgase und Lärm verursacht sowie Steuergelder im großen Ausmaß verschlungen würden. Er könne sich nicht vorstellen, dass es überhaupt jemanden im Landkreis Landshut geben könne, der unter den genannten Belastungen für die B15-neu sei.

Den Ausführungen schloss sich eine teilweise emotional geführte Diskussion über das Pro und Contra der geplanten Autobahn an. Die weit überwiegende Mehrheit der Teilnehmer setzte sich für einen sofortigen Planungsstopp der B 15 neu ein, da sie auch für die Gemeinde Velden keinen Bedarf sehen.

Unter dem Beifall der Anwesenden schlug Ernst-Georg Eichner, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe "Oberes Vilstal" (Velden/Vils) vor, eine Veldener Bürgerinitiative zum Stopp der B 15 neu zu gründen und hierzu aus dem Teilnehmerkreis die Sprecher dieser BI zu wählen. Gewählt wurde als erster Sprecher Ralph Hausberger und als zweiter Sprecher Adolf Weindl. Zusammen mit dem Bund Naturschutz wird die Bürgerinitiative weitere Aktonen planen wie etwa die Sammlung weiterer Unterschriften für den Antrag an den Gemeinderat, sich klar gegen den Weiterbau auszusprechen und die Einstellung der Planungsarbeiten am Projekt der B 15 neu für den Abschnitt Essenbach (A 92) - Schwindegg (A94) zu fordern. Darüberhinaus forderten die Teilnehmer die Streichung des Planungsabschnittes der B15 neu von Essenbach - Rosenheim aus dem Bundesverkehrswegeplan.

Abschließend wurde der Wunsch geäußert, alle Aktivitäten und Informationen nicht nur in der Presse, sondern auch im Internet zusammen zu fassen. Dies wird unter www.stop-b15-neu.de erfolgen.

Zahlreiche Besucher bei der Informationsveranstaltung des Bundes Naturschutz zur B 15 neu in Eberspoint