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Muss das Wespennest weg? -> Wespenberatung

Ein Wespennest muss nicht in jedem Fall entfernt werden – selbst wenn es am Haus, auf dem Dachboden, dem Balkon, im Garten oder im Schuppen entdeckt wird. Oft reichen einfache Maßnahmen wie Absperrungen, das Verlegen des Einfluglochs, das Einhüllen des Nestes mit Insektenschutzgitter oder kleine Umbauten am Nesteingang, um eine Umsiedlung zu vermeiden. Eine Bekämpfung ist nur …

… selten notwendig und in der Regel auch nicht erlaubt. Wespen sind, wie alle wild lebenden Tiere, nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Viele Arten – insbesondere frei nistende – sind friedlich und kaum störend. Alle Wespen leisten zudem einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem, etwa als Bestäuber oder natürliche Schädlingsbekämpfer.

Nur im Ausnahmefall muss ein Wespenvolk beseitigt werden.

Hinweis: Zwischen Umsiedlung, Entfernung und Bekämpfung bestehen klare Unterschiede – die aber oft verwechselt werden.

Nur durch eine fachgerechte Umsiedlung mit Nest, Eiern, Larven, Puppen und allen Tieren kann das Wespenvolk am neuen Standort fast ohne Unterbrechung weiterleben. Dazu werden Königin und Flugtiere in einem Fangkasten gesichert, das Nest geborgen und beides mindestens vier Kilometer entfernt in einen speziellen Umsiedlungskasten umgesetzt. Anschließend werden die Tiere freigelassen, mit einer Startfütterung unterstützt und die weitere entwicklung kontrolliert. Die neuen Standplätze sind vorab abgestimmt.

Ein Lebendfang einzelner Königinnen sozial lebender Wespen ist nur in einem sehr frühen Stadium des Jahres vertretbar – also im zeitigen Frühjahr (März/April, unter Umständen noch bis in den Mai hinein, abhängig von der Witterung). Zu diesem Zeitpunkt hat die Königin gerade erst mit der Nestgründung begonnen, es befinden sich noch keine Puppen im Nest und idealerweise auch noch keine Eier und Larven. Unter diesen Bedingungen besteht die Aussicht, dass die Königin an einem geeigneten, weit entfernten Ort ein neues Nest erfolgreich gründen kann.

In den meisten Fällen ist der Begriff „Wespenentfernung“ lediglich eine Umschreibung für die Vergiftung bzw. Bekämpfung der Wespen direkt im Nest. Das Nest selbst bleibt dabei am ursprünglichen Ort zurück. Meistens erfolgt dies durch den Einsatz von Insektiziden – Substanzen, die nicht nur die Wespen töten, sondern auch die Umwelt belasten und damit letztlich auch uns Menschen betreffen. 

Gerade nach einer fundierten Beratung zeigt sich, dass ein solches Vorgehen in den allermeisten Fällen nicht notwendig ist.Muss das Wespennest weg?

Verhaltenstipps im Umgang mit Nestern und Insekten

➢ Nestbereich (2–4m) meiden
➢ In Nestnähe nur langsam und vorsichtig bewegen
➢ Das Nest nicht stören, die Einflugschneise frei lassen und die Tiere weder berühren noch anpusten.
➢ Fenster und Türen bei Bedarf mit Fliegengittern sichern.
➢ Achten Sie darauf, Essen im Freien abzudecken und Getränke stets verschlossen zu halten.
➢ Allergiker sollten ihr Notfallset entsprechend dem Allergikerausweis stets griffbereit haben.

Welche Wirkung haben die im Baumarkt erhältlichen Wespensprays?

Hier ist Vorsicht geboten, denn:
➢ Auch für den Menschen sind die Mittel gesundheitlich nicht unbedenklich.
➢ Auf manchen Wespensprays sind Tiere oder Nester abgebildet, für die die Mittel nicht zugelassen sind. 
➢ Die Mittel sind tödlich für alle Insekten, auch für besonders geschützte Arten wie Hornissen, Bienen oder Hummeln. Für eine Artbestimmung ist fachlicher Rat einzuholen. 
➢ Bei falscher Anwendung können die Wespen aggressiv werden und stechen.

Wo bekomme ich Beratung und Hilfe?

rudi.stauner@web.de

Zertifizierter Fachberater für Wespen u. Hornissen

→ → In Wikipedia können Sie sich über die Wespe informieren. ← ←

 

Die Haus-Feldwespe - Bitte nicht mit der deutschen Wespe verwechseln!

Da sie häufig in Ortschaften nisten, werden sie von vielen Menschen mit der deutschen Wespe verwechselt und als Bedrohung empfunden. Die sehr nützlichen Haus-Feldwespen gelten als sehr verträgliche Wespenart. Auch wenn man sich ihrem Nest nähert, bleiben sie meist friedfertig. Sie interessieren sich üblicherweise nicht für menschliche Nahrung.

Lesen Sie zur Feldwespe mehr auf Wikipedia


Keine Angst vor Hornissen

Die Insektenberater der Stadt Landshut und des Landkreises Landshut informieren, beispielsweise im Falle eines Hornissennestes in kritischer Lage. Sie haben einen Info-Flyer herausgegeben, der hier heruntergeladen werden kann.

Lesen Sie dazu den Bericht über einen Vortrag zu Hornissen von unseren Hornissenspezialisten Johannes Selmansberger.