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Newsletter / Naturschutznachrichten

Unsere Streuobstwiese in Ergolding

Vom Hegen und Pflegen einer gepachteten Streuobstwiese in Ergolding.

Seit dem Jahr 2014 hat die Ortgruppe Ergolding von der Gemeinde "Markt Ergolding" ein Grundstück (der Pachtvertrag läuft bis 2024) mit einer Streuobstwiese gepachtet und pflegt das Arreal.
Es macht viel körperliche Arbeit aber auch sehr viel organisatorische und bürokratische. Nachstehend eine kleine Chronik der Geschehnisse.


"Der Supergau im Januar 2024!!" Ein Frevel der besonderen Art!

„Es geschehen Zeichen und Wunder!“

Leider auch solche, auf die absolut verzichtet werden kann. So hatte die Gemeinde Ergolding (klar, Personen die für die Gemeinde arbeiten) angeboten, die Hecken um die Streuobstwiese zu beschneiden. Und … ein paar Bäume zu entfernen, die durch den Nass-Schnee (vor ein paar Wochen) zusammen- oder umgebrochen waren. Die Arbeiten wurden im Detail zuvor und vor Ort mit der Vorsitzenden der Ortsgruppe besprochen (Mitte Januar). Also nur beschneiden oder reduzieren der Hecken und entfernen der umgestürzten Bäume.

Für das Ergebnis (25.01.2024) fehlen im Prinzip alle freundlich gesinnten Worte. Ein Supergau für die Natur. Für Vögel, Insekten und jegliches Kleingetier. Hier wurden die Sträucher bis zum Boden wegrasiert (statt „auf den Stock“ zurückzuschneiden damit sie neu austreiben können), zusätzlich Bäume gefällt und eine zerstörte, über viele Jahre gepflegte artenreiche Wiese ruiniert. Nachstehendes Foto gibt nur einen bescheidenen Eindruck wieder, von dem was da (...) zerstört wurde.

Tja, wer die Geister ruft …


Äpfel, Äpfel

Äpfel gibt's  ...


Pflege der Streuobstwiese 24.06.2023

Von Angelika Thomas:

Wir haben alles geschafft und am Schluss noch eine Fortbildung hinsichtlich Baumveredelung erhalten.
Unser Team war wieder mit viel Freude und ganz fleißig von 8 Uhr bis ca 11.30 am Werk. 


Pflege der Streuobstwiese Juni/Juli 2022

Es war wieder mal an der Zeit, das niedere Grün auf der Streuobstwiese zu kürzen. Klar, hin und wieder ist auch ein Baumschnitt notwendig. Das erledigt in der Regel Herr Schlör. Der kann das.
So trafen sich am Samstagvormittag, 02.07.2022, viele fleißige Helferinnen und Helfer um den ersten Teil (etwa zwei Drittel der Fläche) der Wiese zu mähen. Das Schnittgut wird noch einem guten Zweck zugeführt. Esel und Ziegen auf einem Hof freuen sich darüber. Für den Transport sorgt wieder ... "Herr Schlör".

Ein BN-Mitglied schickte diese Nachricht an die OG:
Ich wollte nur anmerken, dass Mähen und der Abtransport des Mähgutes mindesten einen Tag auseinander liegen sollen. So haben Insekten genügende Zeit, um aus dem liegenden Gras in die ungemähten Flächen zu wandern. Darum sollte nicht eine große Fläche, sondern optimal in Streifen gemäht werden. 

Das ist sicher richtig und "sollte" beachtet werden. Da darf dann auch das Wörtchen "wenn möglich" dazu kommen. Es müssen die Personen für die Aktivität vorhanden sein und auch die Werkzeuge und Transportmöglichkeiten. Das lässt sich zumindest in der OG nicht organisieren. Wir benötigen immer einen "gewerblichen Unterstützer" für die Aktionen, der auch das erforderliche "Equipment" hat. Werkzeuge wie Sense, Rechen, Heugabel, Astscheren, Balkenmäher, großen Anhänger mit Zugmaschine. Und daher richten wir uns auch nach dessen terminlichen Möglichkeiten. Immerhin schaffen wir es, die Fläche in zwei Etappen mit zeitlichem Abstand zu mähen

Der zweite Teil (etwa eini Drittel der Fläche) wurde dann am Donnerstagvormittag, 07.07.2022 gemäht und auch gleich abtransportiert. Jetzt stehen noch ein paar Neupflanzungen an, die wir aber erst im Herbst vornehmen. Denn Neupflanzungen im Sommer müssen beständig gegossen werden, sonst verdursten die Neulinge. Ab Herbst ist die Witterung für die Anpflanzung daher geeigneter (sonst müssten wir sehr umweltunfreundlich mehrmals über Wochen viel Wasser auf das Grundstück bringen).

Und noch ein paar Fotos ... ohne Worte.


... alle Jahre wieder ... Streuobstwiese pflegen ... 12.06. und 19.06.2021

Kulturflächen pflegen benötigt neben körperlichem Einsatz auch viel Organisation!

Es war wieder einmal soweit. Kurzfristig war ein Termin gefunden um  die Streuobstwiese zu pflegen. Samstag 10:00 Uhr, 12.06.2021. Das erledigten 6 fleißige HelferInnen der Ortsgruppe Ergolding. Und ... stets ein professionelles Unternehmen. In unserem Fall in Gestalt von Herrn Schlör. Er stellt die Werkzeuge, Balkenmäher, Sense, Rechen und Heugabeln, Astscheren und und und. Und einen kleinen elektrischen "Schubkarren" zum Transport z.B. vom Schnittgut. Er sorgt auch für eine sinnvolle Verwendung des Schnittgutes. Er bringt das Grün zu einem Hof, wo es an Tiere verfüttert wird.

Das ist aber nur die eine Seite des Aufwandes um so eine Kulturfläche zu pflegen. So berichtet die Vereinsvorsitzende Angelika Thomas von dem organisatorischen Aufwand. Für jede Pflegemaßnahme muss ein ausführlicher Antrag an die Regierung von Niederbayern gestellt werden. Von dort gibt es dann einen finanziellen Zuschuss. Dauer der Maßnahme und Umfang, also Maschineneinsatz nach Art und Zahl. Dazu Anzahl und Namen der Teilnehmenden. Zum Ende kommt dann auch noch die Abrechnung. Auch nochmal ein "Akt", der Angelika Thomas wegen der bürokratischen Umstände direkt in Rage bringt, als sie darüber berichtet. Das ganze Spiel, und dann mindestens zweimal, "alle Jahre wieder"!

Und weil es so schön war folgte auch gleich der nächste Samstag als Aktionstag mit der ähnlichen Arbeit für den letzten Abschnitt (früher als gedacht ... wir müssen uns schon auch an den Möglichkeiten von Herrn Schlör orientieren). Eine kleinere Frau-/Mannschaft als am Samstag zuvor aber ebenso engagiert und fleißig.

Alles in Allem waren es 34 Arbeitsstunden (incl. Maschineneinsatz) um das Grundstück "abzugrasen". Im Herbst noch einmal eine schwitzige Aktion und Äpfelernten, dann darf dieser wunderbare Garten ruhen.

 

Fotos von der Samstagsaktion am 19.06.2021


Fotos von Pflegemaßnahmen auf der Streuobstwiese am 27.06.2020


Streuobstwiese im Frühling - Pflegearbeiten (02.05.2020)

"Wer will fleißige Gärtner_Innen sehen?"

Eine Streuobstwiese mit Bäumen und Buschwerk drumherum will auch gepflegt sein! Sonst wird es schnell ein Urwald. Durch den letzten Sturm waren auch in dieser Naturoase ein paar Bäume umgebrochen. Dazu überwuchern einige Büsche schon wieder den Wiesenanteil. Ein paar neu gepflanzte Bäumchen stehen im Schatten.

Vierzehn hilfreiche Hände und der Einsatz von Motorsäge und Astschneidern verändern die Situation nach zwei Stunden deutlich. Klar, "wegen Corona wird von Jedem ein Sicherheitsabstand gewahrt". Auf der Wiese wurden noch Blumensamen ausgesät und die letzten Herbst gepflanzten Zwetschgenbäume freigeschnitten. Zwei Vogelnistkästen sind von Staren und Meisen bewohnt und ein Apfelbaum blüht wunderbar.
Die bisher angelegte Blumenwiese hat vor allem Vergissmeinnicht und einige Akeleien hervorgebracht. In Zukunft wird die Vielfalt etwas  mehr ... so hoffen wir doch. Auch aus diesem Grund hat sich der Verein entschieden, die Wiese erst im Herbst zu mähen. Wenn die neu angesähten Blumen verblüht sind und ausgesamt haben.


... auf diesen Wegen per PKW, Fahrrad und zu Fuß bis zur Streuobstwiese.

Wer einmal unsere Streuobstwiese besuchen möchte, vielleicht sogar im Herbst von den guten Äpfeln probieren, der kann sich an den Wegen in der nachstehenden Grafik orientieren (läßt sich vergrößern und kopieren).