MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Beim Erdenkauf die Moore schützen

Torfabbau vernichtet den Lebensraum seltener Pflanzen, wie den des Sonnentaus

Landshut. Endlich ist es wärmer geworden. Mit viel Liebe und Aufwand gestalten nun Hobbygärtner ihre Beete und Balkonkästen. Hier gilt laut Bund Naturschutz: Augen auf beim Erdenkauf! Im gut sortierten Handel gibt es torffreie Erden, deren Zusammensetzung nicht zur Zerstörung von Mooren beiträgt. In osteuropäischen Ländern werde Torf abgebaut und als Füllstoff in Blumenerden verwendet, warnt der BN. Obwohl nur drei Prozent der Landfläche unserer Erde Moore sind, speichern sie doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Waldflächen der Welt zusammen. Beim Abbau werde dieser freigesetzt und führe als Klimagas Kohlendioxid zum Treibhauseffekt. Seltene Tiere und Pflanzen verlören durch Torfabbau ihren Lebensraum. Mit torffreien Alternativen oder Kompost leistet man also einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz, stellt der Bund Naturschutz fest.

Wer brummt denn da?

Die Baumhummel ist an Waldrändern, Parkanlagen und Gärten anzutreffen
Foto: Wolfgang Willner

Bund Naturschutz startet landesweite Aktion „Hummelfrühling“

Zum Beginn der wärmeren Jahreszeit starten der Bund Naturschutz (BN) und das Institut für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI) die bayernweite Mitmachaktion „Hummelfrühling“. Handyfotos von den ersten Hummeln werden von einem Expertenteam bestimmt und mit Informationen zu der jeweiligen Art beantwortet.
In Deutschland könne man immerhin über 30 Hummelarten unterscheiden, Der Bund Naturschutz ruft alle Naturliebhaber dazu auf, Hummeln zu fotografieren und das Bild per WhatsApp an das Hummeltelefon (0163/9631987) oder per Mail (hummelfund [at] ifbi.net) zu schicken. Hummelkenner werden die Fotos dann begutachten und kostenfrei antworten, um welche Hummel es sich handelt.
Trotz verspäteter Frühlingstemperaturen kommen jetzt nach und nach die ersten Hummelköniginnen aus ihrem Winterquartier und suchen nach Nahrung. Im Gegensatz zu Honigbienen, die erst ab einer Tagestemperatur von mindestens zehn Grad Celsius fliegen, sind Hummeln schon ab zwei Grad Celsius aktiv. Um fliegen zu können, lassen sie die Brustmuskulatur vibrieren und heizen so ihren Körper auf 30 Grad Celsius auf, informiert BN-Naturschutzreferent Dr. Kai Frobel.
 Hummeln sind wahre Flugkünstler – obwohl ihre Flügel eigentlich viel zu klein sind, um den enorm dicken Körper zu tragen. Das Geheimnis liegt darin, dass die Flügel bis zu 200mal in der Sekunde schlagen und sich durch ihre Beweglichkeit dabei drehen und verwinden. Das erzeugt Luftwirbel. Wie bei einem Tornado: die Luftwirbel saugen den Flügel in die Höhe. Und so fliegt die Hummel eben doch, erklärt Klaus Mandery, Wildbienenexperte und Leiter des IfBI. Da immer weniger Wildbienen zu beobachten seien, möchte der Bund Naturschutz mit dieser Aktion auf das Insektensterben aufmerksam machen und die Menschen für die pelzigen Flieger begeistern, unterstreicht Dr. Frobel.                                   

Laut Klaus Mandery werde jede gemeldete Hummel in eine interaktive Website-Karte eingetragen. Das helfe, mehr über die Verbreitung der Hummelarten in Bayern zu lernen. Diese Informationen seien enorm wichtig, um den Schutz der Wildbienen bestmöglich an deren Bedürfnisse anzupassen. Weitere Informationen zur BN-Aktion „Hummelfrühling“ gibt es unter www.ifbi.net/hummel.


Aktuelles

18.02.2018 - BUND Naturschutz-Kreisgruppe zog Bilanz aus ihren Landschaftspflegemaßnahmen im Jahr 2017 weiter

27.01.2018 - Naturerlebnispfad: nicht nur im Sommer sehenswert – Neuer Aussichtsturm geplant Ergolding. Frische Luft und Bewegung tun bekanntlich gerade in den Wintermonaten gut, wenn Kreislauf und Stimmung... weiter

Pelikane im Donaudelta
15.01.2018 - Auch in diesem Jahr bietet der BUND Naturschutz (BN) vielseitige Natur- und Kultur-Erlebnisreisen an. Im BN-Reisekatalog 2018 werden Nationalparke in Italien, Spanien, Polen, Slowakei, Kroatien,... weiter

20.12.2017 - Studierende der Öko-Fachschule stellten beim BN ihre Meisterarbeitsprojekte vor weiter

01.12.2017 - Arbeitsgemeinschaft Trinkwasserschutz präsentiert Ergebnis des Hackstriegeleinsatzes weiter

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Termine

03.03. - 31.10.2018Jahresprogramm 2018
29.04.2018Waldameisen - fleißige Nützlinge im WaldTreffpunkt: 14 Uhr Weihbüchl bei Landshut, Kirche
01.05.2018Brachvogel, Kiebitz, Reiher, Feldlerche etc.Treffpunkt: 8.00 Uhr in Grießenbach beim ehemaligen Gasthaus Angstl, westlicher Ortseingang; von hier Weiterfahrt ins Moos
06.05.2018Wanderung in die ZeitTreffpunkt: 16 Uhr Pörndorf, Kirchplatz
11.05.2018Wo Frösche und Molche lebenTreffpunkt: 20 Uhr Ohu, Parkplatz an der Landshuter Straße, nach westlicher Ortseinfahrt rechts, Nähe Zöttl-Mühle
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