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Netzwerk Natur und Umwelt

Mond, Planeten und Fixsternhimmel

Altdorf 17.06.2016. Sterngucker drängten sich in Altdorf / Gstaudach um das Newton-Dobson-Teleskop von Felix Bachmaier

Dunkle Wolken dräuten, als sich auf Einladung des Bund Naturschutz - Kreisgruppe Landshut - am 17. Juni 2016 eine Gruppe Sterngucker in Gstaudach um das Newton-Dobson-Teleskop von Felix Bachmaier drängte, die Blicke zunächst immer wieder sorgenvoll zum Himmel gerichtet. Man traf sich, um Mond, Planeten und Fixsterne am Himmel zu suchen und zu finden. Die vielen Wolken schienen zunächst keine klare Sicht durch das 30-cm-Teleskop und ein zusätzliches 12-cm-Linsenfernrohr auf die Himmelskörper zu versprechen. Aber mit zunehmender Dämmerung wurde der Himmel klarer und als erster war der Planet Mars zu beobachten. Nachdem Frau Luna ihren Dunstschleier gelüftet hatte, hoben sich ihre vom Sonnenlicht beschienenen Kraterränder kontrastreich vom dunklen Himmel ab. Es folgten Jupiter, mit einigen Streifen geschmückt und von zwei Monden begleitet, sowie Saturn, dessen Ring gut erkennbar war. Ein Stern namens Vega, 25 mal heller als unsere Sonne und im Frühsommer vom Osten her über den Zenith wandernd, faszinierte die Beobachter ebenso wie zwei scheinbar benachbarte Doppelsterne namens Epsilon und Lyra. Felix Bachmaier, Hobbyastronom seit seinem 12. Lebensjahr, nannte als sein eindrucksvollstes astronomisches Erlebnis das Erscheinen des Kometen „West“ am 5. März 1976 um 4 Uhr früh. Dessen gefächerter Schweif habe eine Ausdehnung von ca. 30 Grad am Himmel erreicht. Auch wenn über Gstaudach an diesem Abend kein Komet auftauchte, so freute sich die Gruppe dennoch über die schönen Einblicke in die Tiefen des Weltalls ebenso wie über die herrliche irdische Aussicht vom Gstaudacher Berg über das Isartal.

Und lautstark quakte der Laubfrosch

Ohu 05.06.2015. Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe organisierte Exkursion zu Amphibienbiotopen in der Isarau

Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut organisierte am Freitag, 5. Juni 2015, unter der Umweltbildungsreihe „Natur kennen lernen, erleben und schützen“ eine naturkundliche Abend-Exkursion in die Isarau bei Ohu mit dem Titel „Wo Kröten und Frösche quaken“. Exkursionsleiter Herbert Parusel, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Essenbach und Amphibienkenner und -schützer erläuterte bei sehr milden Temperaturen den anwesenden Amphibienfreunden zunächst, dass die Isar früher die „Wilde Isar“ hieß und die Au bei Hochwasser immer wieder überschwemmt wurde. So wurden immer wieder neue Kiesbänke geschaffen und es bildeten sich neue Pfützen. Seit etwa 100 Jahren sei die Isar kanalisiert, und später sei sie auch noch durch Dämme eingeschnürt worden. Seitdem sei die Au nicht mehr so lebendig.

Herbert Parusel versuche deshalb zusammen mit BN-Mitgliedern seit bereits 15 Jahren durch Anlegen von Teichen und Tümpeln, dieses Manko auszugleichen und das Überleben der teils schon sehr seltenen Amphibienarten zu sichern. „Die Gewässer werden von der Ortsgruppe betreut und sind Teil eines Auenverbundsystems zwischen Ergolding und Essenbach“, so Parusel. Die Teiche und Tümpel hätten sich im Laufe der Jahre gut entwickelt, wie sich die Exkursionsteilnehmer überzeugen konnten. Problematisch sei jedoch wie überall der Nährstoffeintrag aus der Luft. Wenn ein Weiher zu stark verkraute, müsse er wieder ausgebaggert und gereinigt werden.

Die teilnehmenden Kinder durften mit Keschern in den Tümpeln nach Lebewesen suchen, was natürlich großen Spaß bereitete. Mehrere Grasfrosch-Kaulquappen wurden gleich gefunden. Kaulquappen seien Kiemenatmer und erst nach einer Entwicklungszeit von mehreren Wochen atmeten sie mit ihren Lungen und erhalten das Aussehen eines Frosches, erklärte Parusel. Grasfrösche gehören zu den Froschlurchen und wie die Springfrösche zur Art der Braunfrösche, während Teichfrösche, Seefrösche und Wasserfrösche zu den Grünfröschen gehören. Einige dieser Arten seien in den Tümpeln und Teichen in der Au anzutreffen.

Eine besondere Rarität sei der Laubfrosch, der noch in der Isarau vorkomme und der bayernweit vom Aussterben bedroht sei, informierte der Referent. Der Laubfrosch könne auf Grund von Haftschalen an den Zehen auf Bäume klettern. Er sei eigentlich ein Landbewohner und gehe nur zur Fortpflanzung ins Wasser. Er kann seine Färbung sogar an die Umgebung anpassen. Parusel merkte an, dass es ein Problem sei, dass sich die verschiedenen Amphibien nicht mit Artgenossen anderer Populationen kreuzen können, da die jährlichen Überschwemmungen ihrer Lebensräume fehlten und damit die Wanderung der Tiere eingeschränkt sei. Nur durch Anlegen weiterer Teiche könne man die Gefahr der Inzucht verhindern.

Beim Keschern in einem Tümpel entdeckten die Kinder neben Kaulquappen auch Larven von Großlibellen und Gelbrandkäfern. Diese seien Feinde der Amphibien, da sie sehr räuberisch seien. Ebenso fanden die Kinder verschiedene Schnecken. Parusel zeigte zur Freude der Kinder in einem mitgebrachten Aquarium ein Bergmolchweibchen. Dieses gehöre unter den Amphibien zu den Schwanzlurchen. Zu bestaunen gab es noch einen Pferdeegel mit einer Länge von rund zehn Zentimetern, Taumelkäfer, die vier Augen haben, zwei über und zwei unter dem Wasser, sowie schließlich einen Seefrosch. Mit seiner Größe von rund 15 Zentimetern war er eine besondere Attraktion nicht nur für die Kinder. Laut Parusel könne dieser Frosch im Schlamm am Grund eines Teiches überwintern. Die Exkursionsteilnehmer wurden nach einem erlebnisreichen Abend schließlich von einem Laubfrosch-Männchen mit lauten „äp-äp-äp“-Rufen in die Nacht verabschiedet.

Mond und Sternenhimmel

Hat es am Freitag, 9. Mai 2014, während des ganzen Tages noch geregnet, klarte am Abend der Himmel auf, so dass sich sehr gute Bedingungen für die Betrachtung des Sternenhimmels auf einem freien Platz in Gstaudach bei Altdorf einstellten.  >> Mehr

Falter ohne Mond und Sterne

Nachtexkursion des Bundes Naturschutz in den Gstaudacher Wald

„Falter, Mond und Sterne“ lautete der Titel der von der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe durchgeführten Exkursion, die dazu einlud, jenseits des hellen, oft grellen Tageslichts der Magie der Nacht und ihrer Wesen nachzuspüren. Hierzu hatten sich Felix Bachmaier, der Nachthimmelkenner, und Helmut Kolbeck, der Insektenexperte, zusammengetan – wo letztlich nur Kolbeck in Aktion trat, nachdem sich sowohl Mond als auch Sterne hinter den Wolken versteckten.

Der Abend war sehr warm, weitgehend windstill, wolkenverhangen und gewitterträchtig – und damit eigentlich ideal zum Nachtfalteranlocken, nicht aber zum Sternegucken. Zielort war der Saum eines Laubwaldes bei Gstaudach. Dort baute Kolbeck seinen „Lichtturm“ auf und legte weiße Decken aus. Als die Nacht schwärzer wurde, wurden die Insekten zahlreicher: Fliegen, Wanzen, Käfer, Großschmetterlinge, vor allem aber Kleinschmetterlinge (landläufig als Motten bezeichnet), für die Kolbeck sich besonders interessiert. Ein Dutzend Leute waren gekommen, um seinen Ausführungen über die wunderbare Welt der wandelbaren Wesen mit Schuppenflügeln zu lauschen. Betrachtet man nur die nachtaktiven Großschmetterlinge – die übrigens sehr klein sein können -, so kommt man in Mitteleuropa etwa auf 350 Spannerarten, auf 400 Eulenarten sowie auf 150 Bären-, Spinner- beziehungsweise Schwärmerarten. Die meisten sind wenig farbenfroh, sondern überwiegend braun-grau-beige gefärbt. Besonders viele Eulen- und Spannerarten sind schwer voneinander zu unterscheiden, und auch deutsche Namen haben die allermeisten nicht. Ungleich vielfältiger und „schwieriger“ sind freilich die Kleinschmetterlinge. Allein von den Wicklern gibt es etwa 500 Arten hierzulande. Ihr Name kommt daher, dass sich die Raupen oft in gewickelten Blattrollen verbergen.

Mehrfach beobachtet wurde am Netz des Lichtturms der frisch geschlüpfte Brennesselzünsler, eine von über 200 Zünslerarten. Eine schmucke, relativ kleine Bärenart – der Name dieser Gruppe rührt daher, dass die Raupen dicht braun behaart sind – war der rot-braune Zimtbär. Bei den Spannern, die ans Licht kamen, fiel der große, orange-bräunliche Schlehenspanner auf, sowie bei den Spinnern mehrere Sichelflüglerarten. Diese halben ihren deutschen Namen daher, dass die Vorderflügelspitze sichelförmig ausgezogen ist. Eulenfalter ließen sich kaum blicken, obwohl sie im Juli zahlreich sein müssten. Kolbeck sprach allgemein von einem schlechten, individuenarmen Falterjahr 2010, in dem vieles „aus der Bahn geraten“ sei. Im Frühling setzte die extreme siebenwöchige Regen- und Kälteperiode den Insekten arg zu. Vor allem die zarten, zerbrechlichen Kleinschmetterlinge wurden regelrecht „zerregnet“. Und durch die ständige Feuchtigkeit gediehen Pilze, die Raupen und Puppen dezimierten. Dennoch konnten am Licht genügend unterschiedliche Tiere beobachtet, bestaunt und bestimmt werden. Kolbeck glaubte allerdings, dass etliche Falter wohl erst weit nach Mitternacht fliegen würden, wenn die Schwüle einer gewissen Kühle weiche.

So lange dauerte die Exkursion natürlich nicht. Immer wieder spähte Felix Bachmaier zum Himmel, aber der gab keinen Blick zu Mond und Sternen frei, so dass Helmut Auer von der BN-Kreisgruppe Landshut den Abend beendete. Den biologisch Interessierten war doch so einiges geboten worden, wenn auch eine Insektengruppe sich an jenem Abend recht rar machte: Stechmücken. So waren die diversen Mückenschutzmittel, die die Teilnehmer vorsorglich aufgetragen hatten, letztlich überflüssig. Sie verliehen allerdings der ohnehin nicht alltäglichen Nachtwanderung eine eigentümliche Geruchsnote.

Was lebt in einem Bach?

Gewässerkundliche BN-Exkursion mit Bertram Peters an den Aichbach

Die diesjährige wasserkundliche Exkursion der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe führte an den Aichbach bei Oberaichbach. Der Gewässerbiologe Bertram Peters, der die Exkursion leitete, erläuterte zu Beginn den Begriff Gewässergütebestimmung, der sich früher auf die organische Belastung von Fließgewässern bezog und über die Erfassung der Gewässerorganismen erfolgte. Dabei berücksichtigte man, dass jedes Lebewesen ganz bestimmte Anforderungen an seinen Lebensraum stellt. Da gibt es welche, die nur in sehr sauberem Wasser mit viel Sauerstoff existieren können und schon bei der geringsten Verschmutzung verschwinden. Genauso gibt es aber auch solche, denen es gar nicht schmutzig genug sein kann, und die im Verlauf der Verbesserung der Gewässersituation nicht mehr auftreten. Mit dieser Kenntnis lässt sich anhand der vorgefundenen Gewässerorganismen die Gewässergüte festlegen. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie fasse nun diese Gütebetrachtung mit der Untersuchung der Nährstoffbelastung und der Strukturausstattung des Gewässers zu einer gesamtheitlichen Bewertung zusammen. Ziel sei es, alle Gewässer in einen ökologisch guten Zustand hinzuführen oder zu erhalten, informierte Peters.

Am Aichbach zeigte Bertram Peters, der am Wasserwirtschaftsamt Landshut das Sachgebiet Gewässerökologie leitet, welch unterschiedliche Tiere diesen besiedeln. Er hatte dafür eine besonders schöne Stelle ausgesucht, an der der Aichbach eine gute Gewässerstruktur aufwies. Dies ist auf weite Strecken nicht der Fall, wo der Gewässergrund entweder lehmig oder stark verschlammt ist. Der große Artenreichtum wurde belegt durch Funde von vielen Bachflohkrebsen, Eintags- und Köcherfliegenfliegenlarven, Wasserläufern, Wasserkäfern, Libellenlarven, Egeln und Strudelwürmern. Diese Vielfalt lässt sich auch dadurch erklären, dass die weiter oberhalb gelegene Kläranlage von Adlkofen vor einiger Zeit deutlich verbessert wurde, stellte der Gewässerbiologe fest. Diese Maßnahme sei eine von mehreren Schritten, die am Aichbach durchgeführt werden müssen, um den guten Gewässerzustand erreichen zu können. Vielleicht werden die Anwohner wieder erleben können, dass sich wie früher Krebse und Muscheln in ihrem Bach aufhalten.

Falter, Mond und Sterne

BN-Kreisgruppe organisierte besondere Exkursion zur Mondfinsternis

Falter, Mond und Sterne hieß der Titel einer Veranstaltung der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe am 15. Juni im Rahmen ihrer naturkundlichen Exkursionsreihe. Über 60  Interessierte waren zur nächtlichen Stunde nach Gstaudach bei Altdorf gekommen, um den Sternenhimmel und insbesondere die totale Mondfinsternis zu erleben und gleichzeitig die Welt der Nachtfalter kennen zu lernen. Der Amateurastronom Felix Bachmaier und der Insektenspezialist Helmut Kolbeck hatten die Durchführung dieser Veranstaltung übernommen.

Die Nacht  war sehr warm, windstill und der Himmel bewölkt – und damit ideal zum Anlocken von Nachtfaltern, nicht aber zum Mond- und Sternegucken. Man hoffte jedoch, dass sich später die Wolken auflösen werden und Mond und Sterne zu sehen sein werden. So wanderten die Besucher zuerst in einen nahegelegenen Laubwald, wo Helmut Kolbeck und sein Kollege Wolfgang Willner bereits sogenannte „Leuchttürme“ errichtet hatten, deren Leuchtquelle mit hohem UV-Anteil Nachtfalter verschiedenster Arten anzog. Während den Ausführungen von Helmut Kolbeck zur Biologie und zum Vorkommen von Nachtfaltern konnten aus nächster Nähe Schwärmer, Spinner, Glucken, Eulenfalter, Zünsler, Wickler und Motten, so beispielsweise Kiefernschwärmer, Bärenspinner, Silbereulchen, Grünes Blatt, Perlspanner und Graszünsler, betrachtet werden. Über 60 verschiedene Arten, darunter auch Fliegen, Wanzen und Käfer, stellte Kolbeck fest.

Anschließend machten sich die Nachtwanderer wieder auf den Rückweg zu einem exponierten Platz, wo Felix Bachmaier bereits ein astronomisches Fernrohr aufgebaut hatte. Und tatsächlich wurden die Exkursionsteilnehmer noch belohnt: Die Wolken lösten sich auf und der Blick auf den zumindest noch zur Hälfte bedeckten Mond wurde frei. Auch der Planet Saturn und sein Ring sowie ein Sternhaufen und ein Ringnebel konnten durch das Teleskop bewundert werden. Viele Fragen musste Bachmaier beantworten, so dass die Veranstaltung erst weit nach Mitternacht endete.

Von Laubfröschen und Seefröschen

Bund Naturschutz-Exkursion führte zu Amphibienlebensräumen in der Isarau bei Ohu


Essenbach/Ohu. Im Rahmen ihrer Umweltbildungsreihe „Natur kennen lernen, erleben und schätzen“ lud die Bund Naturschutz-Kreisgruppe auch heuer wieder zu einer abendlichen Amphibienexkursion ein, zu der am 11. Mai 2018 bei schönstem Wetter 25 Erwachsene und 18 Kinder gekommen waren. Herbert Parusel, Amphibienkenner in der BN-Kreisgruppe, führte die Exkursionsteilnehmer in der Isarau bei Ohu zu Tümpeln, die die BN-Ortsgruppe Essenbach unter seiner Regie und zum Teil im Verbund mit der Gemeinde Essenbach angelegt hatte.
Durch die schon länger anhaltende trockene Witterung der vergangenen Wochen führten am Tag der Exkursion nur die Tümpel Wasser, die mit dem Grundwasser verbunden sind. Dies habe, so der Referent, für die Amphibien den Vorteil, dass Fressfeinde, wie zum Beispiel die Libellenlarven, dezimiert werden. Nachteilig sei jedoch, dass die Trockenheit gerade jetzt in die Laichzeit der Amphibien gefallen sei. Seit über 25 Jahren bemühe er sich, durch Anlage und Betreuung der Tümpel besonders den noch vorkommenden, auf der Roten Liste stehenden Laubfrosch zu erhalten und zu fördern, berichtete Parusel. Der Laubfrosch sei der kleinste unter den Fröschen, klettere auch gerne mit Hilfe von Haftschalen an den Zehen auf Bäume und Sträucher, und könne unter allen Fröschen am lautesten rufen. Auch könne er seine Hautfarbe nach der Umgebung anpassen.
In Deutschland gebe es noch einundzwanzig Amphibienarten, auch als Lurche bezeichnet, von denen acht Arten in der Roten Liste als bedroht geführt würden, erklärte der Amphibienkenner. Die Lurche werden unterschieden in Frosch- und Schwanzlurche. Parusel zeigte Fotos von den Tieren, und ging auf die Biologie und Besonderheiten der einzelnen Arten ein. Man unterscheide die verschiedenen Arten nach Fröschen, Kröten, Unken,  Molchen und Salamander.
Parusel zeigte den Exkursionsteilnehmern, und vor allem den staunenden Kindern, in einem Aquarium verschiedene Wassertiere. So konnten Laubfrosch- und Wasserfroschkaulquappen, aber auch Libellenlarven beobachtet werden. Köcherfliegenlarven und Wasserläufer tummelten sich ebenso im Becken. Dazu zeigte der Referent eine Posthornschnecke, die ein Zwitter sei, und Wasserasseln. Taumelkäfer haben vier Augen: zwei Augen über und zwei Augen unter dem Wasser. Die Rückenschwimmer, die schwimmen, wie ihr Name sagt, seien die einzigen Wassertiere, die stechen können. Mit dabei hatte der Referent auch einen Wasserfrosch, dieser gehöre zur Gattung der Grünfrösche. Er brauche drei bis vier Jahre, bis er geschlechtsreif werde und könne bis 15 Jahre alt werden. Doch die Attraktion für die Kinder war ein Seefrosch, den Parusel ins Aquarium gleiten ließ. Er hatte die Länge von zehn Zentimetern. Die Weibchen seien sogar etwas größer als die Männchen – aber nur die Männchen können sehr laut quaken, was sich anhört wie das Meckern einer Ziege. Amphibien wie diese halten es allgemein sehr lange ohne Atmen unter Wasser aus, obwohl sie Lungenatmer seien, so der Referent.    
Am Ende der Exkursion machte Herbert Parusel noch darauf aufmerksam, dass alle Amphibien zu den streng geschützten Tieren gehören. Sie dürfen nicht aus ihren Gewässern entnommen werden, auch nicht der Laich und die Kaulquappen.

Falter, Mond und Sterne (2015)

Bund Naturschutz organisierte Doppel-Exkursion zur Nachtfalter- und Sternebeobachtung

Altdorf/Gstaudach 18.09.2015. Großer Aufwand, geringer Ertrag: so könnte man das zahlenmäßige Ergebnis der diesjährigen Nachtfalterexkursion zusammenfassen, die die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe am 18. September 2015 am Waldrand bei Gstaudach durchführte. Dort wurden von den Moosburger Schmetterlingsexperten Wolfgang Willner und Heinrich Vogel drei „Leuchttürme“ aufgestellt und an mehreren Bäumen Rotweinköder angebracht, die Insekten anzeigen sollten. Gleichzeitig zur Nachtfalterexkursion bot der Bund Naturschutz unter Anleitung von Felix Bachmaier auch eine Schau auf Mond und Sterne.  

Eine sehr große Zahl von Teilnehmern, darunter viele Kinder, interessierte sich für das magische Erleben bei Anbruch der Nacht: Erst beobachtete man – bei wechselnden Wolken – den zunehmenden Mond mit seinen Kratern und den Planeten Saturn mit seinem Ring in einem großen Teleskop, das Sternenkundler Felix Bachmaier aufgestellt hatte. Dann wanderte man hinüber zum Wald, wo es an verschiedenen Stellen bläulich schimmerte. Der Naturfotograf und Insektenexperte Wolfgang Willner hatte drei mit Gewebe bespannte Türme aufgebaut, die Schwarzlicht und aktinisches Licht aussandten. Leider kamen aber nur sehr wenige Arten angeflogen, darunter Schnauzeneulen und ein paar kleine Spanner. Etwas mehr Falter und auch Käfer labten sich an dem auf benachbarte Bäume gestrichenen Rotweinköder, so Pyramideneulen und die sogenannte Hausmutter, eine Eule mit gelb-schwarzen Hinterflügeln.  

Trotzdem war es keine reine Enttäuschung, da die Teilnehmer etliches über das verborgene Leben der Nachtfalter und ihrer Raupen erfuhren. In kleinen Gruppen stand man zusammen und leuchtete mit Taschenlampen die verschiedenen Kleintiere an, wobei Wolfgang Willner, Heinrich Vogel und der BN-Mitarbeiter Helmut Auer die aufkommenden Fragen beantworteten. So werden hauptsächlich Männchen vom Licht angelockt, Weibchen weniger, und manche Arten gar nicht. Auch die Zeiten, wann sie ans Licht kommen und wie sie sich dort verhalten, sind von Art zu Art unterschiedlich. Willner sprach auch die enormen Verluste an, die Insekten durch die zunehmende „Lichtverschmutzung“ erleiden: Die allgegenwärtigen künstlichen Lichtquellen ziehen die Tiere an; sie verfangen sich an den Lampen oder verbrennen oder werden von ihrem eigentlichen Geschäft, der Partnerfindung und Fortpflanzung abgelenkt.  

Der anhaltende trocken-heiße Sommer wird ebenfalls negative Auswirkungen haben. Wenn Pflanzen vertrocknen, trifft dies auch die darauf lebenden Raupen. Außerdem ist es diesen oft unmöglich, den trocken-harten Erdboden zu durchdringen, um sich dort zu verpuppen. Auch standen heuer im Spätsommer noch weniger blühende Pflanzen zur Verfügung als sonst, worunter viele Insektenarten, auch die Bienen, sehr leiden. Sicherlich hat sich auch das Fehlen von Nachtfaltern negativ auf das Nahrungsangebot für Fledermäuse ausgewirkt. Freilich schwanken Falterpopulationen erheblich von Jahr zu Jahr, und Einbrüche können durch die hohe Zahl von gelegten Eiern durchaus ausgeglichen werden – wenn die Bedingungen stimmen. Trotzdem: die äußerst magere „Ausbeute“ an Nachtfalter an einem an sich günstigen Standort bestätigt den – auch von Laien so wahrgenommenen – Trend, dass die heimische Insektenvielfalt stark rückläufig ist, stellte Helmut Auer abschließend fest.

Mond und Sterne faszinierten

Bund-Naturschutz-Kreisgruppe organisierte eine astronomische Nachtexkursion

Landshut/Gstaudach 24.04.2015. Bei besten Sichtbedingungen fanden sich am Freitag, 24. April 2015 zahlreiche interessierte Erwachsene und Kinder zur astronomischen Nachtexkursion in Gstaudach bei Altdorf ein. Die Veranstaltung organisierte die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe mit Felix Bachmaier, der bereits seit mehreren Jahren sein Wissen über die Sternenwelt bei BN-Veranstaltungen vermittelt. Es war noch nicht ganz dunkel, da konnte der Sternenkundler schon den Halbmond in seinen beiden astronomischen Teleskopen in beachtlicher Größe zeigen. Der Erdtrabant leuchtete hell – von der Sonne beleuchtet – und verschieden große Krater waren deutlich zu erkennen. Anschließend stellte der Referent seine Teleskope auf die Venus ein, die ebenso als Halbplanet zu sehen war. Bachmaier merkte an, dass dieser Planet gerade 180 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sei. Er wandere ebenso wie die anderen Planeten um die Sonne. Auch den Planeten Merkur konnten die Teilnehmer knapp über dem Horizont sehen. An diesem Abend zeigte er sich wegen der Lichtbrechung in rötlicher Farbe.

Der Jupiter war mit drei seiner Monde ein weiterer Planet, den Bachmeier in den Teleskopen einstellte. Dieser Planet habe sechzig Monde und sei derzeit beachtliche 700 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, erklärte der Referent. Die Nacht war inzwischen hereingebrochen und die Fixsterne kamen am klaren Himmel zum Vorschein. Man sah neben weiteren Sternbildern den Großen Wagen, den Orion und das Siebengestirn. Auf zahlreiche Fixsterne machte Bachmaier ebenfalls aufmerksam, wie beispielsweise den orangefarbenen Aldebaran im Sternbild Stier, den Arktur im Bootes, die Wega in der Leier sowie die Zwillingssterne Kastor und Pollux, von denen wiederum der Kastor als Doppelstern erkennbar war. Am Ende der Exkursion bot der Sternenkundler noch eine Besonderheit: Ein Sternenhaufen und zwei Galaxien waren im Teleskop zu bewundern, was die Sternengucker mit großem Applaus belohnten.

Faszination Mond und Sterne

Bund-Naturschutz-Kreisgruppe organisierte eine astronomische Exkursion mit Hobbyastronom Felix Bachmaier

Landshut/Altdorf. Glück hatten die Teilnehmer der von der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe im Rahmen ihrer Umweltbildungsreihe am Freitag, 5. September, organisierten astronomischen Exkursion in Gstaudach bei Altdorf mit dem Wetter. Klarte doch bei Einbruch der Dunkelheit der Himmel teilweise auf, so dass der zunehmende Mond in voller Pracht in den beiden von dem Hobbyastronomen Felix Bachmaier aufgestellten Teleskopen beobachtet werden konnte. Beeindruckt waren vor allem die Kinder von den „Mondkratern“, den Löchern und Erhebungen verschiedenster Größe und Gestalt, sowie von den „Mondmeeren“, die als graue vollkommen ebene Flächen im Fernrohr zu sehen waren. Von Bachmaier erfuhren die Teilnehmer, dass der Mond 400 000 Kilometer von der Erde entfernt und dass immer nur der gleiche Ausschnitt der Mondoberfläche zu sehen sei.

Ein Highlight der Nachtexkursion war der faszinierende Anblick des Saturns im großen Teleskop. Deutlich war der Ring zu erkennen, der den Planeten freischwebend umgibt. Der Saturn wird deshalb von den Astronomen auch als das wundervollste Gebilde des Planetenhimmels bezeichnet. Leider zogen während der fortschreitenden Dunkelheit wieder Wolkenschleier auf, so dass Bachmaier keine Sternenbilder in ihrer Pracht zeigen und erklären konnte. Trotzdem ist es dem Sternenkundler gelungen, noch einige Fixsterne im Fernrohr zu zeigen. Das waren unter anderem die Wega im Sternbild der Leier und der Polarstern im Kleinen Wagen. Ein weiteres Himmelsereignis erlebten die begeisterten Teilnehmern noch zusätzlich: Weit im Süden war über dem Horizont ein herrliches Wetterleuchten zu beobachten, ein Lichtspiel ferner Blitze, die von Wolkenfeldern widergespiegelt wurden.

Mond und Sternenhimmel

BUND Naturschutz organisierte astronomische Nachtexkursion

Hat es am Freitag, 9. Mai 2014, während des ganzen Tages noch geregnet, klarte am Abend der Himmel auf, so dass sich sehr gute Bedingungen für die Betrachtung des Sternenhimmels auf einem freien Platz in Gstaudach bei Altdorf einstellten. Der zunehmende Mond, mehrere Planeten und spektakuläre Objekte des Fixsternhimmels konnte der Hobbyastronom Felix Bachmeier mit einem astronomischen Teleskop zeigen. So waren nicht nur die Krater auf dem Mond, sondern auch der Jupiter mit Monden und der Saturn mit seinem Ring zu bestaunen. Auf dem rötlich leuchtenden Mars war eine weiße Polkappe zu sehen. Besondere Highlights waren auch Sternhaufen und Ringnebel. Erst zu später Stunde und nach Dankesworten an Felix Bachmaier traten die Teilnehmer, von dem Gesehenen begeistert, den Heimweg an.

Paul Riederer, stellvertretender Kreisgruppenvorsitzender, wies während der Veranstaltung darauf hin, dass am 5. September ab 20 Uhr, ebenfalls bei Gstaudach, eine ähnliche Nachtexkursion vom Bund Naturschutz durchgeführt wird. Dann aber werden von Felix Bachmaier nicht nur Mond und Sterne, sondern von Schmetterlingskundler Helmut Kolbeck auf einem Leuchtschirm auch Nachtfalter gezeigt.

Großes Erlebnis kleiner Naturfreunde

BN-Exkursion führte zu Amphibienlebensräumen in der Isarau bei Ohu  

Im Rahmen ihrer Umweltbildungsreihe „Natur kennen lernen, erleben und schützen“ hat die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe auch heuer wieder (31. 5. 2013) zu einer abendlichen Amphibienexkursion eingeladen, die mit rund 40 Teilnehmern, darunter zahlreichen Kindern, großen Zuspruch fand. Unter Führung von Herbert Parusel, dem Amphibienexperten der BN-Ortsgruppe Essenbach, wurden seit vielen Jahren von ihm betreute Amphibienweiher in der Isarau bei Ohu aufgesucht, wo die Exkursionsteilnehmer von dem Referenten Wissenswertes über Biologie, Lebensräume und Gefährdung der heimischen Amphibienarten erfuhren. Der ursprüngliche Exkursionstermin musste wegen des Hochwassers in der Isarau um vierzehn Tage verschoben werden. Mit schönem Wetter wurden dann die Amphibienfreunde jedoch reichlich belohnt.    

Herbert Parusel hatte am Rande eines Amphibiengewässers auch ein Aquarium aufgestellt, um insbesondere den interessierten Kindern die Wassertiere aus nächster Nähe zu zeigen und sie mit ihnen in Kontakt kommen zu lassen. Mit großer Begeisterung griffen die kleinen Froschfreunde dann auch ins Wasser, um den Teich- und Bergmolch in die Hand zu nehmen. Aber auch Kaulquappen und einen großen Seefrosch sowie weitere Wasserlebewesen, wie Rückenschwimmer, Gelbrandkäfer, Blutegel und Larven von Libellen, tummelten sich im Wasserbecken.  

Der Referent gab auch einen Überblick über die heimische Amphibienfauna und über die landschaftlichen Veränderungen des Isartals in den letzten 100 Jahren, wodurch für die Amphibienfauna viele Lebensräume verloren gegangen seien. Insbesondere  Kreuz- und Wechselkröte, Gelbbauchunke und Laubfrosch, haben heute im Landkreis Landshut nur noch sehr wenige, oft stark isolierte Vorkommen. Diese Arten seien auch bayernweit in der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ und „stark gefährdet“ aufgeführt. Noch nicht gefährdet seien Erdkröten, aber auch nur deshalb, weil mehrere BN-Ortsgruppen im Landkreis alljährlich zur Laichwanderung Schutzmaßnahmen an viel befahrenen Straßenabschnitten durchführen, gab Parusel zu bedenken.   

Nach den Dankesworten von stellvertretendem BN-Kreisgruppenvorsitzenden Paul Riederer an den Amphibienexperten für die sehr interessante und kindergerechte Führung wurden die Exkursionsteilnehmer schließlich noch mit einem lauten Laubfrosch-Konzert in die Nacht verabschiedet.