MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.


Aktivitäten der Ortsgruppe Ergolding

Aktuelles stets ganz oben. Die Historie findet sich gaanz weit hinten oder unten.



Naturerlebnisse

Spitzlberg im Herbst 2020

Alle Jahre wieder werden die Vogelnistkästen im Herbst kontrolliert und gesäubert. Manchmal liegen noch Eier im Nest, manchmal auch mumifizierte Jungvögel. In manchen „Wohnungen“ wurde mehrmals ein Nest angelegt. Bis zu vier Etagen sind erkennbar. Nach der Brutzeit ziehen dann auch andere Bewohner ein. Zum Beispiel Mäuse. Oder, wie in den Fotos erkennbar, Hornissen. In diesem Nistkasten (in Spitzlberg) waren zuerst Stare zum Brüten. Nachdem das Gehäuse innen voll ausgebaut war, bauten die Hornissen außen mächtig an. Ende Oktober haben dann vermutlich Spechte mit dem Abbruch begonnen … auf der Suche nach einer fetten Mahlzeit. Im November war der Vorbau fast vollständig beseitigt. Doch im Inneren wohnten noch Hornissen und pflegten das Nest. Der Nistkasten wurde an eine wettergeschützte Stelle gebracht und wird dann erst im späten Frühjahr ausgeräumt. (Alle Fotos siehe weiter unten)

An einer anderen Stelle im gleichen Garten steht für die Insekten ein Baustofflager und eine Nisthilfe. Auch dort wird im Herbst kontrolliert und ausgebessert oder „geputzt“. In einem Bereich der für Wespen, Hornissen und Bienen gedacht war, wohnte dann auch noch ein anderes Wesen. Eine Maus hat dort ihr Nest und Lebensmittellager eingerichtet. Gleichzeitig sind aber auch zwei Wespennester entstanden.

Wie in so vielen „Insektenhotels“ sind auch hier Ziegelsteine eingebaut. Weshalb nur ganz wenige Öffnungen darin bewohnt sind, ist nun klar! Der Workshop im Oktober im Walderlebniszentrum Regensburg brachte die Erleuchtung. Insekten benutzen nur runde Öffnungen von Nisthilfen. Und tatsächlich sind in den Steinen nur die runden Öffnungen benutzt worden. Jetzt ist alles klar. Mit Lehm kann nachgebessert werden.

Fotos zum Text "Naturerlebnisse - Spitzlberg im Herbst 2020"


Wildbienen - Insekten der besonderen Art

Workshop im Walderlebniszentrum Regensburg am 09.10.2020

Schon im März war dieses Seminar (Schulung, Fortbildung, denglisch "Workshop") vom BN-Bildungswerk geplant. Leider wegen dem Mini-Tierchen Corona-SARS-CoV2 abgesagt. Nun konnte sich endlich eine kleine Gruppe in den Räumen des Walderlebniszentrum Regensburg treffen. Natürlich unter den geltenden Hygienebedingungen A-H-A-L(Alltagsmaske, Hände waschen/desinfizieren, Abstand, Lüften). Von der BN-Ortsgruppe Ergolding waren Angelika, Marion und Günter dabei.

Die Referentin, Anke Simon, vermittelte viel Wissen um die große Anzahl der Insektenart Wildbienen. In Deutschland sind immerhin fast 600 unterschiedliche Arten bekannt. Und die meisten davon werden aufgrund der menschgemachten Umweltsituation alle Jahre weniger. Da hilft leider auch das gutgemeinte bayerische Volksbegehren "Artenvielfalt" und seine gesetzgeberische Umsetzung nur wenig.
Der Tag war dazu da, einen kleinen Überblick über die Vielfalt dieser Insekten zu erhalten. Und ... wie das vor allem Kindern vermittelt werden kann. Zum Beispiel mit Spielen. Klar, im Spiel lernen Kinder schnell und gern. Je spannender und fordernder desto lieber (vielleicht doch nur bei einigen Kindern!?). Den Erwachsenen im Kurs hat es auf jeden Fall gefallen.

Welchen Aufwand z.B. einige Wildbienen für ihre Arterhaltung betreiben, haben wir im nur kurzen Spiel nachgeahmt. Zuerst Nektar und Pollen sammeln (bunte Klammern von einem festen Platz) und in das Nest bringen, dann ein Ei dazulegen (von einem anderen Platz als weißen Faden holen) und zum Schluss dann das Nest verschließen mit Baumaterial (klar, das war dann von einem anderen Platz zu holen). Alles viermal wiederholen in einer vorgegebenen Zeitspanne (es werden mehrere Kammern mit Futter und Ei nacheinander im Nest eingebaut). Zum Schluß wird noch eine leere Kammer gebaut. Die dient dem Schutz der Brut (wenn Parasiten hier ein Ei einlegen, findet die Larve kein Futter und verhungert). Puuh, Schwitz. Was diese Bienen alles wissen und können. Faszinierend. So fliegen sie in ihrer meist kurzen Lebensspanne den lieben langen Tag und bestäuben dabei "nebenbei" unzählige Blüten.

Jetzt freunen wir uns auf die Zeit, wenn wir das an Kinder aus Ergolding weitergeben können.

 


Fotos von Pflegemaßnahmen auf der Streuobstwiese am 27.06.2020


Streuobstwiese im Frühling - Pflegearbeiten (02.05.2020)

"Wer will fleißige Gärtner_Innen sehen?"

Eine Streuobstwiese mit Bäumen und Buschwerk drumherum will auch gepflegt sein! Sonst wird es schnell ein Urwald. Durch den letzten Sturm waren auch in dieser Naturoase ein paar Bäume umgebrochen. Dazu überwuchern einige Büsche schon wieder den Wiesenanteil. Ein paar neu gepflanzte Bäumchen stehen im Schatten.

Vierzehn hilfreiche Hände und der Einsatz von Motorsäge und Astschneidern verändern die Situation nach zwei Stunden deutlich. Klar, "wegen Corona wird von Jedem ein Sicherheitsabstand gewahrt". Auf der Wiese wurden noch Blumensamen ausgesät und die letzten Herbst gepflanzten Zwetschgenbäume freigeschnitten. Zwei Vogelnistkästen sind von Staren und Meisen bewohnt und ein Apfelbaum blüht wunderbar.
Die bisher angelegte Blumenwiese hat vor allem Vergissmeinnicht und einige Akeleien hervorgebracht. In Zukunft wird die Vielfalt etwas  mehr ... so hoffen wir doch. Auch aus diesem Grund hat sich der Verein entschieden, die Wiese erst im Herbst zu mähen. Wenn die neu angesähten Blumen verblüht sind und ausgesamt haben.


Rama dama in Ergolding (07.03.2020)

"Alle Jahre wieder ..." lädt die Gemeinde Ergolding ihre Bürger ein, die Umwelt von Unrat zu befreien. Meistens ist das über Vereine organisiert.

In einem detailliert organisierten Plan erhalten die einzelnen Gruppen ihren Bereich zugeordnet. Der BN-Ergolding hat seit vielen Jahren einen Bereich in der Isar-Au ausgewählt. In diesem Jahr waren auch viele Kinder an der Maßnahme beteiligt. Mit viel Freude und großem Einsatz waren die Kinder dabei. Marion, Gundula, Günter und einige Väter begleiteten die Kindergruppe.

Zum Abschluss der tatkräftigen Arbeit sorgte Angelika Thomas für ein kleines Buffet. Klar, die verbrauchte Energie muss ja wieder aufgefüllt werden.
Danach gab es noch ein Gruppenfoto auf dem aber nur ein Teil der "Mitmachenden" zu sehen sind. Für die Teilnehmenden hier eine PDF-Datei mit den Fotos (ohne Namen).

 


Pfiffige Naturforscherinnen und Naturforscher bauen Nistkästen (11.01.2020)

Zehn junge Menschen, Mädchen und Jungs, die meisten davon im zweiten Schuljahr, bauten Nistkästen für die heimischen Vögel.

Auf die Info im Ergoldinger Marktboten hatten sich 20 Kinder angemeldet (natürlich durch die Eltern!). Leider können nur eine begrenzte Zahl von Kindern gleichzeitig betreut werden. Vielleicht wird die Aktion (im nächsten Jahr) noch einmal wiederholt. Dann gibt es eine neue Chance.

Am Samstag, 11. Januar 2020 trafen sich die Kinder schon kurv vor 14:00 im Pausenhof der Grundschule Ergolding. Marion, Gunda, Connie und Günter begleiteten die Kinder an diesem Nachmittag.

Gute zwei Stunden Zeit blieben, damit alle Kinder "Ihren Nistkasten" zusammenzimmern konnten. Klar, es wurde geschmirgelt, gebohrt und geschraubt. Und manches Kind mußte etwas warten, da die Erwachsenen nicht überall gleichzeitig mithelfen können. Auch das gehört dazu, etwas Geduld zu üben.

Zuerst einmal wurden alle Kinder mit ihren Namen vorgestellt und begrüßt. Marinon zeigte den Kindern Bilder von bunten Vogeleiern (weshalb sind diese denn so unterschiedlich geformt und gefärbt? Wer weis es?). Sie erklärte auch, weshalb Nistkästen sinnvoll und manchmal sogar notwendig sind. Zwei fertige und bereits bewohnte Nistkästen dienten als Beispiel, was die Vögel damit machen, wenn ihnen eine "Wohnung" gefällt. In einem der Nistkästen hatten Hornissen ein großes Nest gebaut und die vorherigen Bewohner, ein Spatzenpaar, hinaus geworfen. Auch so etwas kommt vor in der Natur.

Dann begann das große Abenteuer. Jedes Kind bekam einen Bausatz mit vorgeschnittenen Brettern für den Nistkasten.
Alles nicht so einfach, wenn es zum ersten Mal geschieht. Eine Holzschraube mit einem elektrischen Schrauber in ein festes Stück Holz zu bringen erfordert neben Geschick auch noch viel Kraft. Das alles zu koordinieren ist schwierig genug. Mit den noch recht kleinen Händen eine Schraube festzuhalten und gleichzeitig einen Schrauber darauf zu setzen, ist aber kaum möglich. Klar helfen dann die Erwachsenen ein wenig. Die passende Anordnung der Bretter ist trotz Anleitung auch manchmal für die Erwachsenen eine Herausforderung.
Die Einfluglöcher in ein Brett zu bohren, war vielleicht die anstrengenste Arbeit an diesem Nachmittag. Je nach Vogelart sind die Durchmesser der Einfluglöcher unterschiedlich groß zu wählen. In einer Tabelle konnte nachgesehen werden, welche Formen und Größen für die unterschiedlichen Vögel gewählt werden (hier zum herunterladen "Einflugöffnungen").
Bald waren zwei Stunden um und der letzte Nistkasten war fertig. So nahmen alle Kinder ganz stolz "Ihr Werk" mit nach Hause.

Die Erwachsenen räumten noch auf und kehrten die Holzspäne zusammen. Alle waren froh und zufrieden. "Alle Kinder unverletzt!" Das ist sicher keine Selbstverständlichkeit.

Ein angemeldetes Kind kam wohl erst etwas später an und stand vor verschlossener Eingangstüre. Es bekommt noch den übrigen Bausatz. Günter hilft gerne den Nistkasten zusammenbauen.

Ende gut, alles gut.

 


Aktuell: Vorschau auf Projekte der OG-Ergolding im Jahr 2020

Auch für das Jahr 2020 sind bereits die meisten Projekte oder Vorhaben mit Termin geplant.

Am 16.05.2020 gibt es den "Naturerlebnistag" in der Isarau. Etwa von 14:00 bis 17:00 wird wieder ein umfangreiches Programm für Erwachsene und Kinder angeboten.

Voraussichtlich am 07.03.2020 beteiligen sich viele Mitglieder am "Ram dama" in der Gemeinde.

Anfang Mai (genauer Termin wird noch festgelegt) lädt Sonja Gaßner ein: Kräuter sammeln und verarbeiten.

Die Streuobstwiese benötigt drei Termine zur Pflege: Mähen und Ernten. Ein paar Vogelnistkästen sollen ergänzt und gepflegt werden.

Speziell für Kinder wird es voraussichtlich vier Veranstaltungen geben. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. In der Regel stehen die Termine im Marktboten der Gemeinde Ergolding.
Der erste Termin ist im Januar (siehe Beitrag weiter oben/vorne).


Spinnentag mit den Kindern in der Isarau - 07.09.2019

Die BUND-Naturschutz-Kindergruppe traf sich in den Isarauen, um heimische Spinnen zu erkunden und die Natur spielend zu erleben. Marion Roider organisierte diesen informativen Nachmittag für die Kinder.

Der Spätsommer wird auch Altweibersommer genannt. In dieser Zeit lassen sich viele Spinnen an ihren Spinnfäden mit dem Wind forttragen. Es ist die ideale Zeit, Spinnen und deren Netze zu beobachten. Marion, Gundi und Günter vom Bund Naturschutz waren bestens ausgestattet – mit Binokular, verschiedenen lebenden Spinnen in Bechern. Einige Bücher dienten zur genauen Bestimmung. Spielerisch erfuhren die Kinder, wie Spinnen sich bewegen, was sie so besonders macht und warum sie für Natur und Mensch wichtig sind. Und vor allem: diese faszinierenden Tierchen nicht zu töten – und keine Angst vor ihnen zu haben!

Vorsichtig und behutsam gingen die Kinder mit eigenen Becherlupen, Pinsel und Käscher ans Werk, um selbst Spinnen zu fangen. Diese wurden dann bestimmt und den anderen gezeigt. Hier verlor sich auch die Angst vor diesen Tieren.

Zusammen haben wir ein großes Spinnennetz gesponnen  – und so gelernt, welche Fangmethoden Spinnen anwenden und dass es je nach Spinnenart unterschiedliche Netze gibt. Wir Erwachsenen staunten nicht schlecht, was einige der Kinder schon für ein Wissen hatten und Besonderheiten der Spinnen kannten.

Auch die Bewegung kam nicht zu kurz – als die Kinder sich zusammenschlossen um wie eine Spinne zu gehen! Gar nicht so einfach!
Am Schluß der zwei Stunden, die viel zu schnell vergingen, bastelte Günter noch aus alten Drähten und Nußschalen Spinnen mit den Kindern.

Und wenn man die Kinder fragt, wie viele Beine eine Spinne hat, dann antworten sie laut "Acht". Und ... Spinnen haben bis zu acht Augen! Keiner sieht mehr.

Ein paar Fotos vom "Erlebnistag".


Ein Lebensturm entsteht (2018/2019)

BN-Ortsgruppe Ergolding erstellte ein „gigantisches“ Bauwerk (2018_11)

Die Idee ist bestechend, auf der Fläche von etwa eineinhalb Quadratmetern entstand eine kleine Welt. Der sogenannte Lebensturm besteht aus verschiedenartigen Lebensräumen für Insekten, Vögel, Reptilien und kleine Säugetiere. In unserer bisweilen sehr ausgeräumten Landschaft ist das ein besonderes Angebot als kleiner Ausgleich. Das Bauwerk ist rund fünf Meter hoch. Ein Steinhaufen mit Strohkern bildet die Basis. Darüber eine Schicht mit Zweigen, Ästen und Laub. In der obersten Etage sind Nistkästen für verschiedene Vogelarten. Ein größerer Wohnplatz für Fledermäuse wird noch vor dem nächsten Frühjahr aufgehängt. Im Frühjahr kommen dann noch einige Insektenhotels dazu.

Das BN-Mitglied Günter Willmroth aus Spitzlberg hatte die Idee dazu und hat „das Projekt“ organisiert und umgesetzt. Mitgeholfen hat der Landkreis, der eine naturnahe Fläche auf der Reststoffdeponie in Spitzlberg zur Verfügung stellte. Die erste Fuhre Steine für den Steinwall kam ebenfalls vom Landkreis. Der Landwirt Franz Meier aus Ergolding spendete das komplette Holz und lieferte es auch noch kostenlos an. Die Nistkästen fertigte Herr Eberl aus Unterglaim. Der BN beteiligte sich tatkräftig und mit einem finanziellen Beitrag.

Das Bauwerk kann auf dem Weg von Reitberg nach Spitzlberg, am Ende der Reststoffdeponie, besichtigt werden. Eine kleine Tafel am Zaun beschreibt die Bauschritte und wofür der Lebensturm von Nutzen ist.

Eine komplette Beschreibung des Bauvorhabens mit Grafik und Fotos zum herunterladen.

 

Fotos aus der Bauzeit vom Lebensturm 2018/2019


Naturerkundungen in der Ergoldinger Au (2012)

Seit Ende April 2012 ist der neue Naturerlebnis- und Lernweg in Ergolding eröffnet. Hier finden nun alle Besucher und besonders Schulklassen die Möglichkeit, sich näher mit der heimischen Natur und den dort vorkommenden Tieren und Pflanzen zu befassen.

Mehr unter http://www.ergolding.de/index.php?id=0

Ein Anmeldeformular kann hier heruntergeladen und ausgedruckt werden.