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Netzwerk Natur und Umwelt

Fahrradtour mit abwechslungsreichem Programm

Am Sonntag, 22. Mai 2022, unternimmt der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Altdorf, eine Ganztags-Radltour mit interessanten Stationen.
Start ist um 8:30 Uhr beim Rathaus in Altdorf.
Vorgesehen ist beim 1. Stopp der Besuch der archäologischen Grabungsstätte bei Spitzlberg. Hier werden die neuesten Ergebnisse u. a. aus dem
Neolithikum vorgestellt. Beim nächsten Halt besucht die Gruppe das Schulmuseum in Oberahrain. Die neuesten Dokumente aus der Schulzeit von
Politikern und anderen öffentlichen Personen werden hier gezeigt und erläutert. Die Mittagspause ist in Ohu im Gasthaus Gremmer. Über die
Holzbrücke wird auf das südliche Isarufer geradelt, wobei hier in der frühsommerlichen Auenlandschaft eine Kurzwanderung eingelegt wird.
Es folgt eine interessante Einführung über typische Blumen und nur hier gedeihende Pflanzen. Entlang der Isar geht es weiter und schließlich durch
die Flutmulde zurück zum Ausgangspunkt in Altdorf. Eingeladen sind alle, die Spaß am Radlfahren haben. E-Biker dürfen selbstverständlich teilnehmen,
sollten sich aber in der Geschwindigkeit den Radfahrern anpassen.
Bei Fragen können Sie sich unter Tel. 0871/32947 an Helmut Böhm wenden.


weitere Artikel und das Veranstaltungsprogramm der Ortsgruppe Altdorf finden Sie unter http://www.bn-altdorf.de/


Wanderung in der "Perle der Altdorfer Natur"

Altdorf. 40 Naturbegeisterte durchwanderten jüngst an einem warmen Herbsttag die „Perle der Altdorfer Natur“. So nannte Helmut Böhm, seit fast 40 Jahren respektierter Experte für Flora und Fauna beim Bund Naturschutz Altdorf, den Buchergraben. Auf seine Initiative hin wurde vor fast 20 Jahren dieses Nebental der Isar offiziell zum FFH (Flora-Fauna-Habitat) Gebiet erklärt. Nun ist er hier Bachpate und noch immer sehr aktiv engagiert in der weiteren Ausgestaltung dieses etwa 4 km langen Naturparadieses und Naherholungsgebiets.

Die Bürger- und Umweltliste (BUL) Altdorf beging den Buchergraben in Rahmen ihrer traditionellen Herbstwanderung. Nicht allen war bewusst, dass die Altdorfer so einen Schatz ‘hinter ihrem Haus‘ haben. Unterstützt wurde Helmut Böhm von zwei weiteren Experten der lokalen Naturschutzgruppe, Alfons Schandl und Xenis Eifler sowie dem Biberbeauftragten Peter Hundemer.

Die Wanderer waren erstaunt über die große Zahl teilweise zurückgekehrter Pflanzen auf der eigenen Blühwiese des Bund Naturschutz. Beispiele hierfür sind der Klappertopf und Kreuzenzian und die Karthäusernelke. Wie Alfons Schandl erklärte, wachsen nach Jahren des naturnahen Umgangs mit diesem Hangstreifen etwa 100 verschiedene Pflanzen auf dieser Wiese. Sie sind Nahrung und Wohnung für eine Vielzahl von Insekten, wie zum Beispiel den seltenen Heuhechelbläuling, den Kreuzdornzipfelfalter und die Zweifarbige Schneckenhausbiene.

Sensationelles, wenn auch gut verstecktes Kleinod des Buchergrabens, sind die Bachmuschel und der Steinkrebs. Nur noch sehr selten finden sie sich in bayerischen Gewässern, hier jedoch in relativ großer Zahl, wie eine wissenschaftliche Untersuchung der TU München ergab.

Der Altdorfer Bürgermeister Sebastian Stanglmaier war sehr beeindruckt von der sehr informative Naturbegehung. Er überzeugte Helmut Böhm und seine Mitstreiter, diese Führung im Frühjahr noch einmal anzubieten, dann jedoch für die allgemeine Öffentlichkeit.


Artenvielfalt in der Wiese braucht Pflege

Witterung macht vorzeitige Pflegemaßnahmen erforderlich

Altdorf, im August 2021. Ungewöhnlich früh im Jahr musste die Bund Naturschutz Ortsgruppe Altdorf dieses Jahr das Pflegegrundstück am Bucher Graben mähen. Durch die feuchtwarme Witterung waren das Gras und die Kräuter bereits ungewöhnlich hoch gewachsen. Damit fehlen vielen später blühenden Pflanzen die richtigen Wachstumsbedingungen. Normalerweise wird die Wiese lediglich einmal im Jahr- im Oktober- gemäht. Dieses Jahr sind wahrscheinlich zwei Durchgänge erforderlich.

Die Ortsgruppe pflegt dieses Grundstück bereits seit 15 Jahren- mit großem Erfolg. Bei der letzten Kartierung konnten bereits über 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen werden.

Ebenso musste die Blühwiese im Renaturierungsbereich der Pfettrach gemäht werden. Besonders hier waren Riesenberge an Heu zu bewältigen. Die Blühwiese war auf Initiative von BN-Mitglied Albert Ziemann von der Gemeinde Altdorf beim Landschaftspflegeverband in Auftrag gegeben worden und wurde letztes Jahr im Herbst angelegt. Besonders hier ist es wichtig sogenannte Schröpfschnitte durchzuführen um stark wuchernde Wildkräuter und Gräser einzudämmen und den gewünschten Blühpflanzen eine Chance zu geben.

Bewährtes Team weiter an der Spitze

Vielfältige Aktivitäten bei der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Altdorf

Auf der Jahresmitgliederversammlung der Ortsgruppe Altdorf des Bundes Naturschutz (BN) unter dem Vorsitz von Barbara Engelhardt stand am 10. Januar 2011 im Gasthaus Huber in Gstaudach außer dem Tätigkeitsbericht auch die Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm.

Zunächst berichtete Barbara Engelhardt über die zahlreichen Aktionen des vergangenen Jahres. So feierte die Ortsgruppe zusammen mit der BN-Ortsgruppe Ergolding und der BN-Kreisgruppe Landshut ihr zwanzigjähriges Bestehen mit einem großen Fest auf dem Bio-Geflügelhof Grosser in Pfarrkofen. Regelmäßiger Bestandteil der örtlichen Naturschutzarbeit ist das Aufstellen und Pflegen des Amphibienschutzzaunes an der Straße von Eugenbach nach Unterlenghart, was letztes Jahr nach dem Bau der Durchlässe unter der Straße deutlich weniger aufwändig gewesen sei als in den Vorjahren, so die Vorsitzende. Das Pflegegrundstück beim Bucher Graben wurde kartiert und unter gezieltem Stehenlassen von Teilbereichen des Pflanzenbestandes gemäht. Eine Klasse der Altdorfer Hauptschule konnte die Vielfalt der Pflanzen und Tiere an diesem Halbtrockenrasenstandort bewundern. Eine natur- und heimatkundliche Radtour führte zu Hügelgräbern bei Bruckberg, zum Schauplatz der Schlacht bei Gammelsdorf, zum ältesten lebensgroßen Holzkruzifix der Welt, zur Andreaskapelle bei Thulbach und zur herbstlichen Flora in den Isarauen. Als einen Höhepunkt des Jahres nannte Barbara Engelhardt den Vortrag des BN-Artenschutzreferenten Dr. Kai Frobel über den 1400 Kilometer langen ehemaligen Todesstreifen an der deutsch-deutschen Grenze, aus dem auf Grund des Einsatzes des Bundes Naturschutz nun das Nationale Naturerbe „Grünes Band“ entstanden ist.

Bei der anschließenden Wahl des Vorstandes ergab sich ein Tausch an der Spitze. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Alfons Schandl wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, nachdem Barbara Engelhardt nicht mehr kandidierte. Sie bleibt aber weiterhin als stellvertretende Vorsitzende an seiner Seite. Als alter und neuer Kassenwart wurde Christian Bächer bestätigt. Neu vergeben wurde das Amt der Schriftführerin an Sandra Haller. Als Beisitzer wurden Christine Hiebl, Helmut Böhm und Gerhard Heigl gewählt.

BN-Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm gratulierte dem leicht veränderten, aber bewährten Team und freute sich auf die weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe. Abschließend stellte Christian Bächer das Programm für das neue Jahr vor.

Grosse Verdienste um den Naturschutz

Barbara Engelhardt und Alfons Schandl wurden vom BN-Landesverband geehrt

Für große Verdienste um den Naturschutz wurden Barbara Engelhardt und Alfons Schandl vom Bund Naturschutz in Bayern (BN) mit der Goldenen beziehungsweise Silbernen Vereinsnadel samt Urkunde beim BN-Ortsgruppentreffen in Landshut am 21. Oktober 2010 geehrt. In seiner Laudatio hob BN-Landesgeschäftsführer Peter Rottner hervor, dass beide vor 20 Jahren die BN-Ortsgruppe Altdorf gegründet haben und seitdem ununterbrochen die Ortsgruppe als erste Vorsitzende beziehungsweise als zweiter Vorsitzender mit Erfolg führen. Ihr unermüdlicher Einsatz für eine lebenswerte Heimat und für den Erhalt von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen sei auch mit einem starken Zuwachs von Mitgliedern in der Ortsgruppe Altdorf belohnt worden. Durch seine großen botanischen Kenntnisse habe Schandl zudem dazu beigetragen, dass die Flora im Gemeindegebiet bestens erkundet ist und somit einen besonderen Schutz genießt. Für all dies dankten den beiden Geehrten auch Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm und Dr. Christine Margraf, Leiterin der BN-Fachabteilung München.

Zwischen Schmankerl und Hüpfburg

BN-Ortsgruppen feierten 20-jähriges Jubiläum - Sommerfest auf Biohof

Naturschützer verstehen zu feiern. Das bewiesen sie am Sonntag, 4. Juli, wiederum beim Sommer- und Kinderfest des Bundes Naturschutz (BN) auf dem Biogeflügelhof Grosser in Pfarrkofen bei Ergolding. Organisiert wurde das Fest von der BN-Kreisgruppe Landshut sowie den BN-Ortsgruppen Altdorf und Ergolding. Diese beiden Ortsgruppen feierten mit diesem Fest auch ihr 20. Gründungsjubiläum. Musik und Ökoschmankerl sorgten für frohe Stimmung bei den überaus zahlreichen Besuchern, die an diesem schönen Sommertag mit den Naturschützern feierten. Die jungen Festbesucher vergnügten sich bei zahlreichen Spielen  und auf der Strohhüpfburg. Eine besondere Attraktion für sie waren die kleinen freilaufenden Kücken, die sie sogar in die Hand nehmen durften. Viel zur frohen Stimmung des Festes trugen die Musiker vom „Niederbayerischen Musikantenstammtisch“ mit ihrer schmissigen Wirtshausmusik bei. Ausstellungen über das FFH-Gebiet Bucher Graben, den Wasserbauer Biber und Aktivitäten der beiden Jubel-Ortsgruppen sowie eine Pflanzen-Tombola fanden das rege Interesse der Besucher. An zwei Führungen von Franz Grosser zum Legehennenstall und zu Ökofeldern  nahmen allein über 100 Interessierte teil. Informationen zum Natur-, Arten- und Klimaschutz, zur grünen Gentechnik und zum ökologischen Landbau boten BN, Biokreis und Tagwerk an ihren Ständen. Für das leibliche Wohl sorgten die Biobauernfamilie Grosser und Mitglieder der BN-Ortsgruppen Ergolding und Altdorf mit vielerlei Ökoschmankerln und -getränken.

Die Vorsitzende der BN-Kreisgruppe, Kathy Mühlebach-Sturm, überbrachte den beiden Ortsgruppenvorsitzenden Barbara Engelhardt (Altdorf) und Angelika Thomas (Ergolding) die Glückwünsche und den Dank der Kreisgruppe für die seit 20 Jahren von den beiden Ortsgruppen geleistete Naturschutzarbeit. Eine besondere Note bekam das Sommerfest durch den Besuch von Professor Dr. Hubert Weiger. In einer kurzen Ansprache hob der BN-Landesvorsitzende und BUND-Bundesvorsitzende die Aktivitäten der Kreisgruppe Landshut und ihrer Ortsgruppen im Natur-, Arten-, Landschafts- und Umweltschutz sowie auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und des ökologischen Landbaus lobend hervor. Diese Aktivitäten seien sehr wichtig, denn immer noch sei der Bodenverbrauch durch Infrastrukturmaßnahmen sehr hoch, der Rückgang von Tier- und Pflanzenarten setze sich vor allem auf der intensiv bewirtschafteten Feldflur fort und die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke werde wieder vehement gefordert. In diesem Zusammenhang wies Weiger auf den enormen Landverbrauch und die Naturzerstörung durch die Autobahn B 15 neu hin und forderte den Ausstieg aus der gefährlichen Atomenergie und damit das Ende der Produktion des hochgiftigen Atommülls, der nachkommende Generationen über Tausende von Jahren belasten werde. Hubert Weiger versäumte es auch nicht, persönlich und in Vertretung des BN-Landesvorstandes dem stellvertretenden Kreisgruppenvorsitzenden Paul Riederer nachträglich zu seinem 80. Geburtstag zu gratulieren und ihm für seinen langjährigen Einsatz für Natur und Umwelt zu danken.