MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Jahresprogramm 2017

Liebe Mitglieder, Förderer und Interessierte der BUND Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg,

mit nachfolgendem Link werden Sie mit unserem Jahresprogramm 2017 verbunden: --> Jahresprogramm 2017

Realschüler bauen Fußtastpfad

Zum Schluss musste der neu angelegte Fußtastpfad natürlich auch ausprobiert werden.

Vilsbiburg: Gemeinsam mit der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg haben Schülerinnen und Schüler der MINT-Klasse 5f am neu gestalteten Schulteich der Realschule einen Fußtastpfad eingerichtet.

Fußtastpfade oder Barfußpfade sind Gehstrecken auf denen Kindern und Erwachsenen durch Barfußlaufen über verschiedene Naturmaterialien wie Sand, Steine, Rindenmulch ein besonderer Reiz vermittelt, der Tastsinn der Füße wieder in das Bewusstsein gerufen und die Bewegungskompetenz gefördert werden soll. Diese Pfade gibt es in unterschiedlichsten Größen und Ausführungsformen.

Der Fußtastpfad der Realschule ist etwa 10 Meter lang und besitzt einen Rahmen aus gefrästen Rundholzstangen. Diesen Rahmen hatte die BN Ortsgruppe aus einheimischem Holz bereits vormontiert, sodass die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Elemente nur noch zusammenschrauben mussten. Zum Füllen der einzelnen Felder hatten die Realschüler bereits Fichtenzapfen gesammelt und auch Rindenmulch wurde mit einer Schubkarre herangeschafft. Die restlichen Abschnitte sollen noch mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Kieselsteine und Moos ausgelegt werden.

Der Bund Naturschutz bedankte sich bei Realschülern

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit Dagmar Hufnagl, Rektor Klaus Herdl und Stefan Englbrecht vom Bund Naturschutz

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte die Realschule, um sich auch heuer wieder bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich an der Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt haben. Stefan Englbrecht, BN-Ortsgruppenvorsitzender freute sich über ein sehr gutes Sammelergebnis.

Englbrecht erläuterte, dass der Bund Naturschutz (BN) mit dem Geld Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffe und erhalte. So werde die BN-Ortsgruppe im Herbst noch drei Hecken pflanzen. Feldhecken gehören zu den artenreichsten Biotopen. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung für Kleintiere, Vögel und Insekten und verbessern das Kleinklima in der Landschaft. Auf einer Trockenwiese bei Großmaulberg wachsen sehr viele Wildblumen, die den Insekten Nahrung bieten. Dieser Artenreichtum soll erhalten werden. Deshalb lasse die Ortsgruppe das Grundstück dieses Jahr wieder im Sommer und im Herbst, jeweils nach der Blühphase mähen und das Mähgut umweltgerecht entfernen. Auch das BN-eigene Feuchtbiotop in Dornau muss heuer wieder gemäht werden, und es ist in Planung, das Amphibienlaichgewässer auf dem BN-Grundstück eventuell ausbaggern zu lassen; der Wasserstand dort ist schon sehr niedrig.

Aber auch bayernweit wird das Geld verwendet. Es werden damit beispielsweise ökologisch wertvolle Grundstücke wie Moorflächen, Feucht- und Trockenstandorte gekauft, wie sie zum Beispiel noch im „Grünen Band“, der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorkommen.

Brigitte Englbrecht, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich ebenso bei den Schülern, aber auch bei den Lehrkräften Dagmar Hufnagl, Birgit Fritsch, Gabriele Mair und Charina Cramer, und ebenso bei Rektor Klaus Herdl für die Unterstützung. Englbrecht hatte für alle Sammler kleine Geschenke mitgebracht. Die bei der Aktion erfolgreichsten Schüler erhielten je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird. Dies wurde von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert.

Naturkundliche Wanderung im Werdenfelser Land

Mitglieder der Bund Naturschutzgruppe Vilsbiburg und der Alpenvereinssektion Gangkofen trafen sich bei Murnau am Staffelsee mit Manfred Kienberger. Anschaulich erklärte er die geologischen Besonderheiten des Alpenvorlandes, das von eiszeitlichen Gletschern geprägt wurde. Das Murnauer Moos weist nicht nur die typischen Feucht- und Torfwiesen auf, sondern im kleinräumigen Wechsel wachsen auf Schotterflächen auch Trockenheit liebende Pflanzen.Bei Farchant wurde man bergsteigerisch gefordert, um zu einer herrlich lila blühenden Sumpfgladiolenwiese zu gelangen. Um die drohende Verbuschung zu verhindert, wird der steile Hang von Ehrenamtlichen jedes Jahr mit der Sense gemäht.Letzte Station des Tages waren Mähwiesen in Kranzbach bei Elmau. Die Bauern haben sich verpflichtet die bunten Blumenwiesen erst nach der Blüte zu mähen. Manfred Kienberger erklärte den Teilnehmern wie die Schutzzäune und Polizeiwege beim letztjährigen G-20 Gipfel in Elmau angelegt wurden, um die wertvollen Natura 2000 Flächen zu schonen. Die Wanderer hatten tatsächlich den Eindruck von unberührter Natur.

Blumenwanderung auf den Seeberg

Bei herrlichem Sommerwetter unternahmen Mitglieder der Bund Naturschutzortsgruppe Vilsbiburg und der Alpenvereinssektion Gangkofen eine Bergtour von Bayrischzell aus aufden 1538 m hohen Seeberg. Nach zweieinhalb Stunden Aufstieg durch Bergwald und über Almwiesen wurde man durch eine grandiose Rundumsicht vom Alpenvorland bis in die schneebedeckten Hohen Tauern und natürlich auch mit einer ausgiebigen Gipfelbrotzeit belohnt.Ziel der Wanderung war jedoch nicht nur das Gipfelkreuz sondern vor allem das Kennenlernen der zahlreichen Alpenblumen am Wegesrand. Achim Grünewald erklärte den Teilnehmern nicht nur die Namen der verschiedenen Pflanzen sondern auch welche Standorte sie bevorzugen und so manche Geschichte über Giftigkeit oder Heilkraft.Highlights waren die verschiedenen Orchideenarten wie Vogelnestwurz, Geflecktes und Stattliches Knabenkraut, Weiße Waldhyazynthe und Rotes Waldvögelein.Die Wanderer waren begeistert über die bunten Blumenwiesen, die es so in unserer intensiv genutzten Agrarlandschaft leider nicht mehr gibt.

Bund Naturschutz Vilsbiburg informierte sich beim Kreisfischereiverein

Lebensraum Vils

Vilsbiburg: Kürzlich trafen sich Mitglieder des BN Ortgruppe-Vilsbiburg am Färberanger mit dem 1. Vorsitzenden des KFV Vilsbiburg Martin Jarosch und einigen Vorstandsmitgliedern, um etwas über die Aktivität des Vereins und den „Lebensraum Vils“ zu erfahren.

„Das Problem der Fische ist, dass sie weder gesehen, noch gehört werden. Ihr Lebensraum liegt meist im Verborgenem und ist stark gefährdet“, so Jarosch. Er betonte, dass nicht das Fischerfest die Hauptaufgabe des KFV sei, sondern die Hege und Pflege ihres anvertrauten Wassers. Am Beispiel der Nase, eine Art, die vom Aussterben bedroht ist, zeigte er auf, wie viel Arbeit der Verein zum Schutz dieses Fisches steckt. Das Problem dieser Fischart ist, dass ihre Laichgründe mehr und mehr verschwinden und sich die Art nicht mehr reproduzieren kann.

Neben der ganzjährigen Fangschonung werden Laichmöglichkeiten durch Freilegung von Kiesbänken (mit Hilfe der FF Vilsbiburg) geschaffen. Zudem versuchen Spezialisten des Vereins jedes Jahr in der Laichzeit der Nase Anfang April Männchen (Milchner) und Weibchen (Rogener) zu fangen, sie „abzustreifen“ und in einem komplizierten Verfahren Fischbrut (tausende von kleinen Nasen) heran zu züchten. Was auch in den letzten Jahren erfolgreich gelang. Um die Verlandung der Vils, so meinte der Vorsitzende, einzuschränken, kann nur das Wasserwirtschaftsamt Landshut durch Anträge informiert werden und dann ist auf Entlandungsmaßnahmen zu hoffen, sofern Geld da ist. Tatsächlich müsse aber die Ursache bekämpft werden und der Bodeneintrag in die Gewässer verhindert werden, so ist z.B. im Bereich des Balkspitzes die Vils noch knapp 30cm tief. In anderen Bereichen sieht es nicht besser aus.

Fischtreppen an den Wehren für den freien Durchzug der Fische wurden in den letzten Jahren zwar geschaffen, scheinen jedoch nur bedingt geeignet zu sein und können ein durchgängiges Gewässer nicht ersetzen. Ein Abstieg der Fische ist praktisch nicht möglich.

Abschließend wurde noch der Fischereilehrpfad an der Buja-Allee begangen. Die hier im Zuge der Hochwasserfreilegung durchgeführten Maßnahmen sind effektiv. Die Gruppe konnte beobachten, wie sich z.B. die Fischbrut in den Ruhezonen zurückzog.

Der 1.Vorstand Stefan Englbrecht der BN-Ortgruppe-Vilsbiburg bedankte sich für den interessanten und kurzweiligen Nachmittag.

Quellenangabe: Kreisfischereiverein Vilsbiburg

Frösche, Molche und Kröten

Stefan Englbrecht zeigt den interessierten Kindern die Tiere
Jedes Kind freute sich auf die vielen Frösche, Molche und Kröten.

Kinder mit Eltern gingen auf Entdeckungstour

 

 

Vilsbiburg. Zusammen mit der Volkshochschule organisierte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe heuer wieder eine Führung am Amphibienschutzzaun in Dornau für Kinder und Eltern, die mehr über die interessanten Lurche wissen wollten. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe, hatte einige Tiere am Zaun vorab eingesammelt, und wusste den aufmerksamen Kindern viel über die Lebensweise der Tiere zu erzählen. Die Erdkrötenmännchen, die eines der Weibchen ergattern, halten sich fest und lassen sich huckepack vom Winterquartier zu den bis zu vier Kilometer entferntem Laichgewässer tragen. Amphibien kehren im Frühling zum Eierlegen immer zu ihrem Geburtsort zurück. Teichmolche haben Punkte auf dem Bauch, der Bauch der seltenen Bergmolche ist leuchtend orange und die Tiere sind etwas größer. Grasfrösche sind durch ihre klarere Körperform leicht von den Erdkröten zu unterscheiden. Sie haben lange Hinterbeine und können gut springen - die Springfrösche springen noch weiter, bis zu zwei Meter. Die Haut der Amphibien ist sehr dünn und lässt leicht Giftstoffe durch, was den Tieren schaden kann. Der Bund Naturschutz stellt in jedem Frühjahr sogenannte Schutzzäune auf, damit die Tiere keine Möglichkeit haben, auf die Straße zu gelangen. Sie sind durch die niedrigen Lufttemperaturen noch kalt und träge und würden bei ihren nächtlichen Wanderungen auf den verhältnismäßig warmen Straßen sitzen bleiben. Täglich müssen nun die Frösche, Molche und Kröten aus den eingegrabenen Eimer entnommen werden. Sie werden gezählt und an ihr Gewässer gebracht.

In der Nacht vor der Führung hatte es geregnet und die Temperaturen waren im Plusbereich. Das war ideales Wanderwetter und entsprechend viele Lurche waren unterwegs. Die Kinder und Eltern gingen an den Zaun auf Entdeckungstour und hatten über eine Stunde zu tun, die Tiere in den Eimern genau anzusehen und heraus zu nehmen. Gemeinsam ging es dann über die Straße und die Kinder durften die Frösche, Molche und Kröten eigenhändig ins Gewässer setzten.

 

 

Lebensraum für den Wiesenknopf erhalten

Biotoppflegearbeiten beim Bund Naturschutz bei Leberskirchen

Vilsbiburg. Jedes Jahr im Sommer blüht der Wiesenknopf auf dem BN-eigenen Feuchtwiesengrundstück bei Leberskirchen. Der Wiesenknopf ist eine Blume, die heute nur noch selten zu finden ist; ohne sie kann der Wiesenknopf-Ameisenbläuling, ein auf diese Pflanze spezialisierter Schmetterling nicht überleben. Bei der letzten Begehung des Grundstücks stellte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe fest, dass wieder Biotoppflegearbeiten notwendig sind. Der Zahn der Zeit hatte gearbeitet; ein paar alte Weiden waren abgebrochen und auf die Feuchtwiese gestürzt. Engagierte Ortsgruppenmitglieder trafen sich daraufhin und beseitigten die umgestürzten Stämme, damit der Lebensraum des Wiesenknopfes auch dort erhalten bleibt und einer Ausbreitung von Schilf und Indischem Springkraut vorgebeugt wird. Im angrenzenden Feuchtgebiet befinden sich wertvolle Tümpel für Amphibien, umgeben von reichlich Gehölz aus Weiden und Erlen.

Zur Quelle der Großen Vils

Foto (Nick Gornicky)

Winterwanderung des Bundes Naturschutz

Vilsbiburg: Kürzlich machte sich die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe auf, die Quelle der Großen Vils zu finden. Ab Hörgersdorf im Landkreis Erding begaben sich die interessierten Teilnehmer zu Fuß an der noch recht schmalen Vils aufwärts Richtung Quelle. Es lag frischer Schnee und machte die Landschaft reizvoll. Immer wieder kreuzten Spuren von Rehen, Raben und Hasen. Sogar die Spur eines Fuchses wurde entdeckt. Unterwegs überraschte die Wanderer noch ein Schneegestöber dann war das Ziel erreicht: zwei Weiher. Sie liegen bei Seeon in der Gemeinde Lengdorf und waren umgeben von reichlich Uferbewuchs. Der obere war trocken gefallen und mit Schilf bewachsen. Beim Hineingehen fanden die Wanderer kleine Wasseraustritte, diese bilden den Ursprung der Großen Vils. Nach kurzem Aufenthalt waren sich die Aktiven einig: man wohne zwar im Raum Vilsbiburg, die Quelle des Heimatflusses hatten sie jedoch heute zum ersten Mal gesehen.

Jahresrückblick 2016

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg,

mit nachfolgendem Link wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten der Ortsgruppe im Jahr 2016 geben --> Jahresrückblick 2016

Realschüler erhalten Obstbäume und Sträucher

Aktive Schüler mit Konrektorin Silke Schöpf (links), Lehrerin Birgit Fritsch (rechts) und Stefan Englbrecht vom BN

Erfolgreiche Sammelaktion ermöglicht dem BN Heckenpflanzung und Biotoppflege

Vilsbiburg; November 2016. Für neunzehn Schülerinnen und Schüler der Realschule Vilsbiburg brachte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg einen jungen Obstbaum oder Strauch als Dankeschön vorbei. Die Schüler waren bei der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz in Bayern die Eifrigsten und Erfolgreichsten, die Pflanzen sind zum Einpflanzen in den eigenen Garten gedacht. Die Schüler hatten die Wahl zwischen einem Apfelbaum, Birnbaum, Schmetterlingsflieder und Johannisbeerstrauch. Stefan und Brigitte Englbrecht von der Ortsgruppe erklärten, dass mit den Geldern heuer bereits eine Hecke gepflanzt wurde, und sie spät im Herbst mehrere Wiesen mit Wildblumen mähen hat lassen. Dadurch wird es den Blumen ermöglicht, im nächsten Jahr wieder reichlich aus zu samen, und die Hecke bietet Nahrung und Unterschlupf für Insekten, Vögel beziehungsweise Kleintiere. Der besondere Dank galt auch den Lehrern und der Schulleitung, die die Sammelaktion unterstützt hatten.

Bund Naturschutz pflanzte Feldhecke

Für 2017 wieder auf Suche nach geeignetem Grundstück

 

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe pflanzte auch heuer wieder eine Feldhecke, diesmal in der Nähe von Dietelskirchen. 80 einheimische Sträucher setzte sie zusammen mit dem Grundstückseigentümer in den Boden, darunter Pfaffenhütchen, Stachelbeere, Kreuzdorn und Traubenholunder. Der notwendige Wildschutzzaun wurde ebenfalls errichtet. Feldhecken zählen zu den wertvollsten Biotopen unserer heimischen Natur. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Zur Blütezeit im Frühjahr werden zahlreiche Insekten angelockt, die bunten Früchte im Herbst sind bei den Vögeln heiß begehrt. Daneben verbessern Feldhecken das Kleinklima und schützen die Umgebung vor Wind und dadurch auch vor Erosion auf angrenzenden Äckern.

Seit Jahren zählt das Anpflanzen von Hecken und Streuobstwiesen zur Herbsttätigkeit der BN-Ortsgruppe, und deshalb ist sie für nächstes Jahr wieder auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück. Interessierte Grundstückseigentümer können sich bei der Ortsgruppe unter Telefon 08741/8566, oder unter b.s.englbrecht@gmx.de melden. Da die Anpflanzung von Hecken oder Streuobstwiesen über das Landschaftspflegeprogramm gefördert werden können, entstehen für den Grundstückeigentümer keine Kosten. Die BN-Ortsgruppe übernimmt die Antragstellung, besorgt das Pflanz- und Zaunmaterial, und hilft mit bei der Pflanzung.

BUND-Naturschutz verschenkte Blumen

Beim „Markt für Genießer“ am Tag der Regionen in Johannesbrunn

Johannesbrunn. Zum zweiten Mal schon fand in Johannesbrunn der „Tag der Regionen“ statt, diesmal anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des wieder eröffneten Klosters.

Der BUND Naturschutz wollte an diesem Tag auf die Bedeutung von einheimischen Wildblumen hinweisen. Ob Heide-Nelke, Tauben-Skabiose oder Frühlings-Platterbse, Wildblumen sind Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten, Schmetterlinge, Honig- und Wildbienen, und sie sind schön anzusehen. Die BUND-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg hatte am Tag der Regionen selbst gezogene Wildblumen dabei, sechzehn verschiedene Arten, und an interessierte Besucher verschenkt, um sie in den eigenen Garten zu pflanzen. Wildbienen & Co. finden heutzutage nicht mehr genug Wildblumen in der Natur, und mit dieser Aktion sollte diese Problematik bewusst gemacht und den Insekten geholfen werden.

Der Bund Naturschutz bedankte sich bei Realschülern für Sammelaktion

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit den Lehrkräften, dem Rektor, und Stefan und Brigitte Englbrecht vom Bund Naturschutz

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte die Realschule, um sich bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich heuer an der Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt haben. Stefan Englbrecht, BN-Ortsgruppen-vorsitzender freute sich über ein sehr gutes Sammelergebnis.

Englbrecht erläuterte, dass der Bund Naturschutz mit dem Geld Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und erhalten möchte, und somit auch die Lebensgrundlagen des Menschen. So solle heuer eine Hecke im Raum Dietelskirchen gepflanzt werden. Feldhecken gehören zu den artenreichsten Biotopen, so Englbrecht. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung für Tiere, die auf dem Boden, aber auch in den Sträuchern leben. Eine Trockenwiese bei Großmaulberg, wo jedes Jahr überaus viele Wildblumen blühen, lasse die Ortsgruppe diese Jahr zweimal mähen, damit sie als Nahrungsquelle für Wildbienen und weitere Insekten erhalten bleibe, und auch das BN-eigene Feuchtbiotop in Dornau, das Lebensraum für eine Vielzahl von Amphibien, Insekten und Vögeln sei, lasse die Ortsgruppe heuer wieder pflegen.

Auch in der Umweltbildung sei die Ortsgruppe aktiv, so Englbrecht. So werden jedes Jahr für interessierte Bürger zum Beispiel Vorträge zu Umweltthemen, und Exkursionen in die Natur angeboten.

Aber auch bayernweit wird das Geld verwendet. Es werden damit zum Beispiel ökologisch wertvolle Grundstücke wie Moorflächen, Feucht- und Trockenstandorte gekauft, wie sie zum Beispiel noch im „Grünen Band“, der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorkommen.

Brigitte Englbrecht, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich ebenso, aber auch bei den Lehrkräften Hufnagl, Mair, Fritsch, Felbinger, Wiethaler und bei Rektor Herdl, die die Aktion unterstützt haben. Sie hatte für alle Sammler kleine Geschenke mitgebracht. Die bei der Aktion erfolgreichsten Schüler erhielten von Englbrecht je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird. Dies wurde von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert.

Blumenwanderung auf den Spitzstein

Christiane Altmanshofer, Christl, Achim, Otto Thalhamer, Brigitte und Stefan Englbrecht, Egon Pentlehner, Renate Holzner, Ingrid Krekel (von links)
Brandknabenkraut

Vilsbiburg. Bei schönem Bergwetter wanderten elf Mitglieder der Bund Naturschutzgruppe Vilsbiburg und der Alpenvereinssektion Gangkofen von Sachrang aus auf den Spitzstein.Der Spitzstein im Chiemgau ist bekannt für seinen Blumenreichtum. So konnte Achim Grünewald die Wanderer links und rechts vom Weg auf zahlreiche Blumen und ihre Eigenarten aufmerksam machen.Besonders begeisterten die verschiedenen Orchideenarten wie Geflecktes Knabenkraut, Männliches Knabenkraut, Pyramidenorchis und Brandknabenkraut.

Alles über den Teichmolch

Die Kinder waren eifrig bei der Sache.

Kinder aus Geisenhausen gingen auf große Entdeckung

Vilsbiburg/Geisenhausen. Die Bund-Naturschutz-(BN)-Kinder der Kindergruppe Geisenhausen waren auf Besuch bei der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg. Sie wollten heuer Molche, Kröten und Frösche über die Straße tragen und trafen sich mit der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg am Amphibienschutzzaun in Dornau.

Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe Vilsbiburg hatte vorweg einige der Lurche als Anschauungsmaterial eingesammelt und erzählte vieles zur Biologie der Tiere. Erdkrötenmännchen sind bis zu acht Zentimeter lang, die Weibchen deutlich größer. Sie habe einen gedrungenen Körper, eine braungefleckte, aber nicht glitschige Haut, Schwimmhäute zwischen den Zehen, ein breites Maul und Augen mit gelben Pupillen.

Der Körper des Teichmolches ist ungefähr fünf Zentimeter lang, der Schwanz seitlich zusammengedrückt, die glatte Haut an der Oberseite bräunlich, der Bauch ist orangefarben mit dunklen Tupfen. Ein anderer, etwas größerer dunkler Molch war ein Bergmolch. Auch er hat einen orangefarbigen Bauch, jedoch mehr knallfarbig und keine Tupfen, und Schwimmhäute an den Füßen.

Grasfrösche haben eine bräunliche, glatte Haut und lange Hinterbeine, Springfrösche können mit ihren sehr langen Hinterbeinen bis zu zwei Meter weit springen.

Nach anfänglicher Scheu nahmen die Kinder die Tiere in die Hand, um sie ganz genau zu betrachten und kennen zu lernen.

Die Lurche machen sich jedes Jahr im Frühling meistens nachts auf einen bis zu mehreren Kilometern weiten Marsch zu dem Gewässer, wo sie geboren wurden, erzählte Englbrecht weiter. Dort legen sie ihre Eier ab und kehren danach zurück in Wald und Feld bis zum nächsten Frühjahr. Es gibt fast zehnmal so viele Erdkrötenmännchen wie Weibchen. Die Männchen vertreiben mit einem Piepton andere Rivalen, wenn sie auf die Weibchen klettern und sich huckepack tragen lassen.

Bei ihrer Wanderung müssen die Amphibien, wie man die Lurche auch nennt, eine für sie lebensgefährliche Straße überqueren. Deshalb stellen Mitglieder des Bundes Naturschutz jedes Jahr entlang des Straßengrabens einen Amphibienschutzzaun auf. Die Lurche fallen dabei in die eingegrabenen Eimer, aus denen sie jeden Morgen befreit und über die Straße getragen werden.

An diesem Vormittag gingen die Kinder aus Geisenhausen den Straßengraben entlang und holten die Tiere aus den Eimern. Danach entließen sie die Tiere in den Teich. Sofort vergruben sich die Tiere im Schlamm oder schwammen davon. In den nächsten Wochen kann man die Eier sehen, etwas später Kaulquappen beobachten, und in einigen Wochen kleine Kröten, Frösche und Molche.

„Laudato si“ – ein hochaktuelles Thema am gemeinsamen Bildungsabend der kirchlichen Vereine mit dem Bund Naturschutz

Beate Eichinger referierte zur Enzyklika "Laudato Si"

Vilsbiburg. Es war keine leichte Kost, die den Zuhörern am Dienstagabend im gut gefüllten Pfarrsaal geboten wurde: Die Theologische Referentin und Umweltbeauftragte der Diözese Regensburg, Diplomtheologin Beate Eichinger, führte in die Ökoenzyklika“ Lauda si“ von Papst Franziskus ein, in der er ein radikales Umdenken aller Verantwortlichen dieser Welt, aber auch jeden Einzelnen für einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung fordert.

Der Papst nahm den heiligen Franz von Assisi als eine Art Leitbild für seine Enzyklika, „da dieser der Patron all derer ist, die im Bereich der Ökologie forschen und arbeiten und die Liebe und Sorge um die Schöpfung und die Gerechtigkeit gegenüber den Armen als Motivation für ihr Tun sehen“, sagte die Referentin einleitend. Sie wies darauf hin, dass die Enzyklika auf der Soziallehre der Kirche basiere, der Papst sich aber auch auf die Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Forschung und deren Erkenntnisse stütze. Er analysiere zum Teil mit harten Worten, warte aber auch mit positiven Visionen auf.

Der Papst spricht von der Sorge „um unser gemeinsames Haus“ er wendet sich damit an die ganze Menschheitsfamilie, die er in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung dieses Planeten vereinen wolle. „Die Enzyklika will die Welt aufwecken“ sagte die Referentin.

Mit diesem Dokument sei dem Papst ein großer Wurf gelungen, allein das weltweite Medieninteresse zeuge davon. So nenne die britische Zeitung“ Guardian“ die Enzyklika das erstaunlichste Papier eines Papstes in den letzten hundert Jahren. Der Befreiungstheologe Leonardo Boffo spreche von einem „poetisch couragiertem Dokument, das über die katholische Kirche hinaus zu jedem Erdenbürger spreche.

Der Papst verabschiede sich eindeutig von der neuzeitlichen Interpretation des Schöpfungsberichtes:“ Macht euch die Erde untertan“. Er setze an die Stelle des Paradigmas „der Mensch als Herrscher“ die universelle Geschwisterlichkeit mit allen Mitgeschöpfen.  Damit rücke der Papst die Armen ins Zentrum, die ökologische Umwelt werde zur ökologischen Mitwelt. Nach seinen Worten seien die Güter der Erde im Wesentlichen ein gemeinsames Erbe, dessen Früchte allen zu Gute kommen müssten, da Gott die Welt für alle erschaffen habe. So schreibt er:“ Die Atmosphäre kann nicht den Reichen gehören, die sie als Abfallhalde benutzen, sie ist vielmehr ein gemeinsames Gut.“ Wasser könne nicht privatisiert werden, da es ein Menschenrecht für alle sei. Papst Franziskus kritisiert mit harten Worten eine kapitalistische Marktwirtschaft, die das Privateigentum heilig spreche und die Kosten den Ärmsten und der ökologischen Mitwelt aufbürde. Er prangert die Wegwerf-Kultur an und ruft zum schrittweisen Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl auf und betont die wichtige Rolle von dezentralen Lösungen  in Bezug auf die Energiewende.

Zugleich fordert er eine Reform der Landwirtschaft, um Armuts-und Umweltprobleme gemeinsam zu bekämpfen.

Beate Eichinger, die schon als Jugendliche im Bund Naturschutz und in der kirchlichen Jugendarbeit für die Bewahrung der Schöpfung eingetreten ist, beeindruckte mit ihrer Kompetenz und ihrer Begeisterung für dieses richtungsweisende Dokument des Papstes .Sie wünscht sich, dass sich nicht nur die Umweltverbände mit diesem Thema auseinandersetzen, sondern dass  jeder Einzelne die Gedanken des Papstes in seinem eigenen Leben umsetzt.

In einer lebhaften Diskussion griffen die Teilnehmer die Anregungen des Papstes auf und kritisierten den zerstörenden Umgang der heutigen Menschen mit ihrer Umwelt. Stefan Englbrecht  dankte im Namen aller Teilnehmer für den informativen Vortrag. Die Referentin fasste noch einmal die Gedanken des Papstes zusammen, die zur Veränderung des Lebensstils jedes Einzelnen aufrufen:“ Wenn wir weiterhin diese Politik machen, so wirtschaften und konsumieren, überhören wir nicht nur den Schrei der Armen, sondern auch den der Erde – und zerstören sie.“

Quellenhinweis: Autorin Martha Berger

Jahresrückblick 2015 und Jahresprogramm 2016

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg,

im Folgenden wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten der Ortsgruppe im Jahr 2015 geben.

Naturschutzarbeiten:

-        Aufbau von Amphibienschutzzäunen in Dornau, Hochreit und Leberskirchen. Viele freiwillige Helfer sammelten Erdkröten, Grasfrösche, Laubfrösche, Springfrösche, Berg- und Teichmolche täglich aus den Eimern und trugen sie über die Straße. Insgesamt konnten so etwa 3879 Amphibien sicher ihre Laichgewässer erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es etwa 1000 Tiere weniger.

-        Begründung einer Streuobstwiese.

Bildungsangebote und Exkursionen:

-        Besuch des Naturkundemuseums in München. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

-        Vortrag „Energiewende 2015“ von Dr. Herbert Bartel, dem Energiereferenten des BN Bayern, zusammen mit dem Klimaschutzmanagement Vilsbiburg.

-        Amphibienführung in Dornau für Familien. An diesem Tag waren viele Amphibien in den Eimern.

-        Vorstellung heimischer Amphibien in der Mittelschule und in der Realschule.

-        Beobachtung von Wasservögeln am Vilsstausee. Die Anfahrt fand mit dem Vilsbiburger Elektroauto statt.

-        Exkursion zur „Vogelfreistätte Unterer Inn“ gemeinsam mit dem DAV Gangkofen. Die Leitung hatte Rudolf Tendler von der Unteren Naturschutzbehörde Rottal-Inn. Besichtigt wurde ein ehemaliger Acker, der zu einer üppig blühenden Orchideenwiese umgewandelt wurde.

-        Moorwanderung Kendlmühlfilzen im Chiemgau und Wasservogelbeobachtung in der Hirschauer Bucht am Chiemsee.

-        Besichtigung des Trockenhanges der Biogärtnerei Degenbeck.

-        Besichtigung einer Blumenwiese in Derndlmühle.

-        Bergwanderung zum Blumenberg Blaser im Gschnitztal gemeinsam mit dem DAV Gangkofen mit Übernachtung in der Blaserhütte.

-        Radwanderung am Vilstalradweg.

Haus- und Straßensammlung des BN:

-        Sammlung durch Mitglieder der Ortsgruppe.

-        Sehr erfolgreiche Sammlung durch Schüler der Realschule. Als Dank erhielten die erfolgreichsten Sammler Obstbäume oder Sträucher für den Hausgarten.

Naturschutzabende:

-        Monatliche Treffen im Nebenzimmer der Gaststätte Lilit`s im Tennisheim. Besprochen wurden unter anderem anstehende Naturschutzarbeiten, aktuelle Entwicklungen, die jährliche Pflege eines Trockenhanges und einer Feuchtwiese, Planungen der Exkursionen, Naturbeobachtungen im Raum Vilsbiburg.

-        Jahreshauptversammlung mit Wahlen. Stefan Englbrecht wurde als erster Vorsitzender und Günter Ehr als zweiter Vorsitzender und Kassenwart bestätigt, Christl Grünewald wurde neue Schriftführerin. Wir danken den bisherigen Schriftführern Josef Wirthmüller und Konrad Fischer für ihre geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren.

Wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit ist die Begründung neuer Biotope und Pflegemaßnahmen der bestehenden wertvollen Flächen. Wir bitten unsere Mitglieder, Förderer und Freunde, sowie interessierte Nichtmitglieder um aktive Teilnahme bei der einen oder anderen Aktion. Interessenten können sich bei Stefan Englbrecht oder am Naturschutzabend melden. Sie werden sehen, es macht Spaß, in unserer Gruppe dabei zu sein. Selbstverständlich stehen alle Veranstaltungen, Exkursionen und Treffen auch Nichtmitgliedern offen.

Bitte lesen Sie unser Jahresprogramm 2016.

Wir hoffen, Ihnen auch im Jahr 2016 ein abwechslungsreiches, interessantes und lehrreiches Programm anbieten zu können. Neben den praktischen Naturschutzarbeiten werden wir Exkursionen in die nähere und weitere Heimat durchführen, um Pflanzen, Tiere und Landschaften kennen zu lernen. Im März errichten wir Amphibienschutzzäune in Hochreit, Dornau und Leberskirchen. Als weitere Arbeiten planen wir Heckenpflanzungen, das Anlegen von Tümpeln, Aufhängen und Kontrolle von Nistkästen und Biotoppflegemaßnahmen.

Bücherliste der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg

Die Bücher können bei Günter Ehr, Telefon 08741-4435, ausgeliehen werden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Bund Naturschutz.

Bund Naturschutz pflanzte Feldhecke

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe pflanzte auch heuer wieder eine Feldhecke, diesmal bei Oberhaarbach. 60 einheimische Pflanzen setzte sie zusammen mit dem Grundstückseigentümer in den Boden, darunter Pfaffenhütchen, Weißdorn, Berberitze und Haselnuss. Der Wildschutzzaun war schon einige Wochen vorher gebaut worden.

Feldhecken zählen zu den wertvollsten Biotopen unserer heimischen Natur. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Zur Blütezeit im Frühjahr werden zahlreiche Insekten angelockt, die bunten Früchte im Herbst sind bei den Vögeln heiß begehrt. In den Sträuchern und auf dem Boden finden sich Käfer, Wildbienen und Schmetterlinge sowie selten gewordene Vogelarten wie das Rebhuhn und der Neuntöter. Daneben verbessern Feldhecken das Kleinklima und schützen die Umgebung vor Wind und dadurch auch vor Erosion auf angrenzenden Äckern.

Die Ortsgruppe hofft, durch die Pflanzung wieder einen kleinen Beitrag dafür geleistet zu haben, dem Schwund der Artenvielfalt in der Landschaft entgegenzutreten.

Der Bund Naturschutz sagte Dank

Dreizehn Schülerinnen und Schüler der Realschule erhielten heuer von der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe einen Jungbaum oder -strauch als Dankeschön. Sie hatten bei der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz in Bayern die besten Ergebnisse erzielt, die Pflanzen sind zum Einpflanzen in den eigenen Garten gedacht. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe erklärte, dass die gesammelten Spenden es dem Bund Naturschutz ermöglichen, unter anderem Biotop- und Artenschutzmaßnahmen durchzuführen, sowohl lokal als auch bayernweit. So wurden heuer von der Ortsgruppe bereits eine Streuobstwiese mit vierzehn Apfelbäumen und eine Hecke gepflanzt. In Dornau und Maulberg ließ sie wieder eine Feucht- beziehungsweise Magerwiese mähen, um dort die Artenvielfalt zu erhalten. Der Dank galt auch den Lehrern und der Schulleitung, die die Sammelaktion unterstützt hatten.

Für Mensch und Natur

Die Mitglieder der Bund-Naturschutz-Ortsgruppen pflanzten eine Streuobstwiese bei Oberhaarbach

Bund Naturschutz pflanzte Streuobstwiese

Vilsbiburg. Gemeinsam mit den Grundstückseigentümern pflanzte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg zusammen mit der BN-Ortsgruppe Geisenhausen bei Oberhaarbach eine Streuobstwiese. Unter fachkundiger Anleitung wurden 14 hochstämmige Apfelbäume gesetzt und dabei vor allem einheimische Obstsorten gewählt. Mit Wühlmauskörben und Einzelstammschutz wurden die Bäume gegen Verbiss unter und über der Erde geschützt.

Da Streuobstwiesen in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr aus der Landschaft verschwunden sind, möchte die Ortsgruppe Vilsbiburg nach Möglichkeit auch im nächsten Herbst gemeinsam mit einem Grundstückseigentümer eine Streuobstwiese anlegen.

Durch die einmalige Mischung aus Bäumen und Wiese sind Streuobstwiesen ein wertvolles Landschaftselement für Mensch und Natur. Dem Menschen ermöglichen sie es, einheimisches, ungespritztes Obst zu ernten, einer Vielzahl von Vögeln, Bienen, Käfern und anderen Tieren bieten sie Lebensraum sowie Nahrungs- und Brutmöglichkeiten.

Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe sucht Landwirte und Grundbesitzer, die eine Fläche für eine Pflanzung zur Verfügung stellen. Sie bietet ihre Mitarbeit an bei der Planung der Streuobstwiese und bei der Pflanzung. Eine Antragstellung auf Förderung nach den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien übernimmt die Ortsgruppe, deshalb entstehen für den Grundstückseigentümer für die Pflanzung keine Kosten.

Interessierte möchten sich beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Stefan Englbrecht, Tel. 08741/8566 melden.

Nur kleine Veränderungen an der Spitze

Der neue Vorstand: von links: Robert Meyer, Christine Grünewald, Günter Ehr, Achim Grünewald, Stefan Englbrecht, Dr. Ulrich Kaltenegger, Josef Wirthmüller, Brigitte Englbrecht, Paul Riederer

Stefan Englbrecht wurde als Vorsitzender der BN-Ortsgruppe in seinem Amt bestätigt

Vilsbiburg. Dr. Ulrich Kaltenegger und Paul Riederer, beide stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Landshut des Bundes Naturschutz (BN) besuchten die Ortsgruppe Vilsbiburg, um turnusmäßige Wahlen des Vorstandes durchzuführen. Dieser Tagesordnungspunkt ging reibungslos über die Bühne: der amtierende Vorstand wurde teils wieder in seinem Amt bestätigt, es gab nur kleine Änderungen.

Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe, gab vorab einen kurzen Rückblick über das vergangene Jahr. In jedem Jahr im Winter versucht die Ortsgruppe, einen Vortrag zu einem aktuellen Thema zu organisieren. Der Vortrag „Energiewende 2015“ füllte so im Februar den Vortragssaal. Hier war das Vilsbiburger Klimaschutzmanagement mit Georg Strasser Mitveranstalter. In gewohnter Weise führte die Ortsgruppe im Frühjahr und Sommer eine Reihe von Natur-Exkursionen durch. Interessierte Bürger und Mitglieder konnten das Naturkundemuseum in München und eine Winterwanderung am Vilstalstausee erleben, das Moor in den Kendlmühlfilzen im Chiemgau kennen lernen, und bei einer Bergwanderung auf dem Blaser reichlich Blumen bestaunen.

Großen Einsatz verlangte im März und April der Schutz der Amphibien, betonte Englbrecht weiter. Viele ehrenamtliche Helfer bauten wie schon die letzten Jahre drei Schutzzäune an Straßen entlang auf, um die Amphibien vor der Gefahr, überfahren zu werden zu schützen. Nach täglicher Betreuung der Zäune konnten schließlich 3900 Erdkröten, Frösche, Teich- und Bergmolche sicher über die Straße zu ihren Laichgewässern gebracht werden.

Zwei Wiesengrundstücke werden jährlich im Herbst gemäht, die dort vorkommenden Wildblumen können vorher aussamen. Das Mähgut wird abgefahren, der Boden bleibt dadurch mager und die Blumen sind so in ihrem Bestand gesichert; sie bieten Nahrung für zahlreiche Schmetterlinge und (Wild-)Bienen.

Nach dem Rückblick leiteten Dr. Ulrich Kaltenegger und Paul Riederer die Wahlen. Stefan Englbrecht wurde einstimmig wieder zum ersten und Günter Ehr zum zweiten Vorsitzenden gewählt, Ehr kümmert sich weiter um die Finanzen. Für das Amt des Schriftführers konnte neu Christine Grünewald gewonnen werden, zu Beisitzern wurden Robert Meyer, Achim Grünewald, Josef Wirthmüller und Brigitte Englbrecht gewählt. Riederer und Kaltenegger bedankten sich beim neuen Vorstand und den Aktiven der Ortsgruppe für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle von Menschen, Tieren und Pflanzen, und wünschten weiterhin viel Erfolg.

Anschließend machte Stefan Englbrecht auf die Biotoppflegemaßnahmen aufmerksam, die im Oktober/November 2015 stattfinden sollen: im Raum Haarbach wird eine Feldhecke und eine Streuobstwiese gepflanzt. Englbrecht hofft, dass sich wieder genügend Ehrenamtliche finden, die aktiv dabei sein wollen, dann macht Ehrenamt auch Spaß.

Wer hilft Fröschen, Molchen und Kröten?

Teichmolch

BN-Ortsgruppe sucht ehrenamtliche Helfer für den Amphibienschutz

Vilsbiburg. Auch in diesem Frühjahr schützten Bund-Naturschutz-(BN)-Mitglieder und ihre Helfer über 3800 Amphibien vor dem möglichen Straßentod, indem sie drei Schutzzäune an Straßen errichteten. Seit zwei Jahren sind zusätzlich Anwohner im Vilsbiburger Ortsteil Achldorf aktiv und stellen zwei Zäune auf, da Amphibien durch ihren Ort über die Straße zum Wasserrückhaltebecken wandern wollen. 500 bis 600 Frösche, Molche und Kröten konnten so bis jetzt vor der Gefahr des Autoverkehrs bewahrt werden.

Um die Amphibien, die in ihrem Bestand teils sehr bedroht sind, auch in Achldorf nächstes Jahr wieder retten zu können, sucht der BN schon jetzt weitere Helfer, die sich im nächsten Frühjahr bei Zaunaufbau, Zaunkontrolle und/oder Zaunabbau dort ehrenamtlich betätigen wollen. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe des BN und Christian Rieder, Koordinator der Amphibienschutzarbeiten in Achldorf, möchten schon jetzt genügend Helfer finden, damit sie planen können. Der Zaun muss wie auch an den anderen Standorten je nach Wetterlage von Ende Februar/Anfang März bis Ende März/Mitte April einmal täglich betreut werden. Ohne weitere Helfer ist die Arbeit nicht mehr zu machen, stellten Riederer und Englbrecht fest. Finden sich genug Freiwillige ein, ist der Arbeitsaufwand für jede Person nicht sehr groß. Kinder können gerne bei den Aktionen dabei sein. Nach den Erfahrungen der Naturschützer ist es für Kinder immer wieder ein Erlebnis, Frösche, Molche und Kröten näher kennen zu lernen.

Da Artenschutz alle Bürger angeht, bittet die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg somit Bürger aus Vilsbiburg und dem weiteren Raum Achldorf, sich an den Amphibienschutz-Aktionen, besonders in Achldorf nächstes Frühjahr zu beteiligen. Sie sollen sich wegen der Vorplanungen bitte bis Ende Dezember/Mitte Januar melden bei Christian Rieder, Telefon 08741-91154, bei Stefan Englbrecht unter Telefon 08741-8566, oder in der Bund Naturschutz-Geschäftsstelle in Landshut unter Telefon 0871-23748.

Bund Naturschutz sucht Kindergruppenleiterinnen oder -leiter

Vilsbiburg. Bei einem der letzten Naturschutzabende der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg wurden die beiden Kindergruppenleiterinnen Christl Grünewald und Brigitte Englbrecht verabschiedet. Ortsvorsitzender Stefan Englbrecht dankte ihnen für ihren Einsatz und betonte, die beiden hätten vor zehn Jahren die Kindergruppe gegründet, seither mit viel Engagement und guten Ideen geleitet und damit den Kindern viele schöne Erlebnisse in der Natur beschert. Nun wollen sie ihr Amt in neue Hände legen. Die BN Ortsgruppe sucht daher Frauen und Männer die Freude daran haben, einmal im Monat mit Kindern in der Natur etwas zu unternehmen. Die Unterstützung der Ortsgruppe ist selbstverständlich. Interessierte mögen sich bitte bei Englbrecht Tel.08741/8566, b.s.englbrecht(at)outlook.de melden.

Der Bund Naturschutz bedankte sich bei Realschülern für Sammelaktion

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit den Lehrkräften, dem Rektor, und Stefan und Brigitte Englbrecht vom Bund Naturschutz

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte die Realschule, um sich bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich heuer an der Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt haben. Stefan Englbrecht, BN-Ortsgruppenvorsitzender freute sich über ein sehr gutes Sammelergebnis.

Englbrecht erläuterte, dass der Bund Naturschutz mit dem Geld Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und erhalten möchte, und somit auch die Lebensgrundlagen des Menschen. So solle heuer eine Hecke und eine Streuobstwiese im Raum Haarbach gepflanzt werden. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen, so Englbrecht. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung für Tiere, die auf dem Boden, aber auch an und in Bäumen leben. Eine Trockenwiese bei Großmaulberg, die jedes Jahr überaus viele Wildblumen habe, lasse die Ortsgruppe im Herbst wieder mähen, damit sie als Nahrungsquelle für Wildbienen und weitere Insekten erhalten bleibe, und auch das BN-eigene Feuchtbiotop in Dornau, das Lebensraum für eine Vielzahl von Amphibien, Insekten und Vögeln sei, lasse die Ortsgruppe heuer wieder pflegen.

Auch in der Umweltbildung sei die Ortsgruppe aktiv, so Englbrecht. So werden jedes Jahr für interessierte Bürger zum Beispiel Vorträge zu Umweltthemen, und Exkursionen in die Natur organisiert.

Aber auch bayernweit wird das Geld verwendet. Es werden damit zum Beispiel ökologisch wertvolle Grundstücke wie Moorflächen, Feucht- und Trockenstandorte gekauft, wie sie zum Beispiel noch im „Grünen Band“, der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorkommen.

Brigitte Englbrecht, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich ebenso, aber auch bei den Lehrkräften Hufnagl, Mair, Fritsch und Felbinger, und bei Rektor Herdl, die die Aktion unterstützt haben. Sie hatte für alle Sammler kleine Geschenke mitgebracht. Die bei der Aktion erfolgreichsten Schüler erhielten von Englbrecht je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird. Dies wurde von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert.

Krötenwanderung 2015 am Amphibienschutzzaun in Dornau

Der von Isar TV produzierte nachfolgende Filmbeitrag zur Krötenwanderung an unserem Amphibienschutzzaun in Dornau zeigt eindrucksvoll die Aktivitäten der BN Ortsgruppe Vilsbiburg beim Krötenschutz.

Mit dem Elektroauto zur Winterwanderung

Vilsbiburg. Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg unternahm kürzlich eine Winterwanderung am Vilstalstausee. Vom Parkplatz an der Fischerhütte wanderten die Teilnehmer am Südufer entlang zur Einmündung der Vils. Da der Stausee noch größtenteils zugefroren war, tummelten sich an den offen gebliebenen Wasserflächen zahlreiche Wasservögel. Neben Schwänen und Gänsesägern konnten auch Mittelmeermöwe, Tafelente und Schellente gut beobachtet werden. Auf dem Rückweg entdeckten die Naturschützer noch ein paar Schwanzmeisen in einer Hecke. Für die Fahrt nach Marklkofen wurde auch das Elektroauto der Organisation E-Wald genutzt, das am Parkplatz Färberanger stationiert ist. Elektromobilität könne einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, betonte dazu Vorsitzender Stefan Englbrecht, vorausgesetzt, der erforderliche Strom werde aus regenerativen Energiequellen gewonnen. Da zudem die Anmeldung und Buchung der Autos von zuhause aus über Internet erfolgen könne, sei dies eine bequeme und kostengünstige Alternative die die Stadt Vilsbiburg Personen bietet, die nur gelegentlich ein Auto benötigen, waren sich die Naturschützer einig.

Atomkraftwerke abschalten - und abwarten

Der BUND Naturschutz vermisst in der Energiedebatte politische Visionen. Lesen Sie hierzu den Beitrag von Georg Soller aus der Vilsbiburger Zeitung vom 24. Januar 2015. >> Mehr

Quellenangabe: mit freundlicher Genehmigung durch Vilsbiburger Zeitung

Jahresrückblick 2014

Liebe Mitglieder und Freunde der Ortsgruppe Vilsbiburg,

hier ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr 2014:

Aufgrund von Schneemangel musste die geplante Skiwanderung im Januar in dieUmgebung von Vilsbiburg ausfallen. Stattdessen schlossen sich die Vilsbiburger derOrtsgruppe Velden an und besichtigten auf ihrer Wanderung nach Pauluszellverschiedene Biotope.

Im Februar zeigten wir zusammen mit dem Bauernverein Vilsbiburg den Film: “DerBauer mit den Regenwürmern“.

Im März errichteten wir wieder Amphibienschutzzäune in Dornau, Hochreit , Aichbergund zum ersten Mal auch in Leberskirchen. In Achldorf wurden auf Initiative derAnwohner ebenso erstmals zwei Zäune mit unserer Unterstützung aufgestellt undbetreut. Viele freiwillige Helfer sammelten Erdkröten, Grasfrösche, Laubfrösche,Springfrösche, Berg- und Teichmolche täglich aus den Eimern und trugen sie überdie Straße. Insgesamt konnten so 5224 Amphibien sicher ihre Laichgewässererreichen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Tiere. Mitgroßer Begeisterung beteiligte sich die Kindergruppe an der Rettung der Amphibien.Das Sammeln, Zählen und Freilassen der Tiere war auch heuer wieder ein Höhepunktim Jahresprogramm der Kindergruppe. Ende März fand zusammen mit derVolkshochschule Vilsbiburg eine Führung am Amphibienschutzzaun in Dornau statt.An diesem Tag waren viele Amphibien in den Eimern.

Johannes Selmannsberger von der Ortsgruppe Vilsheim erläuterte in seinem Vortragdie Bedrohung der Bienen durch intensive Landwirtschaft mit Maismonokulturen undEinsatz von Pestiziden bei gleichzeitigem Rückgang von blühenden Wiesen. DerVortrag wurde vom Bund Naturschutz zusammen den Imkern angeboten. Er war gutbesucht und es fand ein reger Austausch statt.

Die jährliche Bund-Naturschutz-Haussammlung mit Unterstützung der Realschulebrachte auch dieses Jahr ein erfreuliches Spendenergebnis. Die erfolgreichstenSammler der Realschule wurden mit Obstbäumen belohnt. Ihnen und den Sammlernder Ortsgruppe sagen wir Dank für ihren nicht immer leichten Einsatz.

Günter Ehr, 2. Vorsitzender der Ortsgruppe, leitete eine Vogelstimmenwanderung amZeilinger Weg, die auch im Volkshochschulprogramm angekündigt war. AlsBesonderheit konnte er auf den Gesang einer Dorngrasmücke hinweisen, die aufeiner Stromleitung singend gut zu beobachten war. Leider war das Wetter nicht sehrförderlich für die Beobachtung von Vögeln.

Gemeinsam mit der Sektion Gangkofen des Deutschen Alpenvereins fand im Maieine Exkursion zu verschiedenen Moortypen bei Lenggries statt. Die Gruppe wurde von Manfred Kienberger sachkundig und engagiert geführt. Zu sehen gab es ein Hangquellmoor, ein Niedermoor und ein Hochmoor. Herr Kienberger erklärte dieGeologie, die Entstehung der Moore, die Bedeutung für Hochwasserschutz undWasserspeicherung und die Bedrohung der Moore durch Entwässerung und landwirtschaftliche Nutzung.

Mit dem Fahrrad ging es im Juni entlang der Vils nach Velden. Es wurden einige Biotope besucht. Auch ein Besuch des Volksfestes durfte nicht fehlen. Rudi Tendler von der Unteren Naturschutzbehörde Rottal Inn führte durch das Biotopdes Landesbund für Vogelschutz am Bahndamm in Niedertrennbach. Über 3 Stunden wurden die Teilnehmer des Bund Naturschutzes und des Alpenvereins Gangkofen mit wissenswerten und spannenden Geschichten über Blumen,Schmetterlinge und vielem mehr unterhalten.

Die diesjährige zweitägige Bergtour fand gemeinsam mit dem AlpenvereinGangkofen statt. Das Ziel war die Lizumer Hütte in den Tuxer Alpen. Das Wetter meinte es nicht wirklich gut mit den Bergsteigern. Statt des geplanten Gipfels des Geiers, den wir wegen Schnee und schlechter Sicht nicht besteigen konnten, ging es auf den Hippoldstein. Es gab zwar viele Wolken, aber die meiste Zeit blieb es trocken. Mehr als hundert Pflanzen konnten entdeckt und identifizieren werden.

In der Juni-Ausgabe der Klimazeitung der Stadt Vilsbiburg wurde die Ortsgruppe vorgestellt.

Die Bootsfahrt im September musste dieses Jahr wegen ungeeignetem Wetter abgesagt werden.

Im Herbst wurde im Auftrag der Ortsgruppe auf dem BN-Grundstück in Dornau undauf einem Trockenhang bei Maulberg eine Pflegemahd durchgeführt.

Im November pflanzten fleißige Helfer der Ortsgruppe eine Streuobstwiese bei Jesendorf.

Auch 2014 ging der Protest gegen die geplante B 15 neu weiter. Es gab mehrereVeranstaltungen, bei denen die Ortsgruppe beteiligt war, wie die Gründung neuerBürgerinitiativen entlang der neuen Trasse, Entzünden von Mahnfeuern entlang derTrasse und die „Scheitelaktion“. Dabei wurden Holzscheiter gesammelt und vor das Innenministerium in München als Symbol des Scheiterns der Straßenbaupläne gekippt.

Ein besonderer Dank gilt diesmal unseren Kindergruppenleiterinnen Brigitte Englbrecht und Christine Grünewald. Sie haben vor 10 Jahren die BN Kindergruppe gegründet und seither mit viel Engagement geführt. Nun wollen sie ihre Aufgabe in neue Hände legen. Die Ortsgruppe sucht daher Frauen und Männer die Freude daran haben, einmal im Monat mit Kindern zwischen 6 und 11 Jahren etwas in der Natur zu unternehmen. Die Unterstützung der Ortsgruppe ist dabei selbstverständlich.

Wir hoffen, Ihnen auch im Jahr 2015 ein abwechslungsreiches, interessantesund lehrreiches Jahresprogramm anbieten zu können.

Wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit ist die Begründung neuer Biotope und Pflegemaßnahmen der bestehenden wertvollen Flächen. Wir bitten unsere Mitglieder, Freunde, Förderer sowie interessierte Nichtmitglieder um aktive Teilnahmebei der einen oder anderen Aktion. Interessenten können sich bei Stefan Englbrecht,1. Vorsitzenden der Ortsgruppe, oder am Naturschutzabend melden. Sie werdensehen, es macht Spaß in unserer Gruppe mitzuarbeiten. Selbstverständlich stehen alle Veranstaltungen, Ausflüge und Treffen auch Nichtmitgliedern offen.

BUND Naturschutz bedankte sich bei der Realschule Vilsbiburg für die erfolgreiche Sammelaktion 2014

Vilsbiburg. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Realschule hatten sich auch heuer wieder an der Sammelaktion des Bund Naturschutz beteiligt. Die eifrigsten von ihnen freuten sich sehr, da sie von der örtlichen BN-Ortsgruppe kürzlich 20 Jungbäume und Sträucher zum Einpflanzen in den eigenen Garten erhielten. Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei allen Beteiligten, den Schülern, den Lehrkräften und der Schulleitung für ihre Unterstützung. Er erklärte, dass die gesammelten Spenden es dem Bund Naturschutz ermöglichen, unter anderem Biotop- und Artenschutzmaßnahmen durchzuführen, sowohl lokal ais auch bayernweit. So wurde heuer von der Ortsgruppe bei Jesendorf eine Streuobstwiese angelegt, und in Dornau und in Maulberg ließ sie wieder eine Feucht- beziehungsweise eine Magerwiese mähen.

BUND Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg leistet aktiven Klimaschutz

In der "Klimazeitung Vilsbiburg Ausgabe 2/2014" wird über die BN Ortsgruppe berichtet. >> Mehr

(Quelle: „Klimazeitung Vilsbiburg Ausgabe 2/2014“)

 

 

Erfolgreichste Schüler erhalten Baum oder Strauch

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit einem Teil der Lehrkräfte, dem Rektor, und Stefan und Brigitte Englbrecht vom Bund Naturschutz

Der Bund Naturschutz bedankte sich bei Realschülern für Sammelaktion

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte wie schon die letzten Jahre die Realschule, um sich bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich heuer an der Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt haben. Stefan Englbrecht, BN-Ortsgruppenvorsitzender freute sich über ein überaus gutes Sammelergebnis.

Englbrecht erläuterte die Verwendung des gesammelten Geldes. Bayernweit werden damit beispielsweise ökologisch wertvolle Grundstücke wie Moorflächen oder Feuchtgebiete gekauft, um sie vor Zerstörung zu schützen, und als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Die Ortsgruppe verwendet die Mittel im Raum Vilsbiburg hauptsächlich für Natur- und Artenschutzmaßnahmen. Eine wertvolle Trockenwiese lasse sie regelmäßig mähen, und im Herbst plane man eine Feldhecke und eine Streuobstwiese zu pflanzen. So soll Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Das BN-eigene Grundstück bei Leberskirchen muss heuer wieder gepflegt werden, zählte Englbrecht auf. Das BN-eigene Grundstück sei ein Feuchtgebiet und Lebensraum für zum Teil schon selten gewordene Amphibien, aber auch für viele andere Tiere wie Vögel und Insekten. Auch in der Umweltbildung sei die Ortsgruppe aktiv, so Englbrecht. Zum Beispiel werden Vorträge organisiert und die BN-Kindergruppe unterstützt.

Brigitte Englbrecht, Geschäftstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich neben den Schülern auch bei den Lehrkräften Dagmar Hufnagl, Cornelia Felbinger, Birgit Fritsch und Gabriele Mair, sowie bei Rektor Klaus Herdl, die die Aktion unterstützt haben. Sie hatte für die Schüler kleine Geschenke mitgebracht und hofft, dass die Realschule den BN nächstes Jahr wieder unterstützen wird. Die bei der Aktion erfolgreichsten Sammler erhielten von Englbrecht je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird. Dies wurde von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert.

Vogelstimmenwanderung von Volkshochschule und Bund Naturschutz

Vilsbiburg: Trotz unsicherer Wetterlage folgten zahlreiche Teilnehmer der Einladung der Volkshochschule und des Bund Naturschutz zu einer Vogelstimmenwanderung. Günther Ehr, 2. Vorsitzender der BN Ortsgruppe wusste auf der Wanderung am Zeilinger Weg allerhand Interessantes über die Lebensweise der einheimischen Singvögel zu erzählen. So zum Beispiel, dass die Männchen mit ihrem Gesang ihr Revier abstecken sowie Weibchen anlocken wollen. Goldammer und Dorngrasmücke konnten auch gut beobachtet werden, andere Arten wie Mönchsgrasmücke und Zilpzalp musste Herr Ehr anhand ihrer Stimme erkennen, da sie sich im dichten Gebüsch versteckten. Günther Ehr wies auch auf die Bedrohung speziell der Wiesenbrüter Feldlerche und Kiebitz durch eine immer intensivere Landnutzung hin. Für weiter Informationen zum Thema Vogelstimmen empfahl er den neuen Vilsauenlehrpfad der Stadt Vilsbiburg zwischen Färberanger und Schwimmbad wo an einer Station auch Vogelstimmen bestimmt und geraten werden können.

Verstummt das Summen der Bienen?

Johannes Selmansberger referierte über die Ursachen des dramatischen Bienensterbens  

Vilsbiburg 11.04.2014: Die Bund Naturschutz Ortsgruppen Vilsbiburg und Geisenhausen veranstalten zusammen mit dem Imkerverein Vilsbiburg kürzlich in der Kolpinggaststätte einen sehr gut besuchten Vortrag mit dem Titel „Kann die Honigbiene überleben?“. Der Referent Johannes Selmansberger ist seit 30 Jahren aktiver Naturschützer und Imker. Zu Beginn seiner Ausführungen informierte er in einem historischen Rückblick über die Geschichte der Honigbiene, deren Nutzen für den Menschen sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen lasse. So würden 80 Prozent aller Blüten von Bienen bestäubt, davon 85 Prozent durch die Honigbiene. Aber auch die Bestäubung durch die Wildbienen sei sehr wichtig, da bei einer Kombination beider Bienenarten mit einem besseren Ertrag zu rechnen sei. Der weltweite monetäre Wert der Bestäubungsleistung durch Bienen belaufe sich derzeit auf 265 Milliarden US-Dollar, berichtete der Referent.

Ein Bienenvolk, fuhr Selmansberger fort, produziere im Jahr bis zu 300 Kilogramm Honig. Beim Honig handle es sich mit etwa 200 verschiedenen Inhaltsstoffen um ein sehr inhaltsreiches und gesundes Lebensmittel. In Deutschland ging die Zahl der Imker von 1991 bis 2012 um 10 Prozent auf 88500, die Zahl der Bienenvölker sogar um 40 Prozent auf 622000 zurück. Deutsche Imker produzierten derzeit etwa 20000 bis 25000 Tonnen Honig jährlich. Dabei handle es sich um etwa 20 Prozent des jährlichen Verzehrs in Deutschland. Der Rest werde importiert.

Das komplexe und fein abgestimmte System der Bienenvölker, fuhr der engagierte Imker fort, werde aber zunehmend durch negative Einflüsse gestört. Dies habe zu einem massiven Bienensterben geführt. Ein großes Problem aus Sicht der Imker seien die großen Mengen der in der modernen Landwirtschaft eingesetzten chemischen Unkraut-, Schädlings- und Pilzbekämpfungsmittel, welche einen schädigenden Einfluss auf die Vitalität der Bienenvölker habe. Noch nie seien so viele Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt worden wie heute.

Wenn Bienen Pollen in den Stock tragen, dann bringen sie fast immer auch Pestizide mit, so der Referent. Vor allem die immer häufiger verwendeten Neonikotinoide (Nervengifte), welche teilweise über 7000-mal giftiger seien als das längst verbotene DDT, hätten sehr negative Auswirkungen auf die Bienen, da sie selbst im kaum noch nachweisbaren Bereich tödlich für Bienen sein könnten. Die EU habe zuletzt drei dieser Giftstoffe für zwei Jahre verboten. Die betroffenen Chemiefirmen hätten aber bereits Klage gegen diese Verbote eingereicht. Auch der Wirkstoff Glyphosat, enthalten im weltweit am häufigsten eingesetzten Totalherbizid „Round up“, gelte inzwischen als sehr bedenklich. Rückstände könnten in Lebensmitteln und in menschlichen Harnproben nachgewiesen werden. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bienen seien nicht auszuschließen.

Neben der Agrochemie litten die Bienen zunehmend an einem Mangel beim Nahrungsangebot, verdeutlichte der Referent. Landschaften würden ausgeräumt, Feldraine umgepflügt oder todgespritzt, Blumenwiesen gebe es kaum noch. Die noch vorhandenen Wiesen kämen durch häufige Schnittnutzung und intensive Düngung nicht mehr zum Blühen. Selmansberger ging auch auf die Auswirkungen der Varoamilbe ein. Diese werde von den Agrochemiefirmen gerne als alleiniger Grund für das Bienensterben genannt. Die negativen Auswirkungen der Milbe seien unstrittig, so der Imker, da viele Bienenvölker aber insgesamt sehr geschwächt seien, führe heute oft schon ein deutlich geringerer Befall zum Tod eines Volkes als früher.

Anschließend stellte Selmansberger nochmals die Frage, wie die Bienen zu retten seien. Hierzu sei auf jeden Fall eine Agrarwende notwendig, stellte der Referent klar. Die durch die zunehmend industrialisierte Landwirtschaft vernichteten Lebensräume müssten zumindest teilweise zurückgeführt, blühende Flächen geschaffen, der Einsatz von Pestiziden reduziert oder durch verstärkte Umstellung auf ökologischen Landbau eine vielfältige Ackerflur erreicht werden. Die Politik sei hier gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber auch Privatpersonen könnten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bienen leisten, betonte Selmansberger. Hausgärten sollten naturnah gestaltet werden. Blumen, blühende Sträucher und Obstbäume sollten selbstverständlich sein, um den Bienen Nahrung zu geben. Der Referent beschloss seinen Vortrag mit einem Zitat von Albert Einstein: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr…”. Die abschließende lebhafte Diskussion zeigte, dass sich viele betroffene Imker unter den Zuhörern befanden.

Frosch, Molch und Kröte auf Wanderschaft

BN-Vorsitzender Stefan Englbrecht zeigt Amphibien und erzählt über ihre Lebensweise.

Gemeinsame Exkursion der Volkshochschule und des Bund Naturschutz  

Vilsbiburg 27.03.2014. Im zeitigen Frühjahr wandern die Amphibien von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern. Der Bund Naturschutz stellt jedes Jahr Schutzzäune auf, sammelt täglich die Frösche, Molche und Kröten ein und bringt sie sicher über die Strassen.

Mehrere Familien mit ihren Kindern waren der Einladung der Volkshochschule und des Bund Naturschutz gefolgt, bei der Sammelaktion einmal dabei zu sein. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe, zeigte anfangs Exemplare verschiedener Amphibienarten und erzählte über deren Lebensweise. Sie können bei der Wanderschaft zu ihren Laichgewässern bis zu fünf Kilometer zurücklegen Bei kalter Witterung sind die wechselwarmen Tiere noch träge und brauchen lange, um beispielsweise eine Straße zu überqueren. Im Laichgewässer angekommen, legen sie je nach Art ihre Eier in Form von Laichballen, Laichschnüren oder als einzelne Eier ab. Rund drei Wochen dauert die Entwicklung der Eier zu Kaulquappen, die Kiemenatmer sind und nach drei bis vier Monaten entstehen daraus die voll entwickelten Tiere. Die Amphibien bleiben nach der Eiablage nur noch ein paar Wochen im Gewässer, bevor sie wieder zum Sommerquartier aufbrechen. Ihre Haut ist sehr dünn, und daher äußerst empfindlich gegen Umweltgifte.

Neugierig machten sich die Kinder und Eltern auf, die Amphibien am Schutzzaun und in den eingegrabenen Eimern zu entdecken. Springfrösche, Grasfrösche, Erdkröten, Teichmolche, Bergmolche und sogar der sehr seltene Laubfrosch wurden gefunden und sorgsam in die mitgebrachten Eimer gegeben. Da es in der Nacht vorher geregnet hatte, war eine große Anzahl von Amphibien auf Wanderschaft und so konnten am Schluss über 350 Tiere am Weiher wieder in ihre Freiheit entlassen werden.

Biotoppflege und Amphibienschutz

Artenschutzarbeiten wurden von der Ortsgruppe im BN-Biotop durchgeführt, im Vordergrund ist eine der zahlreichen Seigen zu sehen. Der Bestand vieler Pflanzen- und Tierarten ist somit wieder gesichert.

Bund-Naturschutz-Ortsgruppe hielt Rückschau auf Aktivitäten  

Vilsbiburg. Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg hielt am 20. Dezember 2013 bei ihrem Jahresabschlusstreffen in der Tennisgaststätte Rückschau über das vergangene Jahr. Neben einigen sehr gut besuchten Exkursionen in die nähere und weitere Heimat, bei denen sowohl etwas für Naturgenießer als auch für Naturexperten dabei war, konnte eine ganze Reihe von Artenschutz- und Biotoppflegemaßnahmen durchgeführt werden. Wie alle Jahre beschäftigte die Laichwanderung der Amphibien die Ortsgruppenmitglieder und ihre Helfer in großem Ausmaß. Im Bereich der Ortsgruppe Vilsbiburg wurden drei Schutzzäune aufgebaut, die Amphibien eingesammelt und über die Straße getragen. Die Ortsgruppe plant für das Jahr 2014, zwei zusätzliche Zäune in Achldorf aufzustellen, da dort seit Jahren immer wieder zahlreiche Kröten und Frösche die Straßenüberquerung nicht überlebt haben. Sowohl Anwohner aus Achldorf als auch Mitarbeiter des Stadtbauhofs werden dort dankenswerterweise mit Unterstützung der Ortsgruppe die anfallenden Tätigkeiten übernehmen, informierte Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht.  

Zu den herbstlichen Biotoppflegearbeiten ließ Englbrecht die notwendigen Tätigkeiten Revue passieren. Zahlreiche Helfer waren bei der Pflanzung von zwei Feldhecken dabei. Bei einer Hecke arbeitete auch die Vilsbiburger BN-Kindergruppe eifrig mit. Ein sonnen beschienener Trockenhang, auf welchem noch zahlreiche Pflanzen wie zum Beispiel Flockenblumen oder das Johanniskraut wachsen, wurde gemäht. So kann der Bestand der dortigen Flora gesichert werden, sagte Englbrecht. Auf einem weiteren Wiesenhang wurden ebenfalls Mäharbeiten durchgeführt und das Mähgut entfernt. Englbrecht hofft, dass sich auch dort bald durch den Abtrag der Nährstoffe seltene Wildblumen einstellen.  

Viele Blumen und Insekten gibt es auch auf dem Feuchtbiotop im Vilstal, das Eigentum der BN-Ortsgruppe ist. Weiher und Seigen sind dort Lebensraum für viele, zum Teil seltene Amphibienarten. Das Grundstück ist das Kleinod der Ortsgruppe. Viele Jahre weideten dort Hochlandrinder und hielten im Herbst den Gräseraufwuchs kurz. Im Jahr 2013 musste ein Teil des Biotops erstmals gemäht werden. Im Auftrag der Ortsgruppe führten zwei Landwirte die Pflegearbeiten durch. So kann die dort vorkommende Flora und Fauna erhalten werden.  

Englbrecht wies noch auf das im vergangenen Jahr begangene 30-jährige Gründungsjubiläum mit einem Sommerfest in Leberskirchen und einer Live-Reportage des Bayerischen Fernsehens aus dem BN-eigenen Feuchtbiotop im Vilstal hin. Ebenso freute er sich über die Zunahme der Mitgliederzahl der BN-Ortsgruppe auf über 350 im Jahr 2013. Zum Schluss dankte der Vorsitzende allen Ortsgruppenmitgliedern und anwesenden Helfern für die Gemeinschaft und die Unterstützung. Er teilte mit, dass das neue Veranstaltungsprogramm mit den Exkursionen und Pflegearbeiten im Januar 2014 allen BN-Mitgliedern zugesandt werden wird, und meinte, „wenn sich im nächsten Jahr wieder viele an den Aktivitäten beteiligen, dann macht die Arbeit auch wieder viel Spaß“.

Das Bayerische Fernsehen würdigte mit einer Live-Reportage aus dem BN-Feuchtbiotop im Vilstal ein dreifaches BN-Jubiläum: 100 Jahr Bund Naturschutz in Bayern, 40 Jahre BN-Kreisgruppe Landshut, 30 Jahre BN-Ortsgruppe Vilsbiburg. Foto: Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht beim Interview

Bund Naturschutz pflanzt Feldhecken (Kindergruppe beteiligt sich an der Aktion)

Vilsbiburg: Feldhecken zählen zu den wertvollsten Biotopen unserer heimischen Natur. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Zur Blütezeit im Frühjahr werden zahlreiche Insekten angelockt, die bunten Früchte im Herbst sind bei den Vögeln heiß begehrt. In den Sträuchern und auf dem Boden finden sich Käfer, Wildbienen und Schmetterlinge sowie selten gewordene Vogelarten wie das Rebhuhn und der Neuntöter. Daneben verbessern Feldhecken das Kleinklima und schützen die Umgebung vor Wind und dadurch auch vor Erosion auf angrenzenden Äckern.

Durch die immer intensivere Landnutzung sind Feldhecken jedoch in den letzten Jahrzehnten vielfach aus unserer Landschaft verschwunden.

Um neue Nahrungs- und Brutmöglichkeiten für die darauf angewiesen Tiere zu schaffen sowie das Landschaftsbild aufzuwerten, pflanzte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg kürzlich zwei Feldhecken im Raum Vilsbiburg. Auf einer Länge von rund 100 Metern wurden jeweils etwa 85 einheimische Sträucher eingesetzt und mit einem Wildschutzzaun gegen Verbiss gesichert.

Auch die BN-Kindergruppe beteiligte sich an der Pflanzaktion. Zuerst lernten die Kinder spielerisch die verschiedenen Arten der Sträucher und den ökologischen Wert einer Hecke kennen und halfen dann eifrig mit beim Eingraben der Setzlinge.

Da die Ortsgruppe heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feiern konnte, nutzte sie auch gleich die Möglichkeit, heuer zwei Hecken zu pflanzen. Ab dem nächsten Jahr möchte sie wieder wie auch in den letzten Jahren jeweils eine Hecke oder Streuobstwiese im Herbst pflanzen. Sie hofft, dass sich wieder Grundstückeigentümer finden, die gerne Raum für eine Feldhecke oder Streuobstwiese zur Verfügung stellen.

Realschule sammelte für den BUND Naturschutz

Vilsbiburg. Schülerinnen und Schüler der Realschule hatten sich auch dieses Jahr wieder an der Sammelaktion des Bund Naturschutz beteiligt. Die eifrigsten Sammler freuten sich, da sie von der örtlichen BN-Ortsgruppe kürzlich 17 Jungbäume und Sträucher zum Einpflanzen in den eigenen Garten erhielten. Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht und BN-Geschäftsstellenleiterin Brigitte Englbrecht bedankten sich bei dieser Gelegenheit bei den beteiligten Schülern, den Lehrkräften und der Schulleitung für ihre Unterstützung und erklärten, die gesammelten Spenden ermöglichen es dem Bund Naturschutz unter anderem Biotop- und Artenschutzmaßnahmen durchzuführen, sowohl lokal ais auch bayernweit. So werden von der Ortsgruppe heuer im November in der Nähe von Vilsbiburg zwei neue Feldhecken angelegt, und zwei Magerwiesen und eine Feuchtwiese seien gemäht worden.

Hornissen – wie und wo leben sie? Johannes Selmansberger informierte über das Leben der Hornissen

Auch die BN Kindergruppe Vilsbiburg fand sich am Informationsstand ein

Vilsbiburg. An einem Informationsstand auf dem Wochenmarkt informierte der Bund Naturschutz über Hornissen. Hornissenspezialist Johannes Selmansberger stellte die Lebensweise und Biologie dieser Großinsekten vor. Dazu hatte er nicht nur eine informative Ausstellung mit Fotos aufgebaut sondern auch mehrere verlassene Hornissennester mitgebracht.

Die Hornisse ist die größte europäische Faltenwespe und das größte Staaten bildende Insekt der heimischen Tierwelt. Der Hornissenstaat ist einjährig. Das heißt, dass im Spätherbst die Arbeiterinnen und die Männchen sowie die alte Königin sterben. Nur die jungen, voll entwickelten und begatteten Weibchen überwintern im Erdreich oder in morschem Holz, um dann im nächsten Frühjahr einen neuen Staat zu gründen, informierte Selmansberger.

Im Mai beginnt, so der Hornissenspezialist, die junge Hornissen-Königin mit der Gründung eines neuen Volkes. Als morschem Holz baut sie in Baumhöhlen, Vogelnistkästen, auf dem Dachboden oder an Giebelvorsprüngen von Häusern ihr Nest. Sie legt Eier in die noch kleinen Waben, wärmt oder kühlt sie, versorgt die Larven mit Raupen, Fliegen und Wespen.

Im Lebenszyklus eines Hornissenvolkes erbeuten die Tiere eine beträchtliche Menge anderer Insekten. Sie wirken so als bedeutendes Regulativ im Naturhaushalt und sind deshalb für uns Menschen sehr nützlich.

Bis zum Beginn der kalten Jahreszeit im Oktober wächst das Volk dann auf 300 bis 800 Tiere an, neben den Arbeiterinnen und den Drohnen befinden sich auch mehrere junge Königinnen in dem zu beachtlicher Größe angewachsenem Nest, erklärte Selmansberger. Sobald dann die jungen Hornissen-Königinnen abgeflogen sind, sterben alle anderen Hornissen restlos. Weil das leere Nest von den Hornissen kein, zweites Mal benutzt wird, könne es in den Wintermonaten abgenommen werden. Dass ein Hornissennest von seiner leichten aber trotzdem stabilen Bauweise her ein wahres Kunstwerk ist, davon konnte man sich am Infostand überzeugen. Johannes Selmansberger zeigte ein solches Nest in seinem gesamten Aufbau.

Zur Gefährlichkeit der Hornissen führte er aus, dass die Behauptung, sieben Hornissenstiche seien für ein Pferd und drei für einen Menschen tödlich, ein Märchen sei. Selmansberger, der auch Hornissen umsiedelt, ist bei diesen Umsetzaktionen schon mehrmals gestochen worden. Als Imker ist er aber an Insektenstiche gewohnt und kann sie leicht wegstecken. Sicherlich sei der Stich einer Hornisse schmerzlicher als ein Wespen- oder Bienenstich, da Hornissen einen kräftigeren Stachel besitzen und auch einen speziellen Wirkstoff haben, der Schmerz auslösend ist. Sollte es zu einem Stich kommen, so sollten die üblichen schmerzlindernden Maßnahmen, wie Aussaugen und kühlen vorgenommen werden. Lediglich bei allergischen Reaktionen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Man brauche keine Angst vor Hornissen zu haben, solange sie in Ruhe gelassen werden, Hornissen verhalten sich weit ruhiger und berechenbarer als Bienen und Wespen. Nicht vertragen jedoch können Hornissen panikartiges Herumschlagen und Erschütterungen des Nestes. In Ausnahmefällen müssen Hornissennester auch versetzt werden, so Selmansberger. Manchmal nisten sich Hornissen aus Mangel an geeigneten Quartieren in Rollokästen ein. In diesem Fall müssen die Nester umgesiedelt werden. Gerade in den Sommermonaten, so berichtete er, ist dies eine schweißtreibende Arbeit. Hornissen können nicht in Rollokäsen belassen werden, weil sie zum einen die Isolierung abnagen und entfernen und weil die Ausscheidungen mit der Zeit unangenehm zu stinken beginnen.

Das grundsätzlich friedliche Verhalten der Hornissen gebe also keinen Anlass zu Bekämpfungsmaßnahmen, stellte der Hornissenspezialist fest. Früher seien Hornissen mit allen möglichen Mitteln unerbittlich verfolgt und getötet worden. Aus diesem Grund gerieten sie schließlich auf die Liste der vom Aussterben bedrohter Tiere und wurden deshalb unter besonders strengen Schutz gestellt. Die Hornissenbestände hätten sich in den vergangen Jahren landesweit nicht nur deswegen wieder erholt, sondern auch weil durch intensive Aufklärungsarbeit - insbesondere auch durch den Bund Naturschutz, weite Kreise der Bevölkerung für den Schutz der Hornissen sensibilisiert worden seien. Die Hornissen erfahren so bei den Menschen immer mehr Toleranz, freute sich Johannes Selmansberger.

Bund Naturschutz feierte Jubiläum

Im schattigen Biergarten „Zur Linde“ in Leberskirchen feierten die Vilsbiburger Naturschützer mit Musik und zahlreichen Gästen ihr Gründungs-Jubiläum

Stefan Englbrecht hielt Rückschau und wurde für sein Engagement geehrt

Vilsbiburg. 30 Jahre Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg, das war ein Grund zum Feiern. Bei einem Jubiläums-Gartenfest am Sonntag, 21. Juli 2013,  im Gasthaus „Zur Linde“ in Leberskirchen, bei dem „Die Kaffeehausmusik“ für die musikalische Unterhaltung sorgte, hielt Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht kurz Rückschau. Gegründet wurde die Ortsgruppe 1983 durch Günter Ehr und Dr. Ulrich Kaltenegger. Ehr leitete als Vorsitzender 20 Jahre lang die Ortsgruppe. Durch sein Engagement wurden in den ersten Jahren viele Landschaftspflegemaßnahmen, wie beispielsweise das Pflanzen von Hecken und das Ausheben von Tümpeln, durchgeführt. Bei zahlreichen Exkursionen in die nahe und in die weitere Heimat lernten naturbegeisterte Mitglieder vor allem Blumen, Vögel und Insekten kennen.

Die erfolgreichen Tätigkeiten der Ortsgruppe seien unter seinem Vorsitz fortgeführt und ausgebaut worden, berichtete Stefan Englbrecht. Jedes Jahr errichte die Ortsgruppe drei Amphibienschutzzäune, die Dank zahlreicher Helfer betreut werden. Die Anzahl der geretteten Amphibien sei in den letzten Jahren stets gewachsen, was heute nicht mehr überall alltäglich sei. Die Spendensammlungsaktion des Bundes Naturschutz wurde ausgebaut, auch viele Schüler der Realschule beteiligen sich jetzt daran, um den BN zu unterstützen. Die jährlichen Amphibienschutzaktionen und die Spendensammlungen würden hauptsächlich von seiner Frau Brigitte organisiert, hob Stefan Englbrecht lobend hervor. Groß war die Freude, als 2008 ein sehr wertvolles  Feuchtbiotop gekauft werden konnte. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten fänden darin ihren Lebensraum. Die Ortsgruppe vernachlässigte aber auch die letzten Jahre nicht die Pflanzung von Hecken und Streuobstwiesen im Raum Vilsbiburg. Man freue sich, so Englbrecht, jedes Jahr, wenn sich Grundstücksbesitzer melden, die mit Hilfe der BN-Ortsgruppe Bäume und Sträucher pflanzen wollen.

Mit viel Engagement setze man sich gegen überzogene Straßenbauprojekte ein, so mit zahlreichen Gleichgesinnten gegen den geplanten Bau der Autobahn B 15 neu, der massive Eingriffe in eine noch bäuerliche Kulturlandschaft bedeuten würde, meinte Englbrecht. In der Ortsgruppe bestehe auch eine lebhafte BN-Kindergruppe und nicht zuletzt werden die naturkundlichen Exkursionen der Ortsgruppe fortgeführt, denn auch das Kennenlernen der Natur und das Staunen über ihre Schönheit seien sehr wichtig. Zuletzt betonte Englbrecht, dass nur durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Ortsgruppenmitgliedern dies alles zu leisten sei.

Höhepunkt des Jubiläumsfestes war die Ehrung von Stefan Englbrecht. Für zehn Jahre großes ehrenamtliches Engagement für den Bund Naturschutz und den Natur- und Umweltschutz als erster Vorsitzender der Ortsgruppe überreichte Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Landshut, mit einer Laudatio im Namen des BN-Landesverbandes Stefan Englbrecht die Vereinsnadel in Silber mit Urkunde. Paul Riederer, stellvertretender Kreisgruppenvorsitzender, und Brigitte Englbrecht, BN-Geschäftsstellenleiterin, dankten dem engagierten Naturschützer ebenfalls für die geleistete Arbeit und baten weiterhin um gute Zusammenarbeit. Brigitte Englbrecht wies noch darauf hin, dass die BN-Ortsgruppe Vilsbiburg in jüngster Zeit auf fast 400 Mitglieder angewachsen sei. Abgerundet wurde das Jubiläumsfest mit einer Führung in das nahe gelegene BN-Biotop Dornau.

Stefan Englbrecht (Mitte) wurde für 10 Jahre BN-Ortsgruppenvorsitzender von Kathy Mühlebach-Sturm (Zweite von rechts) geehrt. Über die Ehrung freuen sich auch Paul Riederer (rechts) sowie Günter Ehr und Brigitte Englbrecht (von links).

Exkursion der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg zu den Blumenbergen der LechtalerAlpen

Die traditionelle Bergtour der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg führte die Teilnehmer in diesem Jahr – unter der bewährten Leitung von Achim Grünewald – in die Lechtaler Alpen. Die günstige Wetterprognose für das erste Juliwochenende hatte insbesondere die Motorradler heraus­gelockt, und als die Vilsbiburger Bergfreunde auf der Passhöhe (1894 m) des Hahntennjochs, eines Alpenpasses mit engen Kehren und schönen Ausblicken, etwas zerknautscht aus ihren Privat-Pkws stiegen, mussten sie sich erst durch die zahlreich dort anhaltenden und dröhnend neu startenden Motorräder lavieren.

Doch nur wenige Meter abseits der Passstraße reckten die ersten Blütenpflanzen ihre Köpfe hervor und bald erschloss sich dem Betrachter eine überaus vielfältige und prächtige Alpenflora. Ein Picknick im Grünen – inmitten von Silberwurz, Mehlprimel und Schusternagerl, Kleinem Mannsschild und Trollblume – , dann ging es voller Tatendrang bergan Richtung Anhalter Hütte. Immer wieder wurden neue Blüher entdeckt, bewundert und fotografisch dokumentiert, und so dauerte es, bis das Kreuz am Steinjöchl (2198 m) erreicht war, wo der Blick vom Maldongrat des bizarren Heiterwand-Massivs über die Namloser Wetterspitze hinüber zum Falschen Kogel reichte.

Anschließend ging es flott bergab durch das Steinkar zur Anhalter Hütte (2040 m), wo sogleich das Lager für die Nacht bezogen wurde. Nach einer kleinen Stärkung machten sich die Naturschützer noch an die Besteigung des 2334 Meter hohen Tschachauns. Edle Alpenanemonen, blaue Kugel­blumen und zierliche Soldanellen säumten den Weg, letztere bevorzugt am Rande von Schnee­tälchen. In der Gipfelregion noch eine überraschende Begegnung mit einem Steinbock –  man durfte mit dem Erlebten mehr als zufrieden sein, als man gegen 19 Uhr zur Hütte zurückkehrte und dort nach einem kräftigen Abendessen noch lange in gemütlicher Runde zusammensaß.

Gut ausgeruht konnte der zweite Tag beginnen. Die Route führte zurück zum Steinjöchl. Während der Brotzeit dort lag das Tagesziel direkt vor den Augen: der einladend grün erscheinende Falsche Kogel, ein Blumenberg allerersten Ranges, wie sich während des gesamten Aufstiegs zeigte.

Clusius-Enzian und Aurikel dicht an dicht, die blasse Mehlprimel und die Frühlings-Küchenschelle mit ihrem zottigen Haarpelz waren lohnende Objekte für Blumenfreunde und Fotografen.

Der anfangs bequeme Pfad wurde zusehends steiler, das Gestein loser. Ein ausgesetzter Grat führte schließlich zum Gipfel (2388 m), wo sich ein herrlicher Rundblick über die Lechtaler und Allgäuer Alpen darbot.

Mit der nötigen Vorsicht stieg man wieder ab zum Steinjöchl, zeitig wurde auch das Hahntennjoch erreicht, von wo aus man mit neuen Eindrücken im Gepäck die Heimfahrt antrat.

Realschüler erzielten bei Sammlung für Bund Naturschutz gutes Ergebnis

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit zweitem Konrektor Stephan Öllinger, der Lehrerin Marion Heinemann und Stefan Englbrecht vom Bund Naturschutz (von links), den Lehrerinnen Dagmar Hufnagl (hinten Mitte) und Cornelia Felbinger (rechts).

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte die Realschule, um sich bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich an der Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt hatten. Die Schüler haben wie schon in den letzten Jahren ein hervorragendes Sammelergebnis erreicht, freute sich BN-Ortsvorsitzender Stefan Englbrecht.

Englbrecht erläuterte die Verwendung des gesammelten Geldes. Bayernweit werden damit beispielsweise ökologisch wertvolle Grundstücke gekauft, da manche Biotoptypen wie Moore und Magerwiesen immer seltener werden und so dauerhaft gesichert werden. Die Ortsgruppe verwendet die Mittel im Raum Vilsbiburg hauptsächlich für Natur- und Artenschutzmaßnahmen. Auf zwei wertvollen Trockenwiesen müsse regelmäßig eine Pflegemahd durchgeführt werden, um die Wildblumen zu erhalten, im Herbst plane man zwei Feldhecken zu pflanzen, um Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen, und das BN-eigene Grundstück bei Leberskirchen muss gepflegt werden, zählte Englbrecht als Beispiele auf.

Brigitte Englbrecht, Geschäftstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich ebenso, auch bei den Lehrkräften und der Schulleitung, die die Aktion unterstützt hatten. Sie hatte für alle Sammler kleine Geschenke mitgebracht. Die erfolgreichsten von ihnen erhielten je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird, was von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert wurde.

Blumen und Kräuter auf Vertragsnaturschutzflächen

Botanische Wanderung von Bund Naturschutz und Alpenverein

Vilsbiburg: Die BN Ortsgruppe veranstaltete gemeinsam mit der Alpenvereinssektion Gangkofen eine Blumen- und Kräuterwanderung in Johannesbrunn. Kräuterpädagogin Lisa Fleischmann, die die Tour leitete, konnte schon neben dem Treffpunkt am Kloster den zahlreichen Teilnehmern eine bunte Blumenfläche zeigen. Hier war der frühere Eiskeller des Dorfwirtshauses restauriert und auf dessen Decke die Samen einheimischer Wildblumen und Kräutern ausgesät worden. Im Lauf von ein paar Jahren entwickelte sich daraus eine vielfältige Pflanzenwelt. Lisa Fleischmann stellte zahlreiche Blühblumen und Kräuter vor und erläuterte deren Verwendung in der Volksmedizin. Dazu wusste sie manch interessante Geschichte zu berichten, die ihr alte Leute auf früheren Führungen erzählt hatten, die die Heilwirkungen der verschiedenen Pflanzen noch gut kannten. Begleitet vom Ruf der Wachtel wanderte die Gruppe zu einem etwas außerhalb des Dorfes gelegenen Grundstück. Auf der etwa 8 Hektar großen Fläche war vor Jahren versucht worden Wildrosen zu züchten. Die Räume zwischen den Heckenreihen wurden damals ebenfalls mit einer Mischung autochtoner, das heißt einheimischer Blumen und Kräuter eingesät. Die Nutzung hatte sich zwar als nicht wirtschaftlich erwiesen, jedoch entwickelte sich dort eine derartige Vielfalt von Blumen und Kräutern, dass es sich aus naturschutzfachlicher Sicht lohnt das Grundstück so zu erhalten. Daher wird es heute unter Vertragsnaturschutz-Bedingungen durch Jungrindern beweidet. Lisa Fleischmann wies die Exkursionsteilnehmer dort angekommen auf die eine oder andere botanische Rarität hin und erklärte, dass diese Naturfläche auch für zahlreiche Vogelarten, Insekten und Eidechsen ein wertvolles Biotop bildet.

Naturflächen im Stadtgebiet BN-Radwanderung mit Stadtgärtner Bernhard Weindl

Vilsbiburg: Eine Radwanderung zu Naturflächen in städtischen Besitz veranstaltete die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz. Eingangs berichtete Stadtgärtner Bernhard Weindl, der die Tour führte, dass er und seine Kollegen für eine Fläche von etwa 18 Hektar verantwortlich seinen.

Am Radweg nach Achldorf zeigte der Stadtgärtner den Teilnehmern ein Hanggrundstück, das seit vielen Jahren extensiv bewirtschaftet, das heißt, nur einmal im Jahr gemäht und das Mähgut abtransportiert wird. Dadurch hat sich hier allmählich eine artenreiche Blumenwiese entwickelt. Eine andere Wiese bei Waxenberg befindet sich erst seit kurzer Zeit im Besitz der Stadt. Sie wurde vorher landwirtschaftlich genutzt und gedüngt, sodass hier noch dichtes Wiesen-Knäuelgras dominiert. Hier möchte Herr Weindl im Herbst einzelne Streifen fräsen und eine Samenmischung autochthoner, das heißt einheimischer, Blumen ansäen um die Artenvielfalt zu erhöhen. An der Einfahrt zum Wohngebiet Achldorf haben die Stadtgärtner auf ein paar Quadratmetern mit Kies und Schotter einen extrem nährstoffarmen Untergrund geschaffen und einheimische Stauden gepflanzt, die diese Bedingungen mögen. Das Ergebnis sei ein optisch ansprechend, so Weindl, und erfordere zudem nur geringen Pflegeaufwand. Weiter oben haben er und seine Kollegen auf einer Restfläche eine Blumenwiese angelegt, auf der gerade die Margariten blühten. Dazu erklärte der Stadtgärtner, dass die Schönheit und der ökologische Wert von Blumenwiesen gegenüber einem kurz geschnittenen Einheitsrasen zunehmend anerkannt werden, man müsse den Wildblumen nur Zeit zum blühen geben und diese Bereiche eben etwas später mähen. Letzter Stopp der zweistündigen Radwanderung war am Zeilinger Weg. Hier möchte Bernhard Weindl in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde ein Feuchtbiotop anlegen um den Zeilinger Graben ökologisch aufzuwerten.

BN-Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht bedankte sich bei Bernhard Weindl für die sehr informative Führung. Man habe heute eine vorher weitgehend unbekannte Seite der Arbeit der Stadtgärtner kennen gelernt.  Deren Fachwissen sollte öfters schon zu einem früheren Zeitpunkt, das heißt bei der Planung und Neuanlage von Grünflächen heran gezogen werden, so die Naturschützer.

Naturschutz beginnt im Garten

Johannes Selmansberger berichtet über naturnahe Gärten

Vortrag „Der naturnahe Garten“ von Bund Naturschutz und Volkshochschule


Vilsbiburg.
Einen Vortrag mit dem Thema „Der naturnahe Garten“ hielt kürzlich der Vorsitzende der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsheim, Johannes Selmansberger im Veranstaltungssaal der VHS auf Einladung der BN Ortsgruppe Vilsbiburg. Eingangs wies der Referent darauf hin, dass das Artensterben in Europa ungebremst voranschreite trotz gegenteiliger Zielformulierungen der Politik. Ursache sei eine immer intensivere Landnutzung bedingt auch durch falsche Anreize in der Agrarpolitik. Den Hausgärten käme deshalb als „Lebensräume vor der Haustür“ eine zunehmende Bedeutung für den Naturschutz zu, auch wenn sie anderweitige Fehlentwicklungen nicht kompensieren könnten, so Selmansberger. Hierzu hatte er ein paar beeindruckende Zahlen parat; mit einer Fläche von 8000 Quadratkilometern übertreffen die 17 Millionen Hausgärten die Größe der Naturschutzgebiete in Deutschland.

Zu den Grundsätzen eines naturnahen Gartens, erklärte Selmansberger, gehöre der völlige Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und der Verzicht auf Torf. Komposterde sei ein mehr als gleichwertiger Ersatz. Ein Komposthaufen sollte deshalb in keinem Garten fehlen.

Der Referent zeigte mit beeindruckenden Lichtbildern wie mit einfachen und kostengünstigen Mitteln naturnahe Gärten gestaltet werden können. „Auf teure schmiedeeiserne Gitter, hohe Betonsockel und aufwändige Zäune kann man getrost verzichten“, meinte Selmansberger und empfahl beispielsweise einen Harnichelzaun aus Fichtenschwachholz, der wenig koste und ungestrichen 30 Jahre halte. Nicht vergessen werden sollten, so der Naturschützer, Kletterpflanzen, da sie Farbe und Leben an die Wände brächten und Vogelarten wie Grauschnäpper, Grünling oder Mönchsgrasmücke eine Nistmöglichkeit böten.

Ein naturnaher Garten sei keine Frage der Größe sondern der Fantasie, meinte der Referent, auch in einem kleinen Garten sollte Platz für einen Obstbaum sein. Er bietet im Frühjahr Bienen und anderen Insekten Nektar und im Herbst den Menschen wohlschmeckendes Obst. Generell leiste die Produktion von Obst und Gemüse im eigenen Garten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Umweltschutz da lange Transportwege entfallen und eigenes Obst garantiert frei von Pflanzenschutzmitteln und Konservierungsstoffen sei.

Bei den Sträuchern sollte auf einheimische Arten zurückgegriffen werden. Wird darunter noch ein Totholzhaufen angelegt, können dort Igel und Erdkröte Einzug halten.

Besonders am Herzen lagen dem Naturschützer die Wildbienen und andere Insekten, da diese vielfach vom Aussterben bedroht seien. Er empfahl deshalb gegen Ende seiner Ausführungen den Zuhörern, eine Blumenwiese anzulegen, auch wenn es nur einige Quadratmeter seien. Dafür müsse aber der Boden sehr mager sein, was man durch Zugabe mit reichlich Sand erreichen könne. Naturnahe Gärten seien keine vergängliche Modeerscheinung, sie seien Lebensphilosophie, stellte Johannes Selmansberger zum Schluss seines Vortrags fest.

Jahresrückblick 2012

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg,  

im Jahr 2012 haben wir bei vielen Aktionen das Thema „Bäume“ ins Zentrum unserer Naturschutzarbeit gestellt.  

Im Januar fand der Vortrag von Josef Feilmeier mit dem Thema „Keine Gentechnik auf Acker und Teller“ das Interesse von etwa 120 Besuchern. Der Referent stellte sehr drastisch die Folgen des Anbaus von gentechnisch verändertem Mais am Beispiel Argentinien und den daraus resultierenden erhöhten Spritzmitteleinsatz (Pestizide) dar. Große Flächen sind inzwischen nicht mehr nutzbar für die Landwirtschaft. Auch zum Vortrag im Februar über „Kleinwindräder – Windkraft für alle ?“ von Maximilian Schäfer kamen circa 100 Besuchern.

Im März errichteten wir wie jedes Jahr die Amphibienschutzzäune, in Aichberg, in Hochreith und in Dornau. Viele freiwillige Helfer sammelten Erdkröten, Grasfrösche, Springfrösche, Berg- und Teichmolche täglich aus den Eimern und trugen sie über die Straße. Insgesamt konnten so 5255 Amphibien sicher ihre Laichgewässer erreichen. Mit großer Begeisterung beteiligte sich unsere Kindergruppe an der Rettung der Amphibien. Das Sammeln, Zählen und Freilassen der Tiere war auch heuer wieder ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Kindergruppe. Ebenfalls im März hielt Herbert Parusel einen Vortrag mit dem Titel „Mythos Baum“ passend zu unserem Jahresthema. Den Vortrag organisierten wir zusammen mit der Volkshochschule. Leider kamen nicht sehr viele Besucher in den neuen VHS-Vortragsraum.

Eine Wanderung im Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite“ unter der fachkundigen Führung des Gebietsbetreuers Philipp Herrmann fand dagegen reges Interesse. Die Ortsgruppe beteiligte sich auch an der Aktion „Sauberes Bayern“ bei der von Vereinen und Freiwilligen Abfälle, die gedankenlose Zeitgenossen in Landschaft und Wald hinterlassen, gesammelt und entsorgt werden.

Die jährliche Haussammlung mit Unterstützung der Realschule brachte auch dieses Jahr ein erfreuliches Ergebnis. Die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler der Realschule wurden mit Obstbäumen belohnt. Ihnen und den Sammlern der Ortsgruppe sagen wir Dank für ihren nicht immer leichten Einsatz.

Mit dem Fahrrad ging es im Mai von Landshut Isar abwärts. Neben anderen interessanten Naturbeobachtungen konnten die Teilnehmer als Höhepunkt den Frauenschuh bewundern.

Vertreter der Ortsgruppe beteiligten sich an der Pressefahrt des Landesverbands mit Informationen zur B 15 neu. Auch bei einer Veranstaltung im Juni mit Bundesverkehrsminister Ramsauer in Velden ebenfalls zur B 15 neu waren Mitglieder der Ortsgruppe als Demonstranten beteiligt.

Günter Ehr leitete eine Blumenexkursion zu einem Feuchtbiotop an der B 299. Die Blumen waren vor einigen Jahren von der Kindergruppe der Ortsgruppe gepflanzt worden.

Im Juni führte ein Ausflug in den gefährdeten Auwald an der Isarmündung.   Bei einer Bergwanderung auf den Lusen konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild von dem inzwischen üppig nachwachsenden Jungwald machen. Das neue Grün von Buchen, Fichten, Ebereschen und anderen Mischbaumarten hat das gespenstische Bild der abgestorbenen Bäume abgelöst. Beim Ferienprogramm von Lichtenhaag wurde mit Kindern ein Insektenhotel gebaut.

An einem strahlenden Septembersonntag unternahmen die Erwachsenen der Ortsgruppe zusammen mit einigen Familien der Kindergruppe die jährliche Bootsfahrt, heuer auf der Salzach von Triebenbach nach Tittmoning. Christl und Achim Grünewald zeigten die begonnenen Renaturierungsmaßnahmen bis Laufen und informierten über die auftauchenden Probleme. So ist zum Beispiel die Zerschneidung des Auwaldrestes durch eine Umgehungsstraße mit Brücke geplant. Auch ein neues Wasserkraftwerk soll den letzten frei fließenden Alpenfluss in Deutschland aufstauen.

Mit Christian Brummer vom Landesbund für Vogelschutz wanderte eine große Gruppe Naturfreunde durch das „Naturdenkmal Haagholz“ zum dicksten Baum des Landkreises Landshut. Neben uralten Bäumen gab es auch eine mittelalterliche Fliehburg und einen Grabhügel aus der Eisenzeit zu bestaunen.

Anfang November pflanzten viele aktive Naturschützer eine Feldhecke.    

Mit großer Begeisterung kommen die Kindergruppen-Kinder unseres Ortsvereins zu den monatlichen Treffen mit vielfältigen Aktionen in der Natur. Auch für das kommende Jahr wird von unseren Kindergruppenleiterinnen Brigitte Englbrecht und Christl Grünewald ein abwechslungsreiches Programm angeboten.

Wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit ist die Begründung neuer Biotope und Pflegemaßnahmen der bestehenden wertvollen Flächen. Wir bitten unsere Mitglieder, Förderer und Freunde, sowie interessierte Nichtmitglieder um aktive Teilnahme bei der einen oder anderen Aktion. Interessenten können sich bei Stefan Englbrecht oder am Naturschutzabend melden. Sie werden sehen, es macht Spaß in unserer Gruppe mitzuarbeiten. Selbstverständlich stehen alle Veranstaltungen, Exkursionen und Treffen auch Nichtmitgliedern offen.

Wir hoffen, Ihnen auch im Jahr 2013 ein abwechslungsreiches, interessantes und lehrreiches Jahresprogramm anbieten zu können. Neben der praktischen Naturschutzarbeit werden wir Exkursionen in die nähere und weitere Heimat durchführen, um Pflanzen, Tiere und Landschaften kennen zu lernen. Im März errichten wir die Amphibienschutzzäune in Aichberg, Hochreit und Dornau. Als weitere Arbeiten planen wir Heckenpflanzungen, das Anlegen von Tümpeln, Aufhängen und Kontrolle von Nistkästen und Biotoppflegemaßnahmen.

Realschule Vilsbiburg setzt sich ein für Natur- und Umwelt

Vilsbiburg. Schülerinnen und Schüler der Realschule hatten sich auch dieses Jahr wieder an der Sammelaktion des Bund Naturschutz beteiligt. Die eifrigsten Sammler erhielten von der örtlichen BN Ortsgruppe kürzlich 17 Jungbäume und Sträucher überreicht zum Einpflanzen in den eigenen Garten. Ortsgruppenvorsitzender Stefan Englbrecht und BN Geschäftsstellenleiterin Brigitte Englbrecht bedankten sich bei dieser Gelegenheit bei den beteiligten Schülern und Lehrkräften für ihre Unterstützung und erklärten, die gesammelten Spenden ermöglichen es dem Bund Naturschutz unter anderem Biotop- und Artenschutzmaßnahmen durchzuführen, sowohl lokal ais auch bayernweit. So sei von der Ortsgruppe im Herbst in der Nähe von Vilsbiburg eine neue Feldhecke angelegt worden und zwei Magerwiesen benötigen regelmäßig eine Pflegemahd.

Ein imposanter Vogel – der Uhu

Günter Ehr (links) und Helmut Naneder entließen einen Uhu in die Freiheit Foto: Brigitte Englbrecht

Ein verletzter Uhu wurde gesundgepflegt und wieder ausgesetzt  

Helmut Naneder von der Unteren Naturschutzbehörde und Günter Ehr von der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg entließen vor kurzem einen Uhu wieder in die Freiheit. Eine Woche vorher war Ehr angerufen worden, dass sich ein verletzter Uhu neben einer Straße bei Geisenhausen befinde. Günter Ehr und BN-Geschäftsstellenleiterin Brigitte Englbrecht fanden mit Hilfe des Anrufers das Tier in einem Brombeergestrüpp sitzend vor. Es bewegte sich nicht, hatte aber die Augen geöffnet. Die Naturschützer waren über das Vorkommen eines Uhus in dieser Gegend überrascht. Es handelte sich um einen etwa einjährigen Vogel, welcher anscheinend auf Nahrungssuche während der Nacht in ein Auto geflogen war. Ehr und Englbrecht banden seine messerscharfen Krallen vorsichtshalber in einem Tuch zusammen und brachten den Uhu zur Vogelauffangstation des Landesbunds für Vogelschutz nach Regenstauf, welche vorab Günter Ehr informiert hatte. Dort stellte der Tierarzt fest, dass der Uhu eine Gehirnerschütterung, jedoch keine weiteren Verletzungen habe.  

Der Uhu konnte sich nun eine Woche lang bei bester Betreuung erholen. Helmut Naneder und Günter Ehr setzten den Vogel in einem geeigneten Biotop im südlichen Landkreisgebiet wieder aus. Dort kann er Beutetiere, wie Mäuse und Ratten, finden, waren sich Naneder und Ehr einig. Der Uhu ist mit einer Flügelspannweite von über 1,5 Meter die größte europäische Eulenart. Nun hoffen die Naturschützer, dass der junge Uhu keine Bekanntschaften mehr mit Autos macht.

Bund Naturschutz pflanzt Feldhecke

Vilsbiburg: Feldhecken zählen zu den wertvollsten Biotopen unserer heimischen Natur. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Zur Blütezeit im Frühjahr werden zahlreiche Insekten angelockt, die bunten Früchte im Herbst sind bei den Vögeln sehr begehrt. In den Sträuchern und auf dem Boden finden sich Käfer, Wildbienen und Schmetterlinge sowie selten gewordene Vogelarten wie das Rebhuhn und der Neuntöter. Daneben verbessern Feldhecken das Kleinklima und schützen die Umgebung vor Wind und Erosion. Durch die immer intensivere Landnutzung sind Feldhecken jedoch in den letzten Jahrzehnten vielfach aus unserer Landschaft verschwunden. Um neue Nahrungs- und Brutmöglichkeiten für die darauf angewiesen Tiere zu schaffen sowie das Landschaftsbild aufzuwerten, pflanzte die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg kürzlich eine Feldhecke bei Dasching. Auf einer Länge von 150 Metern wurden etwa 200 einheimische Sträucher eingesetzt. Die Pflanzen werden mit einem Wildschutzzaun gegen Verbiss gesichert. Auch die BN Kindergruppe beteiligte sich an der Pflanzaktion. Zuerst lernten die Kinder spielerisch die verschiedenen Arten der Sträucher kennen und halfen dann  mit beim Eingraben der Setzlinge.

Mythos Baum

Vilsbiburg: Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg hatte sich das Thema „Bäume“ als diesjährigen Schwerpunkt gewählt. Bei einem Vortrag und auf Exkursionen wurde die Schönheit von unterschiedlichen Baumgesellschaften gezeigt und auf ihre Bedeutung für die Naturkreisläufe und unser Klima hingewiesen. Dazu passend beschloss man auch, jedem Neumitglied und Mitgliedern bei denen sich dieses Jahr Nachwuchs einstellt, einen jungen Baum zu schenken. Die älteren Kinder von Familie Speil sind mit Eifer bei der BN Kindergruppe dabei, im Frühjahr kam die kleine Schwester Veronika zur Welt. Aus diesem Anlass besuchten jetzt zur Pflanzzeit Stefan und Brigitte Englbrecht von der BN Ortsgruppe Familie Speil. Sie übergaben einen Kirschbaum, sodass Tochter Veronika in ein paar Jahren Kirschen vom eigenen Baum ernten kann und dabei dessen Jahreslauf von der Blüte im Frühjahr, dem Besuch der Bienen bis zum Abwerfen der Blätter im Herbst kennen lernt.

Bund Naturschutz Gruppe Vilsbiburg erkundete per Schlauchboot ein Stück freifließende Salzach

An einem schönen Spätsommertag trafen sich Erwachsene und Kinder der BN-Gruppe Vilsbiburg einige Kilometer vor Laufen am Salzachufer. Nachdem sie die Schlauchboote startklar gemacht hatten erhielten sie von Achim Grünewald einige Informationen über die Probleme der Salzach.

Die 65 km ab Salzburg bis zu ihrer Mündung in den Inn sind der letzte unverbaute Abschnitt eines Alpenflusses in Deutschland. Es gibt keine Staustufen zur Elektrizitätsgewinnung, allerdings liegen Pläne in den Schubladen. Ebenso sind die Reste des überregional bedeutenden Auwalds durch eine geplante Straße bedroht, die die Laufener Brücke nach Österreich entlasten soll. Früher schlängelte sich die Salzach durch eine breite Aue und verlegte ständig ihr Bett. Seit 1819 bildet sie die Grenze zu Österreich.

Um eine eindeutige Grenze zu haben und die Kulturlandschaft vor Überschwemmungen zu schützen begradigte und befestigte man die Ufer und zwängte den Fluss in ein enges kanalartiges Bett. Die Fließgeschwindigkeit nahm zu und vertiefte das Bett. Die Auen fielen trocken. Im österreichischen Oberlauf wurden mehrere Kraftwerke gebaut, so dass der Nachschub an Kies und Geröll aus den Kitzbühler Alpen unterbrochen ist.

Nun droht ein Soledurchschlag, das bedeutet bei einem stärkeren Hochwasser könnte sich der Fluss schlagartig um mehrere Meter eingraben und dadurch die Fundamente von Gebäuden und Brücken gefährden.

In den nächsten 20 Jahren will nun die bayerische und österreichische Wasserwirtschaft ein ehrgeiziges Renaturierungsprojekt für 600 Millionen Euro durchführen. Eine Wiederherstellung der Ausgangslage ist natürlich illusorisch. Wo es möglich ist werden die Dämme um 40 Meter zurückverlegt und die Uferbefestigungen abgebaut. Das Ufermaterial darf abbrechen und soll das Flussbett erhöhen. Die Salzach darf wieder schlängeln und sich selbst wieder mehr Platz nehmen. Allmählich soll auch die Verbindung zum bestehenden Auwald wieder entstehen. Bei Triebenbach wurde eine „aufgelöste Sohlrampe“ gebaut, die die Durchlässigkeit des Flusses für Fische garantiert.

Die Bootsfahrer konnten auf den ersten Kilometern bis Laufen bereits natürlich gebuchtete Ufer sehen. Auch Kiesbänke sind wieder entstanden und bilden einen wertvollen Lebensraum für Fische und andere Tiere am Fluss.

Realschüler erzielten bei Sammlung für Bund Naturschutz gutes Ergebnis

Vilsbiburg. Kurz vor Ende des Schuljahres besuchte die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg die Realschule um sich bei den Schülern der fünften und sechsten Klassen, deren Lehrerinnen sowie bei Rektor Klaus Herdl zu bedanken. Die Schüler hatten sich bei der diesjährigen Sammlung für den Bund Naturschutz beteiligt und ein hervorragendes Ergebnis erzielt. BN Ortsvorsitzender Stefan Englbrecht erläuterte die Verwendung des gesammelten Geldes. Bayernweit werden damit beispielsweise ökologisch wertvolle Grundstücke gekauft, da manche Biotoptypen wie Moore und Magerwiesen immer seltener werden und so dauerhaft gesichert werden. Die Ortsgruppe verwendet die Mittel hauptsächlich für Natur- und Artenschutzmaßnahmen. Ein Amphibienzaun müsse verlängert werden, auf zwei wertvollen Trockenwiesen stehe eine Pflegemahd an und im Herbst plane man eine Feldhecke zu pflanzen, zählte Englbrecht als Beispiele auf. Brigitte Englbrecht, Geschäftstellenleiterin der BN Kreisgruppe hatte für alle Sammler wieder kleine Geschenke mitgebracht. Die erfolgreichsten von ihnen erhielten je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum eingetauscht wird, was von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert wurde.

Bund Naturschutz beendet Amphibienschutzaktion

Vilsbiburg: Mit dem Abbau der Schutzzäune beendeten Mitglieder und Freunde der Bund Naturschutz Ortsgruppe nach fünf Wochen ihre jährliche Amphibienschutzaktion und konnten Bilanz ziehen. Wegen der trockenen Witterung mit kalten Nächten im März setzte die Wanderung der Kröten, Frösche und Molche dieses Jahr eher zögerlich ein und zog sich bis Ostern hin. Am Zaun in Hochreit beteiligten sich heuer erstmals die Obst- und Gartenbaufreunde Schalkham tatkräftig an Auf- und Abbau sowie an der täglichen Kontrolle des Schutzzauns und dem Einsammeln der Tiere. Am Schluss konnten 1254 Amphibien, vorwiegend Erdkröten gezählt werden. Die Teiche in Dornau zählen zu den besten Amphibienlaichplätzen des Vilstals. Neben Erdkröte sind hier Gras- und Springfrosch, Teich- und Bergmolch sowie der seltene Laubfrosch heimisch. Insgesamt wurden hier 3709 Tiere eingesammelt und sicher über die Strasse getragen. In Aichberg wurde dieses Jahr erst zum zweiten Mal ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. Hier musste mit 292 Kröten und Molchen ein Rückgang gegenüber letztem Jahr verzeichnet werden.

Bei mehreren Führungen konnten Kinder und Erwachsene die kleinen Lurche hautnah erleben sowie allerlei Wissenswertes über deren Lebensweise erfahren.

Amphibienschutzzaun beschädigt

Mehrere Stunden Arbeitszeit musste Brigitte Englbrecht aufbringen, um den Schutzzaun wieder funktionstüchtig zu machen

Bund-Naturschutz-Kreisgruppe erstattet Strafanzeige  

Vilsbiburg. Mitglieder und Unterstützer von Ortsgruppen des Bundes Naturschutz (BN) haben auch heuer wieder zur Laichwanderung der Amphibien zahlreiche Schutzzäune entlang von vielbefahrenen Straßen im Landkreis Landshut unter hohem, ehrenamtlichem Zeitaufwand aufgestellt. Einer davon wurde entlang der Kreisstraße zwischen Johannsbrunn und Dirnaich, kurz hinter Johannesbrunn auf Höhe Großhochreith, montiert. Dieser Amphibienschutzzaun wurde in den späten Abendstunden des 24. März 2012 von Unbekannten mutwillig beschädigt. Auf einer Länge von 100 Metern wurden die Haltepfosten aus der Erde gezogen und in den Straßengraben geworfen. Eimer, in die die Amphibien beim Erreichen des Zaunes fallen sollen, wurden herausgerissen und in den angrenzenden Acker geworfen. Vom Landratsamt aufgestellte Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder wurden ebenfalls von unbekannter Hand beseitigt. Zum Glück für die zahlreichen Kröten und sonstigen Amphibien, die sich schon auf Wanderschaft befanden, wurde das Zerstörungswerk von BN-Mitgliedern frühzeitig bemerkt. Es konnte somit vermieden werden, dass Amphibien in großer Zahl bei ihrer nächtlichen Wanderung über die Straße überfahren wurden.  

Wie die BN-Kreisgruppe Landshut mitteilt, wurde der Zaun in mehrstündiger Arbeit noch am Morgen des Folgetages wieder aufgebaut und die Polizeiinspektion Vilsbiburg eingeschaltet. Hinweise auf den oder die Täter gibt es noch nicht. Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe hat über ihren Anwalt und stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Ulrich Kaltenegger nunmehr auch die Staatsanwaltschaft Landshut eingeschaltet und Strafanzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung erstattet. Bleibt zu hoffen, so BN-Geschäftsstellenleiterin und Amphibienschutz-Koordinatorin Brigitte Englbrecht, dass der oder die Täter ermittelt werden und dass sich derartiges nicht wiederholt.

Feldhecken und Streuobstwiesen – wertvoll für Menschen und Natur

Artenreiche Feldhecke am Wegesrand

Vilsbiburg: Feldhecken und Streuobstwiesen zählen zu den wertvollsten Biotopen unserer heimischen Natur. Da sie aber in den letzten Jahrzehnten vielfach einer immer intensiveren Landnutzung weichen mussten, möchte die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg im Herbst eine Feldhecke oder Streuobstwiese neu anlegen.

Feldhecken und Streuobstwiesen bilden Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Käfer, Wildbienen und Schmetterlinge finden sich hier ebenso wie zahlreiche Vogelarten wie Neuntöter und Heckenbraunelle, die auf diese Naturräume als Nahrungs- und Brutreviere angewiesen sind. Auch für den Grundstückseigentümer bieten diese Landschaftselemente zahlreiche Vorteile. Feldhecken verbessern das Kleinklima, mindern die Windgeschwindigkeit, speichern Feuchtigkeit und schützen so den Boden vor Erosion. Streuobstwiesen benötigen zwar mehr Platz, jedoch lässt sich hier im Herbst einheimisches und ungespritztes Obst ernten. Die Neuanlage einer Feldhecke oder Streuobstwiese kann aus dem Landschaftspflegeprogramm gefördert werden. Die BN Ortsgruppe bietet hier ihre Mithilfe bei Antragstellung und Pflanzung an. Bei Gewährung einer Förderung entstehen dann für den Besitzer keine Kosten. Interessierte können sich an den Vorsitzenden Stefan Englbrecht (Tel. 08741/8566) wenden.

Für Windkraftnutzung und gegen B15 neu

Monatsversammlung der Bund Naturschutz Ortsgruppe

Vilsbiburg. Bei der Monatsversammlung der Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz wurden verschiedene aktuelle Umwelt- und Naturschutzthemen besprochen. Schwerpunkte waren der geplante Vortrag „Kleinwindräder-Windkraft für alle?“, sowie der Beschluss der Regierung von Niederbayern, die beiden Planfeststellungsbeschlüsse für den Bau der B15 neu zwischen Geisenhausen und Haarbach sowie für die damit verbundene Vilstalspange aufzuheben.

Kleinwindräder können nach Ansicht der Naturschützer einen wesentlichen Beitrag für eine dezentrale Energieversorgung leisten. Sie seien vor allem interessant, wenn ein beträchtlicher Teil des erzeugten elektrischen Stroms selbst genutzt werden kann, zum Beispiel bei landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieben. Vorraussetzung sei natürlich ein geeigneter Standort sowie eine ausreichende Masthöhe des Windrads, so die BN Ortsgruppe. Um über Möglichkeiten, Rentabilität, aber auch über mögliche Hindernisse zu informieren, veranstaltet sie gemeinsam mit der BN Kreisgruppe Landshut am Donnerstag, 23. Februar um 20 Uhr in der Kolpinggaststätte Vilsbiburg einen Vortrag zu diesem Thema. Referent ist Maximilian Schäfer von der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land.

Einhellig begrüßt wurde der Beschluss der Regierung von Niederbayern, die beiden Planfeststellungsbeschlüsse aus dem Jahr 1991 für den Bau der B15 neu zwischen Geisenhausen und Haarbach sowie für die damit verbundene Vilstalspange aufzuheben. Ortsvorsitzender Stefan Englbrecht betonte, durch den Bau einer ortsnahen Umgehung von der B 299 zur B 388 gebe es für Vilsbiburg keine Rechtfertigung mehr für den Bau dieser Autobahn, wie sie die B15 neu trotz ihrer irreführenden Bezeichnung darstelle. Ein solcher Bau wäre mit enormen Eingriffen in die Natur verbunden und würde den Raum östlich von Landshut unnötigerweise mit überregionalem Verkehr belasten. Er erinnerte daran, das sich deshalb in allen betroffenen Gemeinden von Essenbach bis zur geplanten Einmündung in die A94 bei Schwindegg Bürgerinitiativen gegen die B15 neu gebildet haben und sich mehrere Gemeinden im südlichen Landkreis Landshut in Gemeinderatsbeschlüssen eindeutig gegen einen Weiterbau der B15 neu über die A92 ausgesprochen haben.

Zum Abschluss zeigte Achim Grünewald Bilder von einer mehrtägigen Wanderung im Monte Baldo Massiv am Gardasee. Dieses Gebiet umfasst verschiedene Vegetationszonen von mediterran bis alpin und zeichnet sich durch eine besonders hohe Vielfalt, zum Teil seltener und endemischer Blumenarten aus, die Achim Grünewald fachkundig zu erklären wusste.

Weltweite Kontrolle der Lebensmittelproduktion

BN-Vortrag mit Josef Feilmeier: "Keine Gentechnik im Essen und in der Landwirtschaft". Siehe Bericht in der Vilsbiburger Zeitung vom 24. Januar 2012.

Quelle: Vilsbiburger Zeitung

Der Mythos Baum

Bund Naturschutz macht den Baum zum Jahresthema. Siehe großen Bericht in der Vilsbiburger Zeitung vom 19. Januar 2012

Quelle: Vilsbiburger Zeitung

Wildblumenwiese Thalham gepflegt

Das Mähgut einer Wiese in Thalham rechten Mitglieder der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg kürzlich ab. Sie haben sich dieser Wiese angenommen. Vor einigen Jahren säten sie zahlreiche Samen heimischer Wildblumen dort an. Die Wiese wird nur einmal im Jahr vom Landwirt gemäht und nicht gedüngt. So können dort vorkommende Blumen aussamen und die Wiese soll im Laufe der Zeit ausmagern. Das Mähgut wird entsorgt und die Wiese dadurch von Nährstoffen befreit. Denn die Wildblumen brauchen einen nährstoffarmen Boden und sind Nahrungsquelle für viele Insekten wie Schmetterlinge, Bienen und Hummeln.

15 Jungbäume und Sträucher zum Dank für fleißige Spendensammler

15 JUNGBÄUME UND -STRÄUCHER überreichte der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Vilsbiburg an Schülerinnen und Schüler der Realschule Vilsbiburg. Stefan Englbrecht, Ortsgruppenvorsitzender bedankte sich sehr herzlich bei ihnen, denn sie waren die eifrigsten Sammler bei der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz. Der gesammelte Betrag ermöglicht es dem BN, lokal vor Ort als auch Bayern weit Biotoppflege- und Artenschutzmaßnahmen durchzuführen. Der Dank galt auch Rektor Klaus Herdl, Lehrerin Dagmar Hufnagl, und den weiteren beteiligten Lehrkräften für ihre Unterstützung.

Keine Veränderungen an der Spitze

von links: Konrad Fischer, Kathy Mühlebach-Sturm, Josef Wirthmüller, Stefan Englbrecht, Günter Ehr, Robert Meyer, Brigitte Englbrecht und Christine Wimmer

Stefan Englbrecht wurde als Vorsitzender der BN-Ortsgruppe im Amt bestätigt  

Vilsbiburg. Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der Kreisgruppe Landshut des Bundes Naturschutz (BN) und Christine Wimmer, Schriftführerin der Kreisgruppe besuchten die Ortsgruppe Vilsbiburg, um turnusmäßige Wahlen des Vorstandes durchzuführen. Dieser Tagesordnungspunkt ging reibungslos über die Bühne, denn der amtierende Vorstand wurde wieder in seinem Amt bestätigt.

Einen kurzen Rückblick gab vorab Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe. Im Jahr 2011 wurde der Vortrag „Gut essen und Klima schützen“ mit Marion Ruppaner von der BN-Landesfachgeschäftsstelle Nürnberg durchgeführt; vier vogel- beziehungsweise naturkundliche Wanderungen an den Echinger Stausee, in den Hienheimer Forst, ins Dornauer BN-Biotop und auf die Bochumer Hütte organisierte die Ortsgruppe. Eine Fahrradtour führte zu Biotopen rund um Vilsbiburg, und die alljährlich durchgeführte Bootstour fand heuer auf dem Regen statt. Großen Einsatz verlangte im März und April der Schutz der Amphibien, so Englbrecht weiter. Zum ersten Mal wurden drei statt zwei Schutzzäune wegen der starken Laichwanderungen aufgebaut. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich an der Aktion und der Erfolg konnte sich mit über 5500 geretteten Tieren sehen lassen. Die alljährlichen Mäharbeiten auf zwei Wiesengrundstücken wurden spät im Jahr durchgeführt, fuhr der Vorsitzende fort. So konnten seltene, dort vorkommende Blumen aussamen. Schließlich bedankte er sich ausdrücklich bei den Betreuerinnen der Kindergruppe für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Nach dem Rückblick leiteten Kathy Mühlebach-Sturm und Christine Wimmer die Wahlen des Vorstandes. Stefan Englbrecht wurde einstimmig wieder zum ersten und Günter Ehr zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Die Wahl des Kassiers fiel ebenfalls auf Günter Ehr; das Amt der Schriftführer teilen sich Josef Wirthmüller und Konrad Fischer. Beisitzer wurden wie gehabt Robert Meyer, Christine Grünewald und Brigitte Englbrecht. Kathy Mühlebach-Sturm bedankte sich beim neuen Vorstand und den Aktiven der Ortsgruppe für ihr ehrenamtliches Engagement und meinte, der alte Vorstand habe sich bewährt.

Anschließend wies Stefan Englbrecht auf einige aktuelle Themen hin. Es stehen im Herbst noch Biotoppflegearbeiten an, ein Trockenhang in Vilsbiburg wird noch gemäht und die Ortsgruppe wird sich an der geplanten Demonstration am 29. Oktober in München gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen beteiligen. 2012 möchte die Ortsgruppe wie schon im letzten Jahr eine Streuobstwiese oder eine Hecke pflanzen, wenn ein geeignetes Grundstück gefunden wird.

Vilsbiburger Schüler sammelten erfolgreich für Bund Naturschutz

Schüler erzielten bei Sammlung für Bund Naturschutz gutes Ergebnis:

Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte die Realschule Vilsbiburg, um Rektor Klaus Herdl, den Lehrerinnen Hufnagl, Fritsch und Mair, dem Lehrer Wiethaler und vor allen Dingen den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu danken. Die Schülerinnen und Schüler hatten bei der diesjährigen Sammlung für den Bund Naturschutz ein hervorragendes Ergebnis erreicht. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe, erklärte, dass das Geld für den Natur- und Artenschutz verwendet werde. Es waren heuer in der Ortsgruppe bereits Kosten für die Verlängerung der beiden Amphibienschutzzäune angefallen, ein dritter Zaun wurde wegen der großen Anzahl von Amphibien neu errichtet. Für die Betreuung dieses dritten Zaunes konnte eine Reihe neuer interessierter Helfer gewonnen werden. Die Pflegemahd von zwei ökologisch wertvollen Trockenwiesen steht noch an und das BN-eigene Grundstück im Vilstal muss ebenfalls im Laufe des Sommers noch gemäht beziehungsweise beweidet werden. Nur so kann der Lebensraum für die dort lebenden, zum Teil seltenen Tiere und Pflanzen erhalten werden. Stefan Englbrecht äußerte die Hoffnung, dass sich, wie in den letzten Jahren, bald wieder ein Naturfreund aus dem Raum Vilsbiburg meldet und ein Grundstück für die Pflanzung einer Streuobstwiese zur Verfügung stellt. Brigitte Englbrecht von der Ortsgruppe überreichte an Lehrerin Dagmar Hufnagl eine Kiste mit kleinen Dankeschön-Prämien, die für die Schüler bestimmt waren. Fünfzehn Schülerinnen und Schüler, die am meisten gesammelt haben, erhielten als Belohnung einen Gutschein für einen jungen Baum oder Strauch, die zur Pflanzzeit im Herbst nachgereicht werden.

Naturkundliche Exkursion im Vilstal

Vilsbiburg. Eine naturkundliche Exkursion zu Feuchtwiesen im Vilstal veranstaltete die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg gemeinsam mit der Kreisgruppe Landshut.

Die Landschaftsarchitektin Viktoria Meysemeyer führte ihre Zuhörer zu Biotopflächen bei Leberskirchen für die sie vor ein paar Jahren im Rahmen ihrer Diplomarbeit einen Pflege- und Entwicklungsplan erstellt und dabei auch Flora und Fauna dieses Gebiets kartiert hatte. Eingangs wies die Referentin darauf hin, dass das Gebiet Bestandteil des FFH-Gebiets „Vilstal zwischen Vilsbiburg und Marklkofen“ sei und überregionale Bedeutung als Feuchtgebiet und Amphibienlebensraum darstelle. Auf einem Grundstück, das vom Bund Naturschutz angekauft wurde, befinden sich seit vielen Jahren mehrere kleine Teiche, die zu den wichtigsten Fortpflanzungshabitaten für Amphibien des gesamten Vilstals zählen. Neben Erdkröte und Grasfrosch sind hier auch Springfrosch sowie Teich- und Bergmolch heimisch. Um den seltenen und hier ebenfalls vorkommenden Laubfrosch zu fördern, wurden vor ein paar Jahren zusätzliche Seigen, das sind flache Tümpel,  ausgebaggert.

Den nördlichen Teil des Grundstücks bildet eine seggenreiche Nasswiese die für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Bekassine offen gehalten werden soll. Dazu gehören anschließend zur Vils hin weitere Grundstücke die sich im Besitz des Landkreises Landshut sowie der Stadt Vilsbiburg befinden. Frau Meysemeyer erklärte, durch die kleinflächige Struktur des Gebiets bietet es verschiedensten Tier- und Pflanzenarten geeigneten Lebensraum. Es konnten sowohl seltene Seggen- und Binsenarten nachgewiesen werden als auch zahlreiche Libellen- und Heuschreckenarten wie die Sumpfschrecke die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten aufgeführt ist. Auch die Vogelwelt ist zahlreich vertreten, im Schilf leben Rohrammer, Teich- und Schilfrohrsänger, in den Weidenbüschen wurden Blaukehlchen und Neuntöter schon beobachtet und in einer Prallwand der Vils brütet der Eisvogel. Eine Besonderheit bei den Schmetterlingen in diesem Bereich, so die Referentin, sei der Wiesenknopf-Ameisenbläuling der auf den Wiesenknopf als Futterpflanze zwingend angewiesen sei.

Abschließend betonte die Landschaftsarchitektin, dass es aus naturschutzfachlicher Sicht wünschenswert wäre, wenn das Gebiet durch weitere Flächenankäufe oder Extensivierung vergrößert werden könnte.

Für die Natur und gegen die Atomkraft

Kathy Mühlebach Sturm, Vorsitzende der BN-kreisgruppe, und Landesbeirats-Mitglied Paul Riederer ehrten Brigitte Englbrecht (Mitte) für ihr langjähriges ehrenamtliches erfolgreiches Wirken im Naturschutz

Jahresmitgliederversammlung der BN-Kreisgruppe – Brigitte Englbrecht geehrt

Zur Jahresmitgliederversammlung 2011 der Kreisgruppe Landshut des Bundes Naturschutz konnte im  Gasthof „Zur Insel“ die erste Vorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm zahlreiche Vereinsmitglieder begrüßen. Mit über 4000 Mitgliedern und 15 Ortsgruppen prägt die  Bund-Naturschutz-Kreisgruppe in der Stadt und im Landkreis Landshut das gesellschaftliche Leben vor Ort bedeutsam mit, wie der Tätigkeitsbericht von Mühlebach-Sturm eindrücklich belegte. Im abgelaufenen Vereinsjahr beteiligten sich viele Mitglieder an Demonstrationen und Mahnwachen zum Atomausstieg und insbesondere zur Abschaltung des AKW Isar I. Gleichzeitig bringe der Bund Naturschutz die Energiewende in der Region aber auch selbst mit voran: Eine Podiumsdiskussion in Geisenhausen zu allen wichtigen Fragen rund um die Windenergie sei auf reges Interesse bei den Bürgern gestoßen. Über 80 Veranstaltungen, welche von der BN-Kreisgruppe im Jahr 2010 durchführt wurden, seien von nahezu 5000 Menschen besucht worden, informierte Mühlebach-Sturm.

Darüber hinaus wurden, so die Vorsitzende, rund 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden für den klassischen Naturschutz geleistet, sei es für die Pflege oder Anlage von Biotopen, für den Amphibienschutz oder Heckenpflanzungen. In der Kinder- und Jugendarbeit wurden beim Bund Naturschutz in Stadt und Landkreis Landshut  auch neue Wege begangen: Neben der Betreuung von Kindergruppen leisteten Mitglieder des BN auch Beiträge zu Ferienprogrammen und arbeiteten mit Schulen zusammen. So wurde in der Mittelschule Schönbrunn eine Bach-AG gegründet. Dabei erkunden Schüler – begleitet vom Bund Naturschutz – das natürliche Gelände des Schulhofes und der angrenzenden Isarleite. Schulklassen nehmen aber auch an Amphibienschutzmaßnahmen der BN-Ortsgruppen teil oder bekommen in den Schulen Besuch von BN-Mitgliedern und können Amphibien hautnah erleben. Das Angebot der „NaturWerkstatt“ der BN-Kreisgruppe richtet sich an Lehrer beziehungsweise Schulklassen, die naturkundliche Themen zusammen mit einer Umweltpädagogin im Freien gestalten möchten.

Nach dem Kassenbericht und der Entlastung des Vorstands übergab Mühlebach-Sturm im Namen des Kreisgruppenvorstands an Brigitte Englbrecht zu ihrem zehnjähren Dienstjubiläum als sachkundige und engagierte Leiterin der BN-Geschäftsstelle einen Geschenkkorb. Aber auch für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement in der BN-Kreisgruppe Landshut und in der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg wurde Brigitte Englbrecht geehrt. In Vertretung des BN-Landesvorsitzenden Professor Hubert Weiger überreichte ihr Landesbeirats-Mitglied Paul Riederer das BN-Vereinsabzeichen in Silber mit Urkunde.

Im Anschluss ermutigte der Bodenkundler Dr. Günther Schaller in seinem Vortrag „Wildnis als Kulturaufgabe“, Dynamik und die unbeabsichtigte und manchmal unerwartete Veränderung der Natur als deren Wesen zu begreifen und zu akzeptieren. In dieser Dynamik liege schützenswerte Ästhetik. Daher plädierte Dr. Schaller für den Ankauf von möglichst vielen Flächen, auf denen Wildnis zugelassen wird, und für die Vermittlung von der der Wildnis innewohnenden Ästhetik. Dies sei letztlich eine kulturelle Aufgabe, so Schaller.

Bund Naturschutz beendet Amphibienschutzaktion

Vilsbiburg. Nach fünf Wochen konnten die Mitglieder der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg mit dem Abbau der Schutzzäune ihre jährliche Amphibienschutzaktion mit einem erfreulichen Ergebnis beenden.

Nachdem im vergangenen Jahr im Bereich Aichberg auffällig viele Kröten überfahren worden waren, stellten die Naturschützer heuer erstmals auch in diesem Bereich auf einer Länge von 400 Metern einen Schutzzaun auf. Bei den täglichen Kontrollen wurden insgesamt 333 Erdkröten, 104 Teich- und Bergmolche sowie 5 Grasfrösche eingesammelt und sicher über die Straße gebracht. Damit habe sich die zusätzliche Arbeit gelohnt, freuten sich die Aktiven. Auch an den Biotopen in Dornau und Hochreit nahm die Anzahl der Amphibien wie schon in den vergangenen Jahren weiter zu. Bei Besuchen von BN-Mitgliedern an der Grund- und Mittelschule in Vilsbiburg, sowie bei Führungen von Kindergruppen am Schutzzaun in Dornau konnten Kinder Kröten, Frösche und Molche hautnah erleben sowie allerlei Wissenswertes  über deren Lebensweise erfahren.

Einzigartige Natur in Deutschland

BN-Ortsgruppe unterstützt Biotopverbund entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Vilsbiburg. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Grenzen trennen – Natur verbindet, Grünes Band Europas“ in der Kleinen Rathausgalerie in Landshut, überreichte Paul Riederer, stellvertretender Vorsitzender der Bund Naturschutz-(BN)-Kreisgruppe Landshut an Stefan Englbrecht, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg, eine Urkunde über 10 symbolische Anteilscheine „Grünes Band“, die die Ortsgruppe erworben hat. Die Inhaber dieser Anteilscheine setzen sich gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland für den Erhalt und Schutz des längsten Biotopverbundes in Mitteleuropa ein. Die ehemalige innerdeutsche Grenze mit ihrer Länge von 1393 Kilometern ist ein zusammenhängender Streifen wertvollster Biotope mit einzigartigen Rückzugsräumen für bedrohte Tiere und Pflanzen geworden. Im zweifelhaften Schutz der unmenschlichen Grenzanlagen mit Metallzäunen, Minen und Grenzpatrouillen bekam die Natur eine 30-jährige Atempause. Und die Natur nutzte sie. Es entwickelte sich ein Stück unberührter „Wildnis“ mit großartigen Altgrasfluren, Busch- und Waldparadiesen, Feuchtgebieten und blühenden Heiden. Doch Landwirtschaft und Straßenbau drohen diesen Biotopverbund zu zerstückeln. „Das Grüne Band ist eine einmalige Chance, die wir nicht verpassen dürfen. Die Anteilscheine sind eine gute Möglichkeit für jedermann, zum Schutz der einzigartigen Natur entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze beizutragen“, betonte Stefan Englbrecht.

Vortrag "Gut essen - Klima schützen"

Wenn sie durch die verlockende Warenwelt der Lebensmittelhändler schlendern, denken die wenigsten Kunden darüber nach, wieviel Energie nötig ist, um die Waren herzustellen, zu transportieren oder auch nur zu kühlen. In einem interessanten Vortrag beim Bund Naturschutz zeigte die Agrar-Referentin aus der Landesfachgeschäftsstelle, Marion Ruppaner, größtenteils unbekannte Zusammenhänge zwischen Konsum und Ökologie auf. Der Vortrag hatte den Titel: Gut essen und Klima schützen". Georg Soller von der Vilsbiburger Zeitung berichtet:  >> mehr

Aktivitäten 2010

Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg pflanzte eine Streuobstwiese

Vilsbiburg: Gemeinsam mit dem Grundstücksbesitzer pflanzte die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg in Hippenstall eine Streuobstwiese. Unter fachkundiger Anleitung wurden 18 hochstämmige Obstbäume gesetzt und dabei vor allem einheimische Obstsorten berücksichtigt. Mit Wühlmauskörben und Einzelstammschutz wurden die Bäume gegen Verbiss unter und über der Erde geschützt.

Der Streuobstanbau war früher sehr verbreitet, die meisten Bestände sind jedoch der intensiven Nutzung unserer Kulturlandschaft zum Opfer gefallen. Der Name „Streuobst“ rührt daher, dass die Bäume auf diesen Wiesen locker „verstreut“ stehen, erläuterte Ortsvorsitzender Stefan Englbrecht. Durch die einmalige Mischung aus Baum und Wiese sind Streuobstwiesen ein wertvolles Landschaftselement für Mensch und Natur. Dem Menschen ermöglichen sie es einheimisches, ungespritztes Obst zu ernten, einer Vielzahl von Vögeln, Bienen, Käfern und anderen Tieren bieten sie Lebensraum sowie Nahrungs- und Brutmöglichkeiten. Die Wiesenflächen zwischen den Bäumen werden in der Regel extensiv bewirtschaftet und nicht gedüngt, sodass sich hier eine vielfältige Blumenwiese entwickeln kann.

Auf den Spuren des Bibers

Bernd-Jochen Lindner-Haag (rechts) informierte über die Biologie und Lebensweise der Biber

Biberreviere an der Vils und am Lerner Bach waren Ziele einer Exkursion

Eine naturkundliche Exkursion zu Biberlebensräumen an der Großen Vils und am Lerner Bach veranstaltete die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut zusammen mit der BN- Ortsgruppe Vilsbiburg am 16. Oktober 2010. Die beiden Biberberater Bernd-Jochen Lindner-Haag und Robert Meyer zeigten den zahlreichen Teilnehmern nicht nur Spuren wie Biberburg und Biberdamm sondern berichteten auch über Lebensweise und Bedeutung des Bibers für den Wasserhaushalt. Anhand von Präparaten erzählte Lindner-Haag eingangs über die Biologie dieses größten Nagetiers Europas. Sein Fell zählt zu den dichtesten im Tierreich, weswegen der Biber im 19.Jahrhundert in Bayern ausgerottet wurde. Im Mittelalter war der Biber sogar das Wappentier Vilsbiburgs gewesen. Ab 1967 wurde der Biber mit Förderung des Bayerischen Landwirtschaftministeriums vom Bund Naturschutz wieder eingebürgert, seit einigen Jahren sind auch Reviere an der Vils wieder besetzt, so der Biberfachmann.

Beim Besuch einer eindrucksvollen Biberburg oberhalb von Vilsbiburg erklärte Lindner-Haag, dass eine Burg immer von einer Familie bewohnt werde. Im zweiten Lebensjahr werden die Jungtiere von den Eltern vertrieben und müssen sich ein eigenes Revier suchen. In diesem Zusammenhang wiesen die Biberberater auch darauf hin, dass die Anzahl der Biber durch die Anzahl der verfügbaren Reviere begrenzt ist, natürliche Feinde spielen hier keine Rolle, Untersuchungen in Kanada und Russland hätten dies bestätigt. Im Sommer ernährt sich der Biber von Wasserpflanzen und auch von Feldfrüchten, im Winter ist er auf die Rinde von Bäumen angewiesen, die er dazu umnagt.

Die Fragen der anwesenden Landwirte drehten sich genau um diesen Punkt, die wirtschaftlichen Schäden, die der Biber auf landwirtschaftlichen Flächen, die unmittelbar am Fluss liegen, verursacht. Hierzu erklärten die Biberberater, es sei vom Freistaat Bayern und vom Bund Naturschutz ein Entschädigungsfonds eingerichtet worden, aus dem Schäden ausgeglichen werden können. Ein Großteil der Konflikte könnte vermieden werden, so Bernd-Jochen Lindner-Haag, wenn man den Flüssen wieder etwas mehr Platz lassen würde und einen Uferstreifen von zehn Metern aus der Bewirtschaftung nähme, wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt.

Am Lerner Bach oberhalb von Vilslern konnte neben einer weiteren Biberburg auch ein Damm besichtigt werden, den der Biber angelegt hatte, da der Wasserstand für seine Bedürfnisse zu niedrig war. An diesem Beispiel wiesen die Biberberater auf die Nützlichkeit des Bibers für die Gesellschaft hin, der natürliche Gewässerrenaturierung betreibe und so die Hochwasserrückhaltung unterstütze. In den von ihm angelegten Lebensräumen siedeln sich viele unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten an. Auch die Fischfauna profitiere von seiner Bautätigkeit. Im Wasser liegende Bäume bieten Unterschlupf für die Fischbrut und durch die Verwirbelungen wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert, erläuterten die Biberberater.

Jahresmitgliederversammlung 2010 - Aktivitäten der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe

Jahresmitgliederversammlung mit Themen Atomkraft und Biotoppflege

Vilsbiburg. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg berichtete kürzlich bei der Jahresmitgliederversammlung vor seinen Mitgliedern über aktuelle Aktivitäten und stellte auch kurz einen Jahresrückblick vor.

So plant die BN-Ortsgruppe heuer noch die Pflanzung einer Streuobstwiese, die Lebensraum für viele Tiere, wie Vögel und Insekten bieten soll. In Großmaulberg befindet sich eine sehr artenreiche Trockenhangwiese, für welche auch heuer noch eine Pflegemahd vorgesehen ist. So können die dort vorkommenden seltenen Blumenarten erhalten werden. Auch ein BN-eigenes, ökologisch wertvolles Grundstück im Vilstal muss noch gemäht werden. Um die alljährlich durchzuführenden Biotoppflegearbeiten finanzieren zu können, beteiligt sich die Ortsgruppe Vilsbiburg stets an der Haus- und Straßensammlung des Bundes Naturschutz, die einmal jährlich durchgeführt wird.

Zum Rückblick teilte Englbrecht mit, dass die Ortsgruppe kürzlich an der großen Anti-Atom-Demo in München teilnahm, welche mit einem Aufgebot von rund 50000 Atomkraftgegnern aus ganz Deutschland und Nachbarländern ein voller Erfolg war. Auch im Einsatz gegen die geplante Autobahn B 15 neu, die durch die klein strukturierte Heimat verlaufen soll, lies man nicht locker. So beteiligte sich die Ortsgruppe 2010 an der Gründung weiterer Bürgerinitiativen „Stop B 15 neu“ in Essenbach, Wurmsham und Buchbach. Sie organisierte eine Winterwanderung an der geplanten Trasse nahe Haarbach und beteiligte sich an Demonstrationen in Landshut und Höhenberg bei Velden gegen die Straße. Wie bekannt ist, favorisiert der Bund Naturschutz als Alternative zur B 15 neu die so genannte Versatzlösung. Nach dieser Variante kann von der A 92 ab Essenbach in Richtung Münchner Flughafen, dann über die bereits bestehende Flughafentangente Ost bis Markt Schwaben, und dann weiter über die A 94 zur A8 ins Inntaldreieck gefahren werden. Somit ist laut den Autobahngegnern der Weiterbau der B 15 neu ab Essenbach nach Süden überflüssig.

An weitere Aktivitäten im Jahr erinnerte Englbrecht. So besuchte die Ortsgruppe das Heimatmuseum Vilsbiburg, organisierte einen Vortrag „Strom halbieren ohne Komfortverlust, der sehr gut besucht war, und unternahm eine Radtour im Isental. Auch dieses sehr schöne Tal ist gefährdet durch den Bau einer Autobahn, der A 94. Diese könnte leicht entlang der B 12 anstelle durch das Isental gebaut werden.

Großen Einsatz leisteten die BN-Mitglieder und -Freunde beim diesjährigen Amphibienschutz. Im Frühjahr konnten an zwei Schutzzäunen, die die Helfer wie jedes Jahr in Straßengräben aufbauten, über zweitausend Tiere vor dem möglichen Tod gerettet werden, denn ihre Wanderwege zu den Laichgewässern kreuzen mit den Straßen. Die Ortsgruppe beteiligte sich an der Exkursion zu den „3 Quellen“, die die BN-Ortsgruppe „Oberes Binatal/Rottquelle“ zusammen mit der Gemeinde Wurmsham organisierte. Bei Wurmsham entspringen die Quellen von Bina, Rott und Zellbach, und die Bäche fließen je in eine andere Himmelsrichtung. Dort befindet sich so zu sagen eine Wasserscheide.

Schließlich genossen 2010 einige Mitglieder der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg mit weiteren Interessierten die Natur im Zahmen Kaiser im Juli, und bei einer Bootstour auf der Isar im September. Auch die Kindergruppe der BN-Ortsgruppe war mit zehn Treffen in der Natur sehr aktiv.

Blütenpracht und Artenvielfalt

Die Wiesen in Binabiburg und Großmaulberg bieten ein buntes Pflanzenspektrum
Auch für Schmetterlinge, wie den Distelfalter, sind sie wertvolle Lebensräume

BN-Ortsgruppen sichern Blumenwiesen durch extensive Pflege

Binabiburg/Vilsbiburg. An zwei Standorten entwickelte sich in den letzten Jahren eine artenreiche Blumenwiese, eine auf der Fläche rund um die Salvator-Kirche in Binabiburg und eine auf dem Grundstück von Biogärtner Degenbeck in Großmaulberg bei Vilsbiburg. Die beiden Bund-Naturschutz-Ortsgruppen „Oberes Binatal/Rottquelle“ und Vilsbiburg haben sich zusammengetan, um diese Blumenwiesen mit ihrer Blütenpracht und Artenvielfalt zu erhalten, informieren Monika Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der Binataler Ortsgruppe, und Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe Vilsbiburg.

Jahrelang wurden die beiden Grundstücke nicht gedüngt, so dass sich seltene Blumen auf den mageren Böden entwickeln konnten. In Zusammenarbeit mit dem Dorf- und Landschaftspflegeverein Binabiburg und in Abstimmung mit der Kichenverwaltung mähen die Bund-Naturschutz-Ortsgruppen die Wiese rund um die Salvator-Kirche jetzt im Hochsommer. Dadurch haben die Pflanzen die Möglichkeit, auszusamen, im darauf folgenden Jahr wieder zu blühen und sich sogar zu vermehren. Es wachsen dort viele botanische Raritäten wie Efeublättriger Ehrenpreis, Heidenelke und Wiesenglockenblume, weiß Johanna Mooser als botanisch versierte Naturschützerin zu berichten. Auch sei der Frauenmantel, die Kleine Brunelle und die Sternmiere hier anzutreffen. Viele Blumenarten, welche charakteristisch für Trocken- und Magerrasenstandort sind, findet man ebenfalls, so etwa das Frühlings-Fingerkraut, das Echte Labkraut und der Mittlere Wegerich.

Zu den ersten Blumen, die im Frühjahr auf der Wiese rund um die Kirche blühen, gehört das rasenbildende Frühlingsfingerkraut, so Mooser. Es wird nur fünf bis 15 Zentimeter hoch. Wenn in einem heißen und trockenen Sommer die Gräser verdorrt sind, sei sie als Magerrasenpflanze immer noch grün. Außer den Mager- und Trockenrasen liebenden Blumen kommen auch zahlreiche Blumenarten der Fettwiese und anderer Standorte an der Wallfahrtskirche vor, so das Acker-Hornkraut, die Weiße Lichtnelke, Wiesenwitwenblume, Margerite, Wiesenflockenblume und der Gamander-Ehrenpreis.

Die Blumenwiese in Großmaulberg ist nicht minder reich an Pflanzen, versichert die Blumenspezialistin. Dazu gehören Wiesenknopf, Kreuzblume, Heidenelke, Wiesenbocksbart, Knäuelglockenblume und Johanniskraut. Das Johanniskraut blüht von Juni bis September und wird 30 bis 80 Zentimeter hoch. Es wächst gerne in extensiv genutzten Wiesen, an Wegrändern sowie an Wald- und Heckensäumen und ist wie viele andere Pflanzen auch eine Heilpflanze. Die rot blühende Heidenelke wird nur zehn bis 30 Zentimeter hoch, sie liebt sandige, kalkarme Böden und steht zerstreut auf der mageren Wiese.

Lang ist die Liste der dort vorkommenden Pflanzen, sie bilden reichlich Nahrung für Schmetterlinge, Wildbienen und weitere Insekten. Auch vorkommende Gräser sind wichtig, so für den Nachwuchs von Schmetterlingen wie Braunem Waldvogel, Dickkopffalter, Ochsenauge und Schachbrettfalter, bestätigt Johanna Mooser. Manche Falter haben sich auf nur eine Pflanze spezialisiert und so werden die Schmetterlinge weniger, wenn diese eine Pflanze verschwindet. Höchstens zweimal im Jahr, im Sommer und im Herbst, werde diese blumenreiche Wiese von den BN-Ortsgruppen jetzt gemäht. So könne die Artenvielfalt erhalten werden.

Solartag 2010

Mit einem Infostand beteiligte sich die Bund Naturschutz Ortsgruppe am Solartag in Vilsbiburg. Außerdem konnten Kinder und Erwachsene am Glücksrad Naturfragen beantworten und kleine Preise gewinnen.

Realschule Vilsbiburg sammelte für den Naturschutz

Vilsbiburg. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen der Realschule beteiligten sich auch dieses Jahr wieder an der Haus- und Straßensammlung des Bund Naturschutz. Kürzlich besuchten deshalb Brigitte und Stefan Englbrecht von der Ortsgruppe Vilsbiburg die fleißigen Sammler um sich für deren Unterstützung zu bedanken.

Rektor Klaus Herdl erklärte bei der Begrüßung am Beispiel der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, dass der Mensch oftmals sehr rücksichtslos mit der Natur umgehe und ermunterte die Schüler hier Sensibilität zu entwickeln. Die Naturschützer erläuterten dann kurz die Verwendung der gesammelten Spendengelder. Die Hälfte davon werde vom BN-Landesverband Bayern beispielsweise für den Erhalt wertvoller Landschaften und Artenschutzmaßnahmen wie der Wiedereinbürgerung von Luchs und Wildkatze sowie für Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Die andere Hälfte erhält die örtliche Ortsgruppe, die damit ebenfalls Naturschutzmaßnahmen durchführen kann. Konkret werde dieses Jahr eine Streuobstwiese mit Randhecke gepflanzt, Mäharbeiten auf Biotopflächen seien notwendig und ein zusätzlicher Amphibienschutzzaun müsse angeschafft werden, so Stefan Englbrecht.

Wer hilft Fröschen, Molchen und Kröten?

Auch der seltene Grasfrosch braucht Hilfe

BN-Ortsgruppe sucht ehrenamtliche Helfer für den Amphibienschutz

Vilsbiburg. Auch diesem Frühjahr schützten Bund-Naturschutz-Mitglieder und ihre Helfer wieder über 3000 Amphibien vor dem möglichen Straßentod, indem sie zwei Schutzzäune errichteten. Aufmerksame Bürger stellten an einem zusätzlichen Ort, bei Aichberg zwischen Vilsbiburg und Solling, ebenfalls starke Wanderbewegungen von Amphibien fest. Mehrere Abende fuhren BN-Mitglieder auch an diese Stelle und trugen auf einer Länge von rund 500 Meter eine große Zahl von Tieren über die Strasse.

Um die Amphibien, die durch die Umwelteinflüsse sehr bedroht sind, bei Aichberg auch nächstes Jahr sicher retten zu können, muss in diesem Bereich im nächsten Frühjahr ein mobiler Schutzzaun errichtet werden. Dazu sucht die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bundes Naturschutz schon jetzt Helfer und Helferinnen, die sich bei Zaunaufbau, Zaunkontrolle und/oder Zaunabbau ehrenamtlich betätigen wollen. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe, möchte schon jetzt genügend Helfer finden, weil er weit voraus planen muss. Der Zaun muss wie auch an den anderen Standorten je nach Wetterlage von Ende Februar/Anfang März bis Ende März/Mitte April einmal täglich betreut werden. Ohne weitere Helfer ist die Arbeit nicht zu machen, stellte Englbrecht fest. Finden sich genug Freiwillige ein, ist der Arbeitsaufwand für jede Person nicht sehr groß. Kinder können gerne bei den Aktionen dabei sein. Nach den Erfahrungen der Naturschützer ist es für Kinder immer wieder ein Erlebnis, Frösche, Molche und Kröten näher kennen zu lernen.

Da Artenschutz alle Bürger angeht, bittet die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg somit Bürger aus Vilsbiburg und Umgebung, sich an den Amphibienschutz-Aktionen in Aichberg nächstes Frühjahr zu beteiligen. Sie sollen sich wegen der Vorplanungen bitte bis Mitte Juli 2010 bei Stefan Englbrecht unter Telefon 08741-8566 melden oder in der Bund Naturschutz-Geschäftsstelle in Landshut unter Telefon 0871-23748 oder 0871-22390 anrufen.

B 15 neu - Stadträte in Vilsbiburg stimmten ab über den Antrag der BI "Stop B 15 neu"

Mit freundliche Empfehlung der Vilsbiburger Zeitung gestattet uns der Redakteur, Herr Georg Soller, seinen Zeitungsbericht zur der Stadtratssitzung am 20. Mai 2010 in Vilsbiburg auf unseren Internetseiten zu veröffentlichen.  >> "Vilsbiburger Zeitung vom 22.05.2010"

Ein idyllisches Tal – das Isental

Fantastischer Ausblick ins unverbaute Isental

BN-Ortsgruppe unternahm naturkundliche Fahrradexkursion

Vilsbiburg. Um zu sehen, welche Naturschätze die Autobahn A 94 zerstört, wenn diese wie geplant im Isental zwischen Dorfen und Isen verlaufen soll, unternahm die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg eine Radwanderung in diesem Gebiet.

Ausgangspunkt der Radwanderung war Dorfen. Auf engen Rad- und Feldwegen ging es entlang des Flusses Isen Richtung Westen. Sehr viele Hecken und Sträucher wachsen noch in dieser hügeligen Landschaft, stellten die Exkursionsteilnehmer fest. An der Isen sahen sie Auwälder und Feuchtwiesen, die wertvollen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen bieten. Die Goldammer wurde gesichtet und der seltene Pirol sang in den Bäumen. Die Teilnehmer der Wanderung hörten See- und Teichfroschkonzerte in nahen Gewässern, und sogar ein Blaukehlchen war in der Nähe zu hören. Auch bodenbrütende Vögel können in dieser Gegend Nistgelegenheit finden, bemerkte Günter Ehr, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe.

Zwei Stunden fuhren die BN-Mitglieder, zum Teil auf kleineren Nebenstrassen, an Lengdorf vorbei, bis der Ort Isen erreicht war. Während der Fahrt stellten die Radler immer wieder fest, dass es sehr erholsam ist, sich auf diesen Strassen mit dem Rad fortzubewegen, denn nur wenig Autoverkehr stört hier den Naturgenuss.

Nach einer kurzen Einkehr in Isen nahm die Gruppe einen etwas kürzeren Weg über Holz zurück nach Dorfen, dabei bot der Weg fantastische Ausblicke in das Tal. Die Gruppe kam schließlich in der Nähe des „Schwammerls“ vorbei, einem Aussichtspunkt hoch über Dorfen. Die Autobahn A 94 wird wenige Meter am „Schwammerl“ vorbeiführen, sollte sie ins Isental gebaut werden, wusste Stefan Englbrecht, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe zu berichten.

Die BN-Mitglieder wissen, dass schon lange vom Bund Naturschutz und von vielen umweltbewussten Menschen gefordert wird, die A 94 alternativ auf der Trasse der bestehenden Bundesstrasse B 12 zu bauen; so könnte das idyllische Isental für die Nachkommen erhalten werden. Auf der bestehenden B 12 würde die Autobahn auch nicht in diesen Maßen artenreiche Landschaft und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zerstören wie im Isental, waren die Naturschützer überzeugt.

Bund Naturschutz beendet Amphibienschutzaktion

Vilsbiburg: Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr für die Frösche, Kröten und Molche in den von der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg betreuten Biotopen in Hochreit und Dornau. Davon konnten sich die Mitglieder nach dem Abbau der Amphibienschutzzäune überzeugen. Wegen des späten Winters wurden die Zäune dieses Jahr erst Mitte März aufgebaut. Bei milderen Nachttemperaturen und einsetzendem Regen hatten es die kleinen Lurche dann aber sehr eilig zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Nach drei Wochen konnten die Schutzzäune bereits wieder abgebaut und eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. An beiden Standorten nimmt die Anzahl der Amphibien in den letzten Jahren zu.
Erstmals besuchten Mitglieder der Ortsgruppe dieses Jahr die Hauptschule Vilsbiburg. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse konnten die mitgebrachten Kröten, Frösche und Molche hautnah kennen lernen und erfuhren allerlei Wissenswertes über deren Lebensweise.
Nachdem die Ortsgruppe informiert worden war, dass auch bei Aichberg eine größere Anzahl von Kröten über die Strasse wandern, wurden diese zur Hauptwanderzeit allabendlich ebenfalls eingesammelt und in die Vilswiesen gebracht. Die Ortsgruppe möchte hier nächstes Jahr ebenfalls einen Schutzzaun aufstellen wenn sich ausreichend Betreuer finden, die die Kontrolle an einem Tag pro Woche vormittags übernehmen. Interessierte können sich schon jetzt bei Englbrecht (Tel. 08741/8566) melden.

Winterwanderung zur Trasse der B 15 neu

Direkt auf der Trasse verdeutlichten sich die Wanderer die vorgesehene Fahrbahnbreite

Vilsbiburg. Eine Winterwanderung zur Trasse der geplanten Fernstrasse B 15 neu veranstalteten die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz zusammen mit der Bürgerinitiative „Stopp B 15 neu“ und der „Gemeinschaft der Gegner und Betroffenen der B 15 neu“.

Ausgehend von der Ortsmitte von Haarbach befanden sich die zahlreichen Teilnehmer schon nach wenigen Gehminuten direkt auf der vorgesehenen Trasse zwischen Reichenöd und Wiethal. Mit Hilfe von Trassierband machten sich die Wanderer ein Bild von der geplanten Straßenbreite von 27 Metern für vier Fahrspuren und zwei Standstreifen. Bedingt durch die hügelige Topographie und die dadurch notwendigen Erdbewegungen wären die Einschnitte in die Landschaft natürlich noch erheblich breiter, erläuterten die Veranstalter. Nach einem Blick auf den weiteren Straßenverlauf Richtung Tattendorf und das Vilstal führte die Wanderung zurück nach Ammersöd, wo das Tal des Haarbachs und die Straße nach Schnedenhaarbach durch einen Damm und eine Brücke überwunden werden müsste, um anschließend Richtung Blashub durch den nächsten Hügel geführt zu werden. Erst vor Ort könne man sich das Ausmaß der Zerschneidung unserer Heimat durch die umstrittene Fernverkehrsstraße richtig vorstellen, erklärte ein Teilnehmer; ein Weiterbau der B 15 neu über die Autobahn München-Deggendorf hinaus nach Süden müsse deshalb unbedingt verhindert werden.

Aktivitäten 2009

Jahresrückblick 2009

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Ortsgruppe Vilsbiburg,
wir begrüßen Sie sehr herzlich und besonders unsere neuen Mitglieder und Förderer, die im Jahr 2009 zum Bund Naturschutz dazugekommen sind.

Im Jahr 2009 konnten wir viele Unternehmungen und Biotoppflegemaßnahmen durchführen.

So wurden im Januar in unserem Biotop in Dornau zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde Seigen ausgebaggert, um den Lebensraum für die Amphibien zu verbessern. Ebenfalls im Januar wanderten wir mit unserem Biberberater Robert Meyer entlang der Vils auf den Spuren des Bibers.

Auf großes Interesse stieß im Februar der Vortrag „Energie- und Kosteneinsparung“ von Heike Ziegler von der Landshuter EnergieAgentur, den wir zusammen mit dem Kolpingverein organisierten.

Die Ortsgruppe errichtete im März und betreute bis April Amphibienschutzzäune in Hochreit und Dornau, wodurch ca. 2600 Erdkröten, Grasfrösche und Molche vor dem Straßentod bewahrt werden konnten. Unser Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Zäune errichteten und die täglich die Tiere über die Straßen trugen. Die Realschüler beteiligten sich wieder sehr erfolgreich an der jährlichen Haus- und Straßensammlung. Ihnen und den  Sammlern der Ortsgruppe sagen wir Dank für ihren nicht immer leichten Einsatz.

Im April beteiligte sich unsere Gruppe an der Müllsammelaktion in Wald und Feld. Leider wird unsere Flur immer wieder für billige Beseitigung von Müll und Gartenabfällen missbraucht, obwohl im Wertstoffhof günstige Entsorgungsmöglich-keiten bestehen. In Kooperation mit dem Kolpingverein zeigten wir den Film gegen die Gentechnik „Leben außer Kontrolle“.

Sehr viele Teilnehmer interessierten sich für den Waldbegang zum Thema „Vorbildliche Waldbewirtschaftung im Zeichen des Klimawandels“ im Wald unserer Mitglieder Christl und Achim Grünewald, den wir gemeinsam mit der BN-Kreisgruppe Landshut und der Waldbauernvereinigung Landshut organisiert haben.

In Braunsberg wurde der weitgehend verlandete Tümpel ausgebaggert. Einige Mitglieder nahmen im Mai auch am jährlich stattfindenden Fest an der Donau in Niederaltaich teil. Die frei fließende Donau ist nach wie vor akut gefährdet, mit Staustufen verbaut und kanalisiert zu werden.

Zu einer Bestandsaufnahme im Juni traf sich die Gruppe auf der von uns angelegten Blumenwiese in Thalham.
Eine Exkursion der ganz anderen Art konnten wir beim Besuch der Ortsgruppe Rottenburg erleben. Mit der Pferdekutsche von Franz Gumplinger ging es zu den Biotopen rund um Rottenburg.

Auf der Bergtour im Juli in den Tuxer Bergen mit Übernachtung auf der Rastkogelhütte konnten wir viele seltene Alpenpflanzen entdecken. Der geplante Gipfel des Rastkogels war wegen einer geschlossenen Schneedecke nicht zu besteigen. Aber auch die Gipfel Roßkopf, Kraxentrager und Marchkopf brachten uns schöne Bergerlebnisse.
Landschaftsarchitektin Victoria Meysemeyer führte eine botanische Exkursion durch die „Ruttinger Wiesen“ bei Gerzen.

Im September erkundeten wir zusammen mit einigen Familien der Kindergruppe mit zwei Schlauchbooten die Amper von Stegen am Ammersee durch das Ampermoos nach Schöngeising. Neue Pläne für den autobahnähnlichen Bau einer B 15 neu machten die Gründung einer Bürgerinitiative in Haarbach notwendig.

Ende Oktober ergänzten wir die Streuobstwiese in Aichberg um weitere sieben hochstämmige Apfelbäume.

Mit großer Begeisterung kommen die Teilnehmer der Kindergruppe unseres Ortsvereins zu den monatlichen Treffen mit vielfältigen Angeboten. Auch für das kommende Jahr wird von unseren Kindergruppenleiterinnen Brigitte Englbrecht und Christine Grünewald ein abwechslungsreiches Programm angeboten.

Wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit ist die Begründung neuer Biotope und Pflegemaßnahmen der bestehenden wertvollen Flächen. Wir bitten unsere Mitglieder, Freunde und Förderer sowie interessierte Nichtmitglieder um aktive Teilnahme bei der einen oder anderen Aktion. Interessenten können sich bei Stefan Englbrecht oder am Naturschutzabend melden. Sie werden sehen, es macht Spaß in unserer Gruppe mitzuarbeiten. Selbstverständlich stehen alle Veranstaltungen, Ausflüge und Treffen auch Nichtmitgliedern offen.

Wir hoffen, Ihnen auch im Jahr 2010 ein abwechslungsreiches, interessantes und lehrreiches Jahresprogramm anbieten zu können. Neben der praktischen Naturschutzarbeit werden wir Exkursionen in die nähere und weitere Heimat durchführen, um Pflanzen, Tiere und Landschaften kennen zu lernen. Im März errichten wir Amphibienschutzzäune in Hochreit und Dornau. Als weitere Arbeiten planen wir Heckenpflanzungen, das Anlegen von Tümpeln, Aufhängen und Kontrolle von Nistkästen und Biotoppflegemaßnahmen.

Dreizehn Jungbäume

Dreizehn Jungbäume und -sträucher überreichte der Bund Naturschutz (BN), Ortsgruppe Vilsbiburg an Schülerinnen und Schüler der Realschule Vilsbiburg als Dankeschön. Sie waren die eifrigsten Sammler in der Realschule bei der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz. Die Schülerinnen und Schüler und Stefan Englbrecht vom BN freuten sich sichtlich bei der Übergabe. Rektor Klaus Herdl bemerkte, dass es in der heutigen Zeit wichtig sei, dass Kinder wieder mehr Zugang zur Natur finden. Er hoffe, dass die Bäume und Sträucher einen kleinen Teil dazu beitragen. Mit auf dem Bild Biologielehrerin Dagmar Hufnagl und Brigitte Englbrecht vom Bund Naturschutz.

Erweiterung der Vilsbiburger Streuobstwiese

Bei gutem Wetter erweiterte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg im November eine Streuobstwiese, die sie vor zwei Jahren gepflanzt hatte. Unter fachkundiger Anleitung wurden 7 hochstämmige Apfelbäume zu den 21 bestehenden Obstbäumen gesetzt und dabei vor allem einheimische Obstsorten berücksichtigt. Mit Wühlmauskörben und Wildschutzzäunen wurden die Bäume gegen Verbiss unter und über der Erde geschützt.

Der Streuobstanbau war früher sehr verbreitet, die meisten Bestände sind jedoch der intensiven Nutzung unserer Kulturlandschaft zum Opfer gefallen. Streuobstwiesen sind ein wertvolles Landschaftselement für Mensch und Natur. Dem Menschen ermöglichen sie es einheimisches, ungespritztes Obst zu ernten, einer Vielzahl von Vögeln, Bienen, Käfern und anderen Tieren bieten sie Lebensraum sowie Nahrungs- und Brutmöglichkeiten.

Gentechnik-Informationsveranstaltung von Kolpingsfamilie Vilsbiburg und Bund Naturschutz

Einen Informationsabend zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft veranstalteten kürzlich die Kolpingsfamilie Vilsbiburg und der Bund Naturschutz in Vilsbiburg.
Es wurde der Film „Leben außer Kontrolle“ gezeigt, der anhand von drastischen Beispielen die Erfahrungen mit dem Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft zeigt.
In Kanada weht genmanipulierter Rapssamen über die Felder von Biobauern und konventionell arbeitenden Landwirten. Keimt dieser Rapssamen auf deren Feldern, werden die Landwirte vom Chemiemulti Monsanto auf Zahlung von Lizenzgebühren verklagt.

In Indien ließen sich Baumwollbauern von aufwendigen Werbespots, die ihnen einen mehrfachen Ertrag ohne Schädlingsbekämpfungsmittel versprachen, zum Kauf von teuerem gentechnisch verändertem Saatgut verleiten. Nach einer katastrophalen Missernte stehen sie vor dem Ruin, müssen Felder verkaufen oder eine Niere oder begehen sogar Selbstmord.

Der Film zeigt aber auch den Kampf von Betroffenen wie dem kanadischen Farmer Percy Schmeiser oder der Inderin Dr. Vandama Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises, gegen die Abhängigkeit von Agro-Chemiekonzernen, die diese durch Patente auf Saatgut erreichen wollen.

Auch vor den menschlichen Genen macht das Gewinnstreben nicht Halt. Unter einem Vorwand wurden bei 700 bedrohten Völkern Genproben gesammelt um sie eventuell später für wertvolle Patente verwenden zu können.

In der anschließenden Diskussion äußerte Josef Fritz von der Kolpingsfamilie die Befürchtung , dass sich Eltern in Zukunft je nach ihren finanziellen Möglichkeiten und dem aktuellen Stand der Genforschung Babies mit den gewünschten körperlichen und geistigen Eigenschaften zusammen stellen lassen könnten.

Von der Politik kommen unterschiedliche Signale. Einerseits spricht sich Bayerns Umweltminister Söder für das Ziel eines „Bayern ohne Gentechnikanbau“ aus und der Anbau der Maissorte Mon810 wurde in Deutschland von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner verboten. Auf der anderen Seite darf auf einem Versuchsfeld in Nordbayern auf Grund bestehender Verträge eine andere gentechnisch veränderte Maissorte angebaut werden, so Stefan Englbrecht vom Bund Naturschutz. Auch mit der Gen-Kartoffel Amflora wurden Freilandversuche genehmigt

Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher und Landwirte in Bayern lehnen gentechnisch hergestellte Lebensmittel ab, waren die Besucher der Veranstaltung überzeugt.

Den besten Schutz vor dem Einzug der Gentechnik in der bayerischen Landwirtschaft biete die Schaffung gentechnikfreier Regionen und die Kauf von ökologisch hergestellten Produkten, betonte einer der Anwesenden.

Hierzu wurde auch im Raum Landshut, wie zuvor schon in anderen Regionen Bayerns, das Aktionsbündnis „Zivilcourage“ gegründet, in dem sich Umweltschützer, Verbraucher, Landwirte, Bäcker, und andere für einen gentechnikfreien Landkreis Landshut einsetzen.

Bund Naturschutz beendet Amphibienschutzaktion

Die Teiche in Hochreit und Dornau sind weiterhin ein Paradies für Kröten und Molche. Davon konnten sich die Mitglieder der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg nach dem Abbau der Amphibienschutzzäune überzeugen. Bald nachdem der letzte Schnee geschmolzen war, hatten die Naturschützer die beiden Zäune aufgebaut und sechs Wochen lang täglich kontrolliert. Dabei wurden die Amphibien, die bei ihrer Laichwanderung die Strasse überqueren müssen, eingesammelt und zu ihren Laichgewässern auf die andere Straßenseite gebracht. Nun konnte eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. In Hochreit wurden 675 Erdkröten sowie 86 Teich- und Bergmolche und ein paar Grasfrösche gezählt; in Dornau wurden 1011 Erdkröten, 788 Molche und ebenfalls einzelne Frösche eingesammelt.

Aktion „Saubere Landschaft“

Die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz beteiligte sich kürzlich an der Aktion „Saubere Landschaft“ des Landkreises Landshut. Entlang der Umgehungsstrasse LA13 sammelten die Mitglieder acht Säcke Müll und brachten ihn in die Altstoffsammelstelle in Mühlen. Die Naturschützer finden es bedauerlich, dass Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und anderes von gedankenlosen Mitbürgern immer noch achtlos aus dem Autofenster in die Landschaft geschmissen werden und diese verunstalten.

Energie- und Kosteneinsparung durch Gebäudesanierung

Einen Vortrag zum Thema „Energie- und Kosteneinsparung durch Gebäudesanierung“ veranstaltete die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg zusammen mit dem Siedler- und Eigenheimerbund Vilsbiburg.

Eingangs wies dabei die Referentin Heike Ziegler, Energieberaterin und Mitglied der Landshuter Energie-Agentur, die Zuhörer darauf hin, dass etwa 80% des Energieverbrauchs im privaten Haushalt auf die Heizung entfallen und sich die Preise für Energie auch in Zukunft nach oben bewegen werden. Nur den alten Heizkessel durch einen neuen zu ersetzen bringe jedoch oftmals nur einen Teilerfolg, so Frau Ziegler, denn genauso wichtig sei der Zustand der Gebäudehülle um den Wärmeverlust an die Umgebung gering zu halten. Notwendig sei daher ein wirtschaftliches Gesamtkonzept das die Anlagentechnik und eventuelle Dämmmaßnahmen einschließe, betonte die Referentin. Werde dabei die Vor-Ort-Beratung eines Energieberaters in Anspruch genommen, so wird dies vom Staat mit 300 Euro bezuschusst. Selbstverständlich sollte bei geeigneter Ausrichtung des Dachs heute eine thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung und wenn möglich zur Heizungsunterstützung sein, betonte die Energieberaterin. Sie stellte auch den Energiepass vor, der seit kurzem bei Immobilienverkäufen und Neuvermietungen gesetzlich vorgeschrieben sei. Dabei erklärte Frau Ziegler auch den Unterschied zwischen der verbrauchsorientierten Variante die lediglich die gesetzlichen Vorgaben erfülle und der bedarfsorientierten Ausführung die tatsächlich etwas über den Energieverbrauch eines Gebäudes aussage. Ausführlich erläuterte die Referentin die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten bei der energetischen Gebäudesanierung. Im Rahmen des Marktanreizprogramms 2008 können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse beantragt werden für Solaranlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen für verschiedene Maßnahmen und Maßnahmenpakete zu erhalten. Ansprechpartner für diese Darlehen ist immer die Hausbank des Bauherrn.

Kompetent beantwortete die Referentin zum Schluss des informativen Vortrags die zahlreichen Fragen ihrer Zuhörer.

Biotoppflegemaßnahmen im Vilstal

„turnender“ Laubfrosch

In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde führte die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz im Vilstal unterhalb von Vilsbiburg Biotoppflegemaßnahmen durch.

Mit maschineller Hilfe wurden mehrere sogenannte Seigen ausgehoben. So werden flache Tümpel bezeichnet, die einer Vielzahl von Amphibien, Libellen und anderen Insekten Lebensraum bieten. Insbesondere soll mit diesen Maßnahmen der Laubfrosch gefördert werden. Er gehört zu den bekanntesten Amphibien Mitteleuropas, aber durch den Verlust reichstrukturierter Landschaften gleichzeitig zu den bedrohtesten. Auch in Bayern steht er als „gefährdet“ auf der Roten Liste. Als Laichgewässer benötigt er Weiher und Tümpel mit Flachwasserzonen die intensiv besonnt sind. Die Enden der Finger und Zehen des Laubfroschs sind zu kleinen Haftscheiben erweitert, die es ihm als einzigem einheimischen Frosch erlauben, auf Pflanzen und Bäume zu klettern. Als Landlebensraum besiedelt er daher Hochstaudenbestände Gebüsche und Schilfflächen in der Nähe der Laichgewässer, wo er sich vorwiegend von Fluginsekten ernährt.

Die Naturschützer hoffen nun, dass die Lebensraumverbesserungen vom Laubfrosch gut angenommen werden, damit sein lauter, rhythmischer Ruf auch in Zukunft im Vilstal zu hören ist.

Jahresprogramm BN-Kindergruppe der OG Vilsbiburg

Liebe Kinder und Eltern der BN-Kindergruppe Vilsbiburg,

wir wollen auch heuer wieder mit Euch zusammen erlebnisreiche Stunden in der Natur verbringen und uns einmal im Monat treffen.

Details hierzu findet ihr auf unserer Website BN Jugend / Vilsbiburg.

Aktivitäten 2008

Anbringen einer BN-Emailetafel bei unserem neu gekauften Grundstück im Vilstal

Amphibienschutzaktion 2008

Biberexkursion an der Vils