MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Jeder kann einen Beitrag leisten

21.2.2019

Vortrag „Das große Sterben der Insekten“ im Vortragssaal der Volkshochschule

 

Vilsbiburg. Das Thema Insektensterben interessiert die Menschen auch noch nach dem Ende des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Dies belegte der zahlreiche Besuch des Vortrags „Das große Sterben der Insekten“ von Volkshochschule und Bund Naturschutz.

Weltweit gibt es 1,4 Millionen Tierarten, davon sind 1 Million Insekten, in Deutschland sind es von 48000 Tierarten 33000 Insektenarten. Davon sind ca. 70% gefährdet, für immer von dieser Erde zu verschwinden. Diese Zahlen stellte Johannes Selmansberger, Vorsitzender der Bund Naturschutz Ortsgruppe Kleines Vilstal, an den Anfang seines Vortrages. Insekten sind Teil des Ökosystems, ihr Rückgang hat auch Auswirkungen auf die Artenvielfalt von Vögeln und anderen Tieren. Selmansberger nannte als Beispiel ein Schwalbenpaar, das zur Aufzucht ihrer Jungen 250.000 Insekten benötigt. Ein Großteil unserer Nutz- und Blühpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, daher sind auch Landwirtschaft und Gartenbau vom Rückgang der Insekten betroffen, so der Referent. Für diese Bestäubung sind insbesondere auch Wildbienen notwendig, die besonders bedroht sind, von den 561 Arten die es in Deutschland gibt, stehe die Hälfte auf der Roten Liste. Als Hauptgründe für den Rückgang der Artenvielfalt nannte Selmansberger den Verlust von Lebensraum durch die intensive Landwirtschaft und den massiven Einsatz von Pestiziden. Er forderte deshalb eine Neuausrichtung der Agrarpolitik. Der Pestizideinsatz müsse eingeschränkt werden, außerdem sei eine Umschichtung der Agrarsubventionen erforderlich. Jährlich werden in der EU Agrarfördermittel von aktuell 59 Milliarden Euro verteilt, von der derzeitigen Praxis der Förderung vorwiegend als Flächenprämien profitieren hauptsächlich Großbetriebe und andere große Grundbesitzer. Eine Umschichtung hin zu einer stärkeren Förderung von Leistungen der Landwirte für die Allgemeinheit verhindern bisher die Lobbyisten – vom Deutschen Bauernverband bis zur Chemie- und Lebensmittelindustrie, so Selmansberger. Aber nicht nur in der Landwirtschaft müsse sich einiges tun, auch Privatgärten seien oft nur noch „Steinwüsten mit etwas Dekogrün“, wie der Referent mit einigen drastischen Fotos zeigte. Mehr Blumenwiesen und Blühsträucher in Gärten und auf kommunalen Flächen sowie der Verzicht auf jegliche Art von Giften dort, würde auch wieder Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten schaffen. Johannes Selmansberger forderte auch die Verbraucher auf, stärker auf Produkte des ökologischen Landbaues zurück zu greifen wenn dessen Anteil erhöht werden soll. „Jeder kann also seinen Beitrag leisten“, fasste er seinen Vortrag zusammen und zeigte sich abschließend zuversichtlich, dass wegen des erfolgreichen Volksbegehrens an dem Runden Tisch der Bayerischen Staatsregierung ein Gesetzesentwurf entstehen könne, der zu einer substantiellen Verbesserung des Artenschutzes in Bayern führe.

 

 

Jahresprogramm 2019

Liebe Mitglieder, Förderer und Interessierte der BUND Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg,

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Jahresrückblick 2018

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg,

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Neuer Lebensraum für Vögel und Insekten

BUND Naturschutz pflanzte zwei Feldhecken

Vilsbiburg. Die BUND-Naturschutz-Ortsgruppe pflanzte im November wie schon die letzten Jahre Feldhecken, dieses Jahr eine in Bödldorf und eine in Schindlbach. Jeweils 120 einheimische Sträucher und Bäume setzte sie zusammen mit dem Grundstückseigentümer und freiwilligen Helfern in den Boden, darunter Pfaffenhütchen, Kreuzdorn, Schlehe und Traubenholunder. Die BN-Kindergruppe aus Vilsbiburg mit ihren Eltern war in Schindlbach dabei und half eifrig mit. Den notwendigen Wildschutzzaun hatte der Grundstückseigentümer bzw. eine Gartenbaufirma bereits errichtet.

Feldhecken zählen zu den wertvollsten Biotopen unserer heimischen Natur. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Zur Blütezeit im Frühjahr werden zahlreiche Insekten angelockt, die bunten Früchte im Herbst sind bei den Vögeln heiß begehrt. In den Sträuchern und auf dem Boden finden sich Käfer, Wildbienen und Schmetterlinge sowie selten gewordene Vogelarten wie das Rebhuhn und der Neuntöter. Daneben verbessern Feldhecken das Kleinklima, filtern Staub aus der Luft, schützen die Umgebung vor Wind und dadurch auch vor Erosion auf angrenzenden Äckern.

Die Anlage der Hecken wurde über das Landschaftspflegeprogramm durch die Regierung von Niederbayern gefördert. Die BN-Ortsgruppe hatte die verbleibenden Kosten übernommen.

Der BUND Naturschutz hofft, durch die Pflanzung wieder einen kleinen Beitrag dafür geleistet zu haben, dem Schwund der Artenvielfalt in unserer intensiv genutzten Landschaft entgegenzutreten.

Realschüler erhielten Bäume und Sträucher

Aktive Schüler mit Konrektorin Helene Sondermaier, Lehrerin Dagmar Hufnagl, und Stefan und Brigitte Englbrecht vom BN.

BUND Naturschutz dankte den eifrigsten Sammlerinnen und Sammlern

Vilsbiburg. Dreiundzwanzig Schülerinnen und Schüler der Realschule Vilsbiburg waren heuer die Erfolgreichsten bei der BUND-Naturschutz (BN)-Sammelaktion im Frühjahr. Im Sommer hatten sie als Dank von Stefan und Brigitte Englbrecht von der BN-Ortsgruppe jeweils einen Gutschein zur Auswahl eines Apfelbaums, Birnbaums, Schmetterlingsflieders, Johannisbeerstrauchs oder Haselnussstrauchs erhalten. Nun überreichten Stefan und Brigitte Englbrecht die gewünschten jungen Obstbäume und Sträucher an die eifrigen Sammlerinnen und Sammler. Jetzt können die Pflanzen in den eigenen Garten gepflanzt werden.

Der Dank der BN-Ortsgruppe galt auch der Schulleitung und den Lehrern, die die Sammelaktion möglich gemacht haben.

Die gesammelten Gelder werden unter anderem im November für die Pflanzung von Feldhecken verwendet, berichtete Englbrecht. Zudem wurden im Sommer Biotoppflegearbeiten durchgeführt, und im nächsten Frühjahr steht wieder die Amphibienrettungsaktion an.

Mit dem Rad zu zukunftsfähigen Mischwäldern

16.9.2018

Mitglieder der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg und der Alpenvereinssektion Gangkofen trafen sich in Hölsbrunn mit ihren Rädern.

Förster Franz Blümel führte auf einer Radtour zu verschiedenen Beispielen von gelungenem Umbau zu klimatoleranteren Mischwäldern.

Beim ersten Halt an der nördlichen Landkreisgrenze im Jagdrevier Rampoldstetten sah man einen jungen Mischwald aus Fichten, Tannen und Bergahorn.

Der Wald hat sich hier selbst verjüngt weil durch eine intensive Bejagung von Rehwild der Verbißdruck gering ist.

Die Route führte zum Vilstal Richtung Aham. Jetzt mussten die Teilnehmer zu Fuß einen steilen “Turmhügel” erklimmen. Solche “Turmhügel” und auch die größeren “Burgstalle”wurden im Mittelalter in regelmäßigen Abständen aufgeschaufelt und darauf Holztürme als Aussichtswarte errichtet. Hier erklärte der Förster mit Hilfe einer Bodenkarte wie schnell sich die Bodenverhältnisse ändern. Am Rand des Burghügels findet man “Kröninger Ton”, der sich zum Töpfern hervorragend eignet, aber nur wenige tiefwurzelnde Baumarten wie Eiche, Esche, Tanne und Erle können den schweren Ton durchdringen.

Bei der letzten Radlpause zeigte der Förster wie auf einem sandigen Boden in 30 Jahren schon mächtige Douglasien heran gewachsen sind. Douglasien können an vielen Stellen die wegen der Klimaerwärmung absterbenden Fichten ersetzen. Blümel warnt davor, den Fehler von Monokulturen wie bei Fichtenpflanzungen vor 100 Jahren zu wiederholen. Zur Bodenverbesserung sollten aber unbedingt schattenliebende Rotbuchen dazwischen gepflanzt werden. Das gibt nicht nur ein schönes Waldbild  sondern auch vielen Pflanzen und Tieren Lebensraum.

Die abwechslungs- und lehrreiche Radtour endete in einem gemütlichen Biergarten.

Blumenwanderung auf den Schildenstein

24.6.2018

Bei idealem Bergwetter begann eine gemischte Gruppe aus bergbegeisterten Naturschützern aus Vilsbiburg und blumenliebenden Alpenvereinsmitgliedern aus Gangkofen den Aufstieg von Wildbad Kreuth auf den 1613 Meter hohen Schildenstein. Schon im Hofbauernweißbachtal erwartete die Wanderer eine bunte Blütenpracht - verschiedene lila Orchideen, weiße Große Sterndolden und Graslilien, gelbe Rindsaugen und Habichtskraut und dunkle Akeleien. Der Weg führte im lichten Bergwald durch den einsamen Gerlosgraben zum Graseck. Ein Highlight für die Blumenfreunde waren frisch aufgeblühte Türkenbundlilien.

In der Geländemulde unterhalb des Gipfelaufbaus fanden sich Trollblumen, Kreuzblümchen, Enzian und Kopfiges Läusekraut. Im Blütenmeer tummelten sich zahlreiche Schmetterlinge.

Nach dem letzten schweißtreibenden Gipfelaufstieg genossen die Bergsteiger einen herrlichen Rundumblick aufs Tegernseeer Land bis zum Achensee und zur Zugspitze.

Der Bund Naturschutz bedankte sich bei Realschülern

22.07.2018

Eifrige Sammlerinnen und Sammler erhielten einen Gutschein für einen Baum oder Strauch

Vilsbiburg. Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe besuchte auch heuer wieder die Realschule, um sich bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich an der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt haben. Stefan Englbrecht, BN-Ortsgruppenvorsitzender teilte mit, dass ein sehr erfreuliches Sammelergebnis erreicht worden ist.

Englbrecht erläuterte, dass der Bund Naturschutz (BN) mit dem Geld Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffe und erhalte. So werde die BN-Ortsgruppe im Herbst wieder Hecken pflanzen. Feldhecken bieten Unterschlupf und Nahrung für Kleintiere, Vögel und Insekten und verbessern das Kleinklima in der Landschaft. Sie gehören zu den artenreichsten Biotopen. Auf einer Trockenwiese bei Großmaulberg wachsen sehr viele Wildblumen, die den Insekten Nahrung bieten. Die Ortsgruppe lasse das Grundstück jedes Jahr im Sommer und Herbst nach der Blühphase mähen, das Mähgut wird umweltgerecht entfernt. Dies erhalte den Blumenreichtum. Auch das BN-eigene Feuchtbiotop in Dornau wird heuer wieder gemäht, damit es nicht verbusche.

Aber auch bayernweit wird das Geld verwendet. Es werden damit beispielsweise ökologisch wertvolle Grundstücke wie Moorflächen, Feucht- und Trockenstandorte gekauft. Aber auch die Jugendorganisation des BN erhalte jedes Jahr für die Arbeit mit den Kindergruppen einen Zuschuss.

Brigitte Englbrecht, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich ebenso bei den Schülern, aber auch bei den Lehrkräften Dagmar Hufnagl, Birgit Fritsch, Gabriele Mair, Charina Cramer und Ralf Wiethaler, und ebenso bei Rektor Klaus Herdl für die Unterstützung. Englbrecht hatte für alle Sammler kleine Geschenke mitgebracht. Die bei der Aktion erfolgreichsten Schüler erhielten je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird. Dies wurde von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert.

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit Dagmar Hufnagl, Birgit Fritsch, Rektor Klaus Herdl und Stefan und Brigitte Englbrecht

Kröte, Molch und Co auf Wanderschaft

Foto: Die Kinder der Vilsbiburger Kindergruppe setzen die Tiere in den Teich

Bund Naturschutz Kindergruppen besuchen Amphibienzaun in Dornau

Vilsbiburg / Geisenhausen. Viel Betrieb war in den letzten Tagen am Amphibienzaun in Dornau. Nachdem im März lange Zeit Schnee und Minustemperaturen eine Wanderung der wechselwarmen Tiere verhinderten, machten sich die Amphibien nun bei Plusgraden und feuchter Witterung alle gemeinsam auf den Weg zu ihren Laichgewässern.
Deshalb besuchten auch die Bund Naturschutz Kindergruppen Geisenhausen und die neue Kindergruppe Vilsbiburg den Amphibienzaun in Dornau um beim Umtragen der Kröten, Frösche und Molche mitzuhelfen. Dabei erfuhren sie von Brigitte und Stefan Englbrecht von der BN Ortsgruppe Vilsbiburg viel Wissenswertes über die Lebensweise diese kleinen Lurche. Das spannendste für die Kinder war natürlich, selber am Zaun entlang zu gehen und die die Kröten und Molche aus den eingegrabenen Eimern heraus zu holen. In den mitgebrachten Eimern wurden die Tiere auf die andere Straßenseite getragen und am nahe gelegenen Teich wieder frei gelassen. Da das Wetter günstig war, konnten an den beiden Tagen über dreihundert Erdkröten, Teich- und Bergmolche und ein Springfrosch gezählt werden. Der ebenfalls vorkommende Grasfrosch sowie der seltene Laubfrosch waren gerade nicht unterwegs.

Lebensraum für Laubfrosch und Co - Amphibien-Laichgewässer wiederhergestellt

(Fotos Helmut Naneder: Maßnahme und Laubfrosch)
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Biotoppflegearbeiten auf Bund Naturschutz Grundstück im Vilstal

Vilsbiburg-Dornau.  Rechtzeitig vor dem Einsetzen der Amphibienlaichwanderung wurden auf einem Grundstück der Bund Naturschutz Kreisgruppe Landshut bzw. der Ortsgruppe Vilsbiburg in Dornau bei Leberskirchen durch den Landschaftspflegeverband Landshut e.V. umfangreiche Biotoppflegemaßnahmen im Rahmen des Bayerischen Biodiversitäts-programmes „Amphibienschutz“ durchgeführt.

Die Teiche auf diesem Grundstück gehörten in der Vergangenheit zu den am besten geeigneten Laichgewässern für Kröten, Frösche und Molche im Landkreis Landshut.
Durch Laubfall der aufkommenden Erlen und sonstigem Pflanzenbewuchs sind sie im Laufe der Jahre jedoch zunehmend verlandet und verschattet. Da dadurch langfristig die Funktion als Laichgewässer verloren gehen würde, wurde jetzt diesem Trend mit naturschutz-fachlichem Know-How entgegengewirkt.
Von einer ansässigen, im Biotopbau erfahrenen Firma wurde jetzt mit schwerem Gerät entschlammt, beziehungsweise verlandete Tümpel neu ausgebaggert. Für die Entwicklung des Amphibienlaichs ist es nämlich von zentraler Bedeutung, dass sich das Wasser in den Tümpeln durch Sonneneinstrahlung zügig erwärmt. Dafür wurden in den Tümpeln umfangreiche Flachwasserzonen modelliert. Zudem wurde der Baumbestand ausgelichtet, d.h. auf den Süd- und Westseiten der Gewässer wurde eine Reihe von Erlen und Weiden auf den Stock gesetzt.
Speziell gefördert werden soll in diesem Gebiet auch der als stark gefährdet eingestufte Laubfrosch. Um ihm optimale Laichbedingungen zu schaffen, wurden deshalb durch teilweise Entfernung des aufkommenden Schilfes die extra angelegten Seigen vergrößert.

Die Beteiligten gehen aufgrund positiver Erfahrungen mit ähnlichen Projekten fest davon aus, dass durch diese Maßnahmen die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der Amphibienpopulation erheblich verbessert zu haben.
Ermöglicht wurde die Durchführung und Übernahme der Kosten durch die Mitgliedschaft des Bund Naturschutz beim Landschaftspflegeverband Landshut e.V.
Darüber hinaus ist auch die Stadt Vilsbiburg selbst Mitglied im Verein.
„Die Maßnahme ist Teil eines von der Regierung von Niederbayern geförderten Biodiversitätsprojektes, welches dem Landschaftspflegeverband auch in Zukunft umfangreiche Aktivitäten ermöglicht“, erläutert Tobias Lermer, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Landshut e.V. - und freut sich auf weitere Projekte, wie beispielsweise eine geplante Bachrenaturierung im Stadtbereich Vilsbiburg.

"Naturschutz beginnt im Garten"

Vortrag von Bund Naturschutz und Volkshochschule

Vilsbiburg: Zahlreiche Natur- und Gartenfreunde fanden sich im VHS-Saal ein, um sich vom Referenten Johannes Selmansberger von der Bund Naturschutz Ortsgruppe „Kleines Vilstal“ für die kommende Gartensaison inspirieren zu lassen.
Mit ein paar Schockbildern über die heute so modernen „Granitwüstengärten“ begann der Vortrag „Naturschutz beginnt im Garten. Jeder der baut, baut die Welt des anderen mit, so Selmansberger. Wen man die heutigen Agrarwüsten, die tägliche Versiegelung der Böden und den Verbrauch an Pestiziden sieht, verwundert es nicht, dass Insekten und Vögel so dramatisch abnehmen.
Moore sind ein idealer CO2 Speicher. Leider sind schon 90% Moore zerstört. Man kann Torf und Kunstdünger hervorragend durch Komposterde ersetzen. Der Einsatz von Pflanzengift verbietet sich selbstverständlich.
Der Referent zeigte mit seinen Bildern, dass mit einfachen Mitteln z.B. Zäunen aus dem nachwachsenden Rohstoff  Holz  ansprechende und natürliche Privatgärten gestaltet werden können.
Trockenmauern mit Hohlräumen und Ritzen sind ideale Verstecke für viele Insekten, Eidechsen, Ringelnattern und Frösche.
In einem naturnahen Garten sollte eine Wasserstelle da sein nicht nur zum Gießen sondern auch als Vogeltränke.
Obstbäume und Beerensträucher liefern neben frischen gesunden Früchten zum Verzehr auch einer Vielzahl von Bienen, Schmetterlingen und Vögeln Nahrung und Lebensraum. Da der Referent selbst Imker und Hornissenexperte ist, konnte er mit Hilfe vieler Nahaufnahmen zeigen wie einzelne Wildbienen auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind. An Kornelkirschen Sträuchern findet man Blattschneiderbienen, die mit den ausgesägten Blattstücken kunstvolle Kinderstuben bauen.
Faulbäume lieben feuchte Böden. Sie blühen reichlich und lange, sind also eine hervorragende Bienenweide. Zitronenfalter sind auf Faulbäume angewiesen, weil ihre Raupen die Blätter fressen.
Kletterpflanzen bringen Leben an Mauern und Wände, und bieten Grauschnäppern, Grünling und Mönchsgrasmücken Nistplätze. Beim immergrünen Efeu reifen die Beeren im zeitigen Frühjahr und sind bei rückkehrenden Zugvögeln beliebt.
Ausführlich wurde über die Anlage einer Blumenwiese diskutiert. Johannes Selmansberger lobte
Krokusse, Löwenzahn und kriechenden Günsel als Bienenweide. Er empfahl selbst in kleinen Gärten den Rasen zu beschränken und ein paar Quadratmeter Wiese anzulegen. Bei unseren schweren Böden sollte man jedoch den Lehm mit Sand mischen und eine spezielle Samenmischung einsäen.
Sogar beim Thema Schnecken vermittelte der Referent differenzierte Informationen. Beseitigen sollte man nur die Rote Wegschnecke (Nacktschnecke), falls man Gemüsebeete abernten will, aber nicht mit Schneckenkorn. Alle anderen Arten erfüllen ihre Aufgabe im Kreislauf der Natur.
Der engagierte Vortrag und die vielen schönen Bilder überzeugten die Zuhörer, dass jeder in seinem Garten eine Menge für den Naturschutz tun kann und dabei selber viel Freude und Entspannung erleben wird.

Entlang der Großen Vils

Fotos: Stefan Englbrecht

Winterwanderung des BUND Naturschutz

Vilsbiburg: Kürzlich wanderten Mitglieder der BUND-Naturschutz-Ortsgruppe vom Schwimmbad aus entlang der Großen Vils flussaufwärts. Es lag kein Schnee, und das Ufer war gut begehbar. Die Wanderer freuten sich über das Mäandrieren des Flusses. Immer wieder standen alte und große Bäume neben Sträuchern und jüngeren Bäumen. Zahlreiche Biberspuren führten zu Gesprächen, von Biberburgen, Fraßspuren und Biberwegen war alles geboten. Ein Silberreiher und Schwäne waren unterwegs sichtbar, ein Graureiher stand in der noch von Überschwemmung feuchten Wiese. Für die Wanderer schien die Umgebung der Vils recht natürlich, immer wieder zeigte sich die Schönheit von Bäumen und Flusslandschaft. Kurz nach dem Golfplatz schwenkten die Aktiven nach links in das Golfstüberl ein, um in Gesprächen die Eindrücke zu verarbeiten und sich bei Kaffee und Kuchen aufzuwärmen.

Jahresprogramm 2018

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Jahresrückblick 2017

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg,

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Realschüler erhalten Obstbäume und Sträucher

Aktive Schüler mit Konrektorin Silke Schöpf (links), Lehrerin Birgit Fritsch (rechts) und Stefan Englbrecht vom BN

Erfolgreiche Sammelaktion ermöglicht dem BN Heckenpflanzung und Biotoppflege

Vilsbiburg; November 2016. Für neunzehn Schülerinnen und Schüler der Realschule Vilsbiburg brachte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg einen jungen Obstbaum oder Strauch als Dankeschön vorbei. Die Schüler waren bei der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz in Bayern die Eifrigsten und Erfolgreichsten, die Pflanzen sind zum Einpflanzen in den eigenen Garten gedacht. Die Schüler hatten die Wahl zwischen einem Apfelbaum, Birnbaum, Schmetterlingsflieder und Johannisbeerstrauch. Stefan und Brigitte Englbrecht von der Ortsgruppe erklärten, dass mit den Geldern heuer bereits eine Hecke gepflanzt wurde, und sie spät im Herbst mehrere Wiesen mit Wildblumen mähen hat lassen. Dadurch wird es den Blumen ermöglicht, im nächsten Jahr wieder reichlich aus zu samen, und die Hecke bietet Nahrung und Unterschlupf für Insekten, Vögel beziehungsweise Kleintiere. Der besondere Dank galt auch den Lehrern und der Schulleitung, die die Sammelaktion unterstützt hatten.

BUND-Naturschutz verschenkte Blumen

Beim „Markt für Genießer“ am Tag der Regionen in Johannesbrunn

Johannesbrunn. Zum zweiten Mal schon fand in Johannesbrunn der „Tag der Regionen“ statt, diesmal anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des wieder eröffneten Klosters.

Der BUND Naturschutz wollte an diesem Tag auf die Bedeutung von einheimischen Wildblumen hinweisen. Ob Heide-Nelke, Tauben-Skabiose oder Frühlings-Platterbse, Wildblumen sind Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten, Schmetterlinge, Honig- und Wildbienen, und sie sind schön anzusehen. Die BUND-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg hatte am Tag der Regionen selbst gezogene Wildblumen dabei, sechzehn verschiedene Arten, und an interessierte Besucher verschenkt, um sie in den eigenen Garten zu pflanzen. Wildbienen & Co. finden heutzutage nicht mehr genug Wildblumen in der Natur, und mit dieser Aktion sollte diese Problematik bewusst gemacht und den Insekten geholfen werden.

Der Bund Naturschutz bedankte sich bei Realschülern für Sammelaktion

Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler mit den Lehrkräften, dem Rektor, und Stefan und Brigitte Englbrecht vom Bund Naturschutz

Vilsbiburg: Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg besuchte die Realschule, um sich bei den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen zu bedanken, die sich heuer an der Sammelaktion des Bundes Naturschutz beteiligt haben. Stefan Englbrecht, BN-Ortsgruppen-vorsitzender freute sich über ein sehr gutes Sammelergebnis.

Englbrecht erläuterte, dass der Bund Naturschutz mit dem Geld Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und erhalten möchte, und somit auch die Lebensgrundlagen des Menschen. So solle heuer eine Hecke im Raum Dietelskirchen gepflanzt werden. Feldhecken gehören zu den artenreichsten Biotopen, so Englbrecht. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung für Tiere, die auf dem Boden, aber auch in den Sträuchern leben. Eine Trockenwiese bei Großmaulberg, wo jedes Jahr überaus viele Wildblumen blühen, lasse die Ortsgruppe diese Jahr zweimal mähen, damit sie als Nahrungsquelle für Wildbienen und weitere Insekten erhalten bleibe, und auch das BN-eigene Feuchtbiotop in Dornau, das Lebensraum für eine Vielzahl von Amphibien, Insekten und Vögeln sei, lasse die Ortsgruppe heuer wieder pflegen.

Auch in der Umweltbildung sei die Ortsgruppe aktiv, so Englbrecht. So werden jedes Jahr für interessierte Bürger zum Beispiel Vorträge zu Umweltthemen, und Exkursionen in die Natur angeboten.

Aber auch bayernweit wird das Geld verwendet. Es werden damit zum Beispiel ökologisch wertvolle Grundstücke wie Moorflächen, Feucht- und Trockenstandorte gekauft, wie sie zum Beispiel noch im „Grünen Band“, der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorkommen.

Brigitte Englbrecht, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe bedankte sich ebenso, aber auch bei den Lehrkräften Hufnagl, Mair, Fritsch, Felbinger, Wiethaler und bei Rektor Herdl, die die Aktion unterstützt haben. Sie hatte für alle Sammler kleine Geschenke mitgebracht. Die bei der Aktion erfolgreichsten Schüler erhielten von Englbrecht je einen Gutschein für einen Baum oder Strauch, der im Herbst gegen einen richtigen Baum oder Strauch eingetauscht wird. Dies wurde von den Mitschülern mit großem Applaus quittiert.

Blumenwanderung auf den Spitzstein

Christiane Altmanshofer, Christl, Achim, Otto Thalhamer, Brigitte und Stefan Englbrecht, Egon Pentlehner, Renate Holzner, Ingrid Krekel (von links)
Brandknabenkraut

Vilsbiburg. Bei schönem Bergwetter wanderten elf Mitglieder der Bund Naturschutzgruppe Vilsbiburg und der Alpenvereinssektion Gangkofen von Sachrang aus auf den Spitzstein.Der Spitzstein im Chiemgau ist bekannt für seinen Blumenreichtum. So konnte Achim Grünewald die Wanderer links und rechts vom Weg auf zahlreiche Blumen und ihre Eigenarten aufmerksam machen.Besonders begeisterten die verschiedenen Orchideenarten wie Geflecktes Knabenkraut, Männliches Knabenkraut, Pyramidenorchis und Brandknabenkraut.

Alles über den Teichmolch

Die Kinder waren eifrig bei der Sache.

Kinder aus Geisenhausen gingen auf große Entdeckung

Vilsbiburg/Geisenhausen. Die Bund-Naturschutz-(BN)-Kinder der Kindergruppe Geisenhausen waren auf Besuch bei der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg. Sie wollten heuer Molche, Kröten und Frösche über die Straße tragen und trafen sich mit der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg am Amphibienschutzzaun in Dornau.

Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe Vilsbiburg hatte vorweg einige der Lurche als Anschauungsmaterial eingesammelt und erzählte vieles zur Biologie der Tiere. Erdkrötenmännchen sind bis zu acht Zentimeter lang, die Weibchen deutlich größer. Sie habe einen gedrungenen Körper, eine braungefleckte, aber nicht glitschige Haut, Schwimmhäute zwischen den Zehen, ein breites Maul und Augen mit gelben Pupillen.

Der Körper des Teichmolches ist ungefähr fünf Zentimeter lang, der Schwanz seitlich zusammengedrückt, die glatte Haut an der Oberseite bräunlich, der Bauch ist orangefarben mit dunklen Tupfen. Ein anderer, etwas größerer dunkler Molch war ein Bergmolch. Auch er hat einen orangefarbigen Bauch, jedoch mehr knallfarbig und keine Tupfen, und Schwimmhäute an den Füßen.

Grasfrösche haben eine bräunliche, glatte Haut und lange Hinterbeine, Springfrösche können mit ihren sehr langen Hinterbeinen bis zu zwei Meter weit springen.

Nach anfänglicher Scheu nahmen die Kinder die Tiere in die Hand, um sie ganz genau zu betrachten und kennen zu lernen.

Die Lurche machen sich jedes Jahr im Frühling meistens nachts auf einen bis zu mehreren Kilometern weiten Marsch zu dem Gewässer, wo sie geboren wurden, erzählte Englbrecht weiter. Dort legen sie ihre Eier ab und kehren danach zurück in Wald und Feld bis zum nächsten Frühjahr. Es gibt fast zehnmal so viele Erdkrötenmännchen wie Weibchen. Die Männchen vertreiben mit einem Piepton andere Rivalen, wenn sie auf die Weibchen klettern und sich huckepack tragen lassen.

Bei ihrer Wanderung müssen die Amphibien, wie man die Lurche auch nennt, eine für sie lebensgefährliche Straße überqueren. Deshalb stellen Mitglieder des Bundes Naturschutz jedes Jahr entlang des Straßengrabens einen Amphibienschutzzaun auf. Die Lurche fallen dabei in die eingegrabenen Eimer, aus denen sie jeden Morgen befreit und über die Straße getragen werden.

An diesem Vormittag gingen die Kinder aus Geisenhausen den Straßengraben entlang und holten die Tiere aus den Eimern. Danach entließen sie die Tiere in den Teich. Sofort vergruben sich die Tiere im Schlamm oder schwammen davon. In den nächsten Wochen kann man die Eier sehen, etwas später Kaulquappen beobachten, und in einigen Wochen kleine Kröten, Frösche und Molche.

„Laudato si“ – ein hochaktuelles Thema am gemeinsamen Bildungsabend der kirchlichen Vereine mit dem Bund Naturschutz

Beate Eichinger referierte zur Enzyklika "Laudato Si"

Vilsbiburg. Es war keine leichte Kost, die den Zuhörern am Dienstagabend im gut gefüllten Pfarrsaal geboten wurde: Die Theologische Referentin und Umweltbeauftragte der Diözese Regensburg, Diplomtheologin Beate Eichinger, führte in die Ökoenzyklika“ Lauda si“ von Papst Franziskus ein, in der er ein radikales Umdenken aller Verantwortlichen dieser Welt, aber auch jeden Einzelnen für einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung fordert.

Der Papst nahm den heiligen Franz von Assisi als eine Art Leitbild für seine Enzyklika, „da dieser der Patron all derer ist, die im Bereich der Ökologie forschen und arbeiten und die Liebe und Sorge um die Schöpfung und die Gerechtigkeit gegenüber den Armen als Motivation für ihr Tun sehen“, sagte die Referentin einleitend. Sie wies darauf hin, dass die Enzyklika auf der Soziallehre der Kirche basiere, der Papst sich aber auch auf die Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Forschung und deren Erkenntnisse stütze. Er analysiere zum Teil mit harten Worten, warte aber auch mit positiven Visionen auf.

Der Papst spricht von der Sorge „um unser gemeinsames Haus“ er wendet sich damit an die ganze Menschheitsfamilie, die er in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung dieses Planeten vereinen wolle. „Die Enzyklika will die Welt aufwecken“ sagte die Referentin.

Mit diesem Dokument sei dem Papst ein großer Wurf gelungen, allein das weltweite Medieninteresse zeuge davon. So nenne die britische Zeitung“ Guardian“ die Enzyklika das erstaunlichste Papier eines Papstes in den letzten hundert Jahren. Der Befreiungstheologe Leonardo Boffo spreche von einem „poetisch couragiertem Dokument, das über die katholische Kirche hinaus zu jedem Erdenbürger spreche.

Der Papst verabschiede sich eindeutig von der neuzeitlichen Interpretation des Schöpfungsberichtes:“ Macht euch die Erde untertan“. Er setze an die Stelle des Paradigmas „der Mensch als Herrscher“ die universelle Geschwisterlichkeit mit allen Mitgeschöpfen.  Damit rücke der Papst die Armen ins Zentrum, die ökologische Umwelt werde zur ökologischen Mitwelt. Nach seinen Worten seien die Güter der Erde im Wesentlichen ein gemeinsames Erbe, dessen Früchte allen zu Gute kommen müssten, da Gott die Welt für alle erschaffen habe. So schreibt er:“ Die Atmosphäre kann nicht den Reichen gehören, die sie als Abfallhalde benutzen, sie ist vielmehr ein gemeinsames Gut.“ Wasser könne nicht privatisiert werden, da es ein Menschenrecht für alle sei. Papst Franziskus kritisiert mit harten Worten eine kapitalistische Marktwirtschaft, die das Privateigentum heilig spreche und die Kosten den Ärmsten und der ökologischen Mitwelt aufbürde. Er prangert die Wegwerf-Kultur an und ruft zum schrittweisen Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl auf und betont die wichtige Rolle von dezentralen Lösungen  in Bezug auf die Energiewende.

Zugleich fordert er eine Reform der Landwirtschaft, um Armuts-und Umweltprobleme gemeinsam zu bekämpfen.

Beate Eichinger, die schon als Jugendliche im Bund Naturschutz und in der kirchlichen Jugendarbeit für die Bewahrung der Schöpfung eingetreten ist, beeindruckte mit ihrer Kompetenz und ihrer Begeisterung für dieses richtungsweisende Dokument des Papstes .Sie wünscht sich, dass sich nicht nur die Umweltverbände mit diesem Thema auseinandersetzen, sondern dass  jeder Einzelne die Gedanken des Papstes in seinem eigenen Leben umsetzt.

In einer lebhaften Diskussion griffen die Teilnehmer die Anregungen des Papstes auf und kritisierten den zerstörenden Umgang der heutigen Menschen mit ihrer Umwelt. Stefan Englbrecht  dankte im Namen aller Teilnehmer für den informativen Vortrag. Die Referentin fasste noch einmal die Gedanken des Papstes zusammen, die zur Veränderung des Lebensstils jedes Einzelnen aufrufen:“ Wenn wir weiterhin diese Politik machen, so wirtschaften und konsumieren, überhören wir nicht nur den Schrei der Armen, sondern auch den der Erde – und zerstören sie.“

Quellenhinweis: Autorin Martha Berger

Jahresrückblick 2015 und Jahresprogramm 2016

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg,

im Folgenden wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten der Ortsgruppe im Jahr 2015 geben.

Naturschutzarbeiten:

-        Aufbau von Amphibienschutzzäunen in Dornau, Hochreit und Leberskirchen. Viele freiwillige Helfer sammelten Erdkröten, Grasfrösche, Laubfrösche, Springfrösche, Berg- und Teichmolche täglich aus den Eimern und trugen sie über die Straße. Insgesamt konnten so etwa 3879 Amphibien sicher ihre Laichgewässer erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es etwa 1000 Tiere weniger.

-        Begründung einer Streuobstwiese.

Bildungsangebote und Exkursionen:

-        Besuch des Naturkundemuseums in München. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

-        Vortrag „Energiewende 2015“ von Dr. Herbert Bartel, dem Energiereferenten des BN Bayern, zusammen mit dem Klimaschutzmanagement Vilsbiburg.

-        Amphibienführung in Dornau für Familien. An diesem Tag waren viele Amphibien in den Eimern.

-        Vorstellung heimischer Amphibien in der Mittelschule und in der Realschule.

-        Beobachtung von Wasservögeln am Vilsstausee. Die Anfahrt fand mit dem Vilsbiburger Elektroauto statt.

-        Exkursion zur „Vogelfreistätte Unterer Inn“ gemeinsam mit dem DAV Gangkofen. Die Leitung hatte Rudolf Tendler von der Unteren Naturschutzbehörde Rottal-Inn. Besichtigt wurde ein ehemaliger Acker, der zu einer üppig blühenden Orchideenwiese umgewandelt wurde.

-        Moorwanderung Kendlmühlfilzen im Chiemgau und Wasservogelbeobachtung in der Hirschauer Bucht am Chiemsee.

-        Besichtigung des Trockenhanges der Biogärtnerei Degenbeck.

-        Besichtigung einer Blumenwiese in Derndlmühle.

-        Bergwanderung zum Blumenberg Blaser im Gschnitztal gemeinsam mit dem DAV Gangkofen mit Übernachtung in der Blaserhütte.

-        Radwanderung am Vilstalradweg.

Haus- und Straßensammlung des BN:

-        Sammlung durch Mitglieder der Ortsgruppe.

-        Sehr erfolgreiche Sammlung durch Schüler der Realschule. Als Dank erhielten die erfolgreichsten Sammler Obstbäume oder Sträucher für den Hausgarten.

Naturschutzabende:

-        Monatliche Treffen im Nebenzimmer der Gaststätte Lilit`s im Tennisheim. Besprochen wurden unter anderem anstehende Naturschutzarbeiten, aktuelle Entwicklungen, die jährliche Pflege eines Trockenhanges und einer Feuchtwiese, Planungen der Exkursionen, Naturbeobachtungen im Raum Vilsbiburg.

-        Jahreshauptversammlung mit Wahlen. Stefan Englbrecht wurde als erster Vorsitzender und Günter Ehr als zweiter Vorsitzender und Kassenwart bestätigt, Christl Grünewald wurde neue Schriftführerin. Wir danken den bisherigen Schriftführern Josef Wirthmüller und Konrad Fischer für ihre geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren.

Wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit ist die Begründung neuer Biotope und Pflegemaßnahmen der bestehenden wertvollen Flächen. Wir bitten unsere Mitglieder, Förderer und Freunde, sowie interessierte Nichtmitglieder um aktive Teilnahme bei der einen oder anderen Aktion. Interessenten können sich bei Stefan Englbrecht oder am Naturschutzabend melden. Sie werden sehen, es macht Spaß, in unserer Gruppe dabei zu sein. Selbstverständlich stehen alle Veranstaltungen, Exkursionen und Treffen auch Nichtmitgliedern offen.

Bitte lesen Sie unser Jahresprogramm 2016.

Wir hoffen, Ihnen auch im Jahr 2016 ein abwechslungsreiches, interessantes und lehrreiches Programm anbieten zu können. Neben den praktischen Naturschutzarbeiten werden wir Exkursionen in die nähere und weitere Heimat durchführen, um Pflanzen, Tiere und Landschaften kennen zu lernen. Im März errichten wir Amphibienschutzzäune in Hochreit, Dornau und Leberskirchen. Als weitere Arbeiten planen wir Heckenpflanzungen, das Anlegen von Tümpeln, Aufhängen und Kontrolle von Nistkästen und Biotoppflegemaßnahmen.

Bücherliste der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg

Die Bücher können bei Günter Ehr, Telefon 08741-4435, ausgeliehen werden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Bund Naturschutz.