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Neue Vorstandschaft bei der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe

Die neue Vorstandschaft, sitzend v.l. 1. Vorstand, Ehrenvorsitzende, 2. Vorstand
v. l. 2. Vorstand, 1. Vorstand, Kreisvorsitzende, Ehrenvorsitzende

Bruckberg/Gündlkofen. Zur Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Josef Heim neben zahlreichen Mitgliedern auch Kathy  Mühlebach-Sturm von der Kreisgruppe begrüßen. Im Tätigkeitsbericht ging es vor allem um die Froschzäune. Zum ersten Mal wurde heuer an der Staatsstraße in Edlkofen ein 360 m langer Zaun aufgestellt und betreut.  215 Amphibien wurden dort vor dem Tod auf der Straße bewahrt.

Die im Anschluss durchgeführten Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse:

1.Vorstand Ingrid Großmann, 2. Vorstand Josef Heim, Kassier Maria Pinsker, Schriftführer Richard Hampl-Portenlänger. Alle wurden einstimmig gewählt. Zur Ehrenvorsitzenden wurde Elisabeth Seewaldt ernannt. Sie war schon Gründungsmitglied und arbeitete 30 Jahre lang an vorderster Front bei der Ortsgruppe mit, davon 12 Jahre lang als 1. Vorsitzende.

Als Anerkennung für langjährige Tätigkeit im Vorstand erhielten Hannelore und Fritz Weidinger sowie Christa Wagner und Alfons Thoma kleine Aufmerksamkeiten. Zum Schluss ergriff die neue Vorsitzende  Ingrid Großmann noch das Wort. Sie freue sich über das in sie gesetzte Vertrauen und versprach, sich für die Belange des Naturschutzes nach Kräften einzusetzen.

Geretteter Froschwanderweg in Gündlkofen

Zwischen Unterlenghart und Gündlkofen verläuft die Kreisstraße LA 52 entlang des Hangfußes der „Isarseitigen Riedel“ (Naturraum 062 Donau-Isar-Hügelland, Untereinheit 11). Die Hangleitenwälder sind der Lebensraum von Erdkröte, Grasfrosch, Berg- und Teichmolch und des vom Aussterben bedrohten Springfrosches. Die Amphibien wandern zur Laichzeit durch die vom Landkreis geschaffenen Leitwege zu den Laichplätzen. Am Ortseingang von Gündlkofen befindet sich der Wanderweg entlang der Straße zum Biotop am ehemaligen Klärweiher. Dieser Wanderweg ist als überregional bedeutsam erfasst (www.amphibien.bund-naturschutz.de wanderkarte).

Seit nunmehr 30 Jahren hat die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Bruckberg/Gündlkofen insgesamt an jährlich 220 Stunden (insgesamt 6600 Std.) über 20.000 Amphibien einen gefahrlosen Übergang ermöglicht. Umso erstaunter war man, als im Wahlkampf die Gemeinde, vertreten durch den Bürgermeister, dort ein Feuerwehrhaus errichten wollte. Prof. Dr. Stöcklein, Dekan der Uni Weihenstephan, erstellte für die Ortsgruppe ein Gutachten. Die Gemeinde beauftragte das Büro H 2, München, für ein Gegengutachten. Allerdings gab dieses dem vorherigen Gutachten Recht. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 10.02.2015 einstimmig das Vorhaben des Bürgermeistes abgelehnt, da auch die Feuerwehr nicht an diesem Standort des Feuerwehrhauses besteht.

Damit hat die Gemeinde Bruckberg neben dem Isardamm mit seinen seltenen botanischen Raritäten (Orchideen), dem Gemeindeanteil des FFH-Gebietes Buchergraben (Bachmuschel- und Steinkrebsvorkommen) und ein weiteres gerettetes Biotop. Die BN-Ortsgruppe ist, wie vom Bürgermeister im Gemeindeboten 3/2013 angeboten, weiterhin bereit, mit der Gemeinde zum Erhalt unserer Umwelt zusammenzuarbeiten.

Elisabeth Seewaldt wurde geehrt

Elisabeth Seewaldt (links) bekam von Kathy Mühlebach-Sturm die Goldene BN-Vereinsnadel überreicht

Gündlkofen. Für ihre Verdienste um den Natur- und Artenschutz wurde Elisabeth Seewaldt mit der Vereinsnadel in Gold und einer Urkunde des Bundes Naturschutz in Bayern geehrt. Schon vor der Gründung der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Bruckberg-Gündlkofen im Jahre 1987 hat die engagierte Naturschützerin erfolgreich Amphibienschutz betrieben und ist in der BN-Kreisgruppe Ansprechpartnerin bei Fragen zum Schutz von Kröten und Fröschen gewesen. Im Jahr 2001 hat Elisabeth Seewaldt das Ehrenamt der 1. Vorsitzenden in der BN-Ortsgruppe Bruckberg-Gündlkofen übernommen und dieses mit viel Engagement zwölf Jahre lang ausgeführt. Als jetzige stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende ist sie weiterhin engagiert für den Natur- und Artenschutz aktiv, hob Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm hervor, die im Namen des BN-Landesvorstands die Ehrung vornahm. 

Natur-Kostbarkeiten groß im Bild

Eine starke Truppe für den Schutz der Natur: Der Vorstand der BN-Ortsgruppe Bruckberg-Gündlkofen

Mitgliederversammlung der BN-Ortsgruppe mit Wahlen und Lichtbildervortrag

Bruckberg/Gündlkofen. Fast vollständig wurde die Vorstandschaft der BN-Ortsgruppe bei der Jahresmitgliederversammlung am 28. Oktober im Bauernstüberl Sirtl in ihren Ämtern bestätigt. Lediglich Josef Heim wechselte in das Amt des zweiten Vorsitzenden und löst damit Ingrid Becher ab, die als Beirätin weiterhin dem Vorstand angehören wird.

Zu Beginn der Versammlung berichtete die erste Vorsitzende Elisabeth Seewaldt über die vergangenen vier Jahre, von durchgeführten Exkursionen, einem Vortrag über Forstwirtschaft und vom 20-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe im Jahr 2007, das als Bund-Naturschutz-Sommerfest organisiert und gefeiert worden war. Weiter führte sie aus, dass die Beschilderung für das unter Mitwirkung und Betreuung der Ortsgruppe aus einer ehemaligen Kläranlage entstandene Biotop in Gündlkofen von der Gemeinde finanziert worden sei. Als jährlich durchzuführende Aktion wurde der Auf- und Abbau als auch die Betreuung des Amphibienschutzzaunes an der Straße Gündlkofen–Unterlenghart genannt. Allerdings beklagte Elisabeth Seewaldt einen Rückgang der dort gezählten Amphibien. Die BN- Ortsgruppe hat sich auch mit überörtlichen Themen auseinandergesetzt und sich an Demonstrationen und Veranstaltungen beteiligt, unter anderem im Kampf für den Erhalt der frei fließenden Donau zwischen Deggendorf und Vilshofen, gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft oder für den Ausstieg aus der Atomenergie. Mit dem Kauf von Anteilen am „Grünen Band“ beteiligt sich die Ortsgruppe am Schutz des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens, der sich zu einem Refugium für Pflanzen und Tiere entwickelt hat. Elisabeth Seewaldt bedankte sich beim anwesenden zweiten Bürgermeister Richard Hampl-Portenlänger für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und bei den Mitgliedern für ihren Einsatz im Amphibienschutz oder bei Landschaftspflegemaßnahmen. Über die Aktivitäten der BN-Kindergruppe berichtete anschließend Christine Burkl, die zusammen mit Rosina Thomeczek die Kindergruppe leitet.

Nach Dank und Würdigung der geleisteten Arbeit durch den zweiten Bürgermeister folgte der Kassenbericht durch Christa Wagner und die Entlastung des Vorstands. Vor der Überleitung zu den Vorstandswahlen richtete auch Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Landshut, im Namen der Kreisgruppe Worte des Dankes an die Ortsgruppe. Bei der nun folgenden Wahl wurde Elisabeth Seewaldt in ihrem Amt als erste Vorsitzende bestätigt. In das Amt des zweiten Vorsitzenden wurde neu Josef Heim gewählt. Christa Wagner wurde als Schatzmeisterin und Alfons Thoma als Schriftführer bestätigt. Als Beisitzer wurden gewählt: Roswitha Walter, Dirk Decker, Willi Neff, Ingrid Becher, Hannelore Weidinger, Kurt Seewaldt und Annemarie Portenlänger.

Der folgende Lichtbildervortrag von Josef Schmidbauer mit Fotos von Kostbarkeiten in der heimischen Natur beeindruckte die Naturschützer. Gestochen scharfe Großaufnahmen von Schwalbenschwanz, Knabenkraut, Widderchen, gebänderter Prachtlibelle, vom Blütenkranz der Röhrenblüten eines Korbblüters und vielem mehr waren zu bewundern. So ins Bild gesetzt wird dem Zuschauer bewusst, dass es auch in seiner Umgebung noch einen natürlichen Reichtum gibt, für dessen Schutz es sich lohnt, sich einzusetzen.