MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Naturschutznachrichten Nr. 48 - Januar 2013

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde des Bundes Naturschutz

In diesem Jahr feiert der Bund Naturschutz in Bayern (BN) sein 100-jährigesBestehen. Für Niederbayern ist an Christi Himmelfahrt (09. Mai) ein Festakt inNiederalteich im Rahmen des Donaufestes vorgesehen. Dieses ist seit vielenJahren Ausdruck des Willens, für den Erhalt der frei fließenden Donau zukämpfen, da auch die letzten 70 km für die Schifffahrt verbaut werden sollten.Nun scheint sich eine Lösung im Sinne des Naturschutzes abzuzeichnen, sodass der BN eventuell beim Jubiläumsfest einen Erfolg verbuchen und damitdoppelt feiern kann.

Auch die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut feiert im Jahr 2013 ein rundesJubiläum: Seit 40 Jahren setzt sich hier der Bund Naturschutz für den Erhalt vonLandschaftsräumen und Biotopen ein, bietet mit Exkursionen Möglichkeiten an,die Natur kennen und lieben zu lernen und zeigt in Vorträgen auf, wie Nahrungsmittelund Energie nachhaltig erzeugt werden bzw. wie der Einzelne durch sein(Konsum-)Verhalten im Alltag Einfluss darauf nimmt, ob Produkte umweltfreundlichund fair hergestellt werden.

Vom 11. - 17. März 2013 führt der Bund Naturschutz eine Haus- und Straßensammlungdurch. Gesammelt werden kann auch im häuslichen Umfeld oder amArbeitsplatz. Wer Geld für den Bund Naturschutz sammelt, hilft mit, dass sichder Verband unabhängig von Geldgebern aus Wirtschaft und/oder andererInteressensverbänden seinen satzungsgemäßen Aufgaben im Natur- und Umweltschutzwidmen kann. Für weitere Informationen hierzu steht Ihnen die GeschäftsstellenleiterinFrau Brigitte Englbrecht gerne zur Verfügung (0871-23748).

EINLADUNG

an die Mitglieder, Förderer und Freunde des Bundes Naturschutz (BN)in Stadt und Landkreis Landshut zur

Jahresmitgliederversammlung der BN-Kreisgruppeam Dienstag, 14. Mai 2013, um 20.00 Uhr im Gasthof „Zur Insel“ Landshut


Dr. Christine Margraf, spricht zum Thema:„Immer auf Achse – kann Mobilität umweltfreundlich sein?“

Es folgen Tätigkeits- und Kassenbericht, Aussprache und die Entlastungdes Vorstandes. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme.

Kathy Mühlebach-Sturm / Paul Riederer / Dr. Uli Kaltenegger

1. Vorsitzende / stellv. Vorsitzender / stellv. Vorsitzender

 

Natur- und Umweltschutz in den BN-Ortsgruppen im Landkreis Landshut

Der Einsatz für den Natur- und Umweltschutz in den 15 Ortsgruppen imLandkreis Landshut ist vielgestaltig. Oft geht es um konkreten Artenschutz wiez. B. die alljährlich stattfindenden Amphibienaktionen. Manche Ortsgruppenpflegen Biotope wie Teiche, Feucht- oder Streuobstwiesen. Auch aktuelleüberörtliche Themen bestimmen die Aktivitäten. Ortsgruppen sind so vielfältigwie die Personen, die sich an den verschiedenen Orten zu einem gemeinsamenEngagement zusammengefunden haben. Mit den Naturschutz-Nachrichtenerhalten Sie einen (leider unvollständigen) Einblick in das, was in einzelnenOrtsgruppen geleistet wird. Diesmal berichtet die

BN-Ortsgruppe Ergoldsbach-Neufahrn-Bayerbach

Die Ortsgruppe besteht seit 30 Jahren und hat rund 200 Mitglieder. Über vieleJahre konzentrierten sich die Aktivitäten auf die Abwehr der autobahnähnlichenB 15 neu bzw. auf Alternativen zu diesem Fernstraßenbau. Wegen zahlenmäßigemSchwund aktiver Mitglieder ist die Ortsgruppe heute vor allem alsAnsprechpartner für Belange des Artenschutzes bzw. der Umwelt tätig. Sonistete im Jahr 2012 ein Storch auf dem Hauptkamin der örtlichen Großbäckerei.Die Bürger freuten sich darüber, aber die Verantwortlichen aus dem Bäckerei-Gewerbe konnten aus Gründen der Sicherheit den Storch nicht gewährenlassen. In einer großen Gemeinschaftsaktion von BN, Vogelschutzbund undzwei Feuerwehren wurde ein alternatives Storchennest gebaut und installiert. MitSpannung erwarten wir nun die Rückkehr des Storches in diesem Jahr. Erstdann erfahren wir, ob er unseren Horst annimmt. – Über Jahre engagierte sichdie OG mit Angeboten zum Ferienprogramm, in denen besonders das Leben derIndianer betrachtet und deren Umgang mit der Natur und auch Teile ihrer Ritualenachgeahmt wurden. Bei Führungen in Zusammenarbeit mit der Bildungseinrichtungdes Bundes Naturschutz und dem Umweltbildungsprojekt „Radula“ konntenKinder mit Becherlupen und Käschern der Natur Interessantes abgewinnen. Neuwar unser Angebot einer Schnitzeljagd unter Zuhilfenahme von modernen GPSGeräten.Dazu wurde ein großes Flurstück von ca. 6 km2 präpariert und mitFundstücken versehen, die meist mitten im Wald verteilt in Ästen, Baumstümpfen,Gräben und anderen auch markanten Stellen versteckt wurden. DieJugendlichen erhielten (geliehene) GPS-Geräte und bekamen eine Einweisungin deren Funktionsweise. Danach wurden Sie in Kleingruppen in den Waldentlassen und arbeiteten sich von Fundort zu Fundort durch das Gebiet. Parallelwurde von ihnen ein Fragenkatalog beantwortet, der sie dem Wald und derNatur näher bringen sollte und der gleichzeitig über einen Wettbewerb zwischenden Gruppen Spannung ins Spiel brachte. Unterbrochen wurde das Spiel vonkleinen Erfrischungsfunden mitten in der Natur. Im Wald selbst wurden dieJugendlichen von OG-Mitgliedern, die den Wald durchstreiften, unterstützt. DasSpiel endete mit einem Abschlussschmaus und einer Siegerehrung. Es war einesehr interessante und für alle Beteiligten auch neue Erfahrung.

Die Ortsgruppe trifft sich derzeit unregelmäßig im Gasthof Dallmaier. Wir freuenuns, wenn neue Interessierte bei uns anklopfen würden. Mehr Informationenerhalten Sie vom OG-Vorsitzenden Dr. Johannes Hartmann Tel. 08771/910996oder seinem Stellvertreter Bernhard Schnellinger Tel. 08771/692

Bürgerentscheid contra Westtangente – erfolgreich!

Mit knapp 54 Prozent votierten die Landshuter Bürger beim Bürgerentscheid am14. Oktober 2012 für den Erhalt des Isar-Auwaldes als wertvollen Naturraum undgeliebtes Naherholungsgebiet im Westen von Landshut und gegen das dortgeplante Straßenbauprojekt. Dies ist ein wunderbarer Erfolg im Kampf um denErhalt eines Lebensraumes, der sich durch eine hohe Artenvielfalt und einegroße Biodiversität auszeichnet. Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch die konstruktiveZusammenarbeit von mehreren Verbänden und Parteien mit der Bürgerinitiative„Pro Landshut – gegen eine Westanbindung“ und durch den Einsatzan Infoständen und beim Verteilen von Infomaterial an die Haushalte auch vonvielen BN-Mitgliedern. Dafür sei herzlich gedankt.

Ehrungen von BN-Mitgliedern

Bei der 25-Jahres-Feier der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Bruckberg/Gündlkofenwurde Elisabeth Seewaldt für ihren seit Jahrzehnten jährlich durchgeführtenEinsatz für die Amphibien symbolisch mit einem Plüschfrosch geehrt undChristine Burkl und Rosina Thomeczek erhielten für die seit 15 Jahren bestehende BN-Kindergruppe einen Fledermauskasten.

Beim Treffen der BN-Kreisgruppe mit den Ortsgruppen im Oktober 2012 wurde Peter Brenninger für seinen 20-jährigen Einsatz als stellvertretender Vorsitzenderder OG Geisenhausen mit der Vereinsnadel in Silber und Ursula Beran-Gebhardt, Vorsitzende der OG Pfeffenhausen, für ihre 15-jährige Betreuung derBN-Kindergruppe „Umweltfüchse“ mit der BN-Keramik-Linde geehrt.

Ebenfalls mit einer BN-Keramik-Linde geehrt wurde Kurt Löwenstein bei derJahresmitgliederversammlung der OG Essenbach für sein 20-jähriges ehrenamtlichesEngagement als Schriftführer der Ortsgruppe.

Für 40-jährige BN-Mitgliedschaft wurden mit einer Urkunde geehrt

Dr. Burkhard Bauer, Paul Thurmaier, August Simon und Franziska Faltermeier

Für 25-jährige BN-Mitgliedschaft wurden mit einer Urkunde geehrt

Erwin Forster, Christine Franz, Wolfgang Hausmann, Familie Franz und MariaHolzmann, Familie Peter und Anneliese Keil, Emma Kellner, Johann Knott,Wolfgang Liebl, Ralf und Renate Mindermann, Kathy Mühlebach-Sturm und Dr.Johannes Sturm, Pauline und Stefan Radlmair, Roswitha Reitmaier, HermannSimma, Johann Steiger, Familie Helmut und Irmtraud Wartner, Egbert Zierer, Familie Alfons und Christine Schandl, Jürgen Böhm, Jakob Wallner, Andrea Elisabeth Bergmann, Rudolf Birgmann, Familie Richard und Annemarie Hampl-Portenlänger, Josef und Edeltraud Hendrich, Klaus Schmierl, Familie Ulrike undAlfons Bein, Andreas Deller, Walter Eder, Fritz Pfeiffer, Familie Peter und IngridKindsmüller, Herbert und Christina Parusel, Dr. Peter Kiermeier, Erika Berger,Christian Stögbauer, Milivoj Djukic, Familie Bernd-Jochen Lindner-Haag und Karin Haag, Carolin Seethaler, Achim und Christine Grünewald, Josef Weiß undCornelia Küppers

Der Kreisgruppenvorstand bedankt sich bei allen Geehrten für die langjährigeTreue zum Bund Naturschutz.

Wahlen in Bund-Naturschutz-Ortsgruppen

Bei der Vorstandswahl der OG „Oberes Vilstal“ wurde Josef Gerbl neu in dasAmt des 1. Vorsitzenden gewählt. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde -ebenfalls neu - Barbara Nitzl gewählt. Als Beisitzer wurden gewählt: Ernst-GeorgEichner (vorher 20 Jahre 1. Vorsitzender) Carina Huber, Helga und BerndWillems.

Auch in der Ortsgruppe Essenbach sollte das Amt des/der 1. Vorsitzenden neubesetzt und Herbert Parusel nach 20 Jahren abgelöst werden. Da am Wahlabendniemand für das Amt des/der 1. Vorsitzenden zur Verfügung stand,bestellte die BN-Kreisgruppe Eva Hähnel zur Ortsgruppensprecherin und AloisKönigbauer zum Kassenwart bis zu dem Zeitpunkt, an dem – hoffentlich bald –ein neuer Vorstand gebildet werden kann.

Bei der Vorstandswahl der BN-OG „Oberes Binatal/Rottquelle“ wurden HansWinter als 1. Vorsitzender und Monika Schmidt als stellvertretende Vorsitzendebestätigt. Als Beisitzer wurden Heinz Gibowski und Georgine Lermer gewählt.

Der Kreisgruppenvorstand gratuliert allen neu und wiedergewählten Vorstandsmitgliedern in den Ortsgruppen, dankt ihnen für die Übernahme eines ehrenamtlichenVorstandspostens und wünscht ihnen für ihre Arbeit im Natur-, Arten- und Umweltschutz viel Erfolg.

Energiewende und Atomausstieg – Fukushima und Tschernobyl

Die Energiewende gerät ins Stocken, weil sie von Bund und Länder nicht koordiniert angegangen und von den großen vier Stromerzeugern vereinnahmt wird.Die Lagerung von Atommüll bleibt weiterhin ungeklärt. Die Gefahr durch Unfällean AKW mit großflächiger, radioaktiver Verseuchung ist real. Darum finden inErinnerung an Fukushima am 9. März 2013 an drei Atomstandorten (Grohnde,Gronau, Gundremmingen) Demonstrationen und Kundgebungen statt.

In Gundremmingen stehen die letzten zwei noch in Betrieb befindlichenSiedewasserreaktoren (Typ Fukushima) Deutschlands. Beide Blöcke habenerhebliche Mängel und dürfen noch bis 2017 bzw. 2021 weiterlaufen. DieUmweltbewegung darf nicht nachlassen, solange uns Atomanlagen bedrohen.

Wir fahren von Landshut aus zum Großaktionstag mit Kundgebung am 9. März 2013 in Günzburg. Fahren Sie mit! Anmeldung unter 0871/50154.