MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Heckenpflanzung

Bund Naturschutz sucht weitere Flächen

Geisenhausen: In Unterheldenberg, Gemeindegebiet Altfraunhofen, wurde vom Bund Naturschutz eine etwa 100 Meter lange Hecke gepflanzt. Die Organisation sowie die Beschaffung der Pflanzen und des Wildschutzzaunes übernahm Stefan Englbrecht von der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg. Der Wildschutzzaun war bereits vom Grundstückseigentümer gebaut als sich neun Aktive, unterstützt von Kindern der Kindergruppe aus Geisenhausen, an die Arbeit machten. Vorschriftsmäßig wurden bei den Sträuchern die Wurzeln und Äste eingekürzt. Bei den Sträuchern handelt es sich um Sauerdorn, Schlehe, Gemeiner Schneeball, Pfaffenhütchen, Schwarzer Holunder, Weißdorn, Gemeiner Liguster, Heckenkirsche, Traubenholunder, Waldhasel und Kreuzdorn. Zum Abschluss gab es eine Brotzeit vom Grundstückseigentümer. Der Bund Naturschutz würde gerne weitere Hecken in der doch weitestgehend ausgeräumten Landschaft pflanzen, wenn geeignete Flächen zur Verfügung gestellt werden. Dem Grundstückseigentümer entstehen keine Kosten weder für das Pflanzmaterial noch für die Pflanzung selbst. Wer Flächen zur Verfügung stellen möchte kann sich gerne an den Bund Naturschutz wenden.

Vorstand der BN-Ortsgruppe Geisenhausen bestätigt

Die neu gewählte Vorstandschaft: Dr. Herbert Jans (5. von rechts), Reinhold König (4. von rechts) und Peter Brenninger (3. von rechts) sowie die Beisitzer und Vertreter der Kreisgruppe des BUND Naturschutz.

Neuwahl bei BUND-Naturschutz Ortsgruppe  -  Nachwuchsmangel angemahnt

Geisenhausen. Bei den kürzlichen Neuwahlen der BN-Ortsgruppe wurde die Vorstandschaft in ihren Ämtern bis 2021 bestätigt. Als 1. Vorsitzender wurde Dr. Herbert Jans, als 2. Vorsitzender Peter Brenninger und als Kassier Reinhold König in ihren Ehrenämtern bestätigt. Zur Schriftführerin wurde Elisabeth Jensen und zu Beisitzerinnen Birgit Sammet, Ingeborg König, und Ingrid Krekel gewählt.

>> Mehr im Bericht der Vilsbiburger Zeitung vom 25. November 2017

Naturschützer feierten im Stefanihof

Im Schatten der großen Hoflinde im Stefanihof ließ sich bei Speis, Trank und Musik gut feiern
Viel Zuspruch von den Kindern fanden auch das Zapfenwerfen, das Tischfußballspiel und das Glücksrad
Stefanie Dobler führte die Festbesucher durch ihren Kräutergarten
Auch Geisenhausens Bürgermeister Josef Reff (Mitte, 2. v. l.) erwies den Naturschützern durch seinen Besuch die Ehre
BN-Ortsgruppenvorsitzender Professor Dr. Herbert Jans (links) begrüßte Gäste aus nah und fern
Von links: Stefan Englbrecht (BN), Gisela Floegel (BI) und Reinhold König (BN) standen Rede und Antwort über den Widerstand gegen die B 15 neu

BN-Ortsgruppe beging am Sonntag, den 6. Juli 2014 in Stephansbergham ihr 25-jähriges Gründungsjubiläum

Geisenhausen. Das Sommer- und Kinderfest der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut wurde dieses Jahr in Stephansbergham bei Geisenhausen gefeiert. Anlass war das 25-jährige Gründungsjubiläum der BN-Ortsgruppe Geisenhausen. Bestens organisiert wurde das Fest vom Ortsgruppenvorsitzenden Professor Dr. Herbert Jans und seinem Unterstützerteam. Das prächtige Sommerwetter und der idyllische Veranstaltungsort im Stefanihof boten den zahlreichen Besuchern aus nah und fern eine prächtige Kulisse für ein gelungenes Fest. Für die Kinder war ein schattiger Spielplatz die Attraktion. Malen, Rätseln, Tischfußball, Baumkegeln, Zapfenwerfen und ein Glücksrad waren nur ein paar der Angebote, die von der BN-Geschäftsstellenleiterin Brigitte Englbrecht vorbereitet wurden. Und beim Stelzengehen oder Sackhüpfen versuchten auch Erwachsene ihr Geschick. In hervorragender Weise sorgte die mobile Küche von Kuranium Geisenhausen mit Speisen aus Produkten des ökologischen Landbaus für das leibliche Wohl. Die drei Musiker der „Bochofamusi“ trugen mit bayerischen Melodien zur musikalischen Umrahmung des Festes im Schatten der großen Hoflinde bei.

Die BN-Ortsgruppe hatte anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens eine Ausstellung mit einem Querschnitt ihres Wirkens aufgebaut und dokumentierte dort in zahlreichen Bildern die Vielfalt ihrer Tätigkeit sowie die Entwicklung ihrer Arbeit über die Jahre hinweg. Die Möglichkeit, sich durch Unterzeichnung von Protestpostkarten gegen den Weiterbau der B 15 neu über die Isar nach Süden auszusprechen, wurde an einem Stand rege genutzt. Eine Führung zur geplanten Trasse bei Johannesbergham ergänzte die Aktion.

Zum Gelingen des Festes trug auch die Hofbesitzerin Stefanie Dobler mit Führungen in die nahe gelegene Kirche und in den Stefanihof-Kräutergarten bei. An das im gotischen Stil erbaute und dem Hl. Stephanus geweihte Kirchlein knüpfen sich alte Sagen. Erdmännlein sollen sich einst um die Sauberkeit der Kirche gekümmert und Feste dort gefeiert haben. In einem Loch neben dem Altar seien sie dann wieder verschwunden, erzählte die Kirchenführerin. Bei den Führungen in den Stefanihof-Garten gab es für die Festbesucher auf einem Hügelbeet und in zahlreichen Beeten eine Vielzahl heimischer Kräuter zu entdecken und zu bewundern. Stefanie Dobler, die regelmäßig Kräuter-, Räucher- und Kochtage abhält, wies darauf hin, dass diese Kräuter im Rauch ihre schützende, klärende und reinigende Wirkung zeigen.

Verstummt das Summen der Bienen?

Johannes Selmansberger referierte über die Ursachen des dramatischen Bienensterbens  

Vilsbiburg 11.04.2014: Die Bund Naturschutz Ortsgruppen Vilsbiburg und Geisenhausen veranstalten zusammen mit dem Imkerverein Vilsbiburg kürzlich in der Kolpinggaststätte einen sehr gut besuchten Vortrag mit dem Titel „Kann die Honigbiene überleben?“. Der Referent Johannes Selmansberger ist seit 30 Jahren aktiver Naturschützer und Imker. Zu Beginn seiner Ausführungen informierte er in einem historischen Rückblick über die Geschichte der Honigbiene, deren Nutzen für den Menschen sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen lasse. So würden 80 Prozent aller Blüten von Bienen bestäubt, davon 85 Prozent durch die Honigbiene. Aber auch die Bestäubung durch die Wildbienen sei sehr wichtig, da bei einer Kombination beider Bienenarten mit einem besseren Ertrag zu rechnen sei. Der weltweite monetäre Wert der Bestäubungsleistung durch Bienen belaufe sich derzeit auf 265 Milliarden US-Dollar, berichtete der Referent.

Ein Bienenvolk, fuhr Selmansberger fort, produziere im Jahr bis zu 300 Kilogramm Honig. Beim Honig handle es sich mit etwa 200 verschiedenen Inhaltsstoffen um ein sehr inhaltsreiches und gesundes Lebensmittel. In Deutschland ging die Zahl der Imker von 1991 bis 2012 um 10 Prozent auf 88500, die Zahl der Bienenvölker sogar um 40 Prozent auf 622000 zurück. Deutsche Imker produzierten derzeit etwa 20000 bis 25000 Tonnen Honig jährlich. Dabei handle es sich um etwa 20 Prozent des jährlichen Verzehrs in Deutschland. Der Rest werde importiert.

Das komplexe und fein abgestimmte System der Bienenvölker, fuhr der engagierte Imker fort, werde aber zunehmend durch negative Einflüsse gestört. Dies habe zu einem massiven Bienensterben geführt. Ein großes Problem aus Sicht der Imker seien die großen Mengen der in der modernen Landwirtschaft eingesetzten chemischen Unkraut-, Schädlings- und Pilzbekämpfungsmittel, welche einen schädigenden Einfluss auf die Vitalität der Bienenvölker habe. Noch nie seien so viele Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt worden wie heute.

Wenn Bienen Pollen in den Stock tragen, dann bringen sie fast immer auch Pestizide mit, so der Referent. Vor allem die immer häufiger verwendeten Neonikotinoide (Nervengifte), welche teilweise über 7000-mal giftiger seien als das längst verbotene DDT, hätten sehr negative Auswirkungen auf die Bienen, da sie selbst im kaum noch nachweisbaren Bereich tödlich für Bienen sein könnten. Die EU habe zuletzt drei dieser Giftstoffe für zwei Jahre verboten. Die betroffenen Chemiefirmen hätten aber bereits Klage gegen diese Verbote eingereicht. Auch der Wirkstoff Glyphosat, enthalten im weltweit am häufigsten eingesetzten Totalherbizid „Round up“, gelte inzwischen als sehr bedenklich. Rückstände könnten in Lebensmitteln und in menschlichen Harnproben nachgewiesen werden. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bienen seien nicht auszuschließen.

Neben der Agrochemie litten die Bienen zunehmend an einem Mangel beim Nahrungsangebot, verdeutlichte der Referent. Landschaften würden ausgeräumt, Feldraine umgepflügt oder todgespritzt, Blumenwiesen gebe es kaum noch. Die noch vorhandenen Wiesen kämen durch häufige Schnittnutzung und intensive Düngung nicht mehr zum Blühen. Selmansberger ging auch auf die Auswirkungen der Varoamilbe ein. Diese werde von den Agrochemiefirmen gerne als alleiniger Grund für das Bienensterben genannt. Die negativen Auswirkungen der Milbe seien unstrittig, so der Imker, da viele Bienenvölker aber insgesamt sehr geschwächt seien, führe heute oft schon ein deutlich geringerer Befall zum Tod eines Volkes als früher.

Anschließend stellte Selmansberger nochmals die Frage, wie die Bienen zu retten seien. Hierzu sei auf jeden Fall eine Agrarwende notwendig, stellte der Referent klar. Die durch die zunehmend industrialisierte Landwirtschaft vernichteten Lebensräume müssten zumindest teilweise zurückgeführt, blühende Flächen geschaffen, der Einsatz von Pestiziden reduziert oder durch verstärkte Umstellung auf ökologischen Landbau eine vielfältige Ackerflur erreicht werden. Die Politik sei hier gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber auch Privatpersonen könnten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bienen leisten, betonte Selmansberger. Hausgärten sollten naturnah gestaltet werden. Blumen, blühende Sträucher und Obstbäume sollten selbstverständlich sein, um den Bienen Nahrung zu geben. Der Referent beschloss seinen Vortrag mit einem Zitat von Albert Einstein: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr…”. Die abschließende lebhafte Diskussion zeigte, dass sich viele betroffene Imker unter den Zuhörern befanden.

24 Jahre im Dienst der Natur

Prof. Dr. Herbert Jans erhält von Kathy Mühlebach-Sturm, Vors. der BN-Kreisgruppe Landshut (rechts) die Vereinsnadel in Gold angesteckt

Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz hielt kürzlich ihre Jahresmitgliederversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft ab –schon seit 1989 existiert die Anwaltschaft für die Natur und die Mitgliederzahl ist seither auf stolze 322 Personen gestiegen. Auch 93 neue Mitglieder wären zu begrüßen gewesen, vertreten wurden sie aber lediglich von einem einzigen, „tapferen“ Neumitglied, das umso freundlicher begrüßt wurde. Vorsitzender Dr. Herbert Jans freute sich über die Anwesenheit der Kreisgruppenvorsitzenden Kathy Mühlebach-Sturm und die Geschäftsführerin der Kreisgruppe Brigitte Englbrecht und die vielen alt gedienten Geisenhausener Naturschützer.

Dr. Jans gab nun einen kurzen, prägnanten Überblick über die naturschützerischen Tätigkeiten des zu Ende gehenden Jahres, angefangen von der Pflege der Streuobstwiese mit den 65 Bäumen über Nistkastenaktionen, zum Beispiel auf St. Theobald, dem Aufbau und die Unterhaltung des Krötenschutzzaunes bei Mantelkam und die kleine Feier zur Pflanzung der jungen Eiche in Stützenbruck, die Dank bester Pflege durch die Familie Stadlöder prächtig gedeiht. Vertreter der Ortsgruppe engagierten sich bei verschiedenen Demos und Aktionen, etwa gegen die umweltzerstörerische Autobahn B 15 neu, besuchten Veranstaltungen zur 100-Jahrfeier des Bund Naturschutz und organisierten Vorträge, zuletzt den Vortrag „Mythos Baum“.

Vorsitzender Dr. Jans sprach einen ganz herzlichen Dank aus an alle Aktiven, die sich für die verschiedenen Belange des Umweltschutzes in der Gemeinde und weit über deren Grenzen hinaus engagiert haben, und das schon seit über 20 Jahren. Aber auch dem Vorsitzenden selbst wurde eine ganz besondere Ehrung zuteil: Frau Mühlebach-Sturm verlieh ihm als Vorsitzende der Kreisgruppe die goldene Ehrennadel für vorbildliche Tätigkeit als Ortsgruppenvorsitzender seit 1993, also seit 20 Jahren und seine vielfältigen Aktivitäten in der Kreisgruppe sowie als Beiratsmitglied und Delegierter des Bund Naturschutz. Beifall der Anwesenden belohnte diese herausragende Leistung von Dr. Jans. Die unzähligen Stunden für die Belange vor allem auf dem Gebiet der naturverträglichen Energiegewinnung und dem sorgfältigen Umgang mit Energie fanden ganz besondere Erwähnung in den Dankesworten der Kreisgruppen Vorsitzenden.

Nach dem Kassenbericht durch Reinhold König, wie immer in gewohnter Präzision, und anschließender Entlastung der Vorstandschaft. folgten die Neuwahlen, wobei erster und zweiter Vorsitzender sowie der Schatzmeister in geheimer Abstimmung bei je einer Enthaltung wiedergewählt wurden. Fünf Beisitzerinnen, darunter eine „Neuerscheinung“, wurden ohne Enthaltungen in ihre Ämter gewählt. Namentlich besteht also die Führungsriege aus 1. Vorsitzender Prof. Dr. Herbert Jans, 2. Vorsitzender Peter Brenninger, Schatzmeister Reinhold König und den fünf Beisitzerinnen: Ingeborg König, Rita Schrei, Michaela Batzer, Ingrid Krekel und als Neumitglied Elisabeth Jensen.

Abschließend wurden noch aktuelle Themen der jüngsten Zeit angesprochen, so zum Beispiel die Baumfällaktion auf St. Theobald, die aus Sicht der meisten Teilnehmer zu rücksichtslos vorgenommen wurde, ebenso die unnötige und teure Fräsaktion der Baumstümpfe, die aus naturkundlicher Sicht völlig überflüssig ist. Vorschläge für die Gestaltung des Jahresprogramms 2014 rundeten die Diskussionen ab. Dabei wird das Thema B 15 neu sicher ganz vorne auf der Agenda stehen, auch wenn der CSU-Bundestagsabgeordnete Florian Ossner über die Gruppe der Verhinderer und Gegner der B 15 neu „von ideologischen Scheuklappen“ spricht, wie in der Vilsbiburger Zeitung zu lesen, so Dr. Jans. Nächster Termin ist die kleine Weihnachtsfeier am 12. Dezember im Kolping-Stüberl auf St. Theobald, zu der alle BN-Aktiven der Ortsgruppe ganz herzlich eingeladen sind.

Hohe Ehrung für Prof. Dr. Herbert Jans

Prof. Dr. Herbert Jans erhält von Kathy Mühlebach-Sturm, Vors. der BN-Kreisgruppe Landshut (rechts) die Vereinsnadel in Gold angesteckt

Geisenhausen. Mit der Vereinsnadel in Gold und einer Urkunde des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) wurde Prof. Dr. Herbert Jans aus Geisenhausen ausgezeichnet. Die Ehrung nahm die Landshuter BN-Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm (rechts) vor. Prof. Jans ist seit 25 Jahren Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Geisenhausen und hat sich während dieser Zeit an zahlreichen Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen sowie an der jährlich stattfindenden BN-Spendensammlung mit Erfolg beteiligt, stellte Mühlebach-Sturm in ihrer Laudatio fest. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit sei sein engagiertes Eintreten für eine Energiewende hin zur Nutzung erneuerbaren Energien. Durch permanente Aufklärung und Vorträge hat Prof. Jans wesentlichen Anteil an den vielen Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen in der Gemeinde Geisenhausen und im Landkreis Landshut. Er hat sicher mit dazu beigetragen haben, dass der Bund Naturschutz in Geisenhausen anerkannt und geschätzt ist, hob die Kreisgruppenvorsitzende mit Dankesworten an den Geehrten hervor. Im Namen der BN-Kreisgruppe dankte sie dem engagierten Naturschützer, BN-Beirat und BUND-Delegierten für seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Wärmepumpen sind eher kritisch zu sehen

Zum Artikel „Wärmepumpe schützt vor Preisschock“ vom 6. Dezember 2012 in der Vilsbiburger Zeitung.

Der Artikel könnte den Eindruck vermitteln, dass der Einbau einer luftgeführten Wärmepumpe sogar im Altbau mit Heizkörpern dauerhaft Heizkosten spart. Das widerspricht jedoch der praktischen Erfahrung vor Ort. In einem zweijährigen „Feldtest Elektro-Wärmepumpen“ untersuchte die Lokale Agenda 21-Gruppe Energie Lahr (Schwarzwald) in Kooperation mit der Ortenauer Energieagentur in Offenburg den Stand heutiger Wärmepumpentechnik, deren Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit am Oberrhein zwischen Freiburg und Baden-Baden. Dazu untersuchte die Agenda-Gruppe 33 Objekte mit Luft-, Erdreich- und Grundwasser-Heiz-Wärmepumpen und fünf mit Warmwasser-Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern mit folgendem Ergebnis:

Sollte nach einer energetischen Altbausanierung und beim Neubau kein Erdgas-Brennwertkessel (geringste Kosten) oder Holzpelletkessel (geringste CO2-Emission) in Frage kommen, dann empfiehlt die Lokale Agenda 21–Gruppe Energie Lahr den Einbau von Erdreich-Wärmepumpen, weil sie auch in der Praxis eine ausreichend hohe Energieeffizienz aufweisen. Im Mittel ersparen sie der Umwelt knapp 30% des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid gegenüber einem Erdgas-Brennwertkessel. Luft-Wärmepumpen erreichen dagegen im Mittel das Klimaschutzziel bei weitem nicht, selbst in Objekten mit Niedertemperaturheizung (zum Beispiel Fußbodenheizung). Auch die beste Luft-Wärmepumpe - eine von zwölf - kommt knapp dem Wert nahe, ab dem die Deutsche Energieagentur und das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk Wärmepumpen als „energieeffizient“ bezeichnen. Frühere und zurzeit laufende Feldtests sind vergleichbar mit den vorliegenden Ergebnissen. Die Agenda-Gruppe rät deshalb davon ab, Luft-Wärmepumpen zu bewerben, staatlich zu fördern und einzusetzen. Ob Wärmepumpen über Jahrzehnte Sicherheit bringen, wie im Artikel zu lesen, ist deshalb sehr fragwürdig insbesondere bei weiter steigenden Strompreisen.

Eine neue Eiche für Stützenbruck

(Fotos: Reinhold König)
Die BN-Aktiven v. l.: Ingrid Krekel, Peter Brenninger, Herbert Jans, der Enkel von Ingrid Krekel und Grundbesitzer Stadlöder

Geisenhausen: Jeder, der im Vilstal zwischen Geisenhausen und Altfraunhofen unterwegs ist, hat sie gekannt: die mächtige Stützenbrucker Eiche.

Heuer im Sommer, nach tagelangem Regen, brach sie auseinander; ein Baum, der jetzt, wo man seine Jahresringe zählen konnte, etwa 450 Jahre alt war. Ein faszinierendes Naturdenkmal ist tot – Werden und Vergessen, der uralte Kreislauf alten Lebens!

Um diese Werden neuen Lebens, in diesem Fall einer neuen Eiche, kümmerte sich die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen. Und so trat neulich die geballte Vorstandschaft in Stützenbruck an, um einen jungen, hoffnungsvollen Baum zu pflanzen. Michaela Batzer, BN-Mitglied, hatte ihn dankenswerter Weise besorgt, Ingrid Krekel war Initiatorin der Pflanzaktion.

Familie Stadlöder als Grundbesitzer hatte ihr Einverständnis gegeben und so bekam der junge Baum direkt neben dem alten Standort der alten Eiche seinen neuen Platz. Wer weiß wie alt er werden wird, und wie die Welt in einigen hundert Jahren aussehen wird.

Ehrung für Verdienste um Natur und Kultur

Geisenhausen. Mit der Vereinsnadel und einer Urkunde des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) wurde Peter Brenninger aus Geisenhausen ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen BN-Landesgeschäftsführer Peter Rottner (links) und BN-Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm (rechts) in Landshut vor. Peter Brenninger ist seit 20 Jahren stellvertretender Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Geisenhausen und habe sich während dieser Zeit an zahlreichen Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen sowie an der jährlich stattfindenden BN-Spendensammlung mit Erfolg beteiligt, stellte Rottner in seiner Laudatio fest. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit war die Gestaltung des Naturlehrpfades am Fimbach mit dem von der BN-Ortsgruppe errichteten Aussichtsturm. Ohne Peter Brenninger hätte es auch die vielen kulturellen Abende mit Musik, Lyrik und Kabarett nicht gegeben, die er nahezu vollständig alleine organisiert hat und die sicher mit dazu beigetragen haben, dass der Bund Naturschutz in Geisenhausen anerkannt und geschätzt ist, hob Landesgeschäftsführer Rottner mit Dankesworten an den Geehrten hervor. Im Namen der BN-Kreisgruppe dankte Kathy Mühlebach-Sturm dem engagierten Naturschützer für seine ehrenamtliche Arbeit.

Ein neues Haus für den Turmfalken

Die Teilnehmer beim Einbaudes Nistkastens
Blick in den Nistkasten

Geisenhausen: Johannesbergham besitzt eine Rarität: einen achteckigen Turm, der zu einem frisch renovierten Kirchlein gehört. Ein aufmerksamer Anwohner hatte beobachtet, dass immer wieder Turmfalken um den Kirchturm kreisen und die Ortsgruppe des Bund Naturschutz über seine Beobachtungen unterrichtet.

An einen weiteren Bewohner von Johannesbergham erging daraufhin der Auftrag eine passende Behausung in Form eines Holzkastens anzufertigen. Vor kurzem wurde diese Behausung von mehreren Helfern in die „Schwindel erregenden“ Höhen des Turmbaues transportiert und dort an einer ostseitigen Öffnung in einer Fensternische befestigt.

Nun können die Turmfalken ihr Lieblingsquartier (siehe ihr Namen!) beziehen – es wurde auch schon vorsorglich mit Holzspänen bestückt. Einer Brut im nächsten Frühjahr steht nun nichts mehr im Wege.

Ein Falkenpaar brütet schon seit Jahren erfolgreich im Turm von St. Theobald in Geisenhausen, wo Mitglieder des Bund Naturschutz ebenfalls einen Kasten installiert haben. Falken sind zwar (noch) nicht im Bestand gefährdet, für die Schaffung von geeigneten Nistplätzen sind sie aber sehr dankbar.

Ein Kleinod der Natur

Geisenhausen. Eine Exkursion der Ortsgruppe des Bund Naturschutz führte vor kurzem in ein seltenes Kleinod der Natur, in einen noch sehr ursprünglichen Wald bei Aham (Gerzen). Dieser war früher lange Zeit im Besitz des Grafen Friedrich August von der Heydte,  und konnte vor zwei Jahren von der Kreisgruppe Landshut des Landesverbands für Vogelschutz (LBV) erworben werden.

Der Vorsitzende der LBV-Kreisgruppe, Christian Brummer, betreut nun den so genannten „Haager Wald“ und er führte dankenswerterweise die Gruppe interessierter Naturfreunde durch „seinen“ Wald, in dem er nach eigener Aussage in der Zwischenzeit jeden einzelnen Baum kennt und es sind nicht wenige.  

Nur eine kleine Fläche innerhalb des etwa 12 Hektar großem Gebietes wurde eingezäunt, um die Verjüngung des Baumbestandes im Vergleich zur Freifläche beobachten zu können. Hier wie auch im gesamten geschützten Wald begegnen den an der Natur interessierten phantastische Baumriesen in ihrer ganzen Schönheit. Mächtige Eichen, oft mehrere hundert Jahre alt, Rotbuchen mit meterdicken Stämmen, Hainbuchen (es sind eigentlich Birkengewächse) mit ihrer markanten Rinde, Douglasien, amerikanische Neubürger von sehr schnellem Wuchs, Linden gerade im Blütenduft und an einem feuchten Quellhang mächtige Eschen, von denen die größte einen Stammumfang von fünf Metern aufweist.  

Christian Brummer wies darauf hin, dass er sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen habe, keine alten Bäume, auch keine standortfremden, zu entfernen, da diese Veteranen auch später als Totholz eine immense Bedeutung für Vögel und Kleinlebewesen haben.  

Auch auf dem Boden konnten seltene Entdeckungen gemacht werden. Ein hüpfender Grasfrosch wurde von einem quicklebendigen Jungen eingefangen und natürlich wieder frei gelassen, eine Schlangenhaut wurde von scharfen Kinderaugen gesichtet, viele Ameisen kreuzten den Weg der Wanderer und vom seltenen, langhalmigen Seegras gab es zu berichten, dass früher zum Stopfen von Matratzen sehr begehrt war.  

Nach der bravourösen Bewältigung der steilen, oft auch sumpfigen Hanglagen wartete noch eine historische Besonderheit. Mehrere frühmittelalterliche Befestigungsanlagen und ein Hügelgrab befinden sich im Haager Wald und erzählen von der geschichtlichen Bedeutung dieses ganz besonderen Gebietes.  

So endete diese aufschlussreiche Wanderung durch ein herrliches, noch erstaunlich naturnahes Waldgebiet im dem Bewusstsein, dass die uns anvertraute Schöpfung jede Anstrengung und jeden Einsatz wert ist, wie er von Seiten mancher Ehrenamtlicher, hier von Christian Brummer, erbracht wird.  

Der Vorsitzende der BN-Ortsgruppe, Dr. Herbert Jans, bedankte sich beim Exkursionsleiter ganz herzlich für sein überragendes Engagement.

Wichtige, überfällige Maßnahme

Bund Naturschutz sieht eine Verbesserung des Natur- und Artenschutzes

Geisenhausen: Kürzlich besichtigte der Vorstand der Bund Naturschutz Ortsgruppe den Park auf St. Theobald in Geisenhausen. Dort wurde im Winter eine größere Anzahl Bäume gefällt, was bei manchen Bürgern der Marktgemeinde Anlass zu Kritik gab. Die Planung dieser Maßnahme wurde vom Kreisfachberater für Garten- und Landschaftspflege beim Landratsamt Landshut, Müller, vorgenommen. Laut telefonischer Auskunft handelt es sich bei den entnommenen Bäumen vorwiegend um einige Lärchen und vor allem Fichten, die in großer Dichte auf engem Raum standen. Der Fachbeirat für Wald, Wild und Jagd der Bund Naturschutz Kreisgruppe Landshut, Klaus Wiedmann, sieht die durchgeführte Auflichtung des Baumbestandes als wichtige und längst überfällige Maßnahme, die man aus naturschutzfachlicher Sicht nur begrüßen könne. Erfreut zeigte er sich darüber, dass an einigen Stellen Stammabschnitte mit herausragenden Ästen liegengelassen wurden, die als zukünftiges Totholz und somit als Lebensraum für viele Pilze und Insekten dienen. Er wies darauf hin, dass die gleichaltrigen, eng stehenden Bäume sich weder im Wurzel- noch im Kronenbereich entfalten konnten, was die Stabilität des Bestandes gefährdete, kaum Licht auf den Boden fiel und sich dadurch keine Kraut- und Strauchschicht hätte ausbilden können, genauso wenig wie eine Naturverjüngung . Aber auch der hohe Fichtenanteil hätte nicht dem entsprochen, was in unserer Region und Höhenlage an Baumarten natürlich wächst. Die biologische Vielfalt sei durch all das eingeschränkt gewesen. Die Auflichtung und eine für die nächsten Jahre geplante, ergänzende Pflanzung heimischer und standortgemäßer Laubbäume und Sträucher würde schließlich einen Park schaffen, der durch seine vielfältige Struktur Ruhe und Erholung bietet und gleichzeitig für viele Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum darstellt.

Nistkästen für Star, Meise und Klaiber

Bund Naturschutz startet Nistkastenaktion auf St. Theobald

Geisenhausen: Auf St. Theobald herrscht jetzt schon richtige Frühlingsstimmung, was man deutlich am Zwitschern der Stare, Schlagen von Meisen und Finken und am Pfeifen des Klaibers hören kann.   Erst kürzlich wurden hier viele alte Bäume, vor allem Fichten und Birken, gefällt, um Licht und Luft zu schaffen für die vielen „halbstarken“ Laubbäume, die im Schatten der Nadelbäume sonst verkümmert wären. Damit aber  auch die Bewohner des Parks ein Dach über dem Kopf haben, wurden von den Mitgliedern der Bund Naturschutz Ortsgruppe eine Anzahl von Kästen an den vorhandenen Stämmen befestigt, die je nach Größe des Einflugloches für Stare, Kohl- und Blaumeisen und auch für die flinken Klaiber als Behausung dienen können.   Nun hoffen die fleißigen Arbeiter um Dr. Herbert Jans auf schnellen Einzug, der unmittelbar nach dem Anbringen bereits beobachtet werden konnte, sowie vollen Bruterfolg für die neuen Mieter auf dem Parkgelände um die hübsche kleine Kirche hoch über dem Markt Geisenhausen.

(Quelle: Vilsbiburger Zeitung vom 14. März 2012)

Geisenhausen gründet Bürger-Energie-Genossenschaft

Arbeitskreis Bürger-Energie-Genossenschaft
Generalversammlung Dez. 2011

Unter dem Motto "Erneuerbare Energien brauchen keine Brücken" startete die Bund Naturschutz Ortsgruppe Geisenhausen im Herbst 2010 ein 8-Punkte-Programm, um einen Energiewechsel der Markgemeinde Geisenhausen mit ihren 6.500 Einwohnern vom Atomstrom hin zu erneuerbaren Energieen einzuleiten. Diese Initiative, eingebracht von den Bund Naturschutz Mitgliedern Prof. Dr. Herbert Jans und Reinhold König, wurde vom Gemeinderat der Marktgemeinde Geisenhausen positiv aufgenommen und in der Folge tatkräftig unterstützt. Ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis, besetzt mit 11 Experten aus Wirtschaft, Banken, Rechtsberatung, Bauernverband und Bund Naturschutz erarbeiten ein Konzept für eine Energiewende in Geisenhausen bis 2020. Der Reaktorunfall von Fukushima / Japan von Anfang 2011 beschleunigte das Vorhaben und führte jetzt zur Gründungsversammlung einer BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen eG.

Über 230 Bürger aus Geisenhausen und dem Umland der Marktgemeinde beteiligten sich an der Gründung dieser "Bürger-Energie-Genossenschaft", welche auf Einladung des vorbereitenden Arbeitskreises am 19. Dezember 2011 im Gasthaus Brauhausstuben stattfand.

Ziel der "BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen eG" ist es, im Bereich der Marktgemeinde Geisenhausen Energie aus erneuerbaren Quellen, wie Sonne, Wind und Biomasse zu gewinnen. Gedacht ist beispielsweise an gemeinschaftliche Photovoltaik-Anlagen, an gemeinschaftliche Windkraft-Anlagen und an eine gemeinschaftliche Nahwärme-Versorgung, aber auch die Beratung zur Energieeinsparung soll im Vordergrund stehen. Ab einem Startkapital von 500 Euro können sich Bürger, Firmen, Vereine, aber auch Gruppierungen beteiligen. Nach oben sind finanziell keine Grenzen gesetzt.

Nach Vorstellung des Unternehmenskonzeptes und der Satzung der BürgerEnergieGenossenschaft e G i.G. entschieden sich spontan 135 der Anwesenden Mitglied in der neu gegründeten Genossenschaft zu werden und trugen sich hierzu verbindlich in die Mitgliedslisten ein.

Unter der Leitung von Max Riedl vom Bayerischen Genossenschaftsverband, München, wurde die erste Generalversammlung, bestehend aus den neuen Mitgliedern, abgehalten. Auf Vorschlag der Mitglieder wurden satzungsgemäß der erste Aufsichtsrat und der erste Gründungs-Vorstand gewählt.

Durch die Generalversammlung wurden zu Aufsichtsräten gewählt: Josef Graf (WBV), Prof. Dr. Herbert Jans (Bund Naturschutz), Andreas Strasser (BBV), Karl Wittmann jun. (Unternehmer) und Klaus Drexlmaier (Sparkasse Landshut). In seiner konstituierenden Sitzung wählte der neue Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Jans  zum AR-Vorsitzenden und Herr Wittmann zum stellvertretenden AR-Vorsitzenden. Als Fachbeirat für Energiefragen des Bund Naturschutz in Bayern e.V. steht mit Hernn Prof. Dr. Jans eine herausragende Persönlichkeit für dieses wichtige Amt zur Verfügung.

Zu Vorstandsmitgliedern der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen wurden durch Wahl der Generalversammlung bestellt: Franz Wolfsecker (Unternehmer), Christoph Schmalhofer (Raiffeisenbank Geisenhausen) und Hans Hochholzer (Unternehmer).

Nach Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse durch den Genossenschaftsverband Bayern, der notariellen Beurkundung und Eintragung beim Registergericht wird die neu gegründete Genossenschaft Anfang 2012 den Geschäftsbetrieb aufnehmen können.

Jeder Bürger, welcher an der Gründungsversammlung nicht teilnehmen konnte, kann auch zu einem späteren Zeitpunkt der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen eG beitreten. Unter der Email-Adresse info@beggeis.de kann man Unterlagen anfordern.

 

 

Der neu gewählte Aufsichtsrat der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen eG (v. l.: Karl Wittmann, Prof. Dr. Herbert Jans, Andreas Strasser, Klaus Drexlmaier und Josef Graf)
Der Gründungsvorstand der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen eG (v. l.: Hans Hochholzer, Christoph Schmalhofer, Franz Wolfsecker)

Gründung einer Bürger-Energie-Genossenschaft in Geisenhausen

Nach dem Motto von Wilhelm Raiffeisen „Was der einzelne nicht schafft, schaffen viele“ soll am Montag, den 19.12.2011, um 19.30 Uhr im Gasthaus Brauhausstuben eine Bürger-Energie-Genossenschaft gegründet werden.

Nicht zuletzt aufgrund der schrecklichen Ereignisse in Fukushima wurden in Deutschland bereits acht Atomkraftwerke abgeschaltet und das letzte soll nach dem Willen der Bundesregierung im Jahr 2022 vom Netz gehen. Die bayerische Staatsregierung hat im Frühsommer die kommunale Energiewende ausgerufen, aber ist klar absehbar, dass sie ohne Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürgern nicht gelingen kann.

Der Markt Geisenhausen hat sich in seinem Leitbild das Ziel gesetzt, bis 2020 möglichst so viel Energie selbst zu erzeugen wie im Gemeindegebiet verbraucht wird. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Hochschule Landshut wurde 2008 ermittelt, dass der gesamte Energieverbrauch (Wärme, Strom, Verkehr)  im Gemeindegebiet rund 170 Millionen Kilowattstunden jährlich beträgt. Legt man pauschal einen Preis von „nur“ 13 ct/kWh zu Grunde (aktuell: Heizöl 9 ct/kWh, Haushaltsstrom 22 ct/kWh, Kraftstoff 15 ct/kWh) fließen im Jahr mehr als 22 Millionen Euro aus Geisenhausen ab, vornehmlich in die Kassen großer Energiekonzerne. Das ist mehr Geld als der gesamte Gemeindehaushalt ausmacht!

Maßnamen dem entgegen zu wirken sind:  Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Erzeugung Erneuerbarer Energien. Heute werden in Geisenhausen schon etwa 12 Millionen kWh Strom pro Jahr aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Dies ist zwar ein guter Anfang, zeigt aber auch, dass noch viel getan werden muss. Deshalb soll eine Bürger-Energie-Genossenschaft in Geisenhausen gegründet werden, an der sich alle beteiligen - nicht nur Geisenhausener - und von der alle profitieren können: Bürger, Landwirte, Unternehmen, Banken, die Gemeinde, Vereine, Gruppierungen; je mehr mitmachen umso besser! Die Rendite der Wertschöpfung geht somit an alle Beteiligten. Zweck der Genossenschaft ist die regional vorhabenden Potenziale bestmöglich zu nutzen, um den Geldabfluss zu mindern und so die Kaufkraft vor Ort zu stärken. Dabei soll Energie aus Sonne, Wind und Biomasse erzeugt, aber auch beraten werden, wie und wo man Energie einsparen und möglichst effizient nutzen kann.

Der Gemeinderat Geisenhausen hat kürzlich mit großer Mehrheit beschlossen, dieses Vorhaben bestmöglich zu unterstützen. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass sich möglicht viele an der Genossenschaft mit mindestens einem Anteil von 500 Euro beteiligen beteiligen und somit  einen auch einen persönlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Die besonderen Merkmale einer Genossenschaft und die Realisierung möglicher Projekte werden bei der Veranstaltung am 19. Dezember in den Brauhausstuben Geisenhausen aufgezeigt.

Stom aus Windkraft - auch bei uns?

Wenn der Wind bläst: Podiumsdiskussion des Bundes Naturschutz fand reges Interesse

(Bericht aus der Vilsbiburger Zeitung vom 7. Mai 2011)

Auf dem Podium diskutierten: Raimund Becher, Alfons Sittinger, Dr. Herbert Barthel als Moderator (stehend), Arno Zengerle und Dr. Thorsten Schneiders (von links)

Mehr als 350 interessierte Besucher, darunter viele Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte beteiligten sich rege an der Diskussion

CCS - eine zweifelhafte Technologie

LESERBRIEF von Prof. Dr. H. Jans zum Artikel „CO2–Endlager unter Geisenhausen“, Vilsbiburger Zeitung vom 22. Februar 2011

Die im folgenden aufgeführten Argumente zum Thema „Abscheidung und Speicherung von CO2 in geologischen Gesteinsformationen (carbon capture and storage – CCS)“ sind einem Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen entnommen, welches im Auftrag der Bundesregierung erstellt und im Januar 2011 veröffentlicht worden ist:

1. Die CCS-Technologie befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und wird nicht vor 2030 kommerziell einsetzbar sein und es erscheint fraglich, ob der Einsatz von CCS in Verbindung mit der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken als eine nachhaltige Stromerzeugungsoption angesehen werden kann. Die ökologischen Risiken der dauerhaften Lagerung von CO2 sowie die Langzeitsicherheit von Speichern, die letztendlich ausschlaggebend für die langfristige Klimaschutzwirkung ist, sind bisher nicht ausreichend untersucht. Der Bau der notwendigen Infrastruktur für CCS, insbesondere der Pipelines für den Transport des CO2 von den Kraftwerken zu den Speicherstätten, wäre mit zusätzlichen Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden.

2. Für die Nachhaltigkeitsbewertung von CCS müssen zusätzlich die mit der dauerhaften Speicherung des CO2 im Untergrund verbundenen Auswirkungen berücksichtigt werden. Vor allem muss die Nutzung unterirdischer Räume für die CO2-Speicherung als Verbrauch einer nicht-erneuerbaren Ressource klassifiziert werden, da die zur Verfügung stehenden Speicher begrenzt sind. Der Aufbau einer CCS-Infrastruktur wäre in jedem Fall mit hohen ökonomischen Risiken verbunden.

3. Darüber hinaus können Konkurrenzen mit anderen Nutzungen der geologischen Formationen, etwa mit der Geothermie, auftreten. Um nachfolgenden Generationen möglichst viele Optionen zur Treibhausgasminderung offen zu halten, erscheint deshalb ein Verzicht auf CCS im Sinne der Nachhaltigkeit geboten

4. Die Anwendung von CCS erhöht die Stromkosten durch den zusätzlichen technologischen Aufwand. Voraussichtlich werden sich die Stromkosten von erneuerbaren Energien und von Kohlekraftwerken mit Einsatz von CCS zum Zeitpunkt der kommerziellen Einsatzbereitschaft von CCS nicht wesentlich unterscheiden und sich in der Folge zugunsten der erneuerbaren Energien entwickeln. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht besteht somit kein Grund, CCS den Vorzug vor erneuerbaren Energien zu geben.

 

Es bleibt deshalb zu hoffen, dass weder in Geisenhausen noch anderswo CO2-Endlager entstehen und man sich möglichst schnell von dieser mehr als zweifelhaften Technologie verabschiedet.

Sieben-Megawatt-Grenze geknackt

Geisenhausen aktuell auf dem dritten Platz in der Solarbundesliga

22.02.2011 - Seit Dezember 2010 sind im Gemeindegebiet Geisenhausen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von knapp 7,4 Megawatt am Netz, ein weiterer Meilenstein auf dem Weg bis zum Jahr 2020 energieautark zu werden, so eine Vision des Agenda 21 Prozesses in Geisenhausen. „Damit belegt Geisenhausen in der Solarbundesliga bundesweit unter Kleinstädten aktuell einen hervorragenden dritten Platz“, freut sich Dr. Jans, Solarkoordinator im Bund Naturschutz in Geisenhausen.

Geht man davon aus, dass ein Kilowatt installierte PV-Leistung etwa 1000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt, beträgt der Ertrag etwa 7,4 Gigawattstunden pro Jahr. Hinzu kommen noch etwa 1,8 Gigawattstunden aus den drei Biogasanlagen im Gemeindegebiet. Vergleicht man diese Summe mit dem gesamten Stromverbrauch von etwa 19 Gigawattstunden im Gemeindegebiet, so deckt der in der Gemeinde selbst erzeugte regenerative Strom bereits knapp 50 Prozent des Jahresstromverbrauchs ab. „Durch die PV-Anlagen im Ort werden Jahr für Jahr etwa 6000 Tonnen weniger CO2 emittiert im Vergleich zum sonstigen Energiemix bei der Stromerzeugung Das ist ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Dr. Herbert Jans. Um die CO2-Einsparung noch deutlich zu vergrößern wäre es Dr. Jans zufolge jedoch notwendig, wenn sich viele Haushalte dazu entscheiden würden, zu einem echten Ökostromanbieter zu wechseln. Für die PV-Anlagenbetreiber sollte das eigentlich selbstverständlich sein, speisen sie doch ihren Ökostrom selbst ins Netz ein, gibt der Solarkoordinator zu bedenken.

Dr. Jans ist davon überzeugt, dass der Betrieb einer PV-Anlage nicht nur ökologisch, sondern trotz der Absenkung der Vergütung um 13 Prozent seit 1. Januar bei den derzeitigen Anlagepreisen auch wirtschaftlich sinnvoll ist und eine angemessene Rendite abwirft. Er hofft, dass sich noch mehr Bürger Geisenhausens, die über ein geeignetes Dach verfügen, für den Bau einer PV-Anlage entscheiden um damit den Anteil regenerativ erzeugten Stroms noch weiter zu vergrößern. Die Vision energieautark zu werden ist realistisch jedoch nur erreichbar, wenn die Haushalte alle Möglichkeiten des Energiesparens konsequent nutzen. Um „Energiefresser“ im Haushalt zu finden, verleiht die BN-Ortsgruppe entsprechende Messgeräte. Für weitere Fragen zur Photovoltaik aber auch zur Nutzung der Sonne für die Warmwassererwärmung bis hin zur Heizungsunterstützung steht Dr. Jans unter 08743/1593 gerne zur Verfügung. Die Tabelle der Solar-Bundesliga ist einsehbar unter www.solarbundesliga.de.

„Naturstrom statt Atomstrom“

Aktive der BN Ortsgruppe Geisenhausen informieren über den persönlichen Atomausstieg

Bund Naturschutz informierte über den persönlichen Atomausstieg

Wie man seinen persönlichen Atomausstieg durch den Wechsel zu einem „echten“ Ökostromanbieter“ organisieren kann, war Gegenstand eines Infostandes des Bund Naturschutz (BN) in Geisenhausen. Wer noch Strom von E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW bekomme, finanziere damit das Atomgeschäft dieser Konzerne und akzeptiere letztlich die gerade beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, so die einhellige Meinung der BN-Aktiven. Wer etwa mit seiner Photovoltaik-Anlage regenerativen Strom erzeugt und ins Netz einspeist, der sollte auch konsequenterweise regenerativ erzeugten Strom selbst verbrauchen und zu einem „echten“ Ökostromanbieter wechseln. Dabei müsse man schon genau darauf achten, nicht an einen Anbieter zu geraten, der etwa seinen immer schon produzierten, regenerativ erzeugten Strom wie etwa aus Wasserkraft nun getrennt und sogar noch zu einem höheren Preis verkaufe, am gesamten Strommix sich dadurch jedoch nichts ändere. Wer Ökostrom kaufe wolle ja nicht, dass dafür an anderer Stelle mehr Strom aus Atomkraft oder Kohle produziert werde.

Bei der Wahl eines Ökostromanbieters solle man auf so genannte Öko-Strom-Siegel wie etwa ok-Power, Öko-Strom-Label oder TÜV Nord achten. Wichtig dabei ist, dass ökologisch korrekter Strom in Anlagen erzeugt werde, die wegen der steigenden Ökostromnachfrage zusätzlich ans Netz gehen. Es bleibe deshalb zu hoffen, dass sich die Bürger nicht nur bei Umfragen für Ökostrom und gegen Atomstrom aussprächen und gegen die Laufzeitverlängerung demonstieren, sondern den Wechsel zu einem echten Stromanbieter auch vollzögen, zumal der Strompreis verglichen zu Atomstromanbietern nicht teuerer als Atomstrom ist. Umfassende Informationen findet man etwa unter https://www.vergleich.org/echter-oekostrom/

“Nur eine 100 % erneuerbare Stromversorgung ist wirklich nachhaltig“, sagte Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU), anlässlich der Übergabe des Sondergutachtens an Bundesumweltminister Röttgen. Und weiter ist zu lesen: „Diese ist langfristig realistisch und bezahlbar, wenn die Bundesregierung heute verlässliche Anreize für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, der notwendigen Speicher und der Netze setzt. Im Übergang hin zu einer regenerativen Stromversorgung ist eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nicht erforderlich. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Flexibilitätsreserven des übrigen konventionellen Kraftwerkparks reichen aus, um den Strombedarf zu decken – das Entstehen einer Stromlücke ist nicht zu befürchten. Wegen ihrer begrenzten Flexibilität eignen sich Kernkraftwerke nicht als „Brückentechnologie“ zur Ergänzung der erneuerbaren Energien“. Er wäre deshalb wünschenswert, wenn die Bundesregierung die Erkenntnisse des Sachverständigenrates für Umweltfragen auch umsetzen würde.

„Naturstrom statt Atomstrom“

Vortrag beim Bund Naturschutz über den persönlichen Atomausstieg

Geisenhausen: Wie man seinen persönlichen Atomausstieg durch den Wechsel zu einem „echten“ Ökostromanbieter“ organisieren kann, war Gegenstand eines Vortrags beim Bund Naturschutz. "Wer noch Strom von E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW bekomme, finanziere damit das Atomgeschäft dieser Konzerne und akzeptiere letztlich die gerade beschlossene Laufzeitverlängering der Atomkraftwerke", sagte der Referent Josef Gerbl, stellvertretender Vorsitzender der BN-Ortgruppe Velden. Er habe die Aktion zum Stromwechsel in Velden durch Infomaterial an Photovoltaik-Anlagenbetreiber gestartet mit dem Hinweis, wenn man schon Ökostrom erzeuge, dann solle man doch auch regenerativ erzeugten Strom selbst verbrauchen und zu einem „echten“ Ökostromanbieter wechseln. Dabei müsse man schon genau darauf achten, nicht an einen Anbieter zu geraten, der etwa seinen immer schon produzierten, regenerativ erzeugten Strom wie etwa aus Wasserkraft nun getrennt und sogar noch zu einem höheren Preis verkaufte, am gesamten Strommix sich dadurch jedoch nichts ändere. Solche Anbieter investieren nicht in neue regenerative Kraftwerke und Anteile vom ihnen gehören oft den Atomstromkonzernen. Wer Ökostrom kaufe wolle ja nicht, dass dafür an anderer Stelle mehr Strom aus Atomkraft oder Kohle produziert werde, gab Gerbl zu bedenken. Bei der Wahl eines Ökostromanbieters solle man auf so genannte Öko-Strom-Siegel wie etwa Ök-Power, Öko-Strom-Label oder TÜV Nord achten. Wichtig dabei ist, dass ökologisch korrekter Strom in Anlagen erzeugt werde, die wegen der Ökostromnachfrage zusätzlich ans Netz gehen, so Gerbl. Es bleibe deshalb zu hoffen, dass sich die Bürger nicht nur bei Umfragen für Ökostrom und gegen Atomstrom aussprächen, sondern den Wechsel zu einem echten Stromanbieter auch vollzögen, zumal der Strompreis verglichen zu Atomstromanbietern nicht teuerer als Atomstrom sei, stellte Gerbl anschließend fest.

Den Stromverbrauch halbieren

Gerhard Scholz demonstrierte unterschiedliche Energiesparlampen-Typen

Vortrag beim Bund Naturschutz über Stromsparen ohne Komfortverlust

Geisenhausen: Offensichtlich ist der Strompreis noch viel zu niedrig, Dies erklärt möglicherweise das geringe Interesse am Vortrag über Stromsparen, veranstaltet vom Bund Naturschutz (BN). Der Referent Gerhard Scholz, stellvertretender Vorsitzender der Solarfreunde Moosburg und Energieberater, stellte nämlich zu Beginn seines Vortrags die Behauptung auf, dass in vielen Haushalten der Stromverbrauch halbiert werden könne, wenn Strom sparende Geräte eingesetzt würden und die ganze Familie sich energiebewusst verhalten würde. Neben dem wertvollen Beitrag gegen den Klimawandel freue sich auch der Geldbeutel. Stromsparen heißt nicht, dass man etwa nur bei Kerzenschein lesen dürfe, so Scholz. Wenn man ein paar Anregungen beachte, könne man eine Menge Strom sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Scholz veranschaulichte, wo Strom im Haushalt verbraucht wird. So würden durchschnittlich 13 Prozent für Beleuchtung, 13 Prozent für Kochen, 18 Prozent für Waschen und Trocknen, 24 Prozent für Kühlen und Gefrieren, 10 Prozent für Audio, TV, PC und Sonstiges, 7 Prozent für Heizungs- und Warmwasserpumpen und beachtliche 15 Prozent für Standby beziehungsweise Schein-Aus verbraucht. Es sei wichtig, den Verbrauch von Strom monatlich mit einem Messgerät zu kontrollieren. Der Königsweg beim Stromsparen sei, weniger zu verbrauchen. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Tag und Haushalt liege bei rund zehn Kilowattstunden, damit könne man etwa 50 Stunden Fernsehen oder eine 100 Watt Glühbirne 100 Stunden brennen lassen. Strom sei die Energie, die beim heutigen Strommix immer noch am meisten CO2 pro Kilowattstunde erzeuge, betonte Scholz.

Schalte man zum Beispiel die Umwälzpumpe bei der Heizung um eine Stufe zurück, dann spare man etwa 20 Euro im Jahr. Besser wäre es jedoch, die alten Pumpen gegen neue Hocheffizienzpumpen auszutauschen. Würden in Deutschland alle Pumpen ausgetauscht, so könnte man zwei Atomkraftwerke wie Isar 1 abschalten. Scholz erläuterte anschließend viele weitere Möglichkeiten, Strom zu sparen, etwa durch die Verwendung von Energiesparlampen, die bei gleicher Lichtleistung nur ein Fünftel an Strom verbrauchen, beim Kochen die richtige Topfgröße oder einen Schnellkochtopf zu verwenden, den Herd rechtzeitig abzuschalten, um die Restwärme zu nutzen oder die Verwendung moderner Leuchtstoffröhren mit elektronischen Vorschaltgeräten.

Die Standby-Schaltung verurteilte der Energieexperte als „verschwendeter Strom“. Er mache drei Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland aus, was wiederum etwa der Jahresproduktion von zwei Großkraftwerken entspreche und völlig unnötig gigantische Mengen an CO2 freisetze. Pro Jahr und Haushalt ließen sich bei Verzicht auf den Standby-Modus rund 120 Euro einsparen. Dazu müssen Geräte ganz ausgeschaltet oder der Netzstecker gezogen werden. Eine einfache Lösung sei die abschaltbare Steckerleiste für wenige Euro, so Scholz.

Entscheidend für den eigenen Erfolg sei, dass man es wirklich wolle, die ganze Familie mitmache, man sich von ein paar Gewohnheiten verabschiede und man die getroffenen Maßnahmen auch konsequent beibehalte. Es seien viele kleine Maßnahmen nötig, die aber in Summe eine beträchtliche Einsparung bringen, betonte Scholz zum Schluss seines Vortrags, an dem sich eine rege Diskussion anschloss.

Naturschutz immer stärker im Fokus

BN-Mitglieder berichten von Demo gegen Atomkraft – Krötenschutzaktion ein Erfolg

Geisenhausen: Beim Monatstreffen der Bund Naturschutz-Ortsgruppe begrüßte der Vorsitzende Dr. Herbert Jans kürzlich zahlreiche Mitglieder zu einer lebhaften Gesprächsrunde. So berichteten Teilnehmer unter anderem von der 120 Kilometer langen Menschenkette gegen Atomkraft, die zwischen den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel quer durch Hamburg stattgefunden hat.

Zu den 130.000 Teilnehmern gehörten auch sechs Teilnehmer der BN-Ortsgruppe, die von der perfekten Organisation und unglaublich starken Begeisterung dieser Demonstration begeistert waren. Denn auch in der Region Landshut befindet sich ein Atomkraftwerk, dessen Abschaltung im kommenden Jahr beschlossene Sache ist. Das AKW wird wegen seines Alters von Jahr zu Jahr zu einen zunehmenden Sicherheitsrisikos. Dazu komme die völlig ungeklärte Endlagerung des atomaren Abfalls, von dem Experten befürchten, dass er für unabsehbare Zeit in Zwischenlagern am AKW bleiben wird, war die Meinung. So gebe diese Veranstaltung den starken Willen des weitaus größten Teils der Bevölkerung wieder.

Einen weiteren Gesprächspunkt bildete die kürzlich zu Ende gegangene Krötenschutzaktion bei Mantelkam zwischen Obergangkofen und Altfraunhofen, wo bei wochenlangen Kontrollen des Schutzzaunes etwa 100 Kröten und Grasfrösche sicher über die Straße in den Weiher zum Ableichen gebracht werden konnten. Da der Zaun zugleich zu einem Durchlass unter der Straße hindurch leitet, erhöht sich die Zahl der geretteten Tiere auf mindestens das Doppelte, also rund 200.

Auch die Kindergruppe hat wieder ein interessantes Treffen veranstaltet: Unter der Leitung einer Vogelkundlerin konnten auf der Streuobstwiese bei der BayWa mehrere Vogelkästen aufgehängt wurden, wobei die Kinder viel Wissenswertes über Arten, Gesang, Behausung und Leben der gefiederten Streuobstbewohner erfuhren. Eine Fahrt auf dem Quad rundete die gelungenen Nachmittag für die Kinder sehr erfreulich ab.

Eine Erfolgsgeschichte stelle das Kapitel erneuerbare Energien in Geisenhausen dar, hieß es. Ein Großteil des von den Haushalten verbrauchten Stroms wird in der Marktgemeinde bereits aus Photovoltaikanlagen gewonnen.

Nicht zuletzt fand auch der kulturelle Abend zum 20-jährigen Bestehen der Ortsgruppe mit dem Figurenkünstler Josef Pretterer eine abschließende Würdigung: Viele Besucher genossen die witzigen Einfälle zu aktuellen Themen unserer Zeit und ein gebührender Dank ging an Organisator Peter Brenninger, der die arbeitsintensive Planung übernommen hatte.

Auch einige Termine wurden bekannt gegeben. Am 13. Mai –Christi Himmelfahrt- fährt die Kreisgruppe Landshut zum Donaufest nach Niederalteich, wo viel Unterhaltung aber auch Information zum Erhalt der frei fließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen geboten wird. Anmeldungen nimmt Dr. Jans unter 08743/1593 entgegen. Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat. Weitere Interessenten sind dazu willkommen.

Spezialkabarett zum Jubiläum

Impressionen vom Festabend der BN Ortsgruppe Geisenhausen

Rasanter Auftritt des Figuren-Kabarettisten Pretterer zu 20 Jahre BN Geisenhausen

20 Jahre nach Gründung der Geisenhausener Ortsgruppe des Bund Naturschutz Bayern hielt Dr. Herbert Jans, der den größten Teil dieser zwei Jahrzehnte den 1. Vorsitz innehatte, Rückschau auf ein großes Spektrum unterschiedlicher Aktivitäten. Passend zur Programmatik der Naturschützer konnte er einen Künstler ankündigen, der sich in seinem neuesten Programm dem Thema Gentechnik widmet.

Professor Jans zählte zunächst die Aktivitäten auf, die zum jährlichen Standard gehören, wie z.B. den Bau von Amphibienschutzzäunen, die Heckenpflege, die Organisation von Vorträgen, die Kindergruppe und die Beteiligung am Ferienprogramm. Darüber hinaus nannte er unter anderem die Beteiligung am Naturerfahrungsraum Fimbach und den dort errichteten Aussichtsturm, die Anlegung einer Streuobstwiese und den Kampf gegen die B15 neu. Schon seit Mitte der 90er Jahre sei das Thema Energie ein Kernpunkt der Arbeit in der Ortsgruppe, die sich zu einer Keimzelle für die Nutzung der Solarenergie im Landkreis entwickelt habe. Geisenhausen selbst produziere inzwischen fast 60 Prozent des von privaten Haushalten verbrauchten Stroms mit Photovoltaik. Bei verschiedenen Unternehmungen im Gemeindebereich habe die BN-Ortsgruppe zudem als Initialzünder gewirkt, beispielsweise beim Einbau der Schwimmbadheizung oder bei der Einrichtung eines eigenständigen Trink- und Abwassermanagements im Gemeindeteil Holzhausen.

Der Kabarettist Pretterer kreiste das Thema Gentechnik mit einer losen Szenenfolge ein, die von einer Familiengeschichte zusammengehalten wird, in deren Mittelpunkt der Bauer Sepp Brandner und sein Kölner Enkel Pascal stehen. Überbehütet von seiner Mutter, die nach Brandners Ansicht „auf’m Buam draufhockt wia’r a so a Bruathenn“, kommt der Enkel zum Opa nach Bayern und will einfach alles wissen, zum Beispiel, wie die Babys in Mamas Bauch kommen. Sepp behilft sich mit seinem „Kopfkino“, in dem unterschiedliche Dialekte sprechende Spermien um eine eigenwillige Eizelle wetteifern. Dabei erwies sich Pretterer als genialer Improvisationskünstler, der auf ein Stichwort aus dem Publikum seine Stegreif-Reime schmiedet.

Wenn es um seinen Honig geht, der von Nachbars Genmais kontaminiert wurde, dann wird der Sepp wütend und zieht über die Gen-Mafia und die Auswüchse der Gentechnologie her; er weiß Bescheid über die Machenschaften der Gen-Monopolisten und deren Saatgut, das „sich selber kastriert“ und die Bauern damit abhängig macht. Pretterer hat das große Spektrum der grünen Gentechnik präzise recherchiert und legt seinen Figuren all jene Widersprüche und Ungereimtheiten in den Mund, auf die es ihm ankommt. In rasantem Tempo schlüpft er von einer Rolle und von einer seiner lebensgroßen Puppen in die andere und ebenso furios verläuft der Wechsel der Dialekte, die er alle perfekt beherrscht. Er bedient mehrere Puppen gleichzeitig wie die allegorischen Gestalten Geiz und Gier, die einem apokalyptischen Gemälde von Hieronymus Bosch entsprungen sein könnten und auf beklemmende Weise ihre heutigen Vertreter verkörpern.

Zum Thema Klonen fallen Pretterer noch eine Reihe weiterer Figuren ein, die zwar auf den ersten Blick spaßig wirken, einem aber bei näherem Hinsehen und -hören einen Schauder über den Rücken jagen; dazu gehören ein Super-Killer-Kid im Kampfanzug und ein russischer Organhändler mit Hightech-Körperteilen in seinem Musterkoffer: Füße mit eingebautem GPS, Hände mit integriertem Handy und ein Hinterteil mit Druckerfunktion.

Der Auftritt der harmoniesüchtigen Therapeutin Gerda von Schwanensee, die auch in einigen anderen Pretterer-Programmen ihr Unwesen treibt, ist ein letzter Höhepunkt dieses ungewöhnlichen Abends, der Parodie, kritisches Kabarett und Wortwitz in sich vereint.

Lange nach dem Ende des offiziellen Programms steht der Künstler immer noch auf der Bühne, umringt von staunenden Zuschauern, die sich die Bauweise und Funktion seiner Klappmaulfiguren von ihm erklären lassen.

Die Veranstalter vom BN bedanken sich bei der Schule, den Barbara Singers und dem Förderkreis Junge Musik für die freundliche Unterstützung.

Holzer’sche Permakultur in unseren Hausgärten

Film und Vortrag in Geisenhausen

Geisenhausen: Das Interesse an der gemeinsamen Veranstaltung von Bund Naturschutz (BN) und dem Obst- und Gartenbauverein über die Holzer’sche Permakultur war sehr groß. So konnte der BN-Vorsitzende Dr. Herbert Jans mehr als 50 Zuhörer begrüßen, bevor der Referent Edmund Geitner zunächst einen Film über die Arbeit von Sepp Holzer zeigte und anschließend über seine eigenen Erfahrungen mit der Permakultur berichtete. Der Film zeigte in beeindruckender Weise, wie Sepp Holzer, der "Agrar-Rebell aus dem Lungau", seine Einfälle seit vielen Jahren - wann immer nötig auch gegen denWiderstand der Behörden - konsequent umsetzt. Sein Lebenswerk und seine Vorträge sind eine Botschaft an Politiker und Agrarwissenschaftler und gleichzeitig der vehemente Aufruf an alle natürlich denkenden Menschen. Es ist schon beeindruckend wenn man sieht, wie die Schweine auf seinem Hof

einen Großteil seiner Arbeit übernehmen. Auf der Suche nach ein paar ausgestreuten Zuckererbsen pflügen sie ihm auch in schwer zugänglichem Gelände den gesamten Boden innerhalb kürzester Zeit gründlich um. Dabei setzt Sepp Holzer auf eine ganz robuste Schweinerasse aus der Save-Ebene in Kroatien ein. Geitner begrüßte die Zuhörer bei seinen Ausführungen mit einem Zitat von Holzer: „Die Natur hat immer Recht, ist immer richtig, der Mensch betrügt sich selbst wenn er die Naturgesetzte missachtet“. Er sei ein Lehrling der Holzer’schen Permakultur, wende sie als Hobby-Bauer konsequent an und möchte seine Erfahrungen über Erfolge und Fehler gerne weitergeben betonte Gentner. Fachbücher seinen teilweise schlechte Ratgeber, Broschüren der Pharmaindustrie, die in den Gartenmärkten ausliegen, solle man besser nicht beachten, da sie die Verwendung von unnötigen Spritz- und Düngemitteln empfehlen. Er habe zusammen mit seiner Frau schon lange entschieden, diesen Wahnsinn und das Verbrechen an der Natur, an den Mitlebewesen und an unseren Kindern nicht mitzumachen. Deshalb seien sie auf die Anwendung der Holzer’schen Permakultur umgestiegen, eine natürliche Form der Landwirtschaft, die auf die Arbeit mit den Kreisläufen und Wechselwirkungen der Natur aufgebaut ist. Ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur sei nicht nur ökologisch richtig, sondern auch ökonomisch erfolgreich, ist Geintner überzeugt. Die wichtigsten Gründe gerade auch im Klein- und Hausgartenbereich umzudenken seinen neben der Überdüngung der viel zu hohe Spritzmitteleinsatz. Im Garten sollen gesunde Lebensmittel mit möglichst geringem Arbeits- und Pflegeaufwand erzeugt werden, das Wasser im Boden gehalten und die Artenvielfalt gefördert werden. Dazu erklärte Geitner die praktische Vorgehensweise beginnend mit einer sorgfältigen Planung, der Realisierung eines Hügel- oder Hochbeetes, einer Kräuterspirale oder eines Kraterbeetes unter Einbeziehung eines Gartenteiches oder eines Feuchtbiotops. Mit dem Appell sich auf sein eigenes Gefühl zu verlassen, wie Holzer von der Natur zu lernen, etwas auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen beschloss Geiner seine interessanten Ausführungen. Nach einer Vielzahl von Fragen an den Referenten beschloss Dr. Jans die Veranstaltung mit dem Hinweis auf den kulturellen Abend des Bund Naturschutz am 17. April mit dem Kabarettisten und Figurenkünstler Josef Pretterer. Karten dazu gibt es bei Schreibwaren Mühlbauer.

Phänomen Honigbiene

Referrent Herr Tremmel

Geisenhausen: Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz lud kürzlich zu einem hochinteressanten Vortrag ein: Bernhard Tremmel, Hobbyimker, referierte über die Honigbiene, wobei er sich unter anderem auf das Buch mit dem Titel „Phänomen Honigbiene“ von Jürgen Tautz bezog. Herr Tremmel leitet die sog. Bienen AG, welche er an der Volksschule und der  Montessorie-Schule Geisenhausen ins Leben gerufen hat und er ist auch der Initiator des Schulbienen-Hauses in Geisenhausen.
    Engagiert und begeistert stellt der Referent „seine“ Bienen den interessierten Zuhörern vor. So leben in den Bienenkolonien etwa 50.000 Tiere im Sommer und im Winter cirka 20.000 Tiere zusammen. Einige wenige Jungköniginen entstehen im Sommer, sie werden nur einmal von den männlichen Drohnen begattet. Eine solche Königin, von der in jedem Bienenvolk nur eine existiert, legt in einem Jahr bis zu 200.000 Eier. Sie kann ein Alter von vier Jahren erreichen, während die Arbeitsbienen nur einen Monat leben. Diese durchlaufen in ihrem kurzen Leben verschiedene Berufe als Putz-, Bau- und Wächterbienen aber erst als Senioren fliegen sie dann als Sammelbienen ins Freie.
    Die „Innendienstbienen“ betreiben eine intensive Brutpflege. Eine kleine Gruppe von Arbeiterbienen, dem sogenannten „Hofstaat“, füttert die Königin lebenslänglich mit dem Kopfdrüsensekret dem Gelee Royal, welches hochangereichert ist mit Vitaminen und anderen hochsprozentigen Nährstoffen.
    Außer diesem konzentrierten Gelee Royal können wir noch fünf weitere Produkte von den Bienen gewinnen, berichtete der Referent. So das Bienenwachs – früher sehr begehrt für Kerzen in Kirchen und Klöster -, das Kittharz auch Propolis genannt und den Pollen, als Nahrungsergänzung verwendbar und das Bienengift, das medizinisch verwendet wird. Altbekannt ist natürlich der Honig, früher das einzige Süßungsmittel, der je nach Sammelstelle und Witterung jedes Jahr etwas anders aussehen und auch schmecken kann. Die allergrößte Bedeutung, so betonte der Referent, haben die fleißigen Tierchen aber als Bestäuber: ein Drittel aller Nahrungsmittel weltweit, egal ob fest oder flüssig, sind von der Bestäubung abhängig. Nicht auszudenken, zu welcher Katastrophe es also kommen würde, wenn die Tiere diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen könnten.
    Damit kam Herr Tremmel zu einem wichtigen Punkt, der ihm persönlich sehr am Herzen liegt: Die großen Gefahren, die den Bienenvölkern heute drohen: Es gibt Krankheiten, die zwar nicht unbedingt neuartig sind, aber bei geschwächten Tieren durchaus tödlich wirken können. So zum Beispiel die Varroa-Milbe, die Maden und Puppen befällt und der ganze Völker zum Opfer fallen können.    
    Hier erwähnte der Referent auch die amerikanische Faulbrut, einen Pilzbefall, die Wachsmotte, die einem gesunden Volk aber kaum gefährlich werden kann, sowie den kleinen Beutenkäfer, der derzeit in Europa noch nicht aufgetreten ist.
    Am meisten gefährdet sind Bienen aber durch die Verarmung in unserer Kulturlandschaft: überall werden Wildkräuter wie Löwenzahn, Klee, Brennnesseln usw. durch Spritzmittel vernichtet, ehemals blühende Wiesen verwandeln sich in reine Grüngutlieferanten, die bis zu sieben mal jährlich siliert werden, die erste Bienennahrung wie Palmkätzchen und Haselsträucher werden abgeholzt und geplündert. Und noch eine Gefahr droht, so der Referent: Es gibt keine Imker mehr! Das Durchschnittsalter liegt weit jenseits der 60, junge Imker gibt es kaum noch und so auch niemanden, der sich in Zukunft um das Wohlergehen der nützlichen Tiere kümmert.
    So schloss Bernhard Tremmel seinen Vortrag mit einem ganz wichtigen Appell: Auch wir können den Bienen helfen, indem wir heimischen Honig kaufen und uns einsetzen für Artenreichtum in Gärten und auf Wiesen und Anbauflächen.
Denn eins ist sehr wichtig: Honig kann man zwar importieren aber nicht die Bestäubungsleistung der Bienen.
    Dr. Jans, Vorsitzender Der BN-Ortsgruppe, bedankte sich beim Referenten für den engagierten und informativen Vortrag und wies auf eine weitere Veranstaltung der Ortsgruppe hin. Der Kulturabend des BN findet am 17. April in der Schulaula statt. Mit dem Kabarettisten und Figurenkünstler Josef Pretterer konnte eine weit über Bayern hinaus bekannter Persönlichkeit verpflichtet werden, welche einen unvergesslichen Abend verspricht.

BN-Aktion boomt erfolgreich

Bürgermeister Robert Maier (links) und Prof. Dr. Herbert Jans vom Bund Naturschutz (rechts) gratulierten der Familie Schmitt/Büttner aus Johannesberham zum Einbau der 100, von der Gemeinde Geisenhausen geförderten, Hocheffizienz-Umwälzpumpe

Die Bund Naturschutz-Ortsgruppe-Geiselnhausen startete im letzten Herbst mit den Heizungs- und Sanitärfirmen im Gemeindegebiet und unterstützt von der Gemeinde ein neues Agenda21-Projekt, eine Austauschaktion „alter“ Heizungs-Umwälzpumpen. Dies sei ein weiterer kleiner Schritt durch Energieeinsparung langfristig Geisenhausen energieautark zu machen, schreibt der BN in einer Mitteilung. Die Aktion wurde in der Zwischenzeit gemeinsam mit der Innung „Sanitär, Heizung, Klimatechnik Landshut“ auf die Stadt und den Landkreis Landshut ausgedehnt. Listen der an dieser Aktion teilnehmenden Heizungsfirmen liegen in der BN-Geschäftsstelle (Landshut, Altstadt 105, Nähe Narrenbrunnen, geöffnet Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 14.30 bis 17.00 Uhr) auf oder können dort unter 0871-23748 angefordert werden. Die Liste kann auch unter info@khs-landshut.de oder unter Telefon 0871-4307139157 bestellt werden. Weitere Informationen zu Hocheffizienz-Umwälzpumpen findet man z.B. unter http://net.grundfos.com/doc/webnet/poweredby/gws/alpha2_explorer.html oder http://www.wilo.de/cps/rde/xchg/de-de/layout.xsl/4559.htm.

Im Rahmen der Aktion tauschen die Heizungs- und Sanitärfirmen bestehende Heizungs-Umwälzpumpen gegen Hocheffizienz-Umwälzpumpen (25-40) der Energieeffizienzklasse A zum Festpreis von 275 € aus, incl. einer Gewährleistung von 5 Jahren. Über ein KfW-Förderprogramm erhält man auf Antrag nach dem Einbau einen Zuschuss von 100 €. Gefördert werden nur Maßnahmen, die nach dem 31. März 2009 abgeschlossen wurden.

„In Geisenhausen wurden in der Zwischenzeit mehr als 100 Heizungspumpen ausgetauscht“, freut sich Dr. Jans. Den Zuschuss von 20 Euro für die einhundertste Pumpe beantragte die Familie Mathias Schmidt und Anke Büttner aus Johannesbergham. Die bisherige Pumpe verbrauchte 80 Watt, die neue Hocheffizienzpumpe etwa 20 Watt. Bei 6000 Betriebstunden im Jahr ergibt dies eine Stromeinsparung von 360 Kilowattstunden und bei einem angenommen Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde 72 Euro weniger Stromkosten Jahr für Jahr. Der Austausch durchaus noch funktionierender Heizungs-Umwälzpumpen ist somit nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Würden alle Umwälzpumpen in Deutschland gegen Hocheffizienz-Umwälzpumpen getauscht, könnten zwei Großkraftwerke (etwa zwei Atomkraftwerke) abgeschaltet werden.