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Die Igel und der Mähroboter

01.08.2026

Vorstand der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe diskutiert über die Gefahren für Igel

01.08.2026 Bei der letzten Sitzung des BUND-Naturschutz-Vorstandes kam man auf den Schutz des Igels zu sprechen. Anlass hierzu sind die weiterhin zunehmenden Anrufe zur Igelhilfe aus der Bevölkerung. Igel haben zwar keine Fressfeinde, aber viele Igel werden im Straßenverkehr getötet. Mähroboter in Gärten und Parkanlagen führen zu Verletzungen, so dass diese Igel ohne menschliche Hilfe meist einen qualvollen Tod erleiden. In Gärten fehlen oft wilde Ecken, wo sich Insekten, Ohrwürmer, Tausendfüßler, Raupen und Regenwürmer finden, die für den Igel die Hauptnahrung darstellen. Igel, die nicht mehr genug Nahrung finden, sind geschwächt und werden von Parasiten befallen. Das alles sind Gründe für den Rückgang der Igelpopulation, so dass Igel seit 2024 auf der internationalen Roten Liste als potentiell gefährdet eingestuft sind.

Der BN appelliert daher an die Bevölkerung, Mähroboter nur tagsüber einzusetzen. Kommunen könnten hier nachhelfen und in ihrem Gemeindebereich ein Mähverbot in den Nachtstunden verabschieden. Auch wenn viele Hersteller die Sicherheitsstandards ihrer Roboter-Modelle für gut befinden: Mähroboter sind trotz aller Sensoren und anderer Techniken nach wie vor eine große Gefahr für Igel und andere Gartentiere. Auch beim Einsatz anderer motorisierter Gartengeräte wie Fadenmäher oder Motorsensen sollte in unübersichtlichen Ecken des Gartens vorab gründlich kontrolliert werden, ob Tiere gefährdet sein könnten. Die beste Alternative zu einem mähintensiven Rasen ist ein naturnaher Garten. Hier verzichtet man zumindest teilweise aufs Mähen. Das spart Arbeit und freut Gartentiere.

Vor allem während der Paarungszeit der Igel von Mai bis August werden Igelmänner, die auf der Suche nach einem Weibchen Straßen überqueren, zu Tode gefahren. Um das zu vermeiden, bittet der BN die Autofahrer, die nachts unterwegs sind, in der Nähe von Hecken, Gebüschen und Gärten etwas langsamer und mit erhöhter Aufmerksamkeit zu fahren.