MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Waldnaturschutz und Wildkatzen

Wildkatze (Foto: Thomas Stephan)

Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe zeigt sich auf der Niederbayernschau 2015

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) war mit seiner Kreisgruppe Landshut auf der Niederbayernschau in Halle 18 vertreten. Auf einer gemeinsamen Ausstellungsfläche mit der Forstverwaltung und der Waldbesitzervereinigung Landshut wollte die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe im Waldnaturschutzjahr 2015 unter dem Motto „Wald schützen – Wald erleben – Wald nutzen“ auf eine Waldbewirtschaftung aufmerksam machen, die den Umbau der im Landkreis Landshut vorherrschenden eintönigen Fichtenmonokulturen in artenreiche Mischwälder mit vorwiegend standortheimischen Baumarten, unter anderem die Buche, fördert. „Was wir für die Zukunft, auch angesichts des Klimawandels brauchen, sind stabile, naturnahe Wälder, die über die Holzproduktion hinaus ihre vielfältigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Wohlfahrtswirkungen entfalten können. Der Wald soll demnach Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen sein, er soll den Menschen zur Erholung dienen, aber auch den natürlichen Rohstoff Holz liefern“, stellte Klaus Wiedmann, der Fachbeirat für Wald und Wild der BN-Kreisgruppe, fest. Vielfältiges Infomaterial, unter anderem das „BN-Waldkonzept“, wurde von den Naturschützern angeboten.

Auf seinem Stand stellte der Bund Naturschutz auch seine Lockstock-Aktion vor, die er unter dem Motto „Den Wildkatzen auf der Spur“ im Frühjahr 2015 organisierte. Mit diesem Projekt sollte nachgewiesen werden, ob auch in Stadt und Landkreis Landshut Wildkatzen leben. Um an diese Nachweise zu gelangen, setzte die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe eine effiziente Methode ein: Baldrian lockt Katzen an. Raue Holzstäbe als „Lockstöcke“ wurden an geeigneten Stellen in den Waldboden gesteckt und mit Baldrian-Lösung besprüht. Der für Katzen unwiderstehliche Duft sollte die scheuen Tiere anlocken. Wenn sie sich an den Stöcken reiben, hinterlassen sie Haare. So geschah es auch an einigen im Landkreis ausgesteckten Lockstöcken. Die abgesammelten Haare wurden an ein Forschungsinstitut geschickt, wo sie genetisch darauf hin untersucht werden, ob sich Wild- oder Hauskatzen an den Lockstöcken gerieben haben. Das Resultat wird in 2016 erwartet, informierte, stellvertretender BN-Kreisgruppenvorsitzender Paul Riederer. Auf seinem Ausstellungsstand bot der Bund Naturschutz auch eine Kinderecke mit Natur-Quiz und Malmöglichkeiten an.

„Grünes Band“ und „Biotopgestalter Biber“

Daniela Leitzbach (BN-Projektbüro Grünes Band) überreicht an Paul Riederer und Brigitte Englbrecht als Dank für die gute Zusammenarbeit eine siebenbändige Buchreihe über das Grüne Band. Rechts: Biberberater Albert Ziemann, Altdorf.

BUND Naturschutz war auf der Niederbayernschau 2013 vertreten

Landshut. Mit den Ausstellungen „Grünes Band – Grenzen trennen, Natur verbindet“ und „Biber – der Wasserbauer und Biotopgestalter“ war der BUND Naturschutz in Bayern – vertreten durch das BN-Projektbüro Grünes Band und die BN-Kreisgruppe Landshut – in Halle 21 auf der Niederbayernschau in Landshut vom 28. September bis 6. Oktober 2013 mit einem Ausstellungsstand und einer Kinderspielecke präsent. Organisiert und gestaltet wurde der große Ausstellungsstand von Daniela Leitzbach (Projektbüro) sowie von Paul Riederer und Brigitte Englbrecht (KG Landshut). Die Ausstellungsfläche stellte die Kinold-Ausstellungsgesellschaft kostenlos zur Verfügung. Betreut wurde der Stand von Mitarbeitern des BN-Projektbüros und den beiden BN-Biberbeauftragten sowie insbesondere von zahlreichen Mitgliedern der BN-Kreisgruppe.

Mitten durch Deutschland zieht sich ein zusammenhängender Streifen wertvollster Lebensräume und teils unberührter „Wildnis“ – Rückzugsraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten: Es ist das „Grüne Band“, die ehemalige innerdeutsche Grenze, in deren zweifelhaften Schutz die Natur eine über 30-jährige Atempause bekam. Das „Grüne Band Deutschland“ ist Keimzelle des „Grünen Bandes Europa“, das sich entlang des Eisernen Vorhangs, vom Eismeer bis ans Schwarze Meer über 12500 Kilometer hinweg erstreckt. In jahrzehntelanger Abgeschiedenheit haben sich einzigartige Naturlandschaften wie großartige Altgrasflure, Busch- und Waldparadiese, blühende Heiden und Feuchtgebiete, erhalten.

Ein ganz besonderer Bewohner des „Grünen Bandes“ und ein professioneller Biotopgestalter unserer Heimat ist der Biber. Als Wasserbauer, der seine Umwelt planmäßig formt, ist der Biber im Tierreich einzigartig. Seine Bauwerke sind nicht nur faszinierend und für den Naturhaushalt besonders wertvoll, sondern damit schaffe der Biber Feuchtgebietslebensräume für viele andere Tier- und Pflanzenarten.

In der reich bebilderten Ausstellung wurde vom BUND Naturschutz das Phänomen, dass ausgerechnet ein „Todesstreifen“ für die Menschen zur Lebenslinie für die Natur geworden ist, eindrucksvoll veranschaulicht. Den Wasserbau-Ingenieur gab es außer auf Bildtafeln auch als Holzplastik eines Bildhauers zu bestaunen. Informiert wurde bei Gesprächen und mit zahlreichen Broschüren und Flyers sowohl über die Aktivitäten und Projekte zur Erhaltung des „Grünen Bandes“ als auch über die Biologie, das Leben, den Wert und den Schutz des Bibers. Das Interesse der Messebesucher an beiden Ausstellungen war während der neun Ausstellungstage sehr groß.

Die nachfolgenden Fotos zeigen verschiedene Einblicke in den BN-Ausstellungsstand:

 

  

Was hat Soja mit Hunger zu tun?

Ausstellung in der VHS Landshut über die Probleme durch den Sojaanbau

Mit der Feststellung des Biochemikers Frederic Vester „Sojafelder in Brasilien sind die Schlachtfelder gegen die Armen und die Armen haben die Schlacht schon verloren“ eröffnete Kurt Büttler vom Landshuter Arbeitskreises Partnerschaft mit der Dritten Welt e.V. am Mittwoch, 12. Oktober, im Lichthof der Volkshochschule die Ausstellung „Was hat Hunger mit Soja zu tun?“. Auf der einen Seite könnte Soja die Armen der Welt ernähren, auf der anderen Seite lassen sich mit dem Agrobusiness unvorstellbare Gewinne einfahren. Die Wunderbohne stecke zwar in 20 000 bis 30 000 Lebensmitteln, sie werde aber fast ausschließlich als Tierfutter zur Fleischproduktion aus Brasilien oder Argentinien und zu einem Großteil als gentechnisch verändertes Soja importiert, so Büttler. Für den fortschreitenden Anbau von Soja und Energiepflanzen werden Menschen von ihren angestammten Feldern vertrieben. Vertreibungen und Landkonflikte nähmen zu mit der Folge, dass schon jetzt 850 Millionen Menschen hungern. Hungerbekämpfung in der sogenannten 3. Welt sollte für uns bedeuten, mehr für unsere Lebensmittel zu zahlen. Darum sei es längst überfällig, dass unsere Landwirte Anreize erhalten, Eiweißpflanzen zur regionalen Lebensmittelerzeugung anzubauen. So gesehen sei Essen auch Politik, stellte Kurt Büttler fest.

Im Rahmen ihrer Informations- und Diskussionssreihe zu den Themen Agrarwirtschaft, Agrogentechnik und Ernährung organisierten Bund Naturschutz, Landshuter AK Partnerschaft mit der Dritten Welt, Friedensinitiative Landshut, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (MDB), Naturland e. V., Tagwerk-Förderverein und Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit Unterstützung der Volkshochschule diese Ausstellung, die bis 20. Oktober besichtigt werden kann. Die Reihe wird am Dienstag, 18. Oktober, um 20 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule mit dem Vortrag „Wege aus der Hungerkrise“ fortgesetzt. Benedikt Haerlin, Mitverfasser des Weltagrarberichts, stellt die Erkenntnisse des Weltagrarberichts und die Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen vor.

Die Wildkatze auf der Niederbayern-Schau

Europäische Wildkatze (Foto: Thomas Stephan)
Viel Zuspruch fand der BN-Ausstellungsstand mit dem Wildkatzen-Präsentationsmodell (Fotos: Paul Riederer)
 

Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe zeigte auf der Niederbayern-Schau 2011, die von 115000 Menschen besucht wurde, das Wildkatzen-Präsentationsmodell des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Thüringen. Das Modell projiziert auf eine Bodenleinwand unter anderem das Wildkatzenvorkommen in Deutschland, den bundesweiten Wildkatzenwegeplan, die Konfliktbereiche und den Handlungsbedarf zum Schutz der Europäischen Wildkatze. 2011 ist das durch die Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der Wälder“. Für den BN und den BUND steht dieses Jahr auch im Zeichen der Wildkatze, als einer eng an den Wald gebundenen Art, die gleichzeitig Leitart für die biologische Vielfalt unserer naturnahen Wälder ist. Zentrales Ziel des Ausstellungsobjektes war es, die Themen Artenvielfalt und deutschlandweiter Biotopverbund auf der Niederbayern-Schau zu vermitteln, und das ist in großem Maß auch gelungen. Dazu haben zahlreiche ehrenamtliche Standbetreuerinnen und –betreuer aus der BN-Kreisgruppe beigetragen.

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

Kamen zur Eröffnung der BN-Ausstellung (von links): Luftbildarchäologe Klaus Leidorf, Rudolf Sturm (Bund Naturschutz), Kathy Mühlebach-Sturm (Vorsitzende BN-Kreisgruppe), Oberbürgermeister Hans Rampf und Paul Riederer (stellvertretender Vorsitzender der BN-Kreisgruppe) - Foto: M. Hippauf

Ausstellung des Bundes Naturschutz in der Kleinen Rathausgalerie

Am Freitagabend, 18. Februar 2011, ist die Ausstellung „Grenzen trennen, Natur verbindet“ über das „Grüne Band Europas“ in der Kleinen Rathausgalerie eröffnet worden. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung und Bedeutung des Naturstreifens entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs auf.

Europaweit erstreckt sich das „Grüne Band“ heute über 12500 Kilometer durch 23 Staaten und bietet einen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Es reicht vom Subarktischen Naturraum Lapplands bis zum mediterranen Grenzgebiet zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei. In Deutschland ist das „Grüne Band“ 1393 Kilometer lang und zieht sich von der Ostsee bis ins sächsisch-bayerische Vogtland.

„Wo sich die Menschen während des Kalten Kriegs nicht aufhalten konnten, fanden Tiere und Pflanzen ein Refugium“, sagte Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der Kreisgruppe des Bundes Naturschutz (BN). In der Ausstellung dokumentieren die Luftaufnahmen des Luftbildarchäologen Klaus Leidorf die Ausmaße des schützenswerten Gebiets.

Rudolf Sturm, Fachbeirat des BN, gab einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des „Grünen Bandes“: Der Geoökologe Kai Frobel beobachtete noch vor dem Mauerfall die Entwicklung der Natur im Grenzstreifen. 1989 organisierte Frobel vier Wochen nach dem Fall der Mauer das erste gesamtdeutsche Treffen mit Naturschützern aus Ost und West in Hof. Es wurde beschlossen, den Grenzstreifen als Schutzgebiet auszuweisen. Sturm erläuterte, wie das Naturschutzprojekt „Grünes Band Deutschland“ in das „Grüne Band Europa“ mündete. Das Ziel sei, ein lebendiges Mahnmal für die jüngere europäische Geschichte zu schaffen, die Biotope zu erhalten und zu einer europäischen Biotopverbundachse zu entwickeln, sagte Sturm. Die regionale wirtschaftliche Entwicklung müsse naturverträglich gefördert werden.

Oberbürgermeister Hans Rampf nannte es „die historisch einzigartige Chance, auf einer ehemaligen Todeslinie ein Lebensband zu bewahren“. Und Paul Riederer, stellvertretender Vorsitzender des BN, wies darauf hin, dass mit dem Erwerb von Anteilscheinen am „Grünen Band“ jeder einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Naturschutz leisten könne.          –hip-

Die Ausstellung ist bis zum 6. März täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet. 

(Quelle: Landshuter Zeitung, 21. Februar 2011)

Groß war die Zahl der Besucher bei der Ausstellungseröffnung - Foto: H. Inkoferer
Fotos zeigen die Landschaften des „Grünen Bandes“. Präparate von dort vorkommenden Tieren bereichern die Ausstellung - Foto: P. Riederer