MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Gärtnern mit gutem Gewissen

Auch mit torffreier Blumenerde gedeihen und blühen Gartenblumen prächtig

Bund Naturschutz: Mit torffreier Blumenerde die Umwelt schützen  

Über Jahrtausende hat sich in Mooren ein einzigartiger Lebensraum entwickelt. Der Abbau von Torf  zerstöre diese jedoch, gibt der Bund Naturschutz zu bedenken. Sonnentau, verschiedene Orchideen, Birkhuhn, Sumpfohreule – viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten sind auf die letzten Moore angewiesen. Außerdem seien Moore nicht nur sensible Biotope, sondern schützten auch das Klima. Durch die Bildung von Torf werde Kohlendioxid im Moor langfristig gebunden. Obwohl Moore nur drei Prozent der Landfläche der Erde ausmachen, sei in ihnen mehr Kohlendioxid gebunden, als in allen Wäldern unseres Planeten zusammen. Bei der Torfgewinnung werde jedoch, sobald Torf mit Sauerstoff in Kontakt kommt, durch oxydativ-biochemischen Abbau der organischen Substanzen, das über Jahrtausende gespeicherte Kohlendioxid wieder an die Atmosphäre abgegeben.  

Die meisten Gartencenter und Baumärkte, Supermärkte und sogar Discounter im Landkreis und in der Stadt Landshut haben mittlerweile Blumenerde ohne Torf in ihrem Sortiment, informiert der Bund Naturschutz. Nur als „torffrei“ oder „ohne Torf“ deklarierte Erden seien aber wirklich torffrei. Die Bezeichnung „Bio-Erde“ allein gebe darauf keinen Hinweis. Der Bund Naturschutz weist auch darauf hin, dass Privatgärten und Blumenkästen mit torffreier Erde genauso prächtig erblühen und dass der Hobbygärtner dadurch gleichzeitig mit gutem Gewissen Natur- und Klimaschutz praktizieren kann.

Stadtgarteln – biologisch und in Gemeinschaft

Das gibt es nun auch in Landshut! Eine Gartengruppe, die sich „KulturenGarten“ nennt, hat übers Winterhalbjahr intensiv Pläne geschmiedet, um im kommenden Frühjahr gemeinsam tätig werden zu können: Unter der Anleitung eines fachkundigen Gärtners sollen auch in Landshut Kulturengärten entstehen, was bedeutet, dass nach dem Vorbild des Urban Gardening der gemeinschaftliche, integrative und soziale Aspekt beim Stadtgarteln nicht zu kurz kommen soll. Die Gruppe möchte Gartenbesitzer begeistern und für sich gewinnen, die Interesse an biologischer Gartenpflege haben, dies aber aus verschiedenen Gründen in ihrem eigenen Garten nicht umsetzen können. Das Angebot der „KulturenGarten“ - Gruppe besteht darin, dass Landshuter Gartenbesitzer ihren Garten von Mitgliedern des „KulturenGarten“ pflegen lassen können. Derzeit treffen sich die Mitglieder des „KulturenGarten“ und Besucher, die spontan dazu kommen, regelmäßig im Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt in der Ludmillastraße. Diese Treffen sind offen für alle, die entweder in der Gruppe mitwirken wollen oder die darüber nachdenken, ihren Garten oder einen Teil davon der Gruppe zur Verfügung zu stellen und daher mehr informiert werden möchten. Wann das nächste Treffen der Gruppe stattfindet und Informationen zur Geschichte, Bedeutung und zu den Hintergründen des Stadtgartelns finden Sie auf der Internetseite www.laiwand.org unter dem Menüpunkt „KulturenGarten Landshut“.

Transition Town

Im Rahmen der Transition-Town-Bewegung ("Stadt im Wandel") gestalten seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft.

Ausgehend von der Beobachtung, dass die nationale und internationale Politik nicht ausreichend auf die Herausforderung des Klimawandels und des bevorstehenden Rückgangs globaler Ressourcen (Peak everything) reagiert, haben Kommunen begonnen, erste Maßnahmen für das Leben in einer postfossilen Zukunft zu ergreifen.

In Deutschland gibt es über 100 Initiativen, die sich zum großen Teil noch in der Gründungsphase befinden. Auch in Landshut hat die Transition-Town-Bewegung Fuß gefasst. Die Initiatoren haben dafür den Namen „Landshut im Wandel“  gewählt.

Falls Sie mehr über die Transition-Bewegung wissen möchten, können Sie sich informieren unter www.laiwand.org  oder unter www.transition-initiativen.de