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Bienensummen im Stadtpark

Eine Wildbienen-Weide legten das Stadtgartenamt und die BN-Kreisgruppe im Landshuter Stadtpark nahe dem Isarsteg über die Kleine Isar an
BN-Mitglied Christine Rieck-Sonntag übergab an Oberbürgermeister Hans Rampf eine von ihr gestaltete „Wildbiene“
Sie freuten sich über die neue Wildbienen-Weide (von links): Brigitte Englbrecht (BN), Erwin Scheuchl (Wildbienen-Spezialist), Christine Rieck-Sonntag (Künstlerin/BN), Margit Urban (Leiterin Stadtgartenamt), Hans Ritthaler (Leiter Untere Naturschutzbehörde), Oberbürgermeister Hans Rampf, Kathy Mühlebach-Sturm (BN) und Paul Riederer (BN) - Foto: Heinrich Inkoferer

Stadtgartenamt und Bund Naturschutz legten „Weide“ an

Landshut 23.08.2015. Eingezäunt wie eine Weide, bestückt mit wildwachsenden, einheimischen Pflanzen und mit einer Hinweistafel versehen – so sieht die neue „Wildbienen-Weide“ aus. Das Landshuter Stadtgartenamt hat die 80 Quadratmeter große Wiese in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz im Stadtpark nahe des Fußgängerstegs über die Kleine Isar angelegt. Die Landshuter Künstlerin Christine Rieck-Sonntag entwarf nicht nur die Hinweistafel – sie gab auch die Anregung zur Weide.

Alle – insgesamt 20.000 – Bienenarten außer der Honigbiene werden Wildbienen genannt. Die wilden Artgenossen sind zwar nicht so bekannt wie die Honigsammlerin, aber für die Natur genauso wichtig. „Sie haben eine Schlüsselfunktion im Naturhaushalt“, erklärte Wildbienen-Experte Erwin Scheuchl. „Ohne Bienen gäbe es kein Obst und Gemüse. Da die Honigbiene allein die Bestäubungsleistung nicht erbringen kann, sind Wildbienen so wichtig.“ Aber brauchen Wildbienen extra eine Weide? Nach Ansicht des Bund Naturschutz schon. Aufgrund von Veränderungen in der Landwirtschaft und der Landschaftsgestaltung seien viele Wildbienen vom Aussterben bedroht. „Heute ist es in den Gärten Mode, dass man ausländische Pflanzen sät – oder gar keine mehr, sondern nur noch mit Steinen gestaltet“, meinte Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende des Landshuter Bund Naturschutz. Laut Erwin Scheuchl ist es für Wildbienen aber wichtig, viele einheimische Pflanzen vorzufinden. „Sie können nämlich nur Pollen von speziellen Blüten verwerten“, erklärte der Wildbienen-Experte. Auf der Wiese wachsen insgesamt 25 Arten – unter anderem Glockenblumen, verschiedene Kleesorten und Thymian.

„Die Weide soll Privatpersonen zur Nachahmung animieren“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf. Laut Mühlebach-Sturm könne jeder in seinem Garten eine kleine Wildblumen-Wiese anlegen. „Dadurch bringt man mehr Leben in den Garten.“ Scheuchl schlug vor, zusätzlich zur Wildbienenweide eine Nisthilfe aufzustellen. Er wies darauf hin, dass in der Region Landshut 200 verschiedene Wildbienenarten leben.

Quelle: Landshuter Zeitung, -san-  

In der BN-Geschäftsstelle Altstadt 105, Nähe Narrenbrunnen, geöffnet Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, jeweils von 14.30 bis 17.00 Uhr, gibt es einmehrseitiges  Faltblatt, das über Lebensweise, Bedeutung, Gefährdung und Schutz der heimischen Wildbienen sowie über Nisthilfen informiert.

Wildbienen-Weide im Stadtpark

Landshut 23.08.2015. Auf der über 80 Quadratmeter großen Fläche wurden 25 Wildbienen-Futterpflanzenarten ausgesät.

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Quer durch Landshut - Transekt zur Landshuter StadtNatur

Gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der GlücksSpirale hat die BN – Kreisgruppe Landshut im Jahr 2011 ein Projekt zur Umweltbildung im Arten- und Biotopschutz durchgeführt. „Transekt – quer durch Landshut“ heißt das Projekt, bei dem Landshut in einem Korridor von ca. 1km Breite quer zur Isar durchwandert werden kann und dabei der Blick auf die Vielfalt und Schönheit der Natur in der Stadt gelenkt werden soll. In einer Broschüre werden 20 charakteristische Stadtbiotope auf diesem Weg und die dort vorhandenen typischen und teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten vorgestellt. Es wird deutlich, was StadtNatur heißt und dass die dort vorkommenden Pflanzen und Tiere und ihre ganz speziellen Lebensräume unseres Schutzes bedürfen. Die Broschüre ist in der BN-Geschäftsstelle und in der Stadtinformation im Rathaus kostenlos erhältlich."

Quer durch Landshut

Über ihr „Transekt“-Projekt freuen sich (von rechts) BN-Geschäftsstellenleiterin Brigitte Englbrecht, Barbara Höllerer (Transekt-Projektantin), BN-Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm, Uschi Engels-Pöllinger (Transekt-Projektantin) und stellvertretender BN-Kreisgruppenvorsitzender Paul Riederer.

Bund Naturschutz führt mit seinem Projekt „Transekt“ zu Stadtbiotopen

„Transekt - quer durch Landshut“ heißt das Projekt des Bundes Naturschutz (BN), bei dem Landshut in einem Korridor von etwa 800 Metern Breite quer zur Isar durchwandert werden kann und der Blick auf die Vielfalt und Schönheit der Natur in der Stadt gelenkt werden soll. In einer Broschüre werden 20 charakteristische Stadtbiotope auf diesem Weg und die dort vorhandenen typischen und teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten vorgestellt. Es wird deutlich, was Stadtnatur heißt und dass die dort vorkommenden Pflanzen und Tiere und ihre ganz speziellen Lebensräume unseres Schutzes bedürfen. Die Broschüre ist in der BN-Geschäftsstelle, Altstadt 105, Nähe Narrenbrunnen (Dienstag-Donnerstag 14.30-17 Uhr) und in der Stadtinformation im Rathaus kostenlos erhältlich.

Am Anfang und am Ende des „Transektes“ – an der Ecke Englbergweg/Bründlweg und auf dem Verbindungsweg von der Wolfgangsiedlung zur Altdorfer Hochterrasse –  wurden vor einigen Tagen Tafeln aufgestellt, die mit Text, Fotos und einer kartografischen Übersicht über das Projekt informieren. Im Laufe dieses Jahres werden vom Bund Naturschutz geführte Wanderungen angeboten und der „Transekt - quer durch Landshut“ mit einzelnen Stadtbiotopen vorgestellt. Das Projekt  der BN-Kreisgruppe Landshut  „Transekt - quer durch Landshut“ wird als Beitrag zur Umweltbildung im Arten- und Biotopschutz vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der GlücksSpirale gefördert.