MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Naturschutznachrichten Nr. 47 - September 2012

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde des Bundes Naturschutz

Vor ein paar Tagen rief mich eine Freundin an, weil sich eine kleine Fledermaus in ihr Wohnzimmer hinein verirrt hatte und dort in einer Ecke schlief:Braucht sie Hilfe? Muss man was tun?-Die wird schon nachts über das geöffnete Fenster wieder hinaus fliegenmeinte ich. So war es auch - zurück blieb bei meiner Freundin und ihrer Familie eine tiefe Freude darüber, dass sie so nah an dieses kleine scheue Tierchen herangekommen waren und es in aller Ruhe haben betrachten dürfen. – Die Begegnung mit der Natur ist für uns Menschen ein elementarer Quell der Kraft und der Freude: Nach einem strengen Arbeitstag hinauszugehen, in der Natur zu verweilen, eine Blume, einen Schmetterling bewusst wahrzunehmen, macht uns frisch und lebensfroh. Städte und Dörfer zeichnen sich nebst einer guten Infrastruktur und genügend Arbeitsplätzen auch dadurch aus, dass sie der Natur Raum geben, also Bereiche zur Naherholung vorhanden sind. Zählen Sie doch einfach mal die Tiere, die Sie bei der Feier-abend-Erholung sehen oder die Blumen, die am Rand Ihres Weges blühen. Diese kleine Übung hilft Ihnen, dasDraußen in der Natur sein“ als eine neue Lebensqualität zu erleben. Natur wirkt! Und Menschen, die offen sind und sich dieser Wirkung aussetzen, erkennen intuitiv, dass sie Teil der Natur sind. Dieses Wissen wiederum führt zur Erkenntnis, dass wir nur mit der Natur und nicht gegen sie unsere Zukunft gestalten können.

Deswegen gehören Biotop-, Landschafts-, Klima- und Umweltschutz zu den wichtigsten Aufgaben unserer Generation. Der BUND Naturschutz widmet sich dieser großen Aufgabe auf Bundes-, Landes-, Kreisgruppen- und Ortsgruppen-ebene und kann dies dank Ihnen als Mitglied oder Förderer fachlich hervorragend und unabhängig von Geldgebern aus der Wirtschaft tun.

Diese Naturschutz-Nachrichten zeigen Ihnen einen kleinen Ausschnitt aus verschiedenen Bereichen, in denen die BN-Kreisgruppe Landshut tätig ist. Ein vollständigeres und immer aktuelles Bild erhalten Sie auf unserer Webseite: http://www.landshut.bund-naturschutz.de/.

Falls auch Sie sich aktiv im BN einsetzen möchten, nehmen Sie einfach Kontakt auf mit unserer Geschäftsstellenleiterin Frau Brigitte Englbrecht (0871-23748). Sie kann Sie entsprechend Ihrem Wohnort und Ihrem Anliegen an den richtigen Ansprechpartner weiterleiten.                                     Kathy Mühlebach-Sturm

Seit 75 Jahren Mitglied im Bund Naturschutz

Frau Erika Heiß durfte im August nicht nur ihren 90. Geburtstag feiern, sondern auch das 75. Jubiläum ihrer Mitgliedschaft beim Bund Naturschutz. Als Dank für ihre Treue, wurde ihr von einer Delegation des Kreisgruppenvorstandes ein Anteilsschein für eine 60-Quadratmeter-Fläche amGrünen Band“  überreicht.

 

Jubiläumsfest der BN-Ortsgruppen „Oberes Binatal / Rottquelle“ und „Oberes Vilstal“ mit Ehrungen beim BN-Sommerfest 2012

Das Sommerfest der BN-Kreisgruppe am Sonntag, 8. Juli in Atzmannsdorf bei Velden war gleichzeitig ein Jubiläumsfest für das 20-jährige Bestehen der OG „Oberes Binatal / Rottquelle“ und „Oberes Vilstal“. Den rund 300 Besuchern wurde bei Ökospeisen und -getränken der Lebensgemeinschaft Höhenberg ein buntes Unterhaltungs- und Informationsprogramm geboten. Junge Festbesucher konnten sich an zahlreichen (Rätsel-)Spielen vergnügen und ihr Wissen testen und erweitern. Beim Klang der Veldener „Kaffeehausmusik“ haben sich interessierte Besucher zu fair gehandelten und ökologischen Lebensmitteln sowie zu den Aktivitäten der beiden OG in den vergangenen 20 Jahren infor-miert. Die Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm ehrte im Namen des Landesverbandes Ernst Georg Eichner mit der Vereinsnadel in Gold des Bundes Naturschutz für seinen Einsatz während der 20-jährigen Amtszeit als 1. Vorsitzender der OG „Oberes Vilstal“. Hans Winter wurde für sein Engagement während 12 Jahren als stellvertretender und vier Jahren als 1. Vorsitzender der OG „Oberes Binatal / Rottquelle“ mit der BN-Linde in Keramik geehrt.

BN-Ortsgruppe Ergolding – der Natur auf der Spur

Die OG Ergolding wurde am 19.11.1990 gegründet. Man beteiligte sich anfangs an Müllsammelaktionen und dem jährlich stattfindenden „Autofreien Sonntag“ als auch an einer Patenschaft für den Schinderbach. Im Laufe der Jahre hat sich immer mehr die Arbeit mit Schul- und Kindergartenkindern herausgebildet. Im Juli 2001 fanden das erste Mal Naturerfahrungspiele in der Ergoldinger Au statt. Nach und nach entwickelte sich eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Ergoldinger Hauptschule, deren Kinder an zahlreichen Naturerfahrungsvormitta-gen mitmachten und den BN bei der Haus- und Straßensammlung unterstützten. Beim Ferienprogramm beteiligte man sich seit 2006 mit einer Fahrt nach Wartaweil mit dem Thema Lebensraum Wasser. 2007 fuhr die OG nach Wiesen-felden zum damaligen Bildungswerk des BN. Hier nahm man den Gedanken von Wilhelm Busch „warum in die Ferne schweifen, wenn das gut liegt so nah“ auf und organisierte 2008 einen Indianertag, bei dem Kinder den ganzen Tag in der Natur verbringen. Heuer – beim 6. Indianertag – waren 25 Kinder mit großer Begeisterung dabei. – Weil immer mehr Menschen den Raum beim Altheimer Stausee aufsuchen, sei es zum Laufen, Radfahren oder einfach zum Spazieren-gehen, beantragte die OG Ergolding nach Rücksprache mit der Gemeinde Ergolding und der Unteren Naturschutzbehörde, die Einrichtung eines Naturer-lebnis- und Lernwegs in der Ergoldiger Au. Der Markt Ergolding übernahm nach längeren Beratungen die Trägerschaft und unter finanzieller Beteiligung des BN und der Förderung nach dem EFRE Programm der EU konnte der Naturerlebnis- und Lernweg Ende April 2012 eröffnet werden. Der Naturerlebnispfad lädt zum Mitmachen, Beobachten und Mitraten ein. Begleitmaterial gibt es bei der BN-OG (Angelika Thomas, 0871/1431669), in der Gemeinde Ergolding und unter www.ergolding.de. Die BN-OG betreut den Lernweg und bietet begleitende Unterstützung an. Sie freut sich, dass der Lernweg seit der Eröffnung von Erwachsenen, Schulklassen und auch Kindergartenkindern gern besucht wird.

 

VomUnteren Innzu den Donauleiten

Smaragdeidechse, Sumpfwurz und Seidenreiher

Die 2-Tage-Exkursion für BN-Mitglieder führt am WE vom 08./09. Juni 2013 ins Europareservat „Unterer Inn“ und zu Bund-Naturschutz-Projekten der BN-Kreisgruppen Rottal-Inn und Passau. Abfahrt um 7:00 Uhr von der Grieserwiese in Landshut. Auf der Busfahrt zum Europareservat „Unterer Inn“ machen wir zweimal Halt und die BN-OG „Unterer Inn“ stellt uns ein Hochwasserschutzprojekt bei Tann und ein renaturiertes Auenbiotop bei Seibersdorf vor. Nach der Mittagspause (mitgebrachte Brotzeit) am Inn lernen wir bei einer geführten Wanderung die Vielfalt der Innauen im Europareservat „Unterer Inn“ kennen und können Vögel beobachten (Fernglas mitbringen). Nach einer kurzen Weiterfahrt, wandern wir bei Hausmanning durch Orchideenwiesen und lernen das Projekt „3B - Bäche, Böden, Biodiversität“ kennen. Abendessen und Übernachtung in Passau. Am Sonntagmorgen wandern wir unter Begleitung von Karl Haberzettl, BN-KG Passau, durch das Ilztal und essen in einem an der Ilz liegenden Lokal zu Mittag. Dann fahren wir nach Riedl oberhalb der Donau, wo ein Pumpspeichersee entstehen soll. Wir steigen auf dem Schmugglerpfad durch die Donauleiten hinunter nach Jochenstein und treten nach einer Kaffee- bzw. Imbisspause die Rückreise an. Wir erreichen Landshut gegen 20:00 Uhr. Anmeldungen für die 2-Tage-Exkursion können ab dem 25. September 2012 angenommen werden unter 0871-50154 (Kathy Mühlebach-Sturm). Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.

Bäume und Freiräume in der historischen Innenstadt von Landshut

Der Bereich des ehemaligen Franziskanerklosters, der wegen seiner zwischenzeitlichen Nutzung als Biergarten des Bierbrauers Clemens Prantl die Bezeich-nung „Prantlgarten“ erhielt, ist heute für die Öffentlichkeit nicht nutzbar, da sich dort nicht zugängliche Tennisplätze befinden. Dieser unbebaute Raum, an dem durch die begrenzende Mauer das ehemalige Klosterareal noch sichtbar wird, kann zu einer grünen Verbindung zwischen dem dicht bebauten Stadtzentrum und dem Hofgarten werden. Nach dem Willen der Stadt soll dieses Areal aber  dicht überbaut werden. Damit ist die Chance vertan, im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung der musealen Nutzung des ehemaligen Franziskaner-klosters die historische Bedeutung des ehemaligen Klosterareals in den verbliebenen Freiflächen gestaltend zum Ausdruck zu bringen und dort wieder ein Gesellschaftszentrum für die Bürgerschaft zu begründen. Sollte der Stadtrat nicht dem historischen Beispiel des Magistrats der Stadt vor 175 Jahren folgen, der uns Nachfahren den Hofgarten schenkte, und eine eigene, weit in die Zukunft reichende Entscheidung fällen zum Erhalt dieses würdigen Ortes (Bau des Klosters 1280) und seine Übergabe an die Landshuter Bürger, statt mit einer Überbauung derart gewaltsam in die Natur und das historische Stadtgefüge einzugreifen? Damit würde ein bedeutendes, Identität stiftendes, geschichtliches und kulturelles Erbe bewahrt und neu belebt. Wenn Sie dieses Anliegen zum Erhalt der Bäume und einer grünen Pforte zum Hofberg unterstützen wollen, senden Sie eine Postkarte, erhältlich in der BN-Geschäftsstelle, an OB Hans Rampf mit der Bitte, auf die geplante Bebauung zu verzichten.

Bürgerentscheid Westtangente – Sonntag, 14. Oktober 2012

Ihre Stimme zählt beim Bürgerentscheid zu folgender Fragestellung:

Sind Sie gegen den Bau einer Westanbindung durch das Naherholungs-gebiet Isarauen westlich von Landshut?

Setzen Sie als Landshuter Bürger IhrJaunter diese Frage und helfen Sie mit, den Isar-Auwald und das wertvolle Naherholungsgebiet westlich von Landshut zu erhalten und ein unsinniges und teures Straßenprojekt zu stoppen!

Ratsbegehren für einen Burgaufzug – Sonntag, 14. Oktober 2012

Als Landshuter Bürger können Sie auch beim „Ratsbegehren Burgaufzug“ mit Ihrer Stimme mit entscheiden. Wir von der BN-Kreisgruppe sagen „Nein“ zum Burgaufzug, weil er den Burghang als grünen Rücken der Stadt zerteilt und einer Umgestaltung des Dreifaltigkeitsplatzes mit weniger Verkehr und mehr Grün entgegensteht. Unsere Empfehlung: Lehnen Sie den Bau eines Schräg-aufzuges zur Burg Trausnitz (Ratsbegehren) ab!

Wahlen in der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut

Bei den Wahlen des Kreisgruppenvorstandes im Gasthof „Zur Insel“ am 15. Mai 2012 wurden folgende Personen in ihren Ämtern bestätigt: Kathy Mühlebach-Sturm (1. Vorsitzende), Paul Riederer und Dr. Uli Kaltenegger (stellvertr. Vors.), Hubert Rauscher (Schatzmeister), Johannes Selmansberger und Dr. Wilfried Attenberger (Delegierte), Brigitte Englbrecht und Lisa Voit (Ersatzdelegierte), Prof. Dr. Herbert Jans, Klaus Wiedmann, Michael Raum, Reinhold König, Dr. Gerhard Barth (Beisitzer), Elisabeth Seewaldt (Kassenrevisorin). Folgende Personen wurden neu in ein Amt gewählt: Evi Seizl (Schriftführerin), Reinhold König (Delegierter), Josef Gerbl (Ersatzdelegierter), Dr. Christian Thurmaier (Ersatzdelegierter und Beisitzer), Dieter Streit und Karlheinz Schobel (Beisitzer), Josef Heim (Kassenrevisor). Wir gratulieren allen wieder- und neugewählten Mitgliedern des Kreisgruppenvorstandes und gehen in einem erweiterten Vorstand mit viel Elan in die neue Wahlperiode.

Ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit geht an Christine Wimmer  (Schriftführerin) und Wolfgang Pest (ehemals Schriftführer, dann Beisitzer), die aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht mehr dem Kreisgruppen-vorstand angehören.

 

Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Landshut, Altstadt 105, 84028 Landshut, Tel. 0871/23748, 50154 und 22390, Telefax 0871/274207. E-mail: bnkgla@landshut.org, Homepage: http://www.landshut. bund-naturschutz.de - Geschäftsstelle (Altstadt 105) geöffnet: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 14.30 bis 17 Uhr. Spendenkonto: VR-Bank Landshut, BLZ 74390000, Konto-Nr. 1840185. – Ortsgruppen: „Aichbach-tal“, Altdorf, Bruckberg-Gündlkofen, Ergolding, Ergoldsbach-Neufahrn, Essenbach, Geisenhausen, „Holledauer Eck“, „Kleines Vilstal“, „Oberes Binatal/Rottquelle“, „Oberes Vilstal“, Pfeffenhausen, Rottenburg, Tiefenbach-Ast, Vilsbiburg. - Jugendgruppe: Essenbach-Landshut - Müpfegruppe: Vilsheim -  Kinder-gruppen: Bruckberg, Geisenhausen, Landshut, Landshut/Auloh, Oberes Binatal, Pfeffenhausen, Pfettrach/Arth, Rottenburg, Vilsbiburg, Vilsheim, Weihmichl. - Redaktion „Naturschutznachrichten“ (NN) der KG Landshut: Kathy Mühlebach-Sturm (Vors.), Paul Riederer (stellv. Vors.), Brigitte Englbrecht (Geschäfts-stellenleiterin)