MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

2. Februar 2015: Welttag der Feuchtgebiete

Feuchtgebiete sind Lebensräume, deren Pflanzen- und Tierwelt wesentlich vom Wasser geprägt sind. Feuchtgebiete sind ein unentbehrlicher Teil des Naturhaushalts und heute in ihrem Bestand bedroht. Sie sind nicht nur als Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere schützenswert, ihre Erhaltung wirkt sich auch positiv auf die Lebensbedingungen der Menschen aus. Feuchtgebiete

- fördern die Grundwasserneubildung

- sind unentbehrlich für die Gewässerreinigung

- wirken als natürlicher Hochwasserschutz            

- tragen zum Klimaausgleich bei            

- sind bedeutsam für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit            

- sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und            

- prägen wesentlich den Charakter vieler Landschaften

Feuchtgebiete sind zum Beispiel Quellen, Bäche, Flüsse, Auwälder, Altwässer, Tümpel, Weiher und Seen, Moore, Bruchwälder, Streuwiesen und feuchte Wirtschaftswiesen. (Auszug aus „Feuchtgebiete“ vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen)

Die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut besitzt im Raum Vilsbiburg ein 1,3 ha großes Feuchtgebiet. Es ist geprägt von Feuchtwiesen mit Tümpeln, Weiher und Seigen. Mehrere Tausend Amphibien wie Erdkröten, Grasfrösche, Springfrösche, Teich- und Bergmolche laichen jedes Frühjahr in den Gewässern ab. Auch der seltene Laubfrosch hat dort seinen Lebensraum. Dieses Feuchtgebiet ist somit eines der bedeutendsten Amphibienlaichgebiete im Tal der Großen Vils. Vögel wie der Kiebitz, das Blaukehlchen und die Rohrammer kommen dort vor, ebenso verschiedene Libellenarten und die Sumpfschrecke. Der seltene Wiesenknopf - Ameisenbläuling wurde dort gesichtet. Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg lässt die Feuchtwiesen einmal jährlich im Herbst mähen, damit sie nährstoffarm, und für Wiesenbrüter und nachkommende zum Teil seltene Blütenpflanzen und Seggengräser offen bleiben.