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"Dreckspatzen"

Die Geisenhausener Kindergruppe „Dreckspatzen“ trifft sich einmal im Monat in einem Waldstück in der Nähe von Geisenhausen.  

Kaum ein anderer Ort lädt mehr zum Beobachten, Spielen und Erforschen ein wie der Wald. Unter dem Motto „Dreckig, aber glücklich“ können Kinder im  Alter von 6 – 12 Jahren im Wald spielen, klettern, Lager oder Staudämme bauen, im Dreck matschen oder einfach die Stille genießen. Sie können die Natur und die Tiere im Jahreslauf entdecken und mit allen Sinnen erleben. Die Kinder können draußen in der Natur den Wert einer intakten Umwelt unmittelbar erleben.  

Die neuen Termine für 2016 können direkt bei der Kindergruppenleiterin Birgit Sammet erfragt werden.

Die einzige Welt, in der einer ganz er selbst sein kann, ist die Natur“. (Boris Pasternak)

Frühling
Sommer
Herbst
Winter

Frösche, Molche und Kröten

Kröten sammeln
Kröte und Teichmolch
Laubfrosch

Kinder mit Eltern gingen auf Entdeckungstour

Kinder basteln Nistkästen für Vögel

Geisenhausen. Ein Großteil unserer heimischen Vögel sind Höhlenbrüter, dazu gehören Stare, Kohl- und Blaumeisen, Spechte und Kleiber. Weil in der freien Natur nicht genügend solcher Höhlen zu finden sind, hat die Kindergruppe eine tolle Hilfsaktion gestartet. Anhand eines vorgefertigten Bausatzes aus dem BN- Naturshop wurden, mit Hilfe zweier Väter, fertige Nistkästen gebastelt. Beim Anbringen der Kästen muss man allerdings einiges beachten:  Das Einflugloch soll auf der Wind- und Wetter abgewandten Seite, also nach Süden oder Osten zeigen. Stare räumen ihre Wohnungen selbst auf, Meisenkästen müssen immer mal wieder ausgerâumt werden.  Vögel nutzen im Winter die Kästen als Übernachtungsmöglichkeit.  Auch ein Termin zum Aufhängung wurde beraten, denn der Frühling naht und dann sollten die komfortablen Wohnungen bereitstehen. Im Februar werden die Nistkästen mit Freiwilligen und Kindern im Theobaldpark und auf der Streuobstwiese in Geisenhausen aufgehängt. Zum Abschluss der Aktion wurden die fleißigen Helfer mit einer Brotzeit belohnt und so bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Jungvögel in den liebevoll gebauten Nistkästen zur Welt kommen.

Fackelwanderung

Zum Jahresabschluß fand die alljährliche Fackelwanderung im Wald statt. Die Kinder wanderten mit ihren Eltern durch den dunklen Wald. Mit Fackeln und Laternen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre für alle zum Jahresende. Zum Abschluß gab es noch mitgebrachten Punsch und Plätzchen.

Ferienausflug ins Jura-Museum und Fossilien-Steinbruch Eichstätt

Die Kindergruppe fuhr mit dem Bus ins Jura-Museum Eichstätt. Es befindet sich auf der Willibaldsburg über dem Altmühltal und  ist eines der schönst gelegenen Naturkundemuseen in Deutschland. Der Schwerpunkt der Ausstellung lag auf den Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, die durch Steinbruchtätigkeiten zutage gefördert wurden.  Bei einer Führung entdeckten die Kinder Versteinerungen aus einer rund 150 Mill. Jahre alten Landschaft. Zu den eindrucksvollsten Fossilien gehörte der Raubdinosaurier Juravenator und der Urvogel Archaeopteryx. Prächtige Schauaquarien mit Riffkorallen und farbenfrohen Korallenfischen ergänzten die Ausstellung.  Im Museum für Frühgeschichte konnten die Kinder ein Mammutskelett  bestaunen.  Weiter ging es nach einer Pause zum Fossilien-Steinbruch auf dem Blumenberg bei Eichstätt. Nach fachkundiger Anleitung konnten die Kinder mit Hammer und Meißel erfolgreich auf Fossilien-Suche gehen. Die Fundstücke durften sie mit nach Hause nehmen. Es machte allen einen Riesenspaß und nach einem spannenden Tag fuhren die Kinder mit ihren Betreuerinnen nach Hause zurück.

Juni 2016 - Bootsbau ohne Werkzeug

Geisenhausen. Fast zwanzig Kinder der Kindergruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen erlebten bei strahlenden Sonnenschein einen spannenden Tag im Wald. Dazu kam Armin Hock von any-way-out aus Rieding zu den Kindern in den Wald.  Als erfahrener, langjähriger Trainer und Survivalexperte baute er mit den Kindern ein Boot ohne Werkzeug. Unter seiner Anleitung wurden aus herumliegenden Ästen, langen Gräsern und Springkraut ein Bootskörper gebaut. Das Material  wurde nur fest mit Paketschnur verbunden. Darunter  wurden zwei Planen verspannt und fest vertäut. Ob so ein Boot schwimmen kann? Das Boot wurde zu Wasser gelassen und die Mutigsten stiegen zuerst ein. Die erste Bootsfahrt startete erfolgreich mit 4 Kindern. Die Kinder wechselten sich mit dem Fahren ab. Im Wasser war es so schön, daß schließlich alle ins Wasser sprangen um ein Bad zu machen und fröhlich zu plantschen.

Zur Stärkung kochten die Kinder einen leckeren Eintopf über dem Feuer. Dazu schnitten die  Kinder eifrig Gemüse.  Mit gesammelten Wildkräutern und Quark entstand ein leckerer Aufstrich. Es war danach noch Zeit zum Staudämme bauen, matschen und Spielen am Bach.

Molche, Frösche und Kröten

Im April war die Kindergruppe bei der BN-Ortsgruppe Vilsbiburg am Amphibienschutzzaun in Dornau zu Besuch. Molche, Kröten und Frösche machen sich jedes Jahr im Frühling, meist nachts, auf einen bis zu mehreren Kilometer langen Marsch zu ihren Laichgewässern um dort ihre Eier abzulegen. Bei ihrer Wanderung müssen die Amphibien eine für sie lebensgefährliche Straße überqueren. Deshalb stellt der BN jedes Jahr entlang des Straßengrabens einen Schutzzaun auf. Die Lurche fallen dabei in die eingegrabenen Eimer, aus denen sie jeden Morgen befreit und über die Straße getragen werden. An diesem Vormittag  halfen die Kinder aus Geisenhausen dabei mit. Stefan Englbrecht vom BN Vilsbiburg erzählte viel zur Biologie von Frosch, Kröte und Molch. Die Kinder staunten besonders über den Teichmolch der ca. 5 cm lang ist, an der Oberseite bräunlich und am Bauch  orangefarben mit dunklen Tupfen ist. Der Bergmolch ist größer und auch dunkel, der Bauch ist orange, jedoch mehr knallfarbig, hat keine Tupfen und Schwimmhäute an den Füßen. Die Kinder nahmen die  Tiere in die Hand um sie genauer zu betrachten. Danach wurden die Tiere in den Teich gesetzt. Sofort vergruben sich die Tiere im Schlamm oder schwammen davon. So können in Dornau jährlich Hunderte von Tieren gerettet werden.

Mithilfe bei der Kartoffelernte und Kartoffelfeuer

Bei schönem Herbstwetter besuchte die Kindergruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen Anne  und Martin Huber aus Vilsbiburg auf ihrem Kartoffelacker, um bei der Ernte zu helfen. Herr Huber erzählte, daß im 16. Jahrhundert spanische Seefahrer die Frucht aus den Anden nach Europa gebracht hatten. Mitte des 18. Jahrhunderts herrschte in Preußen eine große Hungersnot. Das Volk lehnte die Knolle jedoch ab. Der „alte Fritz“ ließ die Felder trickreich durch Soldaten bewachen und so wurde die Neugier geweckt und die Bauern stahlen die königliche Knolle. Die Kartoffel feierte ihren Siegeszug. Frau Huber zeigte den Kindern einen Kartoffelkäfer und eine seiner Larven.

Familie Huber baut verschiedene Sorten Erdäpfel an. Diese werden im Frühjahr in die Erde gelegt. Aus der Knolle wächst das Kartoffelkraut nach oben, nach unten wachsen die Wurzeln mit Verdickungen, aus denen die neuen Kartoffeln entstehen. Nach den spannenden Erzählungen fuhr der Bauer mit dem Roder durch das Feld und die Kinder sausten los, um die Erdäpfel aufzusammeln. Aus dem vertrockneten Kartoffelkraut wurde ein Feuer entzündet und einige Kartoffeln wurden hineingeworfen. Nach getaner Arbeit konnten sich die Erntehelfer mit Kartoffelsuppe und den gegarten Kartoffeln aus dem Feuer stärken. Zum Abschluß durften die Kinder noch eine Runde auf dem Traktor mitfahren.

Ferienausflug zum „Haus der Wildnis“ in Ludwigsthal im September 2015

Mit dem Zug fuhren wir  in den Bayerischen Wald zum Haus der Wildnis. Mit zwei Waldführern begaben wir uns dort auf Entdeckungsreise in den geheimnisvollen Lebensraum Wald. Auf unseren Streifzügen lernten wir die besondere Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks kennen und erfuhren u. a. warum manche Bäume auf Stelzen stehen und wie lebendig ein toter Baum sein kann. Wir erkundeten das Tier-Freigelände und eine Steinzeithöhle. Im Besucherzentrum sahen wir anschließend einen Film über den Nationalpark und beim Rundgang in der Ausstellung konnten wir  Wildnis auf vielfältige Art erleben und erforschen. Auf dem Außengelände war noch viel Zeit zum Spielen bis der Zug nach Hause zurückfuhr.

Lehm ist ein herrliches Material für Kinder, damit können sie wunderbar nach Herzenslust matschen, Zwerge oder Monster formen und Bauwerke entstehen lassen. 2015  entstanden diese Lehmkunstwerke am Baum.

Abenteuertag im Frühling

Fast zwanzig Kinder der Kindergruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen erlebten bei strahlender Frühlingssonne einen spannenden Tag im Wald. Dazu war Armin Hock  von any-way-out aus Riedling eingeladen. Er ist ein erfahrener, langjähriger Trainer und Experte für Survival sowie Veranstalter von Outdoor-Events. Er brachte den Kindern einen Tag lang das ursprüngliche Leben in der Natur näher. Wie komme ich draußen in der Natur zurecht, wenn ich mit wenig auskommen muß? Als erstes wurde ein Lager gebaut. Dazu sammelten die Kinder im Wald  fleißig herumliegende Äste in verschiedenen Größen. Anschließend wurde daraus ein Lager gebaut, ganz ohne Axt und Nägel. Für das Mittagessen wurden unter Anleitung Wildkräuter wie z. B. Brunnenkresse, Giersch, Knoblauchsrauke, Brennnesseln und Sauerklee gesammelt. Die Kinder staunten, was man alles essen kann und wie vielfältig der Geschmack ist.  Wer den Mut hatte, probierte  Brennnesselblatt-Rollen und staunte, daß sie im Mund nicht brennen. Die Kräuter wurden von den Kindern klein geschnitten und kamen in den vorbereiteten Quark. Anschließend wurde Feuer gemacht um einen Gemüseeintopf aufzusetzen. Dafür schnitten die Kinder  mit Begeisterung verschiedenes Gemüse  klein. Wie lecker das schmeckte und alles wurde restlos verputzt. Sie lernten wie man Feuer mit dem Feuerstein, einem Zunderschwamm oder einer Lupe machen kann. Sehr spannend war der Aufbau einer Hängebrücke, mithilfe derer sich die Kinder über eine „tiefe Schlucht“ hangeln konnten. Die Kinder hatten viel Zeit am Bach zu Spielen, Staudämme zu bauen und nach Herzenslust zu matschen.

Rama dama im April

Im April 2015 machten die Kinder mit Unterstützung Ihrer Eltern fleißig „Rama dama“ in Geisenhausen. In Feldkirchen und vom Freibad ausgehend, wurden Straßengräben und Böschungen vom Müll befreit. Auch das Gebiet um die BayWa, der Skaterplatz und Teile des Bahnhofgeländes wurden gereinigt. Es wurde viel Schrott, ein Fahrrad, Plastik, Töpfe, Öldosen (mit Inhalt!), zahlreiche Flaschen und Dosen so wie große Mengen an Papiermüll gefunden. Zwei große übervolle Anhänger konnten zum Wertstoffhof gebracht werden.