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Netzwerk Natur und Umwelt

Eröffnung des Weltackers verschoben

Nun am 24. Juli

Die Eröffnung des ersten Weltackers in Bayern in der Unteren Auenstraße wird wegen der schlechten Wettervorhersage um eine Woche verschoben auf Samstag, 24. Juli, 15 Uhr. Allerdings bietet Klaus Karg vom Verein Weltacker Landshut bereits am Sonntag, 18. Juli, um 15 Uhr sowie künftig jeden Mittwoch um 18 Uhr Führungen auf dem Weltacker an.


2000m² – in Landshut entsteht ein Weltacker

Eröffnung am 17. Juli 2021

Seit ein paar Wochen kann man öfters ehrenamtliche Helfer*innen auf dem Acker im Bereich des Agrarbildungszentrums Landshut sehen. Sie haben den im vergangenen Herbst vorbereiteten Kompost ausgebracht, die gröbsten Steine aus dem Acker geklaubt, die Ackerflächen gefräst, mehrere Getreidesorten mit dem Handsägerat ausgebracht, Furchen in manche Ackerflächen gezogen, um von Hand die Saatkörner von Pastinaken, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Ackerbohnen, Erbsen, Mais (und einige mehr) im richtigen Abstand hinein zu legen. Sie haben Bifange erstellt und Kartoffeln gesteckt, sie befreiten die kleinen Zuckerrüben- und Pastinakenpflänzchen vom Beikraut, das sie zu verdränge drohte. Sie haben eine kleine Blumenwiese angelegt und hoffen, das in den kommenden Wochen der Himmel selbst dafür sorgt, dass die Blumensamen die nötige Feuchte bekommen, um keimen zu können.

Hier auf Flächen des Agrarbildungszentrums Landshut entsteht der erste Weltacker Bayerns, ein Bildungsprojekt. Hier werden auf 2000m² die wichtigsten Ackerkulturen der Welt maßstabsgetreu bezogen auf ihre jeweilige Anbaufläche angebaut. Klaus Karg, Vorstandsmitglied im Verein Weltacker Landshut, hat den Anbauplan angefertigt, die Saat, einige Pflanzlinge und die notwendigen Gerätschaften besorgt und wann immer das Wetter und die Bodenfeuchte es zuließ, viele Stunden auf dem Acker gearbeitet, unterstützt von freiwilligen Helfer*innen, die er nach seinem Plan angeleitet hat.

Das Bildungsprojekt Weltacker entstand nach einer Idee der Zukunftsstiftung Landwirtschaft erstmals im Jahr 2013 in Berlin. Teilt man die auf der Welt vorhandene Ackerfläche durch die Anzahl der gegenwärtigen Erdenbürger, so steht einem Menschen eine Ackerfläche von 2000m² zu. Hier sollte alles wachsen, was ein Mensch pro Jahr braucht. Das ist möglich, bedeutet aber, dass umsichtiger mit Lebensmitteln umgegangen werden muss (weniger Müll), dass weniger Fleisch gegessen, weniger Klamotten konsumiert und weniger Energie pro Person verbraucht werden darf.

Wie das alles miteinander zusammenhängt - Artenvielfalt, gesunde Lebensmittel, Konsum- und Essverhalten, Klimaerhitzung, Ernährungssicherheit, die Überwindung des Hungers auf der Welt - das soll bei Führungen auf dem Acker gezeigt und mit den Teilnehmer*innen Lösungen erarbeitet werden. Denn vor der Bereitschaft, das eigene Verhalten zu überdenken, kommt das Wissen um diese Zusammenhänge und die Erkenntnis, wie persönliche Entscheidungen zu einem Teil des Wandels führen, der notwendig ist, um die Lebensgrundlagen für die die nach uns kommen, zu erhalten.

Am 17. Juli 2021 wird der Verein Weltacker Landshut bei einem kleinen Festakt den Weltacker vorstellen und eröffnen. Mehr Informationen hierzu finden Sie zu gegebener Zeit unter www.weltacker-landshut.de

Die BUND-Naturschutz-Kreisgruppe ist aktiver Partner und Unterstützer des Vereins Weltacker Landshut.


Ein Weltacker für Landshut

In Landshut in Niederbayern entsteht ein neuer Weltacker. Die Idee dieses Bildungsprojekt der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zum Anfassen hier einzurichten, entstand in der Landshuter Agenda21- Projektgruppe „Energie und Umwelt“, an der auch Vorstandsmitglieder der BUND Naturschutz – Kreisgruppe Landshut aktiv teilnehmen. Zusammen wurden erste Vorbereitungen getroffen und ein Vortrag zum Thema Weltacker organisiert. Die Projektidee wurde weiterverfolgt und es entstanden schon einige Konzeptbausteine. Auch wurde den Initiatoren bereits eine Ackerfläche in Aussicht gestellt. Um in die konkrete Umsetzungsphase zu kommen, soll nun ein Trägerverein „Weltacker Landshut“ gegründet werden. Dann heißt es, Partner zu gewinnen und aktive Helfer für die verschiedenen Aufgaben zu finden.

Ein Weltacker zeigt einen Ausschnitt der Welt im Kleinen: Auf 2000 m² werden die zur Zeit wichtigsten Kulturpflanzen der Welt angebaut – maßstabsgetreu entsprechend der globalen Anbaufläche.

Ein Weltacker ist als Lernort konzipiert. Der Acker mit Schautafeln und Lerntischen regt die Besucher an, Antworten auf folgende Fragen zu finden: Was bauen wir an auf den Ackerböden der Welt? Ist dies geeignet, jetzt und in Zukunft eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren? Wie beeinflusst mein eigener Lebensmittelkonsum, was auf den Äckern der Welt wächst? Welche Zusammenhänge und Wechselwirkungen gibt es mit den Themen „Ernährungssicherheit“, Ernährungssouveränität“, „Generationengerechtigkeit“, „Klimaerwärmung“, „Arten- und Biotopschutz“, „Bewahrung der Schöpfung“? 

Wenn der Landshuter Weltacker eingerichtet ist, sollen Führungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche angeboten werden, die jeweils altersgerecht an diese Fragen heranführen und bei denen zusammen mit den Beteiligten auf eine spielerische und anschauliche Weise Lösungswege für erkannte Probleme entwickelt werden.

Lesen Sie mehr unter www.weltacker-landshut.de


Bürgerbegehren zum Klimaschutz im Landkreis Landshut durchgestartet

02. Juni 2021: Auch wenn wir in diesem Jahr die warmen Tage lange vermissten, so macht die Klimaerwärmung doch keine Pause. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil zum deutschen Klimagesetz deutlich gemacht, worum es geht: Wir müssen jetzt handeln (!), sonst steigen die Kosten für den Klimaschutz und die durch die Klimaerhitzung entstehenden Folgekosten für nachkommende Generationen ins Unermessliche und schränkt deren Handlungsfreiheit massiv ein.

Wenn wir alle, sowohl als Einzelne als auch auf allen politischen Ebenen handeln, können wir es noch schaffen, das in Paris erklärte, völkerrechtlich verbindliche Ziel, die Klimaerwärmung nicht über 1,5°C steigen zu lassen, noch erreichen. Da die Kommunen den Bürgern am nächsten sind, ist es gerade hier besonders wichtig, dass jede politische Entscheidung in der Folge zu geringeren CO2-Emissionen führt.

Die BUND-Naturschutz-Kreisgruppe ist darum mit dabei bei „Landshut muss handeln“ (Lmh). Dieser Zusammenschluss von Bürger*innen, Verbänden, Organisationen und Initiativen schließt sich den Forderungen von Fridays for Future an und hat nun auch im Landkreis ein Bürgerbegehren zum Klimaschutz auf den Weg gebracht.

Die Unterschriftenliste kann hier heruntergeladen werden. Dabei ist zu beachten, die Liste zu wählen, die zu Ihrer Gemeinde "passt", denn jede Gemeinde hat aus rechtlichen Gründen einen eigenen Unterschriftenbogen. Sie wählen Ihren Ort in der Tabelle aus und finden dort "Ihre" Unterschriftenliste.

Zusätzlich gibt es für die Bürger*innen der Landkreisgemeinden die Möglichkeit, über ein eigenes kommunales Bürgerbegehren einen Klimaentscheid herbeizuführen. In Altdorf und Buch am Erlbach haben sich die hierfür notwendigen sechs Vertreter*innen zusammengefunden und sammeln bereits Unterschriften. In Ergolding hat der Marktrat bereits die Forderung aus Bürgerbegehren übernommen. In anderen Gemeinden werden noch Mitbürger*innen gesucht, die bereit sind, sich als Vertreter*innen aktiv für dieses Bürgerbegehren einzusetzen. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über den Stand des Bürgerbegehrens in Ihrer Gemeinde.

Vielleicht sind Sie neugierig geworden, möchten sich aber noch besser darüber informieren, wie das geht mit dem Bürgerbegehren für einen Klimaentscheid. Lmh informiert über eine digitale Präsentation an folgenden Terminen zu allem Wissenswerten rund um Klimaentscheid und Klimabegehren mit anschließender Fragezeit.

08. Juni 18:00 Uhr

17. Juni 19:00

22. Juni 19:00 Uhr

28. Juni 18:00 Uhr

Anmeldung unter info@klimaplan-landshut.de


Bürgerbegehren zum Klimaentscheid für Landshut wurde vom Stadtrat angenommen

23.04.2021: Unser aller Anstrengungen für einen Klimaentscheid in Landshut haben sich gelohnt! Während knapp vier Monaten haben aktive Mitbürger*innen - organisiert von Landshut muss handeln (Lmh) - mit einem beachtlichen Erfolg trotz der Coronabeschränkungen Unterschriften für ein Bürgerbegehren zur Klimaneutralität in Landshut gesammelt .
Vor wenigen Wochen hat der Umweltsenat der Stadt Landshut die Forderungen aus dem Bürgerbegehren in einem fraktionsübergreifenden Antrag übernommen und ohne Gegenstimme beschlossen. Schließlich hat heute am 23. April auch der Stadtrat sein Okay gegeben und die Gelder für den Experten-Plan freigegeben. Damit ist es nun beschlossene Sache: Ein Expertenteam erhält den Auftrag, einen Maßnahmenplan zu erarbeiten, der aufzeigt, wie Landshut in zehn Jahren klimaneutral werden kann.

Damit wurde ein großes Etappenziel in kurzer Zeit erreicht! Leider können wir, wegen den noch immer hohen Ansteckungszahlen durch Corona und den damit einhergehenden Beschränkungen, diesen Erfolg nicht gemeinsam feiern. Aber wir freuen uns und danken allen, die sich für diese wichtige Sache eingesetzt haben.

Landshut muss handeln - mit dabei die BN-Kreisgruppe Landshut – wird unter dem Oberbegriff „Klimaplan“ weiter daran arbeiten, dem Klimaschutz vor Ort den Stellenwert zu verleihen, der notwendig ist, um das Pariser Klimaziel noch einhalten zu können: Wir müssen unsere Mitbürger*innen informieren, mitnehmen und überzeugen, dass bei jedem einzelnen eine Verhaltensänderung nötig ist. Alle unserer Aktionen im BUND Naturschutz dienen letztlich dem Klimaschutz, das sollte immer mit dazu gesagt werden, sei es bei Aktionen/Exkursionen zur ökologischen Landwirtschaft, zur Mobilität oder zur Energiewende.


    Klimaentscheid Landshut

    Die weltweite Klimaerhitzung schreitet voran. Wir müssen handeln! Und zwar gemeinsam, alle Länder und alle Menschen dieser Welt. Mit der Verpflichtung Deutschlands zur Begrenzung der Klimaerwärmung auf maximal 1,5 °C (Pariser Klimaziel) sind auch die Städte und Gemeinden gefordert, entsprechende Anstrengungen einzuleiten. Daher muss auch Landshut in den Sektoren Private Haushalte, Gewerbe – Handel - Dienstleistungen, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und CO2-Entzug seinen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.

    Die Versorgung mit erneuerbaren Energien, die entsprechend einem Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2007 bis zum Jahr 2037 vorgesehen ist, reicht hierfür allein nicht aus.

    Deshalb hat Landshut muss handeln, ein Zusammenschluss von Bürger*innen, Verbänden und verschiedenen Organisationen, das Bürgerbegehren „Landshut – klimaneutral in 10 Jahren“ gestartet. Auch wir von der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe sind mit dabei. Um einen Klimaentscheid in Landshut herbeizuführen, müssen 3500 wahlberechtigte Bürger*innen ihre Unterschrift leisten.

    (Bitte unterstützen auch Sie das Bürgerbegehren, damit Landshut so schnell wie möglich klimaneutral wird. Die Zeit drängt!) (Erledigt. Siehe Nachfolgeartikel)

    Weitere Informationen finden Sie hier:

    Klimaplan Landshut – Machen wir Landshut klimaneutral! (klimaplan-landshut.de) und 

    https://klimaplan-landshut.de/buergerbegehren/
     


    Kreisgruppenvorstand des BUND Naturschutz besucht „Stadtgarten“ in Auloh

    Mitglieder des Vereins Stadtgarten e. V. bauen auf einem gepachteten Grundstück neben dem Biomasseheizkraftwerk in Auloh in verschieden großen Parzellen Gemüse, Beeren und Kräuter nach ökologischen Gesichtspunkten an. Diese Form des Stadt-gärtnerns wollte sich der BN – Kreisgruppenvorstand zeigen lassen und setzte vor die letzte Sitzung vor der Sommerpause einen Besuch im Stadtgarten an. So konnte die Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Frau Christine Koenzen-Birnkammer und einige weiteren Stadtgärtner an diesem schönen Sommerabend acht Mitglieder des Kreisvorstandes direkt auf dem Gartengelände begrüßen.

    „Die 30 Mitglieder des erst im Frühjahr 2017 gegründeten Vereins bebauen gärtnerisch eine - in Flächen von 25 - 200 m² aufgeteilte – gepachtete Gesamtfläche von 5.000 m² an. Auch Gemeinschaftsflächen mit Blumenwiesen, Kartoffeln, Bienenstöcken und Sonderanbaue wie Heilpflanzen gibt es hier. Die Mitglieder kommen aus Landshut und Umgebung und erzeugen eigenverantwortlich einen Teil ihrer Lebensmittel“, erläuterte Frau Koenzen-Birnkammer das Konzept des Vereins. Wichtig sei der mündliche Erfahrungsaustausch, direkt im Garten selbst oder beim regelmäßig stattfindenden Stammtisch, da gärtnerisches Erfahrungswissen oft nicht mehr vorhanden sei. Die Mitglieder wählen selbst, was sie anbauen wollen, finden aber auch Anregungen über eine Samenbörse, so dass sie Neues ausprobieren können, so die Vorsitzende weiter. Die Besucher waren erstaunt über die große Gemüsevielfalt, die die Experimentierfreude und das Engagement der Gartler hervorgebracht hatte: Verschiedenste Sorten von Möhren, Tomaten, Zucchini, Bohnen, Kürbisse, Rettiche, Auberginen, Mangold und unbekannteres Gemüse wie Zitronengurke, Gurkenmelone, Süßkartoffel oder Salatzugaben wie der Rattenschwanzrettich, dessen leicht scharfe Note dem einen oder anderen Besucher die Miene verzog. Im für alle nutzbaren, ehrenamtlich angelegten Kräutergarten waren mindestens 10 Teesorten und ebenso viele Kräuter zu finden, deren Anwendung und Heilwirkung beschrieben werden. „Auf Grund der etwas verborgenen Lage des Stadtgartens und einem dreiseitigen Schutz durch eine Kurzumtriebsplantage gibt es zum Glück bisher kaum Schäden durch Vandalismus, Diebstahl oder Wildtiere“, meinte ein weiterer Gartler, „aber leider muss das bisher mit viel Engagement angelegte Areal geräumt und das Ganze an anderer Stelle neu angelegt werden. Ob auch dort die Bodenverhältnisse wieder so geeignet sind, muss sich erst herausstellen.“ Der Verein möchte dann neben den Gärten auch eine Streuobstwiese anlegen. - Die Vorstandsmitglieder des BN waren sehr beeindruckt von diesem reichhaltigen Garten und dem Engagement der Gärtnerinnen und Gärtner. BN - Vorstandsvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm bedankte sich im Namen des Vorstandes für die Vorstellung dieses sozialen Gartenkonzeptes, für die Führung und die Verköstigung und wünschte dem Verein, der mit viel Idealismus und Einsatz das Ganze auf die Beine gestellt hatte, dass er sich trotz des Umzugs und dem damit verbundenen Neuanfang gut weiterentwickelt, so dass viele interessierte Städter für eine geringe Pacht ihr eigenes Bio-Gemüse anbauen können.

    Landshut, 10.08.2018
    Kathy Mühlebach-Sturm