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"Dreckspatzen"

Die Geisenhausener Kindergruppe „Dreckspatzen“ trifft sich einmal im Monat in einem Waldstück in der Nähe von Geisenhausen.  

Kaum ein anderer Ort lädt mehr zum Beobachten, Spielen und Erforschen ein wie der Wald. Unter dem Motto „Dreckig, aber glücklich“ können Kinder im  Alter von 6 – 12 Jahren im Wald spielen, klettern, Lager oder Staudämme bauen, im Dreck matschen oder einfach die Stille genießen. Sie können die Natur und die Tiere im Jahreslauf entdecken und mit allen Sinnen erleben. Die Kinder können draußen in der Natur den Wert einer intakten Umwelt unmittelbar erleben.  

Die neuen Termine für 2017 können direkt bei der Kindergruppenleiterin Birgit Sammet erfragt werden.

Die einzige Welt, in der einer ganz er selbst sein kann, ist die Natur“.(Boris Pasternak)

Frühling
Sommer
Herbst
Winter

Heckenpflanzung November 2017

Die Ortsgruppe Vilsbiburg pflanzte mit Unterstützung der Ortsgruppe Geisenhausen und ein paar Helfern der Kindergruppe Geisenhausen bei Unterheldenberg eine Hecke. Diese  ist ca. 100 Meter lang und es wurden 80 Sträucher wie z.B. Schlehe, Gemeiner Schneeball, Pfaffenhütchen, Schwarzer Holunder, Weißdorn, Liguster und Traubenholunder gesetzt. Eine Grundstückseigentümerin hat dazu eine Wiesenfläche zur Verfügung gestellt. Die Kosten für den Zaun und die Sträucher hat das Landratsamt übernommen. Dieses Förderprogramm soll die Biodiversität unserer Landschaft steigern. Wenn die Hecke grünt und blüht werden dort vom Besitzer Bienenstöcke aufgestellt. Auch andere Insekten und Vögel werden sich an diesem Kleinod erfreuen. Hoffentlich finden sich noch viele Nachahmer.

Mithilfe bei der Kartoffelernte und Kartoffelfeuer

Bei schönem Herbstwetter besuchte die Kindergruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen Anne  und Martin Huber aus Vilsbiburg auf ihrem Kartoffelacker, um bei der Ernte zu helfen. Herr Huber erzählte, daß im 16. Jahrhundert spanische Seefahrer die Frucht aus den Anden nach Europa gebracht hatten. Mitte des 18. Jahrhunderts herrschte in Preußen eine große Hungersnot. Das Volk lehnte die Knolle jedoch ab. Der „alte Fritz“ ließ die Felder trickreich durch Soldaten bewachen und so wurde die Neugier geweckt und die Bauern stahlen die königliche Knolle. Die Kartoffel feierte ihren Siegeszug. Frau Huber zeigte den Kindern einen Kartoffelkäfer und eine seiner Larven.

Familie Huber baut verschiedene Sorten Erdäpfel an. Diese werden im Frühjahr in die Erde gelegt. Aus der Knolle wächst das Kartoffelkraut nach oben, nach unten wachsen die Wurzeln mit Verdickungen, aus denen die neuen Kartoffeln entstehen. Nach den spannenden Erzählungen fuhr der Bauer mit dem Roder durch das Feld und die Kinder sausten los, um die Erdäpfel aufzusammeln. Aus dem vertrockneten Kartoffelkraut wurde ein Feuer entzündet und einige Kartoffeln wurden hineingeworfen. Nach getaner Arbeit konnten sich die Erntehelfer mit Kartoffelsuppe und den gegarten Kartoffeln aus dem Feuer stärken. Zum Abschluß durften die Kinder noch eine Runde auf dem Traktor mitfahren.

Abenteuertag 2017

Gruppenfoto Abenteuertag
gemeinsames Grillen
Matsch macht Spaß
Seil über dem Fluß
Hauruck fürs straffe Seil
Kletterin mit Seilsicherung

Die „Dreckspatzen“

verbrachten im Mai ein ganzen Tag mit Armin Hock, einem professionellem Trainer und Experten für Survival (any-way-out, Riedling) im Wald. Armin Hock kam das dritte Jahr in Folge nach Geisenhausen. Wie kann ich im Wald überleben? Er konnte bisher schon unzählige Tipps und Training vermitteln. Dieses Mal lernten die Kinder einige, wichtige Knoten kennen. Nur ein Knoten der hält, ist sicher. Viele Male wurden sie von den Kindern geübt. Anschließend wurde eine Seilbrücke über den Fluß gebaut. Mit einem Seil gesichert konnten sich die Kinder über den Fluß hangeln. Danach waren sie sehr hungrig. Sie schnitzten aus Holzstecken Grillspieße um danach Würstel zu grillen. Dazu gab es selbstgemachtes Wildkräuterpesto. Anschließend erklärte der Survival-Experte wie man auf verschiedene Weise Feuer ohne Streichholz machen kann. Am einfachsten ist dies mit einem Feuerstein machbar. Da in der Wildnis nicht immer sauberes Wasser zur Verfügung steht, zeigte Armin wie man mit einer Flasche Wasser sauber filtern kann. Darin schichtet man kleine Kieselsteine, Holzkohle, Sand und Gras entsprechend auf. Das Wasser muß mehrfach über viele Stunden gefiltert werden bis es klarer wird. Anschließend wird es abgekocht um trinkbar zu werden. Ideal ist es in der Wildnis, wenn man fließend sauberes Wasser aus einem Gebirgsbach genießen kann. Sauberes Wasser ist unser höchstes Gut, dass es zu schützen gilt. Dies wurde den Kinder eindrucksvoll vermittelt. Nach vielen Informationen hatten die Kinder Zeit ausgiebig im Bach und im Matsch zu spielen. Mit Eifer bauten nicht nur die Jüngsten sondern auch die älteren Kinder Staudämme. Ein hüpfender Frosch im Bach begeisterte die Kinder zusätzlich. Am Ende des ereignisreichen Tages wurde der Überlebensexperte verabschiedet mit der Bitte nächstes Jahr wieder zu kommen.

Frühlingsmarkt Geisenhausen - 9. April 2017

Frühjahrsmarkt: Im April beteiligte sich die Kindergruppe mit Unterstützung der Ortsgruppe am Frühlingsmarkt in Geisenhausen. Die Kinder und Eltern haben fleißig auf Steinen gemalt und mit Holz und Moos gebastelt. Die Schätze wurden am Markt von den Kindern verkauft. Beim Quizrad des BN konnten Erwachsene und Kinder ihr Naturwissen testen. Die Kinder verkauften Lose. Außerdem gab es
Infomaterial am Stand. Den Erlös verwenden die "Dreckspatzen" für ihre Unternehmungen.

Rama dama im April

Im April 2017 machten die Kinder mit Unterstützung Ihrer Eltern fleißig „Rama dama“ in Geisenhausen. In Feldkirchen und vom Freibad ausgehend, wurden Straßengräben und Böschungen vom Müll befreit. Es wurden Unmengen an Flaschen, Dosen, Plastik- und Papiermüll gefunden. Zahlreiche Säcke konnten zum Wertstoffhof gebracht werden.

Wasserwelten

Die Kindergruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen  war kürzlich bei der Umweltsttation Landshut zu Besuch.

Mit Lisa Fleischmann entdeckten die Kinder bei einer Auwaldwanderung die "Wasserwelt Isaraue". Sie lernten die Bedeutung der Auwälder für den Hochwasserschutz und die verschiedenartige Tier- und Pflanzenwelt der Aue kennen.

Viele Auwälder sind bereits durch Verbauung oder Entwässerung verloren gegangen. Mit ihnen sind wertvolle Lebensräume und der Artenreichtum verschwunden. Die Kinder lernten verschiedene, essbare Wildkräuter kennen. Sie konnten viel Wissenswertes über den Biber erfahren, eine Biberburg bestaunen und ein präpariertes Tier streicheln. Der Biber hat keine natürlichen Feinde, seine Feinde sind das Auto oder auch der Mensch, der mit ihm um Lebensräume kämpft. Nach einer Brotzeit konnten die Naturforscher in einem Altwasser-Tümpel keschern. Sie erforschten Schnecken, Würmer, Libellen- und Fliegenlarven, einen kleinen Fisch und vieles mehr. Alle Tiere wurden wieder in den Tümpel zurückgebracht. Nach drei Stunden Entdeckungsreise traten die Kinder den Heimweg an.

Frösche, Molche und Kröten

Kinder mit Eltern gingen auf Entdeckungstour

Im März waren die Kindergruppe wieder zu Besuch beim  Amphibienschutzzaun in Dornau.
Nach einer regenreichen Nacht konnten die Kinder fast 600 Tiere über die Straße tragen.
Darunter waren viele Kröten, sowie Berg- und Teichmolche, einige Grasfrösche und zwei seltene Laubfrösche.

Kröten sammeln
Kröte und Teichmolch
Laubfrosch
Krötenmännchen

Kinder basteln Nistkästen für Vögel

Geisenhausen. Ein Großteil unserer heimischen Vögel sind Höhlenbrüter, dazu gehören Stare, Kohl- und Blaumeisen, Spechte und Kleiber. Weil in der freien Natur nicht genügend solcher Höhlen zu finden sind, hat die Kindergruppe eine tolle Hilfsaktion gestartet. Anhand eines vorgefertigten Bausatzes aus dem BN- Naturshop wurden, mit Hilfe zweier Väter, fertige Nistkästen gebastelt. Beim Anbringen der Kästen muss man allerdings einiges beachten:  Das Einflugloch soll auf der Wind- und Wetter abgewandten Seite, also nach Süden oder Osten zeigen. Stare räumen ihre Wohnungen selbst auf, Meisenkästen müssen immer mal wieder ausgerâumt werden.  Vögel nutzen im Winter die Kästen als Übernachtungsmöglichkeit.  Auch ein Termin zum Aufhängung wurde beraten, denn der Frühling naht und dann sollten die komfortablen Wohnungen bereitstehen. Im Februar werden die Nistkästen mit Freiwilligen und Kindern im Theobaldpark und auf der Streuobstwiese in Geisenhausen aufgehängt. Zum Abschluss der Aktion wurden die fleißigen Helfer mit einer Brotzeit belohnt und so bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Jungvögel in den liebevoll gebauten Nistkästen zur Welt kommen.

Nachdem die Kinder im Januar fleißig Nistkästen aus Baussätzen gebaut hatten, wurden diese mit den Kindern in Geisenhausen aufgehängt. Bereits hängende Kästen wurden ausgeleert und saubergemacht. Alte, kaputte Nistkästen wurden ausgetauscht und so konnten die Kinder über
die Baukunst der Stare und Meisen staunen.

Vogelnester
Nistkästentruppe

Fackelwanderung

Zum Jahresabschluß fand die alljährliche Fackelwanderung im Wald statt. Die Kinder wanderten mit ihren Eltern durch den dunklen Wald. Mit Fackeln und Laternen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre für alle zum Jahresende. Zum Abschluß gab es noch mitgebrachten Punsch und Plätzchen.

Brotbacken im Trachtenkulturzentrum Holzhausen

Backhaus
Brotbackstube
Brot ist fertig

Die Kinderguppe "Dreckspatzen" war zum Brotbacken im  Trachtenkulturzentrum Holzhausen.
Die Kinder konnten den Teig formen, ins Backhaus bringen, einschneiden bevor es in den Backofen eingeschossen wurde.

Anschließend bereiteten die Kinder ein Büffet mit Wildkräuteraufstrichen
und Gemüsessticks vor. Als das Brot fertig war, konnte die Brotzeit losgehen. Ob mit Butter oder Honig - alle waren sich einig, es war lecker.

Juni 2016 - Bootsbau ohne Werkzeug

Geisenhausen. Fast zwanzig Kinder der Kindergruppe des Bund Naturschutz Geisenhausen erlebten bei strahlenden Sonnenschein einen spannenden Tag im Wald. Dazu kam Armin Hock von any-way-out aus Rieding zu den Kindern in den Wald.  Als erfahrener, langjähriger Trainer und Survivalexperte baute er mit den Kindern ein Boot ohne Werkzeug. Unter seiner Anleitung wurden aus herumliegenden Ästen, langen Gräsern und Springkraut ein Bootskörper gebaut. Das Material  wurde nur fest mit Paketschnur verbunden. Darunter  wurden zwei Planen verspannt und fest vertäut. Ob so ein Boot schwimmen kann? Das Boot wurde zu Wasser gelassen und die Mutigsten stiegen zuerst ein. Die erste Bootsfahrt startete erfolgreich mit 4 Kindern. Die Kinder wechselten sich mit dem Fahren ab. Im Wasser war es so schön, daß schließlich alle ins Wasser sprangen um ein Bad zu machen und fröhlich zu plantschen.

Zur Stärkung kochten die Kinder einen leckeren Eintopf über dem Feuer. Dazu schnitten die  Kinder eifrig Gemüse.  Mit gesammelten Wildkräutern und Quark entstand ein leckerer Aufstrich. Es war danach noch Zeit zum Staudämme bauen, matschen und Spielen am Bach.

Ferienausflug ins Jura-Museum und Fossilien-Steinbruch Eichstätt

Die Kindergruppe fuhr mit dem Bus ins Jura-Museum Eichstätt. Es befindet sich auf der Willibaldsburg über dem Altmühltal und  ist eines der schönst gelegenen Naturkundemuseen in Deutschland. Der Schwerpunkt der Ausstellung lag auf den Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, die durch Steinbruchtätigkeiten zutage gefördert wurden.  Bei einer Führung entdeckten die Kinder Versteinerungen aus einer rund 150 Mill. Jahre alten Landschaft. Zu den eindrucksvollsten Fossilien gehörte der Raubdinosaurier Juravenator und der Urvogel Archaeopteryx. Prächtige Schauaquarien mit Riffkorallen und farbenfrohen Korallenfischen ergänzten die Ausstellung.  Im Museum für Frühgeschichte konnten die Kinder ein Mammutskelett  bestaunen.  Weiter ging es nach einer Pause zum Fossilien-Steinbruch auf dem Blumenberg bei Eichstätt. Nach fachkundiger Anleitung konnten die Kinder mit Hammer und Meißel erfolgreich auf Fossilien-Suche gehen. Die Fundstücke durften sie mit nach Hause nehmen. Es machte allen einen Riesenspaß und nach einem spannenden Tag fuhren die Kinder mit ihren Betreuerinnen nach Hause zurück.

Lehm ist ein herrliches Material für Kinder, damit können sie wunderbar nach Herzenslust matschen, Zwerge oder Monster formen und Bauwerke entstehen lassen. 2015  entstanden diese Lehmkunstwerke am Baum.