MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Moore und Klima schützen

Gärtnern ohne Torf – BN-Liste mit Herstellern torffreier Gartenerde

Grosser Moorblaeuling

16.03.2017

Wer denkt schon beim Einkauf von Blumenerde an die Folgen für die Natur? Die wenigsten wissen, was sich hinter der harmlosen Bezeichnung "Erde" verbirgt: Die meisten Produkte bestehen überwiegend aus Torf – der Stoff, aus dem die Moore sind, stellt der Bund Naturschutz (BN) fest. In den vergangenen Jahrtausenden habe sich in den Mooren eine einzigartige Lebensgemeinschaft entwickelt. Eine Vielzahl von Tierarten ist in diesem extremen Lebensraum zu Hause. Einige von ihnen kommen nur in Mooren vor, wie beispielsweise der Große Moorbläuling, und sind entsprechend selten oder sogar vom Aussterben bedroht. Außerdem, so der Bund Naturschutz, sind Moore wichtig für den Klimaschutz, denn Moore speichern jede Menge CO2.

Rund zehn Millionen Kubikmeter Torf werden laut Bund Naturschutz in Deutschland jährlich verbraucht, etwa zwei Millionen davon finden im Hobbybereich Verwendung. Heute wird in Deutschland vorwiegend in norddeutschen Mooren auf einer Fläche von 4000 Quadratkilometern Torf abgebaut. Werden die Moore im derzeitigen Tempo weiter zerstört, sind die in Deutschland zum Abbau genehmigten Torfvorräte in spätestens zehn Jahren erschöpft, gibt der BN zu bedenken und regt daher an beim Garteln auf den Kauf torfhaltiger Erde zu verzichten. Mit der Entscheidung torffreie Erde zu kaufen, Trägt der Einzelne dazu bei, Moore vor der Zerstörung zu bewahren, viele seltene Pflanzen und Tiere des Lebensraumes Moor zu erhalten und das Klima zu schütze

Fast alle Baumärkte, Gartencenter und sogar Discounter bieten unterdessen torffreie Garten- und Blumenerde an. Achten Sie daher beim Kauf von Garten- oder Blumenerde darauf, dass auf der Packung das Wörtchen "torffrei" steht.