MenuKreisgruppe LandshutBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Der neue BUND-Reisekatalog 2018 ist da!

Auch in diesem Jahr bietet der BUND Naturschutz (BN) vielseitige Natur- und Kultur-Erlebnisreisen an. Im BN-Reisekatalog 2018 werden Nationalparke in Italien, Spanien, Polen, Slowakei, Kroatien, Rumänien, Albanien, Mazedonien, Estland, Lettland, Litauen und Norwegen als Reiseziele angeboten.

Pelikane im Donaudelta

Auch ins Donaudelta mit seiner reichen und seltenen Vogelwelt – so auch Pelikane – führt eine BUND-Reise Foto: Johannes Selmansberger

15.01.2018

Landshut. Ob in die Ferne schweifen oder nahe Ziele erkunden, auch in diesem Jahr bietet der BUND Naturschutz (BN) vielseitige Natur- und Kultur-Erlebnisreisen an. Die Reisen mit fachkundiger Reisebegleitung werden mit Bahn, Bus oder Schiff durchgeführt. Im BN-Reisekatalog 2018 werden neben Nationalparken in Italien, Spanien, Polen, Slowakei, Kroatien und Rumänien auch Nationalparke in Albanien, Mazedonien, Estland, Lettland, Litauen und Norwegen als Reiseziele angeboten. Wen es nicht so weit in die Ferne zieht, für den gibt es zahlreiche Angebote von Reisezielen in Deutschland, unter anderem die Nationalparke Eifel, Hainich, Wattenmeer, Vorpommersche Boddenlandschaft oder Unteres Odertal. Im BN-Angebot befinden sich auch Familienreisen und Reisen, die mit einem Umweltprojekt verbunden sind. Den Katalog mit 46 Reise­zielen gibt es in der Geschäftsstelle der BUND-Natur­schutz-Kreisgruppe Landshut, Altstadt 105 (Nähe Narren­brunnen), geöff­net Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 14.30 bis 17 Uhr. Weitere Infos zu den BN-Reisen sind zu finden unter www.bund-reisen.de.

Naturlandschaft erhalten und pflegen

Bund-Naturschutz-Mitglieder pflanzten bei Bodenkirchen eine Feldhecke
Foto: Brigitte Englbrecht

BUND Naturschutz-Kreisgruppe zog Bilanz aus ihren Landschaftspflegemaßnahmen im Jahr 2017

Auch heuer kann der BUND Naturschutz (BN) im Landkreis Landshut auf ein erfolgreiches Landschaftspflegejahr zurückblicken, stellt BN-Geschäftsstellenleiterin Brigitte Englbrecht fest. Mitglieder von BN-Ortsgruppen pflegten ehrenamtlich naturschutzfachlich wertvolle Grundstücke oder pflanzten Hecken. Somit seien Lebensräume für die in heutiger Zeit schon stark dezimierten Wildblumen, Insekten, Vögel und Kleintiere erhalten und geschaffen worden. Insgesamt pflegten BN-Mitglieder im Jahr 2017 eine Biotopfläche von rund 8,5 Hektar in 21 Maßnahmen, für die rund 370 Arbeitsstunden aufgewendet wurden. Fast alle Maßnahmen wurden von der Regierung von Niederbayern finanziell gefördert.

Während es sich bei den meisten Grundstücken um Magerwiesen, Feuchtbiotopen und Streuobstwiesen handelt, mähten BN-Ortsgruppenmitglieder auch drei Bahndammflächen in Hilling auf schotterigem, wasserdurchlässigen Untergrund mit artenreichem Blumenbestand, wie zum Beispiel Königskerzen, Flockenblumen und Glockenblumen, informiert Brigitte Englbrecht, die alle durchgeführten Pflegemaßnahmen verwaltungsmäßig begleitete. Zwei Feuchtflächen bei Bruckberg und Bodenkirchen weisen Tümpel beziehungsweise einen Weiher auf, die zum Teil als Amphibienlaichgewässer dienen und deren Pflege sehr arbeitsintensiv ist. Sie müssen von Bewuchs befreit und die Beschattung muss zurückgeschnitten werden. Eine als Biotop kartierte Feuchtwiese bei Weihmichl befindet sich in Hanglage mit Quellaustritten. In einem weiteren Feuchtwiesengrundstück im Kleinen Vilstal mit Schilfbewuchs am Rand brütet der Sumpfrohrsänger. Hier dürfe nur im Kernbereich gemäht werden. Ein Feuchtgrundstück bei Vilsbiburg wird für die Wiesenbrüter offen gehalten, so Englbrecht.

Zahlreiche Vögel, wie der Neuntöter oder die Goldammer, fänden sich in Streuobstwiesen bei Tiefenbach und Vilsheim ein, berichtet Brigitte Englbrecht. An sonnigen Plätzen seien die Zauneidechse und die Ringelnatter zu sehen. Einige Streuobstwiesen, wie in Weihmichl, befinden sich in landwirtschaftlich intensiv genutztem Gebiet, sie dienen als Biotoptrittsteine zu Hecken oder weiteren Blumenwiesen. In ihnen leben Wärme liebende Blütenpflanzen. Durch regelmäßige Pflegemahd, teils mit Balkenmäher, werden die Blumenbestände erhalten, die wiederum Nahrung für die dort lebenden Insekten bieten. Streuobstwiesen gehören heute zu den gefährdeten Biotopen, im Gegensatz zu früher sind sie nur noch selten anzutreffen. Besonders wertvoll seien sie, wenn Heckensträucher sie säumen, betont Englbrecht.

Ein seit vielen Jahren im Herbst gemähter Trockensüdhang nahe Vilsbiburg weise schon zahlreiche Blumen auf, wie die Büschelglockenblume, das Frühlingsfingerkraut und das Nickende Leinkraut. Sie können sich durch die Pflegemahd gut halten und vermehren, informierte die aktive Naturschützerin. Und auch auf einer 2013 angelegten Blumenwiese bei Vilsheim beginnen sich die Pflanzen zu vermehren. BN-Mitglieder beteiligten sich an der erfolgreichen Renaturierung eines Halbmagerrasens mit 122 kartierten Pflanzenarten in Altdorf, sowie an der Renaturierung einer Streuobstwiese bei Ergolding. Durch jeweils zweimalige Mahd mit Balkenmäher und Sense sollen die Nährstoffe immer mehr aus der Wiese herausgebracht werden, und sie soll so Lebensraum bieten für die seltenen, mageren Boden liebenden Wildblumen. Auch ein wertvolles Trockenbiotop bei Rottenburg mit artenreichem Rankenbewuchs wird fachmännisch gepflegt. Damit sich Blumen erhalten, sei es wichtig, so Englbrecht, dass die erste Mahd frühestens im Juni nach dem Aussamen stattfinde und das Mähgut stets entfernt werde.

Viele ehrenamtliche Helfer waren auch beim Pflanzen von drei Feldhecken bei Altfraunhofen, in Bodenkirchen und bei Kröning im Einsatz. Bei Geisenhausen fand der Rückschnitt einer schon älteren Hecke statt. Hecken bilden Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere in landwirtschaftlich genutzter Umgebung. Sie erhöhen die Artenvielfalt, verbessern das Kleinklima und werten das Landschaftsbild auf. Der Bund Naturschutz steht hinter all den Landschaftspflegemaßnahmen, denn er möchte Natur erhalten und schaffen. Und der Mensch sei ein Teil der Natur und könne ohne sie nicht leben, erinnert Brigitte Englbrecht.