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Foto- Zeichen- und Malwettbewerb beim „Tag der Regionen“

Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Rottenburg gestaltet - beim „Tag der Regionen“ am 26. September - in Zusammenarbeit mit dem „Zweckverband zur Wasserversorgung Rottenburger Gruppe“ den Aktionstag „Wasser ist Leben“ im Bürgersaal und am Kapellenplatz.

Als „Lebensmittel Nummer Eins“ steht das Wasser im Fokus einer Ausstellung, mit Informationstafeln, Themenbezogenen Exponaten, Powerpoint-Präsentationen und Filmvorführungen.

Geplant ist auch ein Foto-, Zeichen- und Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche, bei dem das Wasser in vielfältigen Erscheinungsformen der Natur sowie in der Nutzung des Menschen anschaulicht dargestellt ist.

Am Michaelimarkt-Sonntag 26. September ab 11 Uhr können Bilder, welche für den Betrachter eine besondere Grundidee, Aussagekraft oder Kreativität erkennen lassen - mindestens in DIN-A4 Größe - im Bürgersaal für die Ausstellung und eine spätere Prämierung abgegeben werden.

Genauere Informationen dazu sind beim Wasserzweckverband in Pattendorf unter der Telefonnummer 08781 94130 (oder auch beim Bund Naturschutz unter Telefon 08781 3935) zu erhalten.

„Tag der Regionen 2010“

Der einfachste Weg zur Blumenwiese

Viele Blumenfreunde haben die Besichtigung der Gewächshäuser der Landshuter Werkstätten genutzt
Franz Gumplinger zeigte, wie eine Wildblumenmatte entsteht

Wildblumenmatten der Landshuter Werkstätten leisten einen Beitrag zum Artenschutz

Rottenburg. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2010 zum „Internationalen Jahr der Biodiversität“ erklärt. Dadurch soll die Menschheit die Vielfalt des Lebens auf der Erde besser kennen lernen und aufgerufen werden sie zu schützen. Im Mittelpunkt steht nichts Geringeres als der Wert und die Bedeutung der Vielfalt des Lebens auf der Erde für das Überleben der Menschheit. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur Förderung der heimischen Artenvielfalt organisierten die Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut und die BN-Ortsgruppe Rottenburg die Besichtigung des Gewächshauses der Landshuter Werkstätten in Rottenburg. Blumenwiesen brauchen keine besondere Pflege, sie bieten bunte Blühaspekte und sind wertvolle Lebens- und Nahrungsräume für Insekten.                                                     

Als „einfachsten Weg zu Blumenwiese und Artenschutz im Wohnumfeld“ bezeichnete BN-Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach Sturm die Wildblumenmatte „flörflor“ und begrüßte unter den über 70 erschienenen Besuchern namentlich stellvertretenden Bürgermeister Gottfried Wiesmüller, stellvertretenden BN-Kreisgruppenvorsitzenden Paul Riederer sowie die beiden Referenten und Mitarbeiter der Landshuter Werkstätten, Franz Gumplinger und Bernd Haubner.                 

Einblicke in die Entwicklung der Landshuter Werkstätten, von ersten Anfängen in den siebziger Jahren bis zum jüngsten Betrieb in Rottenburg, mit künftigen Arbeitsmöglichkeiten für 60 Menschen mit Behinderungen in zwei Montage-, einer Küchen- sowie einer Gartengruppe, gab Gerhard Friedrich von der Abteilung Qualitätssicherung der Landshuter Werkstätten.
 
„Dem Garten Schmetterlinge gönnen“, statt des üblichen Raseneinerleis eine farbenfrohe Blumenwiese mit Wildblumenmatten aus den Landshuter Werkstätten anzulegen, dafür warb der Rottenburger BN-Ortsvorsitzende Franz Gumplinger. Wildblumenmatten aus den Landshuter Werkstätten seien ohne vorheriges Umgraben leicht zu verlegen. Dafür würde, den individuellen Ansprüchen des Gartenbesitzers entsprechend, Blumenmatten für sonnige, eher schattige oder feuchte Standorte ebenso wie für die Dachbegrünung angefertigt. Gumplinger zeigte den Exkursionsteilnehmern anhand praktischer Beispiele, wie für die Wildblumenmatten - ausschließlich im bayerischen Alpenvorland heimische Arten - ausgesät, pikiert, auf kleine Vlies-Stücke gesetzt und wie schließlich je 60 Pflanzen auf zwei Quadratmeter große Matten befestigt werden. Je nach späterer Lage und Bodenbeschaffenheiten eigneten sich immer nur bestimmte, von den gut hundert hier vorgezogenen Pflanzenarten, erläuterte der Pflanzenkenner Bernd Haubner. Auf einem Südhang mit magerem, kiesigem Boden wachsen ja andere Arten als auf einer fetten Wiese.

Tätigkeiten im Gewächshaus brächten jeden Tag etwas Neues, man müsse mit überraschenden Entwicklungen rechnen und versuchen, sie zu meistern. So begeistere das Arbeiten mit Lebendigem die Mitarbeiter der Landshuter Werkstätten immer wieder, betonte Gumplinger. Abschließend wurde auf den „Tag der offenen Tür“ am Samstag 17. Juli 2010 mit einem interessanten Programm hingewiesen. Dabei könne jeder Interessierte die Werkstatt im laufenden Betrieb kennen lernen.

Impressionen vom Blütenfest der „Baumpaten“, Imkereiverein, Gartenbauverein, Bund Naturschutz, Waldkindergarten und Lebenshilfe e.V. am Muttertag 2010 auf der Streuobstwiese in Rottenburg

„Rama dama“

Rottenburg: Mädchen und Buben mehrerer Schulen, des Waldkindergartens, aktive Helfer von Vereinen und Feuerwehrmänner aus Rottenburg und den Ortsteilen opferten ihren Samstag-Vormittag und waren im Rahmen der Landschaftsreinigungsaktion „Rama dama“ nach vorgegeben Routenplänen im Gemeindegebiet unterwegs. An Straßen und Bächen, entlang der heimischen Feld und Waldwege wurde die Umwelt von Flaschen, Plastik- und sonstigem Müll befreit. Größere Abfallablagerungen einem sensiblen Biotopbereich, welche von Hand mit einfachen Mitteln nicht beseitigt werden konnten, sollen im Laufe des Jahres von der Gemeindeverwaltung per LKW abgefahren werden. Das Landratsamt Landshut koordinierte den Einsatz in enger Abstimmung mit den 35 Landkreis-Gemeinden. Als kleines „Dankeschön“ lässt  das Landratsamt landkreisweit für die rund 5000 Helfer eine Brotzeit springen.

„Mein lieber Biber“ – Ein Ort freut sich über seinen „Landschaftskünstler“

Vielleicht war es das Glück des Dammbauers, dass sein Auftauchen mit dem August-Hochwasser 2002 zusammenfiel. Dass er das Wasser in der Landschaft zurückhält und so zum natürlichen Hochwasserschutz beiträgt, hat zu seinen hohen Sympathiewerten sicher von Anfang an beigetragen.

Doch den Hauptteil der Überzeugungsarbeit übernahm der Biber selbst. „Er baute einfach so wunderschöne Dämme“, dass er nach und nach alle Betroffenen für sich einnahm:

-den Landwirt Lederer, obwohl sein Traktor in eine Biberröhre einbrach,

- den Bürgermeister und den Chef des städtischen Bauhofs trotz der Mehrarbeit an den Bächen.

Seit acht Jahren kommen an den Wochenenden zahlreiche Familien ebenso wie die BN-Kindergruppen und das Kinderferienprogramm um das „Gesamtkunstwerk Biber-Landschaft“ aus nächster Nähe zu bewundern. Neun ehrenamtliche Helfer wurden 2009 von Gerhard Schwab in Rottenburg im Bibermanagement und der BN-Vorsitzende als Biberführer ausgebildet. Bei Wanderungen an Ufern entlang, erleben die Teilnehmer hautnah, wie der Biber die Gewässer gestaltet. Verbessert er doch auch die Bedingungen für Feuchtpflanzen wie die Sumpfdotterblumen, für durchziehende Watvögel, Kiebitze, Wildenten und den seltenen Schwarzstorch, für Frösche, Molche und Libellenarten. “ Dabei lernen Mädchen und Buben den Unterschied zu begradigten Bächen mit technischen Flussbauwerken kennen, genießen das Barfuss laufen im knöcheltiefen Wasser, dürfen in einer „waghalsigen Aktion“ über Biber-Staudämme balancieren und ein lebensgroßes Biber-Präparat eingehend untersuchen.

Mehrere Biberdämme führten am Otterbach stellenweise zur Vernässung von Ackerflächen, eines Kirchengrundstückes und einer Böschung der Staatstraße von Rottenburg nach Neufahrn. In enger Zusammenarbeit mit der gewässerunterhaltspflichtigen Stadt Rottenburg und der Staatstraßenverwaltung ist es dem Bund Naturschutz gelungen, ein Umleitungsgerinne entlang der Staatstraße anzulegen und mit einem flachen Schutzdamm die Staunässe von der Straßenböschung fern zu halten. Am Ende der Bauarbeiten bedankte sich der BN-Ortsvorsitzende Franz Gumplinger bei den mit Schaufel und Gummistiefeln aktiven Helfern, bei  Bürgermeister Alfred Holzner für die Unterstützung durch den Bauhof der Stadt und bei Norbert Kremser für die unentgeltliche Durchführung der Baggerarbeiten. In den letzten Woche ist nun gelungen, das angrenzende kirchliche Waldgrundstück zu erwerben, um es aus der intensiven forstwirtschaftlichen Nutzung herauszunehmen und dem Biberrevier anzugliedern.

Im Rahmen des „Ökologischen Entwicklungskonzeptes Große Laber“ ermöglichen Naturschutzbehörden, Wasserwirtschaftsamt und Kommunen über viele Hektar einen nachhaltigen Biberschutz.

Für Arten-, Wasser- und Klimaschutz

Wollen auch im Jahr 2010 für den Natur- und Umweltschutz aktiv sein (von links): Bernd-Jochen Lindner-Haag, Kathy Mühlebach-Sturm, Franz Gumplinger, Monika Gärtner, Bernd Haubner und Paul Riederer

Jahresversammlung der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe mit Rückblick, Ausblick und Wahlen

Rottenburg. Einblicke in die Natur- und Umweltschutz-Aktivitäten des abgelaufenen Jahres bot die Bund-Naturschutz (BN)-Ortsgruppe Rottenburg im Rahmen ihrer Jahresmitgliederversammlung auch anhand einer Bilderausstellung im „Haus der Vereine“. Auch im kommenden Jahr will sich der – nach der Neuwahl im wesentlichen unverändert gebliebene – Vorstand für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt, für einen verstärkten Klimaschutz und besonders für einen effektiveren Trinkwasserschutz stark machen.

Mit dem „Frühlingserwachen“ im März startete die BN-Ortsgruppe seit ihrer Gründung im Jahr 1983 – gemeinsam mit weiteren freiwilligen Helfern – auch im Frühjahr 2009 zur „größten Naturschutzaktion Bayerns“, berichtete Ortsgruppenvorsitzende Franz Gumplinger eingangs. Der Amphibienschutzzaun auf dem gemeindeeigenen Biotopgrundstück an der Staatsstraße Rottenburg-Neufahrn soll im Jahr 2010 in Zusammenarbeit mit der Straßenbauverwaltung neu aufgebaut werden, damit die hier wandernden Frösche, Kröten und Molche sicher in die vorhandene Tunnelröhre geleitet und vor dem Tod oder der Verstümmelung auf der Straße bewahrt werden.

Im Rahmen der Aktion „Rama dama“ habe man Unrat wie Plastikmüll und Flaschen an Wegen und Waldrändern gesammelt. Größere Mengen Rasenschnitt und Gartenabfälle müssten aber noch aus dem Badholz – dem künftigen „Naturerlebnispfad Quellbereich Krumbach“ – entfernt werden, damit hier keine Nährstoffeinträge aus Sickersäften in den sensiblen Wasserhaushalt bei den alten Brunnenstuben mehr erfolgen, betonte Gumplinger.

Mehrmals auf spielerische Entdeckungsreisen gehen konnten Mädchen und Buben im Rahmen des Ferienprogramms und über wenig befahrene Straßen – mit Pferd und Wagen an Feldrainen, Waldsäumen, Obstwiesen und Bächen entlang – den „Reiz der Langsamkeit“ entdecken. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten bei der Heuernte auf einer Biotopwiese selbst mit anpacken. Hautnah erlebten die Exkursionsteilnehmer noch vielfältige, heimische Tier- und Pflanzengesellschaften in ihren feuchten oder trockenen Lebensräumen, führte Gumplinger in seinem Jahresbericht aus.

Den „abenteuerlichen Weg eines Wassertropfens“ von der Regenwolke in die Grundwasser führenden Bodenschichten – und von dort über die Brunnen der kommunalen Wasserversorgung bis an den häuslichen Wasserhahn – konnten die Exkursionsteilnehmer beim Besuch des Wasserzweckverbandes in Pattendorf nachempfinden. Wissenswertes über die technischen Einrichtungen, der Wert eines stabilen Wasserhaushaltes und besonders die aktuellen Gefährdungen der Trinkwasserreserven – auch als Folge des enorm intensivierten Maisanbaus – standen hier im Mittelpunkt des Interesses, erläuterte der Ortsgruppenvorsitzende. Mit Blick auf das Jahr 2010 meinte Gumplinger: „Im Sinne eines vorsorgenden und nachhaltigen Trinkwasserschutzes müssen wir von Seiten des Bundes Naturschutz unseren Verbandsräten im Wasserzweckverband künftig noch mehr den Rücken stärken!“ In diesem Sinne will die BN-Ortsgruppe für „genussvolles Essen aus der Region ohne grüne Gentechnik“ werben, um weiterhin in Zusammenarbeit mit „Zivilcourage-Landshut“ – einem Zusammenschluss von Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern – eine gentechnikfreie Anbauregion Landshut sicherzustellen.

Als einen Höhepunkt des vergangenen Jahres bezeichnete Gumplinger den „Tag der Regionen“ mit Gottesdienst und Musikprogramm auf dem Kapellenplatz in Rottenburg. Das Motto „Klimaschutz durch kurze Wege" soll die Bürger dazu ermuntern, möglichst viele Dinge aus der eigenen „Nachbarschaft “ zu kaufen. Damit würden die regionalen Wirtschaftskreisläufe und somit auch die Arbeitsplätze in der Umgebung gestärkt. Die Region könne ihr eigenes Gesicht entwickeln und blute nicht aus. „So macht es Spaß, hier zu bleiben, Wurzeln zu schlagen, sich zu Hause zu fühlen“, betonte Gumplinger abschließend.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden wieder gewählt als erster Vorsitzender Franz Gumplinger, als stellvertretender Vorsitzender Bernd-Jochen Lindner-Haag und als Kassier Bernd Haubner. Als Beisitzer wurden in den Vorstand gewählt Walter Hastreiter, Elfriede Schmidt und Monika Gärtner. Sowohl BN-Kreisgruppenvorsitzende Kathy Mühlebach-Sturm als auch ihr Stellvertreter Paul Riederer bedankten sich bei den Aktiven der BN-Ortsgruppe Rottenburg für ihre enormen Anstrengungen und den ehrenamtlichen Einsatz beim Schutz von Natur und Heimatlandschaft.

     

Unterschriften-Aktion

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Landesverband
Bund Naturschutz
in Bayern e.V.

Kreisgruppe Landshut

Vorsitzende:
Kathy Mühlebach-Sturm

stellvertr. Vorsitzende:
Paul Riederer
Dr. Uli Kaltenegger

Geschäftsstelle
Altstadt 105
84028 Landshut

Tel: 0871-23748
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Fax: 0871-274207