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Aktivitäten 2010

Blütenpracht und Artenvielfalt

Die Wiesen in Binabiburg und Großmaulberg bieten ein buntes Pflanzenspektrum
Auch für Schmetterlinge, wie den Distelfalter, sind sie wertvolle Lebensräume

BN-Ortsgruppen sichern Blumenwiesen durch extensive Pflege

Binabiburg/Vilsbiburg. An zwei Standorten entwickelte sich in den letzten Jahren eine artenreiche Blumenwiese, eine auf der Fläche rund um die Salvator-Kirche in Binabiburg und eine auf dem Grundstück von Biogärtner Degenbeck in Großmaulberg bei Vilsbiburg. Die beiden Bund-Naturschutz-Ortsgruppen „Oberes Binatal/Rottquelle“ und Vilsbiburg haben sich zusammengetan, um diese Blumenwiesen mit ihrer Blütenpracht und Artenvielfalt zu erhalten, informieren Monika Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der Binataler Ortsgruppe, und Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe Vilsbiburg.

Jahrelang wurden die beiden Grundstücke nicht gedüngt, so dass sich seltene Blumen auf den mageren Böden entwickeln konnten. In Zusammenarbeit mit dem Dorf- und Landschaftspflegeverein Binabiburg und in Abstimmung mit der Kichenverwaltung mähen die Bund-Naturschutz-Ortsgruppen die Wiese rund um die Salvator-Kirche jetzt im Hochsommer. Dadurch haben die Pflanzen die Möglichkeit, auszusamen, im darauf folgenden Jahr wieder zu blühen und sich sogar zu vermehren. Es wachsen dort viele botanische Raritäten wie Efeublättriger Ehrenpreis, Heidenelke und Wiesenglockenblume, weiß Johanna Mooser als botanisch versierte Naturschützerin zu berichten. Auch sei der Frauenmantel, die Kleine Brunelle und die Sternmiere hier anzutreffen. Viele Blumenarten, welche charakteristisch für Trocken- und Magerrasenstandort sind, findet man ebenfalls, so etwa das Frühlings-Fingerkraut, das Echte Labkraut und der Mittlere Wegerich.

Zu den ersten Blumen, die im Frühjahr auf der Wiese rund um die Kirche blühen, gehört das rasenbildende Frühlingsfingerkraut, so Mooser. Es wird nur fünf bis 15 Zentimeter hoch. Wenn in einem heißen und trockenen Sommer die Gräser verdorrt sind, sei sie als Magerrasenpflanze immer noch grün. Außer den Mager- und Trockenrasen liebenden Blumen kommen auch zahlreiche Blumenarten der Fettwiese und anderer Standorte an der Wallfahrtskirche vor, so das Acker-Hornkraut, die Weiße Lichtnelke, Wiesenwitwenblume, Margerite, Wiesenflockenblume und der Gamander-Ehrenpreis.

Die Blumenwiese in Großmaulberg ist nicht minder reich an Pflanzen, versichert die Blumenspezialistin. Dazu gehören Wiesenknopf, Kreuzblume, Heidenelke, Wiesenbocksbart, Knäuelglockenblume und Johanniskraut. Das Johanniskraut blüht von Juni bis September und wird 30 bis 80 Zentimeter hoch. Es wächst gerne in extensiv genutzten Wiesen, an Wegrändern sowie an Wald- und Heckensäumen und ist wie viele andere Pflanzen auch eine Heilpflanze. Die rot blühende Heidenelke wird nur zehn bis 30 Zentimeter hoch, sie liebt sandige, kalkarme Böden und steht zerstreut auf der mageren Wiese.

Lang ist die Liste der dort vorkommenden Pflanzen, sie bilden reichlich Nahrung für Schmetterlinge, Wildbienen und weitere Insekten. Auch vorkommende Gräser sind wichtig, so für den Nachwuchs von Schmetterlingen wie Braunem Waldvogel, Dickkopffalter, Ochsenauge und Schachbrettfalter, bestätigt Johanna Mooser. Manche Falter haben sich auf nur eine Pflanze spezialisiert und so werden die Schmetterlinge weniger, wenn diese eine Pflanze verschwindet. Höchstens zweimal im Jahr, im Sommer und im Herbst, werde diese blumenreiche Wiese von den BN-Ortsgruppen jetzt gemäht. So könne die Artenvielfalt erhalten werden.

Solartag 2010

Mit einem Infostand beteiligte sich die Bund Naturschutz Ortsgruppe am Solartag in Vilsbiburg. Außerdem konnten Kinder und Erwachsene am Glücksrad Naturfragen beantworten und kleine Preise gewinnen.

Realschule Vilsbiburg sammelte für den Naturschutz

Vilsbiburg. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen der Realschule beteiligten sich auch dieses Jahr wieder an der Haus- und Straßensammlung des Bund Naturschutz. Kürzlich besuchten deshalb Brigitte und Stefan Englbrecht von der Ortsgruppe Vilsbiburg die fleißigen Sammler um sich für deren Unterstützung zu bedanken.

Rektor Klaus Herdl erklärte bei der Begrüßung am Beispiel der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, dass der Mensch oftmals sehr rücksichtslos mit der Natur umgehe und ermunterte die Schüler hier Sensibilität zu entwickeln. Die Naturschützer erläuterten dann kurz die Verwendung der gesammelten Spendengelder. Die Hälfte davon werde vom BN-Landesverband Bayern beispielsweise für den Erhalt wertvoller Landschaften und Artenschutzmaßnahmen wie der Wiedereinbürgerung von Luchs und Wildkatze sowie für Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Die andere Hälfte erhält die örtliche Ortsgruppe, die damit ebenfalls Naturschutzmaßnahmen durchführen kann. Konkret werde dieses Jahr eine Streuobstwiese mit Randhecke gepflanzt, Mäharbeiten auf Biotopflächen seien notwendig und ein zusätzlicher Amphibienschutzzaun müsse angeschafft werden, so Stefan Englbrecht.

Wer hilft Fröschen, Molchen und Kröten?

Auch der seltene Grasfrosch braucht Hilfe

BN-Ortsgruppe sucht ehrenamtliche Helfer für den Amphibienschutz

Vilsbiburg. Auch diesem Frühjahr schützten Bund-Naturschutz-Mitglieder und ihre Helfer wieder über 3000 Amphibien vor dem möglichen Straßentod, indem sie zwei Schutzzäune errichteten. Aufmerksame Bürger stellten an einem zusätzlichen Ort, bei Aichberg zwischen Vilsbiburg und Solling, ebenfalls starke Wanderbewegungen von Amphibien fest. Mehrere Abende fuhren BN-Mitglieder auch an diese Stelle und trugen auf einer Länge von rund 500 Meter eine große Zahl von Tieren über die Strasse.

Um die Amphibien, die durch die Umwelteinflüsse sehr bedroht sind, bei Aichberg auch nächstes Jahr sicher retten zu können, muss in diesem Bereich im nächsten Frühjahr ein mobiler Schutzzaun errichtet werden. Dazu sucht die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bundes Naturschutz schon jetzt Helfer und Helferinnen, die sich bei Zaunaufbau, Zaunkontrolle und/oder Zaunabbau ehrenamtlich betätigen wollen. Stefan Englbrecht, Vorsitzender der Ortsgruppe, möchte schon jetzt genügend Helfer finden, weil er weit voraus planen muss. Der Zaun muss wie auch an den anderen Standorten je nach Wetterlage von Ende Februar/Anfang März bis Ende März/Mitte April einmal täglich betreut werden. Ohne weitere Helfer ist die Arbeit nicht zu machen, stellte Englbrecht fest. Finden sich genug Freiwillige ein, ist der Arbeitsaufwand für jede Person nicht sehr groß. Kinder können gerne bei den Aktionen dabei sein. Nach den Erfahrungen der Naturschützer ist es für Kinder immer wieder ein Erlebnis, Frösche, Molche und Kröten näher kennen zu lernen.

Da Artenschutz alle Bürger angeht, bittet die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg somit Bürger aus Vilsbiburg und Umgebung, sich an den Amphibienschutz-Aktionen in Aichberg nächstes Frühjahr zu beteiligen. Sie sollen sich wegen der Vorplanungen bitte bis Mitte Juli 2010 bei Stefan Englbrecht unter Telefon 08741-8566 melden oder in der Bund Naturschutz-Geschäftsstelle in Landshut unter Telefon 0871-23748 oder 0871-22390 anrufen.

B 15 neu - Stadträte in Vilsbiburg stimmten ab über den Antrag der BI "Stop B 15 neu"

Mit freundliche Empfehlung der Vilsbiburger Zeitung gestattet uns der Redakteur, Herr Georg Soller, seinen Zeitungsbericht zur der Stadtratssitzung am 20. Mai 2010 in Vilsbiburg auf unseren Internetseiten zu veröffentlichen.  >> "Vilsbiburger Zeitung vom 22.05.2010"

Ein idyllisches Tal – das Isental

Fantastischer Ausblick ins unverbaute Isental

BN-Ortsgruppe unternahm naturkundliche Fahrradexkursion

Vilsbiburg. Um zu sehen, welche Naturschätze die Autobahn A 94 zerstört, wenn diese wie geplant im Isental zwischen Dorfen und Isen verlaufen soll, unternahm die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg eine Radwanderung in diesem Gebiet.

Ausgangspunkt der Radwanderung war Dorfen. Auf engen Rad- und Feldwegen ging es entlang des Flusses Isen Richtung Westen. Sehr viele Hecken und Sträucher wachsen noch in dieser hügeligen Landschaft, stellten die Exkursionsteilnehmer fest. An der Isen sahen sie Auwälder und Feuchtwiesen, die wertvollen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen bieten. Die Goldammer wurde gesichtet und der seltene Pirol sang in den Bäumen. Die Teilnehmer der Wanderung hörten See- und Teichfroschkonzerte in nahen Gewässern, und sogar ein Blaukehlchen war in der Nähe zu hören. Auch bodenbrütende Vögel können in dieser Gegend Nistgelegenheit finden, bemerkte Günter Ehr, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe.

Zwei Stunden fuhren die BN-Mitglieder, zum Teil auf kleineren Nebenstrassen, an Lengdorf vorbei, bis der Ort Isen erreicht war. Während der Fahrt stellten die Radler immer wieder fest, dass es sehr erholsam ist, sich auf diesen Strassen mit dem Rad fortzubewegen, denn nur wenig Autoverkehr stört hier den Naturgenuss.

Nach einer kurzen Einkehr in Isen nahm die Gruppe einen etwas kürzeren Weg über Holz zurück nach Dorfen, dabei bot der Weg fantastische Ausblicke in das Tal. Die Gruppe kam schließlich in der Nähe des „Schwammerls“ vorbei, einem Aussichtspunkt hoch über Dorfen. Die Autobahn A 94 wird wenige Meter am „Schwammerl“ vorbeiführen, sollte sie ins Isental gebaut werden, wusste Stefan Englbrecht, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe zu berichten.

Die BN-Mitglieder wissen, dass schon lange vom Bund Naturschutz und von vielen umweltbewussten Menschen gefordert wird, die A 94 alternativ auf der Trasse der bestehenden Bundesstrasse B 12 zu bauen; so könnte das idyllische Isental für die Nachkommen erhalten werden. Auf der bestehenden B 12 würde die Autobahn auch nicht in diesen Maßen artenreiche Landschaft und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zerstören wie im Isental, waren die Naturschützer überzeugt.

Bund Naturschutz beendet Amphibienschutzaktion

Vilsbiburg: Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr für die Frösche, Kröten und Molche in den von der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg betreuten Biotopen in Hochreit und Dornau. Davon konnten sich die Mitglieder nach dem Abbau der Amphibienschutzzäune überzeugen. Wegen des späten Winters wurden die Zäune dieses Jahr erst Mitte März aufgebaut. Bei milderen Nachttemperaturen und einsetzendem Regen hatten es die kleinen Lurche dann aber sehr eilig zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Nach drei Wochen konnten die Schutzzäune bereits wieder abgebaut und eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. An beiden Standorten nimmt die Anzahl der Amphibien in den letzten Jahren zu.
Erstmals besuchten Mitglieder der Ortsgruppe dieses Jahr die Hauptschule Vilsbiburg. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse konnten die mitgebrachten Kröten, Frösche und Molche hautnah kennen lernen und erfuhren allerlei Wissenswertes über deren Lebensweise.
Nachdem die Ortsgruppe informiert worden war, dass auch bei Aichberg eine größere Anzahl von Kröten über die Strasse wandern, wurden diese zur Hauptwanderzeit allabendlich ebenfalls eingesammelt und in die Vilswiesen gebracht. Die Ortsgruppe möchte hier nächstes Jahr ebenfalls einen Schutzzaun aufstellen wenn sich ausreichend Betreuer finden, die die Kontrolle an einem Tag pro Woche vormittags übernehmen. Interessierte können sich schon jetzt bei Englbrecht (Tel. 08741/8566) melden.

Winterwanderung zur Trasse der B 15 neu

Direkt auf der Trasse verdeutlichten sich die Wanderer die vorgesehene Fahrbahnbreite

Vilsbiburg. Eine Winterwanderung zur Trasse der geplanten Fernstrasse B 15 neu veranstalteten die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz zusammen mit der Bürgerinitiative „Stopp B 15 neu“ und der „Gemeinschaft der Gegner und Betroffenen der B 15 neu“.

Ausgehend von der Ortsmitte von Haarbach befanden sich die zahlreichen Teilnehmer schon nach wenigen Gehminuten direkt auf der vorgesehenen Trasse zwischen Reichenöd und Wiethal. Mit Hilfe von Trassierband machten sich die Wanderer ein Bild von der geplanten Straßenbreite von 27 Metern für vier Fahrspuren und zwei Standstreifen. Bedingt durch die hügelige Topographie und die dadurch notwendigen Erdbewegungen wären die Einschnitte in die Landschaft natürlich noch erheblich breiter, erläuterten die Veranstalter. Nach einem Blick auf den weiteren Straßenverlauf Richtung Tattendorf und das Vilstal führte die Wanderung zurück nach Ammersöd, wo das Tal des Haarbachs und die Straße nach Schnedenhaarbach durch einen Damm und eine Brücke überwunden werden müsste, um anschließend Richtung Blashub durch den nächsten Hügel geführt zu werden. Erst vor Ort könne man sich das Ausmaß der Zerschneidung unserer Heimat durch die umstrittene Fernverkehrsstraße richtig vorstellen, erklärte ein Teilnehmer; ein Weiterbau der B 15 neu über die Autobahn München-Deggendorf hinaus nach Süden müsse deshalb unbedingt verhindert werden.

Jahresprogramm 2010

Mit einem Klick zum Jahresprogramm 2010

Aktivitäten 2009

Jahresrückblick 2009

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Ortsgruppe Vilsbiburg,
wir begrüßen Sie sehr herzlich und besonders unsere neuen Mitglieder und Förderer, die im Jahr 2009 zum Bund Naturschutz dazugekommen sind.

Im Jahr 2009 konnten wir viele Unternehmungen und Biotoppflegemaßnahmen durchführen.

So wurden im Januar in unserem Biotop in Dornau zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde Seigen ausgebaggert, um den Lebensraum für die Amphibien zu verbessern. Ebenfalls im Januar wanderten wir mit unserem Biberberater Robert Meyer entlang der Vils auf den Spuren des Bibers.

Auf großes Interesse stieß im Februar der Vortrag „Energie- und Kosteneinsparung“ von Heike Ziegler von der Landshuter EnergieAgentur, den wir zusammen mit dem Kolpingverein organisierten.

Die Ortsgruppe errichtete im März und betreute bis April Amphibienschutzzäune in Hochreit und Dornau, wodurch ca. 2600 Erdkröten, Grasfrösche und Molche vor dem Straßentod bewahrt werden konnten. Unser Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Zäune errichteten und die täglich die Tiere über die Straßen trugen. Die Realschüler beteiligten sich wieder sehr erfolgreich an der jährlichen Haus- und Straßensammlung. Ihnen und den  Sammlern der Ortsgruppe sagen wir Dank für ihren nicht immer leichten Einsatz.

Im April beteiligte sich unsere Gruppe an der Müllsammelaktion in Wald und Feld. Leider wird unsere Flur immer wieder für billige Beseitigung von Müll und Gartenabfällen missbraucht, obwohl im Wertstoffhof günstige Entsorgungsmöglich-keiten bestehen. In Kooperation mit dem Kolpingverein zeigten wir den Film gegen die Gentechnik „Leben außer Kontrolle“.

Sehr viele Teilnehmer interessierten sich für den Waldbegang zum Thema „Vorbildliche Waldbewirtschaftung im Zeichen des Klimawandels“ im Wald unserer Mitglieder Christl und Achim Grünewald, den wir gemeinsam mit der BN-Kreisgruppe Landshut und der Waldbauernvereinigung Landshut organisiert haben.

In Braunsberg wurde der weitgehend verlandete Tümpel ausgebaggert. Einige Mitglieder nahmen im Mai auch am jährlich stattfindenden Fest an der Donau in Niederaltaich teil. Die frei fließende Donau ist nach wie vor akut gefährdet, mit Staustufen verbaut und kanalisiert zu werden.

Zu einer Bestandsaufnahme im Juni traf sich die Gruppe auf der von uns angelegten Blumenwiese in Thalham.
Eine Exkursion der ganz anderen Art konnten wir beim Besuch der Ortsgruppe Rottenburg erleben. Mit der Pferdekutsche von Franz Gumplinger ging es zu den Biotopen rund um Rottenburg.

Auf der Bergtour im Juli in den Tuxer Bergen mit Übernachtung auf der Rastkogelhütte konnten wir viele seltene Alpenpflanzen entdecken. Der geplante Gipfel des Rastkogels war wegen einer geschlossenen Schneedecke nicht zu besteigen. Aber auch die Gipfel Roßkopf, Kraxentrager und Marchkopf brachten uns schöne Bergerlebnisse.
Landschaftsarchitektin Victoria Meysemeyer führte eine botanische Exkursion durch die „Ruttinger Wiesen“ bei Gerzen.

Im September erkundeten wir zusammen mit einigen Familien der Kindergruppe mit zwei Schlauchbooten die Amper von Stegen am Ammersee durch das Ampermoos nach Schöngeising. Neue Pläne für den autobahnähnlichen Bau einer B 15 neu machten die Gründung einer Bürgerinitiative in Haarbach notwendig.

Ende Oktober ergänzten wir die Streuobstwiese in Aichberg um weitere sieben hochstämmige Apfelbäume.

Mit großer Begeisterung kommen die Teilnehmer der Kindergruppe unseres Ortsvereins zu den monatlichen Treffen mit vielfältigen Angeboten. Auch für das kommende Jahr wird von unseren Kindergruppenleiterinnen Brigitte Englbrecht und Christine Grünewald ein abwechslungsreiches Programm angeboten.

Wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit ist die Begründung neuer Biotope und Pflegemaßnahmen der bestehenden wertvollen Flächen. Wir bitten unsere Mitglieder, Freunde und Förderer sowie interessierte Nichtmitglieder um aktive Teilnahme bei der einen oder anderen Aktion. Interessenten können sich bei Stefan Englbrecht oder am Naturschutzabend melden. Sie werden sehen, es macht Spaß in unserer Gruppe mitzuarbeiten. Selbstverständlich stehen alle Veranstaltungen, Ausflüge und Treffen auch Nichtmitgliedern offen.

Wir hoffen, Ihnen auch im Jahr 2010 ein abwechslungsreiches, interessantes und lehrreiches Jahresprogramm anbieten zu können. Neben der praktischen Naturschutzarbeit werden wir Exkursionen in die nähere und weitere Heimat durchführen, um Pflanzen, Tiere und Landschaften kennen zu lernen. Im März errichten wir Amphibienschutzzäune in Hochreit und Dornau. Als weitere Arbeiten planen wir Heckenpflanzungen, das Anlegen von Tümpeln, Aufhängen und Kontrolle von Nistkästen und Biotoppflegemaßnahmen.

Dreizehn Jungbäume

Dreizehn Jungbäume und -sträucher überreichte der Bund Naturschutz (BN), Ortsgruppe Vilsbiburg an Schülerinnen und Schüler der Realschule Vilsbiburg als Dankeschön. Sie waren die eifrigsten Sammler in der Realschule bei der diesjährigen Sammelaktion des Bundes Naturschutz. Die Schülerinnen und Schüler und Stefan Englbrecht vom BN freuten sich sichtlich bei der Übergabe. Rektor Klaus Herdl bemerkte, dass es in der heutigen Zeit wichtig sei, dass Kinder wieder mehr Zugang zur Natur finden. Er hoffe, dass die Bäume und Sträucher einen kleinen Teil dazu beitragen. Mit auf dem Bild Biologielehrerin Dagmar Hufnagl und Brigitte Englbrecht vom Bund Naturschutz.

Erweiterung der Vilsbiburger Streuobstwiese

Bei gutem Wetter erweiterte die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Vilsbiburg im November eine Streuobstwiese, die sie vor zwei Jahren gepflanzt hatte. Unter fachkundiger Anleitung wurden 7 hochstämmige Apfelbäume zu den 21 bestehenden Obstbäumen gesetzt und dabei vor allem einheimische Obstsorten berücksichtigt. Mit Wühlmauskörben und Wildschutzzäunen wurden die Bäume gegen Verbiss unter und über der Erde geschützt.

Der Streuobstanbau war früher sehr verbreitet, die meisten Bestände sind jedoch der intensiven Nutzung unserer Kulturlandschaft zum Opfer gefallen. Streuobstwiesen sind ein wertvolles Landschaftselement für Mensch und Natur. Dem Menschen ermöglichen sie es einheimisches, ungespritztes Obst zu ernten, einer Vielzahl von Vögeln, Bienen, Käfern und anderen Tieren bieten sie Lebensraum sowie Nahrungs- und Brutmöglichkeiten.

Gentechnik-Informationsveranstaltung von Kolpingsfamilie Vilsbiburg und Bund Naturschutz

Einen Informationsabend zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft veranstalteten kürzlich die Kolpingsfamilie Vilsbiburg und der Bund Naturschutz in Vilsbiburg.
Es wurde der Film „Leben außer Kontrolle“ gezeigt, der anhand von drastischen Beispielen die Erfahrungen mit dem Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft zeigt.
In Kanada weht genmanipulierter Rapssamen über die Felder von Biobauern und konventionell arbeitenden Landwirten. Keimt dieser Rapssamen auf deren Feldern, werden die Landwirte vom Chemiemulti Monsanto auf Zahlung von Lizenzgebühren verklagt.

In Indien ließen sich Baumwollbauern von aufwendigen Werbespots, die ihnen einen mehrfachen Ertrag ohne Schädlingsbekämpfungsmittel versprachen, zum Kauf von teuerem gentechnisch verändertem Saatgut verleiten. Nach einer katastrophalen Missernte stehen sie vor dem Ruin, müssen Felder verkaufen oder eine Niere oder begehen sogar Selbstmord.

Der Film zeigt aber auch den Kampf von Betroffenen wie dem kanadischen Farmer Percy Schmeiser oder der Inderin Dr. Vandama Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises, gegen die Abhängigkeit von Agro-Chemiekonzernen, die diese durch Patente auf Saatgut erreichen wollen.

Auch vor den menschlichen Genen macht das Gewinnstreben nicht Halt. Unter einem Vorwand wurden bei 700 bedrohten Völkern Genproben gesammelt um sie eventuell später für wertvolle Patente verwenden zu können.

In der anschließenden Diskussion äußerte Josef Fritz von der Kolpingsfamilie die Befürchtung , dass sich Eltern in Zukunft je nach ihren finanziellen Möglichkeiten und dem aktuellen Stand der Genforschung Babies mit den gewünschten körperlichen und geistigen Eigenschaften zusammen stellen lassen könnten.

Von der Politik kommen unterschiedliche Signale. Einerseits spricht sich Bayerns Umweltminister Söder für das Ziel eines „Bayern ohne Gentechnikanbau“ aus und der Anbau der Maissorte Mon810 wurde in Deutschland von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner verboten. Auf der anderen Seite darf auf einem Versuchsfeld in Nordbayern auf Grund bestehender Verträge eine andere gentechnisch veränderte Maissorte angebaut werden, so Stefan Englbrecht vom Bund Naturschutz. Auch mit der Gen-Kartoffel Amflora wurden Freilandversuche genehmigt

Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher und Landwirte in Bayern lehnen gentechnisch hergestellte Lebensmittel ab, waren die Besucher der Veranstaltung überzeugt.

Den besten Schutz vor dem Einzug der Gentechnik in der bayerischen Landwirtschaft biete die Schaffung gentechnikfreier Regionen und die Kauf von ökologisch hergestellten Produkten, betonte einer der Anwesenden.

Hierzu wurde auch im Raum Landshut, wie zuvor schon in anderen Regionen Bayerns, das Aktionsbündnis „Zivilcourage“ gegründet, in dem sich Umweltschützer, Verbraucher, Landwirte, Bäcker, und andere für einen gentechnikfreien Landkreis Landshut einsetzen.

Bund Naturschutz beendet Amphibienschutzaktion

Die Teiche in Hochreit und Dornau sind weiterhin ein Paradies für Kröten und Molche. Davon konnten sich die Mitglieder der Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg nach dem Abbau der Amphibienschutzzäune überzeugen. Bald nachdem der letzte Schnee geschmolzen war, hatten die Naturschützer die beiden Zäune aufgebaut und sechs Wochen lang täglich kontrolliert. Dabei wurden die Amphibien, die bei ihrer Laichwanderung die Strasse überqueren müssen, eingesammelt und zu ihren Laichgewässern auf die andere Straßenseite gebracht. Nun konnte eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. In Hochreit wurden 675 Erdkröten sowie 86 Teich- und Bergmolche und ein paar Grasfrösche gezählt; in Dornau wurden 1011 Erdkröten, 788 Molche und ebenfalls einzelne Frösche eingesammelt.

Aktion „Saubere Landschaft“

Die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz beteiligte sich kürzlich an der Aktion „Saubere Landschaft“ des Landkreises Landshut. Entlang der Umgehungsstrasse LA13 sammelten die Mitglieder acht Säcke Müll und brachten ihn in die Altstoffsammelstelle in Mühlen. Die Naturschützer finden es bedauerlich, dass Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und anderes von gedankenlosen Mitbürgern immer noch achtlos aus dem Autofenster in die Landschaft geschmissen werden und diese verunstalten.

Energie- und Kosteneinsparung durch Gebäudesanierung

Einen Vortrag zum Thema „Energie- und Kosteneinsparung durch Gebäudesanierung“ veranstaltete die Bund Naturschutz Ortsgruppe Vilsbiburg zusammen mit dem Siedler- und Eigenheimerbund Vilsbiburg.

Eingangs wies dabei die Referentin Heike Ziegler, Energieberaterin und Mitglied der Landshuter Energie-Agentur, die Zuhörer darauf hin, dass etwa 80% des Energieverbrauchs im privaten Haushalt auf die Heizung entfallen und sich die Preise für Energie auch in Zukunft nach oben bewegen werden. Nur den alten Heizkessel durch einen neuen zu ersetzen bringe jedoch oftmals nur einen Teilerfolg, so Frau Ziegler, denn genauso wichtig sei der Zustand der Gebäudehülle um den Wärmeverlust an die Umgebung gering zu halten. Notwendig sei daher ein wirtschaftliches Gesamtkonzept das die Anlagentechnik und eventuelle Dämmmaßnahmen einschließe, betonte die Referentin. Werde dabei die Vor-Ort-Beratung eines Energieberaters in Anspruch genommen, so wird dies vom Staat mit 300 Euro bezuschusst. Selbstverständlich sollte bei geeigneter Ausrichtung des Dachs heute eine thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung und wenn möglich zur Heizungsunterstützung sein, betonte die Energieberaterin. Sie stellte auch den Energiepass vor, der seit kurzem bei Immobilienverkäufen und Neuvermietungen gesetzlich vorgeschrieben sei. Dabei erklärte Frau Ziegler auch den Unterschied zwischen der verbrauchsorientierten Variante die lediglich die gesetzlichen Vorgaben erfülle und der bedarfsorientierten Ausführung die tatsächlich etwas über den Energieverbrauch eines Gebäudes aussage. Ausführlich erläuterte die Referentin die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten bei der energetischen Gebäudesanierung. Im Rahmen des Marktanreizprogramms 2008 können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse beantragt werden für Solaranlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen für verschiedene Maßnahmen und Maßnahmenpakete zu erhalten. Ansprechpartner für diese Darlehen ist immer die Hausbank des Bauherrn.

Kompetent beantwortete die Referentin zum Schluss des informativen Vortrags die zahlreichen Fragen ihrer Zuhörer.

Biotoppflegemaßnahmen im Vilstal

„turnender“ Laubfrosch

In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde führte die Ortsgruppe Vilsbiburg des Bund Naturschutz im Vilstal unterhalb von Vilsbiburg Biotoppflegemaßnahmen durch.

Mit maschineller Hilfe wurden mehrere sogenannte Seigen ausgehoben. So werden flache Tümpel bezeichnet, die einer Vielzahl von Amphibien, Libellen und anderen Insekten Lebensraum bieten. Insbesondere soll mit diesen Maßnahmen der Laubfrosch gefördert werden. Er gehört zu den bekanntesten Amphibien Mitteleuropas, aber durch den Verlust reichstrukturierter Landschaften gleichzeitig zu den bedrohtesten. Auch in Bayern steht er als „gefährdet“ auf der Roten Liste. Als Laichgewässer benötigt er Weiher und Tümpel mit Flachwasserzonen die intensiv besonnt sind. Die Enden der Finger und Zehen des Laubfroschs sind zu kleinen Haftscheiben erweitert, die es ihm als einzigem einheimischen Frosch erlauben, auf Pflanzen und Bäume zu klettern. Als Landlebensraum besiedelt er daher Hochstaudenbestände Gebüsche und Schilfflächen in der Nähe der Laichgewässer, wo er sich vorwiegend von Fluginsekten ernährt.

Die Naturschützer hoffen nun, dass die Lebensraumverbesserungen vom Laubfrosch gut angenommen werden, damit sein lauter, rhythmischer Ruf auch in Zukunft im Vilstal zu hören ist.

Jahresprogramm BN-Kindergruppe der OG Vilsbiburg

Liebe Kinder und Eltern der BN-Kindergruppe Vilsbiburg,

wir wollen auch heuer wieder mit Euch zusammen erlebnisreiche Stunden in der Natur verbringen und uns einmal im Monat treffen.

Details hierzu findet ihr auf unserer Website BN Jugend / Vilsbiburg.

Aktivitäten 2008

Anbringen einer BN-Emailetafel bei unserem neu gekauften Grundstück im Vilstal

Amphibienschutzaktion 2008

Biberexkursion an der Vils

     

Unterschriften-Aktion

Sagen Sie JA zum Nationalpark Steigerwald !

Ja, ich will helfen:

Landesverband
Bund Naturschutz
in Bayern e.V.

Kreisgruppe Landshut

Vorsitzende:
Kathy Mühlebach-Sturm

stellvertr. Vorsitzende:
Paul Riederer
Dr. Uli Kaltenegger

Geschäftsstelle
Altstadt 105
84028 Landshut

Tel: 0871-23748
        0871-22390
        0871-50154

Fax: 0871-274207